Brautpaar Albert Benitz und Anna Manz, ca. 1940

Fotograf: Leo Molitor, Neustadt
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Ines und Martin Benitz zur Verfügung.

Das frisch vermählte Brautpaar lässt sich im Fotostudio von Leo Molitor in Neustadt zur Feier des Tages fotografieren. Der Bräutigam Albert Benitz (1905-1996) trägt einen schwarzen Anzug, ein weißes Hemd und eine weiße Fliege. Seinen schwarzen Zylinder hat er unter den Arm geklemmt. Die Braut Anna Benitz geb. Manz (1910-1974) trägt ein weißes Brautkleid mit Schleier. Den Brautstrauß hält sie in die Kamera.

Standort des Fotografen: Neustadt

Brautpaar Paul Benitz und Josefine Klaus, 8. Juni 1931

Fotograf: Leo Molitor, Neustadt
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Ines und Martin Benitz zur Verfügung.

Vier Jahre nach seinem älteren Bruder heiratet am 8. Juni 1931 auch Paul Benitz (1899-1979). Seine Frau Josefine geb. Klaus (1903-1991) stammt aus Engen, wo ihre Eltern die Brauerei und das Gasthaus »zum Felsen« betreiben. Das frischvermählte Paar bezieht die Parterrewohnung im Haus Benitz (Alenbergstr. 7-9).

Standort des Fotografen: Neustadt

Kommunionkind Egon Bader, 1942

Fotograf: Leo Molitor, Neustadt
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Im Fotoatelier Molitor in Neustadt wird der Erstkommunikant Egon Bader (1933-1999) zur Feier des Tages fotografiert. Er steht im schwarzen Anzug mit weißem Hemdkragen neben einem Sessel. In seiner rechten Hand hält er seine Kommunionkerze, in seiner linken das Magnificat.

Standort des Fotografen: Neustadt

Maria Kirner geb. Trescher, ca. 1905

Fotograf: Leo Molitor, Neustadt
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Dr. Lothar Hörner zur Verfügung.

Am 26. Januar 1884 wurde die junge Frau, die sich in einem Fotoatelier in Schwarzwaldtracht fotografieren lässt, in Friedenweiler geboren. Maria Trescher heiratet nach Löffingen ein. Ihr Ehemann ist der Landwirt Severin Kirner (1875-1958), der gebürtig aus Seppenhofen stammt. Gemeinsam betreiben sie das landwirtschaftliche Anwesen Alenbergstr. 3.

Drei Jahre nach ihrem Ehemann stirbt Maria Kirner am 5. Oktober 1961 im Alter von 77 Jahren.

Standort des Fotografen: Neustadt

Karl Hepting als Soldat, 1914-1918

Fotograf: Leo Molitor, Neustadt
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Christa Egle und Hans-Peter Hepting zur Verfügung.

Vermutlich während eines Heimaturlaubs im Ersten Weltkrieg lässt sich Karl Hepting (1893-1979) im Fotostudio fotografieren. Er ist der Sohn des Landwirts Rupert Hepting und dessen Ehefrau Agathe geb. Bader. Geboren wurde er am 23. Oktober 1893 und wuchs in seinem Elternhaus in der Dittishauser Straße auf. Nach dem Besuch der Volksschule erlernte er das Malerhandwerk.

Er gehörte dem Infanterie-Regiment 114 an. In Friedenszeiten hatte er seinen Militärdienst geleistet. Im Zuge der Mobilmachung im August 1914 wurde er eingezogen. Am 15. September 1914 wurde er zum Gefreiten ernannt und am 2. Dezember 1915 zum Unteroffizier befördert. Er war an Gefechten an der Westfront beteiligt. Für seine militärischen Verdienste wurde er mit der Badischen Verdienstmedaille, dem Karl-Friedrich-Verdienstorden und dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. Auf dem Foto trägt Karl Hepting eine Ordensspange auf seiner linken Brust.

Standort des Fotografen: Neustadt

Personengruppe im Fotoatelier, ca. 1920

Fotograf: Leo Molitor, Neustadt | Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hermann Egle zur Verfügung.

Sieben Männer und zwei Frauen lassen sich im Fotoatelier zusammen fotografieren. In welchem Verhältnis stehen sie zueinander? Verwandt sind sie – abgesehen von den Familien Ganter und Hepting – nicht. Was also veranlasst sie, ein Gruppenfoto aufnehmen zu lassen?

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 Mathilde Hepting (verh. Bacher), 2 Anna Ganter (geb. Hepting, 1900-?), 3 Leo Ratzer (1881-1948), 4 Sattlermeister Ernst Krauß (1897-1978)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Malermeister Karl Hepting (1893-?), 2 Schneidermeister Hermann Ganter (1895-1957), 3 Schmiedemeister Otto Fürst (1894-?), 4 ???, 5 ???

