Dieses Foto stellte dankenswerterweise Paula Veith zur Verfügung.
Das frühere Haus Fechtig in der Oberen Hauptstraße wird abgerissen. 1970 hatte es der Tapeziermeister Karl Koch (geb. 1935) gekauft. Er entschied sich für den Abbruch des renovierungsbedürftigen Hauses. Wieder geht ein Stück »Alt-Löffingen« verloren. Im Haus Fechtig hatte sich vor vielen Jahrzehnten immerhin das Gasthaus »Kranz« befunden! Koch ersetzt das geschichtsträchtige Haus durch einen modernen Neubau, der im Erdgeschoss genügend Raum für sein Spielwarengeschäft bietet.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Karl Koch zur Verfügung.
Viele Jahrzehnte war dieses zweistöckige Haus in der Oberen Hauptstraße mit Scheuer und Stallung im Besitz der Familie Fechtig. Bereits um die Jahrhundertwende war der Zimmermann Johann Fechtig (1869-1943) als Eigentümer eingetragen. Fechtig war in erster Ehe mit Maria geb. Mogel (1869-1928) verheiratet. Mit ihr bekam er einen Sohn Karl, der 1917 als Soldat im Ersten Weltkrieg fiel. 1928 ereilte ihn ein weiterer Schicksalsschlag, als seine Frau im Alter von 60 Jahren starb. Der Witwer verheiratete sich erneut und gab der 25 Jahren jüngeren Maria geb. Vogt (1895-?) das Ja-Wort. Das Paar bekam eine Tochter, die ebenfalls den Namen Maria (1931-1962) erhielt. Sie starb bereits in jungen Jahren im Alter von nur 31 Jahren. Viele Jahre bewohnte die Witwe Maria Fechtig das Anwesen alleine.
1970 erwarb es der Tapeziermeister Karl Koch (geb. 1935). Zu diesem Zeitpunkt entstand diese Fotografie des renovierungsbedürftigen Hauses. Koch entschied sich für den Abbruch. Er ersetzte das Haus durch einen Neubau mit entsprechenden Räumlichkeiten für sein Spielwarengeschäft.
Der Hochzeitszug ist fast am Gasthaus »Linde« angekommen. Vorneweg laufen Braut und Bräutigam, Annemarie Meßmer (1930-2010), eine »Linden«-Tochter, und Josef Kaltenbrunner (1930-1966). Beide sind 23 Jahre alt. Es folgen die Verwandten und Freunde, die zur Hochzeitsfeier eingeladen sind. Gefeiert wird – natürlich – in der »Linde«. Ein paar Kinder stehen neugierig am Straßenrand. Sie hoffen darauf, ein Wegegeld zu kassieren.
1954 bekommen die Kaltenbrunners Nachwuchs und ihre Tochter Marianne wird geboren.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rolf Meßmer zur Verfügung.
An Fronleichnam ist neben dem Gasthaus »Linde« einer der Stationenaltäre aufgebaut. Davor ist ein Blumenteppich gelegt worden, der aus bunten Ornamenten besteht. Der Teppich ist rechtzeitig fertig geworden, gleich wird die Prozession eintreffen. Dann wird der Pfarrer mit der Monstranz über den Teppich schreiten. Am Altar wird er einen Abschnitt aus dem Evangelium vortragen, es werden Fürbitten gesprochen und der sakramentale Segen in alle Himmelsrichtungen und über die Stadt erteilt.
Die Schrecken der NS-Diktatur und des Zweiten Weltkrieges lagen erst wenige Jahre zurück, als man sich in den 1950er Jahren nach einem Stück heiler Welt sehnte. Die Brauchtumspflege wurde wieder entdeckt, diesmal sollte sie – anders als in der NS-Zeit – unpolitisch sein. Die Trachtengruppe wurde wieder aktiv. Sie sollte auch dazu beitragen, den Fremdenverkehr zu beleben. Auf dem Foto stehen Mitglieder der Trachtengruppe vor dem Gasthaus »zur Linde«. Nicht zufällig posieren sie vor dem großen Nadelbaum, sollte er doch den »Schwarzwald« symbolisieren, in dem Löffingen angeblich lag.
Im Hintergrund ist das Haus Fechtig zu erkennen. In diesem Gebäude befand sich bis 1882 eine weitere Wirtschaft, nämlich das Gasthaus »zum Kranz«. Doch das war lange her. Als dieses Foto entstand gehörte das Haus der Witwe Maria Fechtig geb. Mogel (1895-?). Ihr Mann Johann Fechtig (1869-1943) war Zimmermeister gewesen. Fechtig genoss als gläubiger Katholik großes Ansehen: Viele Jahre war er Mitglied des katholischen Stiftungsrates und einer der »Himmelträger« bei den Fronleichnamsprozessionen gewesen.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rolf Meßmer zur Verfügung.
