Narrengruppe vor dem Gasthaus »Linde« in der Oberen Hauptstraße, Fasnacht 1927

Verlag A. Rebholz, Löffingen | Dieses Foto stellten dankenswerterweise Emma Binder, Dorothea und Michael Kasprowicz sowie Alexandra Scholl zur Verfügung.

Eine Gruppe kostümierter Narren stellt sich zu einem Erinnerungsfoto auf. Eine zeitgenössische Beschriftung lautet: »Festausschuss mit Narrenvater«.

V.l.n.r.: 1 »Linden«-Wirt Ernst Meßmer (1869-1943), 2 Emil Zahn, 3 Dr. Richard Straub, 4 Narrenvater Joseph Benitz (1897-1981), 5 Hauptlehrer Alfred Zwingert (1880-1938), 6 Konrad Bader (1868-1958), 7 Ratschreiber Wilhelm Krauß, 8 Schneidermeister Hermann Ganter (1895-1957)

Im Hintergrund hängt an einem Scheunentor ein Plakat. Darauf ist zu lesen: »Am Sonntag, den 20. Febr. veranst[altet] der Turnerb[und] Löffingen im Saal Gebert einen Bunten Abend.« Weiter ist der Eintrittspreis genannt (»50 Pfennig«) und es wird bekannt gegeben, dass es anschließend Tanz gibt.  

Das Foto wird 1927 aufgenommen, da der 20. Februar in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt. In diesem Jahr lautet das Fasnachts-Motto: »Das altdeutsche Lied in Wort, Bild und Sang«. Zumindest einer der Narren hat auf einem Kostüm einen Violinschlüssel aufgenäht sowie Notenlinien mit den Noten »f«, »c« und »e«. Das Scheunentor gehört zum Gasthaus »Linde« in der Oberen Hauptstraße. 

Standort des Fotografen: 47.884398, 8.346370

»Laternenbrüder« in Freiburg, 28. Januar 1928

Fotograf: Hugo Kühn, Freiburg | Dieses Foto stellten dankenswerterweise Conrad Bader, Pia und Alfons Durst sowie Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Da stehen sie, die »Laternenbrüder«, in ihren blauen Kitteln, mit Zipfelmützen bzw. Rundhut und Tabakspfeifen – und natürlich mit ihrem Markenzeichen, den Laternen! 1889 wurde der Verein gegründet bzw. wieder gegründet, denn bereits 1840 gab es schon einmal einen Narrenverein. Die Jahreszahl »1840« steht denn auch auf der großen Laterne, die die »Laternenbrüder« auf dem Foto mit sich führen.

Das Foto wird am 28. Januar 1928 in der Freiburger Festhalle aufgenommen. Die »Laternenbrüder« nehmen dort am Narrentreffen teil.

V.l.n.r.: 1 Josef Fritschi, 2 Paul Benitz, 3 Konrad Bader, 4 Heinrich Wider, 5 Julius Limb, 6 Fritz Seilnacht, 7 Ernst Meßmer, 8 Ernst Ritter, 9 Joseph Benitz

Standort des Fotografen: Freiburg

Hochzeitsgesellschaft Benitz / Steidlinger, 20. Oktober 1927

Fotograf: Leo Molitor, Neustadt | Dieses Foto stellten dankenswerterweise Pia und Alfons Durst sowie Sonja Schwörer geb. Vogt zur Verfügung.

Die Großeltern des heutigen Freiburger Erzbischofs Stephan Burger heiraten: Der Kaufmann Joseph Benitz (1897-1981) und die Lehrerin Hedwig Steidlinger (1900-1995) geben sich am 20. Oktober 1927 das Ja-Wort. Die Hochzeitsfeier findet offenbar im Gasthaus »Linde« statt, denn das Gruppenfoto wird auf dem heutigen »Linden«-Parkplatz aufgenommen. Das Wäldchen im Hintergrund ist die »Hasle«. Am linken Bildrand sieht man das Haus von Familie Häusle (Haslachstr. 2) durch die Bäume durchschimmern.