Standort des Fotografen: Neustadt

Kommunionkind Aloisia Selb mit Familie, 1950

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Rita Bölle, Aloisia Huber und Monika Huber zur Verfügung.

Aloisia Selb feiert ihre erste heilige Kommunion. Ein Jahr zuvor war die Familie nach Neustadt gezogen. Zusammen mit ihren Eltern und ihren Verwandten stellt sie sich vor dem Haus zu einem Gruppenfoto auf.

1. Reihe, v.l.n.r.: Ernst Faller, Maria Selb geb. Faller (1919-1967), Aloisia Selb, Ferdinand Selb (1911-1966)

2. Reihe, v.l.n.r.: Erika Faller, Franz Faller, Anna Geschwill verw. Faller, Katharina Selb geb. Bausch, Agathe Faller geb. Benz

Standort des Fotografen: Neustadt

Robert Rosenstiel als junger Mann, 1918

Fotograf: Leo Molitor, Neustadt
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elisabeth Rosenstiel zur Verfügung.

Der junge Mann, der mit verschränkten Armen vor der Brust dasteht und forsch in die Kamera blickt, ist der Landwirt Robert Rosenstiel. Er wurde am 22. April 1900 geboren und heiratete ca. 1925 Cäcilie Winterhalder (1901-?). Gemeinsam übernahmen sie ihr Elternhaus im »Schlempental« (Obere Hauptstr. 45). 1930 brennt es bis auf die Grundmauern nieder und Robert und Cäcilie Rosenstiel bauen es wieder auf.

Standort des Fotografen: Neustadt

Personengruppe im Fotoatelier, ca. 1918

Fotograf Leo Molitor, Neustadt | Dieses Foto stellte dankenswerterweise Ursula Moch-Weiss zur Verfügung.

Vier Personen haben sich im Fotoatelier von Leo Molitor in Neustadt zu einem Gruppenbild versammelt. Vor gemalter Landschaftskulisse stehen zwei Mädchen, zwischen ihnen ein junger Mann, daneben sitzt eine junge Frau auf einem Stuhl. Die Beziehung der vier Personen zueinander lässt sich (bislang) nicht eindeutig bestimmen. Es scheint keine klassische Familienkonstellation zu sein – eher eine lose Verbindung, vielleicht Verwandte.

Der junge Mann ist Anton Beha (1899-1918). Ernst blickt er in die Kamera, geschniegelt, in ziviler Kleidung. Er ist zu diesem Zeitpunkt Soldat und wird kurz vor Ende des Ersten Weltkrieges fallen. Neben ihm sitzt Anna Hasenfratz (1896-?), die leicht zur Gruppe gewandt ist und eine der Kinderhände hält.

Das ältere der beiden Mädchen ist Else Häusle (verh. Weiss, 1911-?). Das jüngere Mädchen ist etwas näher an die Erwachsenen herangerückt. Wer sie ist, bleibt bislang unklar.

>> Der Text muss überarbeitet werden, er enthält Fehler.

Standort des Fotografen: Neustadt

Veronika Geisinger mit ihren zwei Töchtern, ca. 1918

Fotograf: Leo Molitor, Neustadt
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Susanne Obergfell und Michael Rösch zur Verfügung.

Fotografien sind noch eine Seltenheit und werden für zukünftige Generationen bewahrt. Heute lässt sich Veronika Geisinger (geb. Mauthe, 1878–1958) mit ihren beiden Töchtern im Fotostudio in Neustadt ablichten. Links steht ihre ältere Tochter Emma Geisinger (verh. Kienzle, 1915–2003), auf ihrem Schoß sitzt die jüngere Tochter Maria Geisinger (verh. Rösch, 1916–2001).

Die sorgfältig arrangierte Aufnahme zeigt das typische Internieur eines Fotostudios mit Vorhängen und einem fein verzierten Stuhl. Emma steht auf einem kleinen Hocker, um die Bildkomposition auszugleichen. Die Gesichter wirken ernst – für Fotografien muss lange stillgehalten werden, was das spontane Lächeln erschwert.

Standort des Fotografen: Neustadt

»Baaremer Quartett«, ca. 1930

Fotostudio Leo Molitor, Neustadt | Dieses Foto stellte dankenswerterweise Gaby Vogt zur Verfügung.

Als »Baaremer Quartett« treten diese vier Sänger in den 1930er Jahren auf, sie sind sozusagen die »Comedian Harmonists« von Löffingen. Bei den Sägern, die im Fotostudio Molitor in Neustadt posieren, handelt es sich v.l.n.r. um den Schneidermeister Hermann Ganter (1895-1957), den Kaufmann Albert Benitz (1905-1996), den Metzgermeister Fritz Seilnacht (1901-1987) und den Friseurmeister Julius Limb (1883-1968). Bis 1939 treten die vier gemeinsam auf, dann löst sich das Quartett auf.

Standort des Fotografen: Neustadt