Narrengruppe vor dem Rathaus, Fasnacht 1952

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Carola Hannes zur Verfügung.

Man braucht schon einige Phantasie, um zu erahnen, was diese Närrinnen und Narren an Fasnacht darstellen. Offenbar sind sie in antike Toga-Gewänder gekleidet, wahrscheinlich sollen es Römerinnen und Römer sein, die zwei Sklavinnen in ihrer Mitte haben. Das Fasnachtsmotto 1952 lautet, nach dem gleichnamigen Volkslied: »Als die Römer frecht geworden«.

V.l.n.r.: Gertrud Schmid, Karoline Auer (*1907), Otto Schweizer (*1906), Ernst Keller (*1912), Anna Jordan (*1907), Käthe Kaufmann, Adolf Kaufmann, Hilde Keller (*1920), Mariele Honold (*1921), Mariele Schweizer, Franz Maier, Olga Geisinger (*1919), Fritz Straub (*1921), ??? Strobel, Elke Duttlinger, Walter Maier (*1927), Josef Kaltenbrunner (*1930).

Im Hintergrund ist am Rathaus eine geschnitzte Holzkonstruktion zu erkennen, die das Eingangsportal einrahmt. Am rechten Bildrand sind der Seitengiebel der »alten Sonne« (Rathausplatz 9-10) und weiter hinten das Gasthaus »zum Löwen« (Rathausplatz 11) zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.883701, 8.344069

Familie Vogt vor ihrem Geschäft, 1952

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Gaby Vogt zur Verfügung.

Familie Vogt sitzt auf dem Bänkchen vor ihrem Geschäft am oberen Rathausplatz. Der Kaufmann Wilhelm Vogt jr. (1910-1990) und seine Ehefrau Hedwig Vogt geb. Limb (1919-2010) lassen sich mit ihren beiden Kindern Gaby (geb. 1950) und Wilfried (geb. 1951) ablichten.

Rechts daneben ist eine der insgesamt vier Säulen zu sehen, die den Eingang zum Ladengeschäft einrahmen. Dass die Vogts Tabakwaren verkaufen, verrät die Werbung im Schaufenster. »Zuban«-Zigaretten werden beworben. Einer der Werbesprüche lautet: »Morgen so gut wie gestern und heute!«

Standort des Fotografen: 47.884164, 8.345290

Umzugswagen mit Römerinnen und Römer, Fasnacht 1952

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Heike Soldan-Bölle zur Verfügung.

1952 lautete das Motto der fünften Jahreszeit: »Als die Römer frech geworden«. Das Volkslied erzählt die Geschichte der Varusschlacht im Teutoburger Wald. Die Römerinnen und Römer, die hier auf einem Umzugswagen stehen, der von Pferden gezogen wird, wirken indes gar nicht frech, sondern allenfalls dekadent – und ein bisschen durchgefroren.

Der Prunkwagen war recycelt:  Ein halbes Jahr zuvor beim Festumzug anlässlich der Stadterhebung am 27. Mai 1951 hatten darauf nicht Römerinnen und Römer, sondern die spätere Königin Marie-Antoinette mit ihrem Gefolge gestanden.

Der Wagen fährt gerade über den verschneiten Rathausplatz, an dem kleinen Vorgärtchen vor dem Gasthaus »zum Löwen« vorbei. Im Hintergrund ist das frühere Gasthaus »zur Sonne« zu sehen, in dem sich zu diesem Zeitpunkt in der linken Gebäudehälfte die Stadtmühle und rechts Wohnungen befanden.

Standort des Fotografen: 47.883949, 8.344960

Hochzeitsgesellschaft Adrion / Fehrenbach vor dem Gasthaus »Pilgerhof«, 1952

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Familie Laufer zur Verfügung.

Eine Hochzeitsgesellschaft hat sich vor dem Gasthaus »Pilgerhof« versammelt. Vorne in der Mitte stehen der Bräutigam Erich Adrion (1926-2001), der Gipsermeister von Beruf und unter dem Spitznamen »Drilli« bekannt ist, und die Braut Martha geb. Fehrenbach (1928-2019). Das Ehepaar Adrion wohnt auf dem Alenberg.

1.Reihe, links, sitzend, v.l.n.r.: 1 Karolina Vogelbacher (geb. Fehrenbach) (1906-1993), 2 Karl Fehrenbach, 3 Zimmermeister Eugen Fehrenbach, 4 Franziska Fehrenbach (geb. Bieler)
1.Reihe, rechts, sitzend, v.l.n.r.: 1 Rosa Adrion (geb. Berger, 1898-1973), 2 Fritz Adrion (1897-1971), 3 Ernst Laufer, 4 ??? Binder (Seppenhofen)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Ida Hutzler, 2 Klara Zepf (geb. Fehrenbach, 1902-?), 3 Luise Binder (geb. Fehrenbach), 4 Josefine Schelling (geb. Fehrenbach), 5 Katharina Hofstetter (geb. Bieler), 6 Brautjungfer Olga Fehrenbach (verh. Streit), 7 Braut Martha Adrion (geb. Fehrenbach), 8 Bräutigam Erich Adrion, 9 Brautjungfer Genoveva Adrion, 10 Anna Laufer (geb. Berger), 11 Rosa Heiler (geb. Adrion), 12 Irma Adrion (geb. Schmid), 13 Arno Adrion, 14 Maria Schäfer (geb. Berger)
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Isolde Steimer, 2 Ulrich Fehrenbach (geb. 1935), 3 Egon Steimer, 4 Erika Hofstetter, 5 Berthold Fehrenbach (geb. 1937), 6 Cäcilia Limberger (Bad Dürrheim), 7 Eugen Fehrenbach, 8 Inge Bierle (Neuenburg), 9 Edgar Adrion (geb. 1950), 10 Ernst Heiler, 11 Margret Adrion (1926-2021), 12 Fritz Adrion jr. (1920-2004)