1.Reihe v.l.n.r.: 1 Wilhelm Vogt (1880-1964), 2 Franz Vogt (1920-1971), 3 »Linden«-Wirt Ernst Meßmer (1869-1943), 4 Josephine Meßmer (geb. Benitz. 1867-1932), 5 ???, 6 ???, 7 Oberlehrer Eugen Steidlinger (1873-1939), 8 Lina Steidlinger (geb. Weber, 1877-1953), 9 Inge Kreß auf dem Schoß, 10 Anna Benitz (geb. Glunk, 1870-1959), 11 Stadtpfarrer Josef Schlitter (1877-1942), 12 ???, 13 ???, 14 ???, 15 ???, 16 ???, 17 ???
2.Reihe v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 Elisabeth Kreß (geb. Steidlinger), 7 Emil Kreß, 8 Braut Hedwig Benitz (geb. Steidlinger, 1900-1995), 9 Bräutigam Joseph Benitz (1897-1981), 10 ???, 11 ???, 12 [Anna Zwingert (geb. Vielsäcker)?], 13 Hauptlehrer Alfred Zwingert (1880-1938)
3.Reihe v.l.n.r.: 1 ???, 2 Franz Benitz (1908-1944), 3 ???, 4 ???, 5 Albert Benitz (1905-1996), 6 Paul Benitz (1899-1979), 7 ???, 8 ???, 9 ???, 10 ???, 11 Paula Meßmer (geb. Kaier), 12 »Linden«-Wirt Ernst Meßmer jr. (1897-1950)

Standort des Fotografen: 47.884265, 8.346807

Fünf Männer vor einem Auto, 5. September 1927

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Pia und Alfons Durst sowie Maria Wider zur Verfügung.

Ein Auto hat am Straßenrand geparkt. Noch sind motorisierte Fahrzeuge im Städtchen eine Seltenheit, denn Durchgangsverkehr gibt es kaum und nur wenige Löffinger besitzen ein Auto. Einer der ersten ist Friseurmeister Julius Limb (1883-1968), der in der Bildmitte steht.

Der Heimatchronist Leo Ratzer (1881-1948) erinnert sich 1938 in seinen Aufzeichnungen an die ersten Autos, die ab 1910 nach Löffingen kamen: »Natürlich war die Durchfahrt eines Autos lange Zeit ein Ereignis für das ganze Städtchen. Die Sache machte noch kurz vor dem Kriege [Erster Weltkrieg] auf einen kleinen Jungen einen solchen Eindruck, dass er sich in seiner Freizeit stets an der Landstraße aufhielt und sobald er ein Auto auf der Höhe gegen Unadingen kommen hörte, seine Kameraden mit dem Schreckensruf alarmierte: ‚Kummet bigott ihr Buebe, es kunnt en Sokomatiev.’«

Wer weiß, vor welchem Gebäude das Auto parkt?

V.l.n.r.: 1 Heinrich Wider, 2 ???, 3 Julius Limb (1883-1968), 4 Joseph Benitz (1897-1981), 5 Hermann Ganter (1895-1957)

Standort des Fotografen: ???

Familie Benitz in der Brandruine ihres Wohnhauses, 1921

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Inge Benitz zur Verfügung.

Über 200 Menschen werden beim Großbrand 1921 innerhalb weniger Stunden obdachlos und verlieren all ihr Hab und Gut. Hier steht Familie Benitz in den Trümmern ihres Anwesens am Alenberg. Sie verlieren gleich zwei Gebäude: Das Wohn- und Geschäftshaus (Alenbergstr. 7/9) und das Ökonomiegebäude (Alenbergstr. 8) sowie ein angrenzendes Keltereigebäude.

Nur eine Ruine ist vom Wohn- und Geschäftshaus mit seinem markanten Giebel geblieben. Das Doppelhaus, das einst den Familien Benitz-Hogg und Thoma-Eggert gehörte und das Städtchen stolz überragte, liegt in Schutt und Asche. In den Trümmern stehen die Witwe Anna Benitz geb. Glunk (1870-1959) u. a. mit ihren Kindern Anna Elisabeth Benitz (1896-1922), Joseph Benitz jun. (1897-1981), Paul Benitz (1899-1979), Albert Benitz (1905-1996) und Franz Benitz (1908-1944).

Außerdem zu sehen sind der Prokurist der Firma Hogg Hans Scheuregger sowie Oberlehrer i.R. Ferdinand Eggert (1852-1927) und dessen Ehefrau Berta Eggert geb. Koch. Die vierköpfige Familie Scheuregger und das Ehepaar Eggert wohnten bis zum Brand im Benitz’schen Haus in der Rötengasse.

Standort des Fotografen: 47.885325, 8.343920

Einzug der »Laternenbrüder« und »Hansele« in die Festhalle, ca. 1960

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Heike Soldan-Bölle zur Verfügung.

Bei einer Fasnachtsveranstaltung in der Festhalle ziehen die Laternenbrüder und die Hansele ein.

V.r.n.l.: 1 ???, 2 Joseph Benitz sen., 3 Sattlermeister Ernst Krauß (1897-1978), ?

