Kirchstr. 3 (Rückseite) (2020 <|> 1987)
Bauhof und Farrenstall in der Bittengasse, ca. 2010
Sammlung Familie Waßmer
Die Tage des Bauhofs und des Farrenstalls sind gezählt. Beide Gebäude werden 2015 und 2019 abgerissen, um eine umfassende Neugestaltung dieses Filetsstücks hinter dem Altstadtring zu ermöglichen. Im Vordergrund parkt ein gelbes Auto der Deutschen Post. Auch das angrenzende Postgebäude soll abgerissen werden.
Standort des Fotografen: 47.883225, 8.346458
Blick von der Festhalle in Richtung Städtchen, ca. 1955-1960
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Von der Galerie beim Heimatmuseum (Festhallenstr. 5) fällt der Blick über die verschneite »Bittenwiese« in Richtung Städtchen. Zu sehen ist der neu erbaute Bauhof und dahinter der Farrenstall. Beide Gebäude werden 2015 und 2019 abgerissen. Links daneben ist das kleine Schlachthaus am Bittenbach zu sehen, das bereits 1968 aus dem Stadtbild verschwindet.
Im Hintergrund ist der Stadtring im Bereich der Kirchstraße und die katholische Pfarrkirche St. Michael zu erkennen. Aus dem Kamin des Sägewerk Benz steigt weißer Rauch auf.
Standort des Fotografen: 47.882593, 8.347696
2 Fotos: Blick von der Festhalle auf das verschneite Städtchen, ca. 1953/54
Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Noch steht kein Bauhof in der Bittengasse und kein Kindergarten im Schulweg. Der Blick fällt ungehindert über die »Bittenwiesen« mit ihren Obstbäumen in Richtung Städtchen. Alles ist tief verschneit. Vor der Pfarrkirche St. Michael stehen der Farrenstall und das kleine Schlachthaus.
Dahinter sind die Häuser des Altstadtrings zu sehen. Aus der verschneiten Dächerlandschaft mit ihren Staffelgiebeln ragen der Rathausturm und weiter in der Ferne das Kamin des Sägewerk Benz empor.
Standort des Fotografen: 47.883459, 8.348473
Zwei Frauen in der Bittengasse, ca. 1959
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Ulrike Rheiner zur Verfügung.
Ein sonniger Wintertag. In der Bittengasse liegt Schnee. Der Blick wandert von der Höhe des Trafohäuschens die Straße nach oben. Auf der linken Straßenseite steht das holzverschindelte Haus von Josef Hasenfratz (Bittengasse 8). Hasenfratz betreibt die Stadtmühle in der »alten Sonne«. Hinter den beiden Nadelbäumen, die am rechten Straßenrand stehen, ist die Rückseite des Gasthauses »Linde« (Obere Hauptstr. 10) zu erkennen.
Fotografiert wurde das Bild aber nicht, um das Aussehen der Bittengasse und ihrer Häuser festzuhalten. Aufgenommen wurden die beiden lachenden Frauen, die im Vordergrund zu sehen sind, auch wenn sie sich halb hinter einem Strommasten verstecken: Die Frau rechts ist Brunhilde Simon geb. Zahn (1939-1975). Die linke Frau ist ihre Cousine Christa Beiner geb. Zahn.
Standort des Fotografen: 47.883320, 8.345491
2 Fotos: Blick über die »Bittenwiesen« und die Bittengasse, ca. 1957-1960
Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Vom Kirchturm der katholischen Pfarrkirche St. Michael schweift der Blick in Richtung »Schlempental« und »Hasle«. Große unbebaute Flächen, die als Wiesen und als Gärten genutzt werden, stechen ins Auge. Zu sehen sind die Festhalle und die Volksschule sowie die »Linden-Wiese«, auf der in den 1970er Jahren die Realschule gebaut wird. Der Kindergarten im Schulweg existiert ebenfalls noch nicht. An seiner Stelle erstrecken sich noch Gartenanlagen. Im Vordergrund sind der Farrenstall und der neu erbaute (und mittlerweile abgerissene) Bauhof zu sehen.
Der Blick wandert weiter zu den Häusern der Bittengasse und der Kirchstraße, die den äußeren Stadtring bilden. Pittoresk muten von hier oben die Staffelgiebel an. Weiter im Hintergrund sind die Häuser der Oberen Hauptstraße zu sehen, wobei das Gasthaus »Linde« (Obere Hauptstr. 10) deutlich ins Auge sticht. Die kleinen Häuser neben der »Hasle« sind allesamt Neubauten. Sie gehören zur Siedlung »Neue Heimat«´in der Haslachstraße.
Standort des Fotografen: 47.882632, 8.344045
Terrasse des Gästehauses Koch in der Bittengasse, ca. 1955-1958
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Das »Gästehaus Koch« (Kirchstr. 21) vermietet Zimmer an Kurgäste, Einzelzimmer, Doppelzimmer sowie Dreibettzimmer. »Wir bieten Ihnen angenehme Unterkünfte in gut gepflegten Räumen«, heißt es in einem Werbeprospekt von Sattlermeister Karl Koch (1910-?) und seiner Ehefrau Anna Koch (1914-?). Besonders beliebt bei den Kurgästen ist die Terrasse, die zur Bittengasse hinausreicht. Der Blick wandert am Farrenstall und dem Bauhof vorbei, über die »Bittenwiesen« hinweg, in Richtung »Hasle«. Am Rande des Wäldchens ist die 1953/54 erbaute evangelische Kirche zu sehen.