An Fronleichnam ist vor dem Gasthaus »Linde« ein Stationenaltar aufgebaut. Eine Girlande schmückt die Fassade des Gasthauses. Ein paar Nadelbäume sind in das Straßenpflaster gesteckt, um den Altar einzurahmen.
Das Gasthaus »Linde« (Obere Hauptstr. 10) ist seit Generationen im Besitz der Familie Meßmer. Mit dieser Mehrbildkarte werben die Meßmers um Gäste ihres Gasthauses und ihrer Pension, nachdem sie ihr 1823 erbautes Stammhaus renoviert und modernisiert haben. Zu sehen ist eine Außenansicht des Gasthauses, dessen Fassade weiß gestrichen ist. Der Ökonomiebereich ist verschwunden. (Dass das Foto nach 1971 aufgenommen wird, ist auch daran zu erkennen, dass rechts neben der »Linde« das neu erbaute Geschäfts- und Wohnhaus Koch steht.)
Ein zweites Foto zeigt den »Speiseraum«, ein drittes Foto das »Gästehaus« (Stadionstr. 6), das früher der Familie Wurster gehörte und als »Haus Schönblick« firmierte. Abgebildet ist auch eine Ansicht des historischen Städtchens mit dem Mailänder Tor, den Häusern des Altstadtrings mit ihren Staffelgiebeln und dem Demetriusbrunnen.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rolf Meßmer zur Verfügung.
Es ist das fünfte Kriegsjahr. Im Gasthaus »Linde« (Obere Hauptstr. 10) sitzt eine Personengruppe gemütlich zusammen. Der Mann ganz links ist Soldat, wie an seiner Uniform zu erkennen ist: Er scheint auf Heimaturlaub zu sein.
Wer erkennt die Personen? V.l.n.r.: ???, ???, ???, ???, Ernst Egy, ???
Rechts ist ein Buffetschrank zu sehen, auf dem sich die Teller stapeln. Daneben steht ein Kachelofen. Das Türchen zu seinem Wäremfach steht offen und Teller werden darin vorgewärmt.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rolf Meßmer zur Verfügung.
»Ernst Meßmer« ist über dem Türsturz des Eingangs geschrieben. Darunter stehen die Wirtsleute Ernst Meßmer (1869-1943) und Josephine geb. Benitz (1867-1932). Der Gast- und Landwirt Ernst Meßmer hatte das Gasthaus »Linde« von seinen Eltern Karl und Franziska Meßmer übernommen. 1895 hatten er und seine Frau sich das Ja-Wort gegeben. Neun Kinder hatten die beiden bekommen, davon starben acht noch zu Lebzeiten des Vaters.
1927 übernimmt der Sohn Ernst Meßmer jr. (1897-1950) die Gast- und Landwirtschaft. Der Ökonomiebereich in der rechten Gebäudehälfte ist nicht zu übersehen.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Johann Glunk zur Verfügung.
Auf eine lange Tradition kann das Gasthaus »zur Linde« zurückblicken. 1823 wurde das Gebäude an der Oberen Hauptstraße gebaut. Zwei Jahre später erhielt Familie Meßmer die Erlaubnis, darin eine Bierwirtschaft zu eröffnen. Als dieses Foto rund 100 Jahre später aufgenommen wurde, befand sich das Gasthaus immer noch im Familienbesitz. Zwei Frauen stehen vor dem Gebäude. Links ist vermutlich die Wirtin Josephine Meßmer geb. Benitz (1867-1932) zu sehen.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Gertrud Heizmann zur Verfügung.
Ein Schnappschuss, unprofessionell schräg aufgenommen. Festgehalten wird diese Szene: Ein Automobil aus den Niederlanden ist vor dem Gasthaus »Linde« vorgefahren. Gäste kommen gerade an oder sind im Begriff, abzureisen. Agathe Brugger besucht mit dem holländischen Ehepaar, bei dem sie in Den Haag arbeitet und lebt, ihre Heimat. Vorne links steht ihr Bruder Wilhelm Brugger (1887-1955). Vermutlich knipst ihre Schwester Johanna Brugger das Foto.
Zuvor war Agathe Brugger mit ihrer »Herrschaft« in Italien gewesen. Am 28. April 1932 hatte sie ihrer Schwester Mathilde eine Postkarte aus Florenz geschickt. Darin schrieb sie u.a.: »Den 3. Mai fahren wir hier weg nach München, am 18. Mai fahren die Herrschaften bis Löffingen, übernachten in der Linde und reisen den nächsten Tag weiter. Ich bleibe zu Hause in Ferien, weiß noch nicht genau wie lange.«
Im Hintergrund sind die Eingangstür und die beiden Scheunentore des Gasthauses zu erkennen. Auf dem Fenster der Gaststube auf der linken Seite schaut der Gast- und Landwirt Ernst Meßmer (1869-1943) heraus. Die »Linden«-Wirtin Josephine Meßmer steht neben der Eingangstür.
Für das Mädchen im Hintergrund sind die ausländischen Gäste unspektakulär. Es interessiert sich eher für den Hund am linken Bildrand.