Haus Durst in der Ringstraße, ca. 1969

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Das Haus Durst (Ringstr. 1) wurde im Zuge des Wiederaufbaus nach dem Großbrand 1921 errichtet. Es gehört der Witwe Frieda Durst geb. Egle (1929-?), die mit dem Betriebsschlosser Hans-Peter Durst (1926-1956) verheiratet war. Sie betreibt darin ein kleines Geschäft für Textilwaren. »Das beste für die Aussteuer« annociert sie in einer Werbeanzeige 1970.

Eigentümer des Hauses am linken Bildrand sind Albert Geschwill (1904-?) und seine Ehefrau Anna Geschwill geb. Maier (1916-2000), die das Anwesen von ihren Eltern geerbt hat.

Standort des Fotografen: 47.884616, 8.344256

Haus Strobel in der Ringstraße, ca. 1956-1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Der Schreinermeister Fritz Strobel (1906-1997) und seine Ehefrau Anna geb. Benz (1906-1986) bauen auf dem elternlichen Grundstück in der Ringstraße ein kleines Einfamilienhaus. Sie wohnen dort gemeinsam mit ihrer Tochter Sabine (geb. 1939). Auf dem Foto ist das Haus bezugsfertig. Nur die Außenanlage muss noch gestaltet werden. Die Schreinerwerkstatt von Fritz Strobel befindet sich nur wenige Meter entfernt in seinem Elternhaus in der Maienlandstraße, das seine Schwester Elisabeth Strobel (1920-?) erbt.

Standort des Fotografen: 47.884045, 8.342944

Haus Effinger in der Vorstadtstraße, 1989

Sammlung Familie Waßmer

Noch existiert das Scheunentor im Haus Effinger (Vorstadtstr. 2). Das Anwesen gehört dem Landwirt Wilhelm Effinger (1906-1990) und seiner Ehefrau Luise Effinger geb. Oschwald (1914-2009), die es 1947 von der Elterngeneration übernommen hatten. Anders ist dies beim Nachbarhaus (Vorstadtstr. 3): Die Landwirtschaft wurde bereits in den 1970er Jahren aufgegeben. Seit einem Umbau ist das Scheunentor verschwunden, immerhin blieb sein Umriss erhalten und wurde verglast. Statt einer Landwirtschaft befinden sich hier nun Wohnungen.

Standort des Fotografen: 47.884755, 8.345316

Haus Isele in der Haslachstraße, Pfingsten 1957

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Priska Zemann zur Verfügung.

Das Neubaugebiet der 1950er Jahre erstreckt sich östlich der »Hasle« in der neu angelegten Haslachstraße. Dort entsteht die Siedlung »Neue Heimat«. Werkmeister Adolf Isele (1903-1961) und seine Ehefrau Anna geb. Bader (1903-1959) haben dieses neue Wohnhaus gebaut. Auf dem Foto sind nicht sie, sondern Franz Isele (1930-2021) und Elisabeth geb. Zepf (1930-2012) zu sehen, die auf der Terrasse auf dem Garagenanbau stehen.

Standort des Fotografen: 47.883993, 8.349075

Luftbild von den Häusern Kienzle und Baumgart in der Alenbergstraße, 1986

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Michael Rösch zur Verfügung.

Seit dem Wiederaufbau 1923 ist mehr als ein halbes Jahrhundert vergangen. Aber äußerlich hat sich das Haus Kienzle (Alenbergstr. 6) kaum verändert. Die zwei Scheunentore existieren noch, obwohl die Landwirtschaft schon lange aufgegeben wurde. Nur das Dachgeschoss wurde zweischenzeitlich teilweise ausgebaut, wie an der Schleppgaube zu erkennen ist. Vor dem Haus sind Holzbiegen fein säuberlich aufgestapelt, denn geheizt wird noch mit Holz. Emma Kienzle geb. Geisinger (1915-2003), seit 1942 verwitet, wohnt hier zusammen mit ihrer älteren Schwester Lina (Leopoldine) Geisinger (1901-1989).

Auch das Nachbarhaus (Alenbergstr. 4) von Hermine Baumgart geb. Zürcher (1907-1998) hat sich nur unwesentlich seit seiner Erbauung Anfang der 1920er Jahre verändert. Die Stalltür wurde mit Glasbausteinen zugemauert und die hölzernen Fensterläden sind verschwunden.

Die Luftaufnahme ermöglicht es, auch einen Blick in die Gärten hinter den Häusern zu erhaschen, die sonst neugierigen Blicken entzogen sind.

Luftbild vom Haus Mayer in der Hohlgasse, 1958

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Matthias Frank zur Verfügung.

»Hohlgasse 130«, so lautet in den 1950er Jahren die Adresse des Hauses Mayer. Gebaut wurde das Anwesen nach dem Großbrand 1921: Familie Julius Heer, in deren Haus in der Demetriusstraße das Brandunglück ausgebrochen war, beschloss im Zuge des Wiederaufbaus, aus dem Altstadtring zu ziehen und ihren Neubau als letztes Haus in der Hohlgasse zu erbauen.

Auf den Plänen der Wiederaufbaukommission unter Leitung des Freiburger Architekten Carl Anton Meckel (1875-1938) ist das Gebäude deutlich kleiner gezeichnet: Es gibt nur ein Scheunentor, was darauf hindeutet, dass der Ökonomiebereich in späteren Jahrzehnten erheblich erweitert wurde. Auf dem Foto sind bereits drei Scheunentore zu erkennen.