Standort des Fotografen: 47.882925, 8.344761
Haus Hasenfratz in der Bittengasse, ca. 2000
Sammlung Familie Waßmer
Bevor das Haus Hasenfratz in der Bittengasse 2004 abgerissen wird, entsteht dieses Farbfoto, um den baulichen Zustand vor dem Abbruch zu dokumentieren. Das holzverschindelte Haus schmiegt sich eng an die Häuser an, die seit dem Mittelalter den äußeren Stadtring bilden. Zwischen dem Haus Hasenfratz und der ehemaligen Zehntscheuer (Kirchstr. 9) befindet sich nur ein enger Durchgang.
Standort des Fotografen: 47.883437, 8.345624
Narrengruppe in der Bittengasse, Fasnacht 1906
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Hermann Egle und Alexandra Scholl zur Verfügung.
Eine der ältesten Aufnahmen der Löffiner Fasnacht zeigt dieses Gruppenfoto. Es wird bis heute in mehreren Familien bewahrt. Aufgenommen wurde die Fotografie am »Fasnachtsmontag 1906«, wie auf einem der Abzüge notiert ist.
Vor der Scheune (Bittengasse 2), die dem Bäcker und Müller Alois Faller gehört, haben sich 15 Fasnachtsnarren versammelt. Einige haben auf Stühlen Platz genommen, die sie vielleicht aus dem Gasthaus »Ganterbräu« geholt haben. Drei der Männer sind in zivil gekleidet, sie tragen schwarze Anzüge und Zylinder. Die übrigen Männer stellen Generäle oder andere hohe Militärs dar. Unter anderem ist die preußische Pickelhaube und ein Helm mit Paradebusch zu sehen. Das Motto der diesjährigen Fasnacht lautet: »Einzug Prinz Ferdinand von Bayern in Madrid«.
Am linken Bildrand ist ein angrenzender Misthaufen und die Rückseite des Hauses Vogt (Rathausplatz 13) zu erkennen.
1.Reihe, v.l.n.r.: ???, ???, Wilhelm Krauß (1871-1970), ???, ???
2.Reihe, v.l.n.r.:
3.Reihe, v.l.n.r.: ???, ???, ???, ???, Eugen Hepting
Standort des Fotografen: 47.884242, 8.345901
Blick zur Bittengasse mit Baustelle der Realschule, 1973
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Brigitte und Günter Leber zur Verfügung.
Es kann losgehen! Der erste Spatenstich hat bereits stattgefunden. Die »Linden«-Wiese wird zugebaut. Ein Großteil der Obstbäume ist bereits verschwunden, denn in den kommenden Monaten wird hier der Neubau der Sporthalle und der Realschule (Festhallenstr. 4) errichtet.
Im Hintergrund sind die Häuser des Altstadtrings im Bereich der oberen Bittengasse zu erkennen. Neu gebaut ist das Wohnhaus Bittengasse 1. Über den Dächern der Altstadt erhebt sich der Rathausturm und in der Ferne der Schornstein des Sägewerk Benz. Im Vorjahr hatte die Holzfirma ihren Betrieb eingestellt.
Standort des Fotografen: 47.883382, 8.348575
Letzter Bulle vor dem Farrenstall in der Bittengasse, 1996
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Maximilian Isele zur Verfügung.
Am 27. Juni 1996 endet die Geschichte des Farrenstalls in der Bittengasse. Im Foto ist der letzte Bulle zu sehen. Wenige Stunden später ist der Farrenstall aufgelöst und damit Geschichte. Links im Bild steht Heinrich Kopp, der den Farrenstall viele Jahrzehnte leitete. 2019 soll das Gebäude abgerissen werden.
Standort des Fotografen: 47.882817, 8.345234
Luftbild auf das Städtchen mit katholischer Pfarrkirche, ca. 1955-1960
Verlag Flugbild GmbH, Bonn
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Ralf Gauger zur Verfügung.
Dieses Luftbild entsteht in der Nachkriegszeit, vermutlich in der zweiten Hälfte der 1950er Jahre. Zu sehen ist im Vordergrund die katholische Pfarrkirche St. Michael, mit ihrem 1713-1715 erbauten Langhaus und Chor sowie ihrem 1855 an der Weststeite errichteten Turm. Auf dem Foto ist der Turm noch unverputzt. Schön auf dem Foto zu erkennen ist, dass die Kirche außerhalb des mittelalterlichen Altstadtrings steht.
Neben der Kirche ist rechts das Schlachthaus am Bittenbach zu sehen, das 1968 abgerissen wird, und dahinter der Farrenstall und der neu erbaute Bauhof. Weiter oben in der Bittengasse steht ein Trafohäuschen. Herausragende Gebäude im Städtchen sind das 1830/31 erbaute Rathaus und die beiden Gasthäuser »Sonne« (Rathausplatz 9-10) und »Löwe« (Rathausplatz 11), die den oberen Rathausplatz dominieren.