Standort des Fotografen: 47.882931, 8.347890

2 Fotos: Familie Benitz in der Brandruine ihres Ökonomiegebäudes, 1921

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Inge Benitz zur Verfügung.

Über 200 Menschen werden beim Großbrand 1921 innerhalb weniger Stunden obdachlos und verlieren all ihr Hab und Gut. Hier steht Familie Benitz in den Trümmern ihres Anwesens am Alenberg. Sie verlieren gleich drei Gebäude: Das Wohn- und Geschäftshaus (Alenbergstr. 7/9), das Ökonomiegebäude (Alenbergstr. 8) und das Wohnhaus in der Rötengasse.

Nur eine Ruine ist vom Okönomiegebäude geblieben. In den Trümmern stehen die Witwe Anna Benitz (geb. Glunk, 1870-1959) u. a. mit ihren Kindern Anna Elisabeth Benitz (1896-1922), Joseph Benitz jun. (1897-1981), Paul Benitz (1899-1979), Albert Benitz (1905-1996) und Franz Benitz (1908-1944).

Außerdem zu sehen sind der Prokurist der Firma Hogg Hans Scheuregger sowie Oberlehrer i.R. Ferdinand Eggert (1852-1927) und dessen Ehefrau Berta Eggert (geb. Koch). Die vierköpfige Familie Scheuregger und das Ehepaar Eggert wohnten bis zum Brand im Benitz’schen Haus in der Rötengasse.

Standort des Fotografen: 47.885242, 8.344295

Feuerwehrmänner mit neuer Motorspritze, 1927

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Emilie und Heinz Albrecht sowie Luzia Bader zur Verfügung.

1927 erhält die Freiwillige Feuerwehr Löffingen ihre erste Automobilfeuerspritze. Damit beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte der 1863 gegründeten Wehr. Das motorisierte Löschgerät kommt in den folgenden Jahren nicht nur in Löffingen zum Einsatz, sondern auch bei Bränden in den Nachbarorten.

Hier haben sich Feuerwehrmänner mit der neuen Feuerspritze vor der Treppe zur katholischen Pfarrkirche St. Michael zu einem Gruppenfoto aufgestellt. Das Haus rechts im Hintergrund ist das Kaufhaus von Anton Schirmer (Kirchstr. 25).

1.Reihe v.l.n.r.: 1 Josef Göhry, 2 Ernst Krauß, 3 Timotheus Schmid, 4 Franz Zepf, 5 Kommandant Josef Benitz (1897-1981), 6 ??? (Ausbilder der Feuerwehrschule Freiburg), 7 Konrad Bader, 8 Wilhelm Krauß
2.Reihe v.l.n.r.: 1 ???, 2 Ernst Willmann, 3 Ernst Fehrenbach, 4 Fritz Fehrenbach, 5 Wilhelm Maier, 6 Wilhelm Jonner, 7 Fritz Seilnacht, 8 Karl Hepting, 9 Edmund Jordan (»Bartli«, 1907-1970), 10 Heinrich Thoma, 11 Andreas Maier, 12 Franz Fehrenbach, 13 Franz Guth

Standort des Fotografen: 47.882864, 8.344345

Feuerwehrmannschaft vor dem Feuerwehrhaus, Oktober 1930

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Pia und Alfons Durst, Dorothea und Michael Kasprowicz sowie Walter und Johanna Nägele zur Verfügung.

1927 erhielt die Freiwillige Feuerwehr Löffingen ihre erste Automobilfeuerspritze. Damit begann ein neues Kapitel in der Geschichte der 1863 gegründeten Wehr. Das motorisierte Löschgerät kam in den folgenden Jahren nicht nur in Löffingen zum Einsatz, sondern auch bei Bränden in den Nachbarorten.

Hier haben sich Feuerwehrmänner mit der neuen Feuerspritze vor dem Spritzenhaus zu einem Gruppenfoto aufgestellt. Vorne in der Mitte steht der Kommandant Joseph Benitz (1897-1981).

1.Reihe v.l.n.r.: 1 Franz Zepf, 2 Fritz Seilnacht, 3 Josef Göhry, 4 Andreas Maier, 5 Wilhelm Jonner, 6 Joseph Benitz, 7 Ernst Krauß (1897-1978), 8 Franz Guth, 9 Konrad Vergut, 10 Timotheus Schmid
2.Reihe v.l.n.r.: 1 Edmund Jordan (»Bartli«, 1907-1970), 2 Alfred Geisinger, 3 Otto Fürst, 4 Karl Hepting, 5 Willi Faller, 6 Fritz Strobel, 7 Franz Heizmann

Standort des Fotografen: 47.884741, 8.348043