In den Holzindustriewerken Josef Benz AG sind kurz vor dem Großbrand 1928 rund 350 Arbeiter und Angestellte beschäftigt. Zwei von ihnen sind auf diesem Foto zu sehen. Die beiden Männer stehen in einem der Maschinenhäuser vor einer Gattersäge. Vor ihnen liegt ein Baumstamm, den sie soeben in der Länge zugesägt haben.
In den Holzindustriewerken Josef Benz AG waren kurz vor dem Großbrand 1928 rund 350 Arbeiter und Angestellte beschäftigt. Zwei von ihnen sind auf diesem Foto zu sehen. Der eine Mann hält eine Axt in den Händen, die er in einen Baumstamm geschlagen hat. Hinter den beiden Männern steht eine Maschine zur Holzverarbeitung.
Schülerinnen und Schüler der Realschule beschäftigen sich in der Projektwoche vor den Sommerferien mit »alten Handwerksberufen«. Zunächst recherchieren sie unter Leitung ihres Lehrers Werner Waßmer dazu im Klassenzimmer. Dann schwirren sie aus, mit Notizbuch und Fotoapparat ausgestattet, um Zeitzeugen zu interviewen und zu fotografieren.
Dieses Foto zeigt den Pflästerer Timotheus Schmid (1903-1984). Er steht den Schüler*innen Rede und Antwort und präsentiert ihnen auf dem Kopfsteinpflaster im Hof des Hauses Benitz seine wichtigsten Arbeitswerkzeuge.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Adolf Benz zur Verfügung.
Der neunjährige Adolf Benz (1930-2025) feiert seine Erstkommunion. Er ist in einen Anzug gekleidet, mit kurzen Hosen und langen Kniestrümpfen. In seiner linken Hand hält er seine Kommunionskerze, in der rechten Hand ein Gebetbuch und einen Rosenkranz. Weit zur Kirche hat er es in seiner Kindheit nicht, denn seine Familie wohnt gleich nebenan in der Hafnergasse (Kirchstr. 12).
Als erwachsener Mann wird der Weg zum Gottesdienst dann sehr viel weiter für ihn, da er ab Ende der 1950er Jahre in Stettholz wohnt.
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Elisabeth und Franz Isele zur Verfügung.
Gläubige säumen den Weg, als Pater Alfred Benz aus dem Portal der katholischen Pfarrkirche St. Michael tritt und zusammen mit seinen Mitgeistlichen in Richtung Kaplanei zieht. Soeben hat er seine Heimatprimiz gefeiert, den Gottesdienst zelebriert und den Primizsegen gespendet.
Fotograf: Leo Molitor, Neustadt Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Luzia Heiler zur Verfügung.
Eine junge Frau lässt sich im Fotoatelier fotografieren. Es ist Rosa Selb (1896-1967), die später Ernst Heiler (1895-1949) heiratet. Das Foto hat er vermutlich bei sich, als er Soldat im Ersten Weltkrieg ist. Daher könnten die Gebrauchsspuren und Knicke herrühren.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Christel Wehrle zur Verfügung.
Die Frau, die es sich auf dem Bänkchen vor dem Gasthaus »Gebert« gemütlich gemacht hat, trägt Löffinger Tracht. Sie ist aber weder Löffingerin noch trägt sie die Tracht im Alltag. Das Foto ist gestellt. Das Porträt zeigt Frau Hinz, die als erster Kurgast im »Gebert« Ferien verbringt. Sie darf einmal ausprobieren, wie es ist, Tracht zu tragen. Und natürlich wird ein Erinnerungsfoto geschossen.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Egon Eggert zur Verfügung.
Der Bahnangestellte Egon Eggert (1924-1996) ist konzentriert bei der Arbeit. Von Hand kurbelt er als Schrankenwärter die Bahnschranke am Übergang der Rötenbacher Straße herunter und nach der Durchfahrt des Zuges wieder hinauf. Nur einen kurzen Blick wirft er dem Fotografen zu.
Im Hintergrund sind das 1949 erbaute Haus Gwinner (Seppenhofer Str. 2) und das Haus Heiler (Pfarrweg 1) zu sehen.
Fotograf: Ohlenschläger, Donaueschingen Dieses Bild stellte dankenswerterweise Rita Bölle zur Verfügung.
Maria Werne (1882-1956) ist noch eine junge Frau, als sie sich in einem Fotoatelier in Donaueschingen fotografieren lässt. Geboren wurde sie 1882 in Löffingen. 1908 heiratet die 26-Jährige den Pflästermeister und Landwirt Ferdinand Schultheiß (1880-1936) und lebt mit ihm und ihren Kindern in der Maienlandstr. 1, gleich hinter dem Mailänder Tor. 1956 stirbt sie im Alter von 73 Jahren.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Bölle zur Verfügung.
Der Mann mit dem imposanten Schnurrbart ist Johann Werne (1853-1907). Er ist Metzger von Beruf und betreibt sein Geschäft in der Kirchstr. 12. Johann Werne, der mit zweitem Vornamen Evangelist heißt, wurde am 27. Mai 1853 geboren. Schon sein Vater, Johann Werne sen. (1819-1896) war Metzgermeister. Seine Mutter, Elisabeth geb. Wehrle (1828-1859), starb als der Junge gerade einmal sechs Jahre alt war. Der Vater heiratete daraufhin noch zwei Mal. Johann Werne übernahm später die Metzgerei des Vaters und verheiratete sich mit Maria geb. Freund (1852-1917) aus dem hessischen Groß-Umstadt. Er starb am 20. Juni 1907 im Alter von 53 Jahren.
Sechs Jahre nach seinem Tod kauft sein Sohn, der in dritter Generation Johann Werne heißt, das Haus Demetriusstr. 15 und eröffnet dort die »Werne-Metzgerei«.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Bölle zur Verfügung.
Als junge Frau lässt sich Ernestine Schmid geb. Link (1884-1958) in einem Fotoatelier fotografieren. Sie stammt aus Ensingen im protestantischen Württemberg. Im Alter von 19 Jahren heiratete sie 1904 den Malermeister Karl Schmid (1878-1955) aus Unterbränd. Gemeinsam zogen sie nach Löffingen. Ernestine Schmid bringt elf Kinder zur Welt. Die Ehefrau und Mutter engagiert sich viele Jahrzehnte als Messmerin der evangelischen Kirchengemeinde, als diese noch keine Kirche hat, sondern ihre Gottesdienste im Saal der alten »Sonne« feiert. Außerdem fungiert sie viele Jahre als Botin bei der Freiwilligen Feuerwehr.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Bölle zur Verfügung.
Vor dem Hochaltar der katholischen Pfarrkirche St. Michael sitzt das Jubelpaar Karl Schmid (1878-1955) und Ernestine Schmid (geb. Link, 1884-1958). Vor 50 Jahren gaben sie sich am 26. April 1904 in Unterbränd das Ja-Wort. Der Bräutigam war damals 25 Jahre alt, die Braut gerade einmal 19 Jahre. Der Malermeister Karl Schmid, gebürtig aus Unterbränd, ist Katholik, und Ernestine Schmid, aus dem württembergischen Ensingen stammend, ist Protestantin. Eine interkonfessionelle Ehe war damals eine Seltenheit. Die elf Kinder des Ehepaares wurden alle katholisch getauft. Im Hintergrund ist Pfarrer Karl Weickhardt (1905-1977) zu erkennen.
Ein Jahr nach der Goldenen Hochzeit stirbt Karl Schmid.