Standort des Fotografen: 47.886957, 8.341649

Narrengruppe vor dem Haus Krauß in der Demetriusstraße, Fasnacht 1952

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Luzia Bader zur Verfügung.

Vor dem Haus Krauß in der Demetriusstraße hat sich eine stattliche Narrengruppe zum Erinnerungsfoto aufgestellt. Die Männer und Frauen tragen einfache, bäuerlich wirkende Gewänder: weite Kittel, breite Gürtel, geschnürte Beinlinge, Kopftücher und Fellmützen. In den Händen halten sie, fast wie Requisiten aus einem Historienstück, einen Hakenpflug und einen Morgenstern.

Das Motto der Fasnacht lautet: »Als die Römer frech geworden«. Entsprechend stellen die Narren wohl germanische Bauern dar – jene sagenhaften Einheimischen, die sich gegen die römischen Eindringlinge zur Wehr setzen. Augenzwinkernd wird hier Geschichte gespielt, nicht mit wissenschaftlicher Genauigkeit, sondern mit viel Fantasie.

Neben der Gruppe steht ein Traktor. Sein Nummernschild lautet: »FB-08-7317«. Das Kürzel steht für den Landkreis Freiburg im Breisgau.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Ernst Krauß, 2 Justina Sauter (geb. Brett, 1900-1994), 3 Elise Göpper, 4 Hildegard Bader (Ehefrau von Paul Bader), 5 Karl Bader (1902-1971), 6 Ehefrau von Lehrer Willig oder Schlachter, 7 Gerhard Bader (in der Schaukel, geb. 1943) , 8 ??? Weißer (Schwiegersohn von Bernhard Strobel)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 August Kienzler (1914-?), 2 Sofie Kienzler (1915-?), 3 ???, 4 Werner Hepting (1928-2011), 5 Josef Armbruster (1910-?)
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ??? Weißer, 2 Tochter von Bernhard Strobel, 3 Engelbert Müller, 4 Erika Faller (Ehefrau von Franz Faller)

Standort des Fotografen: 47.884277, 8.344915

Narrengruppe vor dem Haus Ganter in der Maienlandstraße, Fasnacht 1952

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Franz Isele zur Verfügung.

Diese fröhliche Schar zieht an Fasnacht durch die verschneite Maienlandstraße. Aus dem Haus Ganter (Maienlandstr. 8) im Hintergrund schauen mehrere Personen neugierig aus den Fenstern (v.l.n.r.: Lore Ganter (verh. Echtle), Else Ganter (verh. Egle) und Anna Ganter geb. Hepting). Das Motto der diesjährigen Fasnacht lautet: »Als die Römer frech geworden«.

V.l.n.r.: 1 Hermann Fehrenbach (1925-?), 2 Karl Keller (1920-2003), 3 Albert Wehrle, 4 Franz Isele (1930-2021) in der weißen Toga und mit Lorbeerkranz auf dem Kopf, 5 Hans Müller, 6 Lore Isele, 7 Oskar Baader (1922-2006), 8 Hans Wehrle (1919-?), 9 Franz Mürb (1928-2024), 10 Helmut Winkler (1929-2009), 11 Adolf Isele (1903-1961), 12 Luise Winkler (1930-2010)

Die Narren haben sich als Gruppe zusammengetan, weil sie im Schotterwerk von Franz Bader arbeiten und Kollegen sind.

Standort des Fotografen: 47.885250, 8.342521

Haus Egle in der Ringstraße, 1952

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Pia Durst zur Verfügung.

Nach dem Großbrand 1921 wurde das Haus Egle (Ringstr. 1) neu erbaut. Charakteristisch für den damaligen Wiederaufbau ist der Staffelgiebel, mit dem das Haus zur rechten Seite hin abschließt. Das Haus gehört dem Müller Gustav Egle (1881-1954) und dessen Ehefrau Pauline Egle (geb. Mäder, 1887-1966), deren Elternhaus vor dem Brand an dieser Stelle stand. Später übernimmt es die Tochter Frieda Durst (geb. Egle, 1929-1982), die darin auch ein kleines Wäschegeschäft betreibt.

Standort des Fotografen: 47.884577, 8.344373