Blick in die Demetriusstraße in Richtung Ringstraße, ca. 1960

Sammlung Familie Waßmer

Die Häuser in diesem Teil der Demetriusstraße wurden nach dem Brand von 1907 neu errichtet. In dem stattlichen Gebäude im Vordergrund, dem sogenannten »Stadtbau« war die »Berufl. Fortbildungs- & Industrieschule« untergebracht. Daneben steht das Haus von Sattlermeister Ernst Krauß (Demetriusstr. 2). Es folgt das Haus des Schneidermeisters Otto Schmitt (Demetriusstr. 3). Daran angebaut ist das Haus des Elektromeisters Karl Götz (Demetriusstr. 4).

Das ursprünglich angrenzende Gebäude im »süßen Winkel« wurde nach dem Brand von 1907 nicht mehr aufgebaut. Dadurch entstand eine Durchfahrt aus dem bis dahin geschlossenen Häuserring der Altstadt in die  Ringstraße. Der Blick fällt auf das Haus des Landwirts Martin Mayer, das nach dem Großbrand 1921 erbaut wurde.

Standort des Fotografen: 47.884134, 8.345196

Haus Hasenfratz in der Bittengasse, ca. 1989

Stadtarchiv

An der Einmündung des Schulweges in die Bittengasse steht das Haus Hasenfratz. Es steht außerhalb des mittelalterlichen Stadtrings und schmiegt sich an die Rückseite der ehemaligen Zehntscheuer (Kirchstr. 9).

Als das Foto aufgenommen wird, befindet sich das zweistöckige Haus im Besitz der Stadtgemeinde. Ende der 1990er Jahre dient es als Wohnung für Flüchtlinge aus dem Kosovo. Danach wird es abgerissen und schafft Leerraum für einen Parkplatz.

Standort des Fotografen: 47.883487, 8.345777

2 Fotos: Rückseite des Hauses Welte in der Bittengasse, 1987

Sammlung Familie Waßmer

Das Haus Welte (Kirchstr. 1/3) besteht eigentlich aus zwei Gebäuden: Sie markieren den Verlauf des mittelalterlichen Mauerrings, der an dieser Stelle einen scharfen Knick beschreibt und in Richtung Nordwesten weiter verläuft. Das alte Gemäuer wird abgerissen, damit an seiner Stelle das Kultur- und Fremdenverkehrszentrum (KFZ) gebaut werden kann.

Auf dem Parkplatz links parkt ein rotes Auto, das in Großbritannien zugelassen ist. Es ist ein Volkswagen »Rabbit« mit Rechtslenkung.

Standort des Fotografen: 47.884171, 8.345938

Haus Bader in der Bittengasse, ca. 1989

Stadtarchiv

Modernisiert präsentiert sich das große Haus in der Bittengasse. Die Fassade ist frisch verputzt und hell gestrichen, an den Kanten zieren einfache geometrische Ornamente das Mauerwerk. Der steile Satteldachfirst und die großen Scheunentore links erinnern daran, dass hier über Generationen Landwirtschaft betrieben wurde. Rechts im Erdgeschoss sind inzwischen zwei Garagen eingebaut – Zeichen dafür, wie sich das bäuerliche Anwesen dem Wandel der Zeit angepasst hat.

1903 ist das Gebäude im Feuerversicherungsbuch verzeichnet, damals noch unter der Adresse »im Bittengraben«. Seit langem gehört es der Familie Bader. 1959 übernahmen es der Landwirt Alfred Bader (1923-?) und dessen Ehefrau Hilda Bader (geb. Hermann, 1928-?).

Standort des Fotografen: 47.884269, 8.346025

Scheune des Hauses Huber in der Bittengasse, ca. 1989

Stadtarchiv

Die Scheune in der Bittengasse gehört zum Haus Huber (Obere Hauptstr. 6). Sie ist freistehend. Will man in die Scheune hineinfahren, muss man zwei Bretter als Fahrspur in die tiefer liegende Straße herunterklappen.

Am linken Bildrand ist zu erkennen, dass das Haus Welte abgerissen ist und gerade das neue Kultur- und Fremdenverkehrszentrum (KFZ) errichtet wird.

Standort des Fotografen: 47.884269, 8.346025

Rückseite der Zehntscheuer und Haus Hasenfratz in der Bittengasse, ca. 1976

Stadtarchiv 

Außerhalb des Stadtrings standen in der Vergangenheit nur wenige Häuser. Das holzverschindelte Haus Hasenfratz (Bittengasse 8) ist eines davon. Es schmiegt sich eng an die ehemalige Zehntscheuer der fürstenbergischen Herrschaft (Kirchstr. 9) an.  Nur ein schmaler Durchgang ist zwischen den beiden Gebäuden vorhanden. 2004 wird das Haus Hasenfratz abgerissen.

Links im Vordergrund sind Garagen zu sehen, die zum Haus des Wagnermeisters Hermann Schelling (Kirchstr. 11) gehören.

Standort des Fotografen: 47.883437, 8.345624

Rückseite vom »Wilden Stier« in der Bittengasse, 2007

Sammlung Familie Waßmer

Im Jahre 2004 bricht man das Haus Hasenfratz (Bittengasse 8) ab. Auf dem Grundstück entsteht ein Parkplatz. Jetzt hat man erstmals einen freien Blick auf die gesamte Rückseite der ehemaligen Zehntscheuer (Kirchstr. 9). Wenn man das Mauerwerk mit den kleinen Fensteröffnungen betrachtet, kann man sich einigermaßen vorstellen, dass die Außenwand der Häuser im äußeren Häuserring gleichzeitig die ehemalige Stadtmauer bildete.

Das Gebäude gehörte bis 1933 als Scheune zum Gasthaus »Löwen« (Rathausplatz 11). Dann erwarb es der Viehhändler Karl Krieg. Zum Zeitpunkt, als das Foto aufgenommen wird, gehört die ehemalige Zehntscheuer dem »Ochsen«-Wirten Peter Faißt. Darin befindet sich die Festscheune »Zum wilden Stier«.

Standort des Fotografen: 47.883560, 8.345646