Laut Feuerversicherungsbuch erwirbt Familie Mayer 1937 das landwirtschaftliche Anwesen. Als das Luftbild aufgenommen wird, lebt in dem Haus der Fuhrunternehmer Willy Mayer (1907-1994) mit seiner Ehefrau Frieda Mayer geb. Dietsche (1918-1979) und den vier Kindern: Annelis (geb. 1941), Gerda (geb. 1943), Hedwig (geb. 1944) und Willi (1947-1970).

Narrenumzug mit den Dittishauser Geißen, Fasnacht 1968

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rene Egle zur Verfügung.

Kleine und große Fasnachtsnarren säumen den Weg des Narrenumzuges. Die Geißenzunft Dittishausen, 1968 gegründet, marschiert gerade die Untere Hauptstraße entlang. Hinter den Geißen ist die Einzelfigur des »Geißentöter« zu erkennen, der den kalten Ostwind symbolisiert.

Im Hintergrund ist neben dem Mailänder Tor das Haus von Mechanikermeister Karl Müller (Demetriusstr. 13) zu sehen. Die alte hölzerne Gaube ist durch eine moderne Schleppgaube ersetzt. Kurze Zeit später brennt das Haus am 17. Oktober 1969 ab. An seiner Stelle wird 1970 ein Neubau der Bezirkssparkasse Neustadt erbaut.

Standort des Fotografen: 47.883742, 8.343976

2 Fotos: Haus Vogelbacher in der Alenbergstraße mit Ökonomiegebäude, 2006

Sammlung Familie Waßmer

Das Wohnhaus Alenbergstraße 13 und das dazugehörige Ökonomiegebäude haben sich äußerlich all die Jahrzehnte hindurch wenig verändert. Schon auf den alten Gesamtansichten des Städtchens aus der Zeit der Jahrhundertwende sind beide Gebäude Dank ihrer exponierten Lage auf dem Alenberg gleich auf den ersten Blick zu erkennen. Den Großbrand 1921 überstanden das Wohnhaus und das Ökonomiegebäude unbeschadet, während andere Häuser weiter oben am Alenberg durch Flugfeuer eingeäschert wurden.

Natürlich wurden die beiden Gebäude mehrfach modernisiert. Die größte Veränderung steht 2006 an, als Scheuer und Stallung abgerissen werden, um einem Neubau mit Wohnungen Platz zu machen.

Standort des Fotografen: 47.885732, 8.343648

Haus Jordan mit Café in der Alenbergstraße, ca. 1970-1980

Schwarzwald-Verlag GmbH, Offenburg / Sammlung Familie Waßmer

»Cafe« steht in großen Buchstaben am Haus Alenbergstr. 28. Darin betreiben Hans Jordan und Agathe Jordan geb. Köpfler das Café »Alenberg«, zu dem auch eine Pension gehört. Vier Autos parken vor dem Haus, um zu signalisieren, dass es ein beliebtes Lokal zur Einkehr ist. Auf der Terrasse hinterm Haus stehen blaue Sonnenschirme.

Standort des Fotografen: 47.887681, 8.341884

2 Fotos: Haus Beha in der Alenbergstraße, ca. 1988

Stadtarchiv

Nach dem Großbrand 1921 wurde das zweistöckige Wohnhaus mit Ökonomiegebäude in der Alenbergstraße neu erbaut. Es gehörte dem Landwirt Johann Nepomuk Maier (1885-1972) und seiner Ehefrau Karolina Maier (geb. Beha, 1875-1952). 1961 übernahm Hermann Beha (geb. 1937) das Anwesen und modernisierte es. Rechts neben dem Haus führt eine Treppe zum Kurpark empor.

Standort des Fotografen: 47.885366, 8.344182

Haus Zepf in der Dittishauser Straße, ca. 1955-1960

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Elisabeth und Franz Isele zur Verfügung.

Das Haus von Familie Zepf in der Unteren Hauptstraße wurde bei einem Fliegerangriff am 25. Februar 1945 komplett zerstört. Mehrere Jahre musste sie in Behelfsunterkünften wohnen. 1949 errichtete August Zepf (1900-?) an der Dittishauser Straße ein neues landwirtschaftliches Anwesen.

Am Giebel des Nachbarhauses ist eine Rundfunkantenne zu sehen. Fernsehantennen sind in der Mitte der 1950er Jahre noch eine Seltenheit.

Standort des Fotografen: 47.886036, 8.349853

Haus Zepf in der Dittishauserstraße, 1955

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Elisabeth und Franz Isele zur Verfügung.

Nachdem das Haus von Familie Zepf in der Unteren Hauptstraße bei einem Fliegerangriff 1945 komplett zerstört worden war, errichtete August Zepf (1900-1982) an der Dittishauser Straße ein neues landwirtschaftliches Anwesen. Zusammen mit seiner Ehefrau Klara Zepf (geb. Fehrenbach) betreibt er die Landwirtschaft. 1966 übergibt er sie an seinen Sohn. Außerdem arbeitet er 42 Jahre lang als Holzhauer im Stadtwald.

Links daneben sind stadteinwärts das Haus von Waldwegwart Julius Zepf (Dittishauser Str. 19) und das Haus von Landwirt Otto Geisinger (Dittishauser Str. 17) zu sehen. Beide Häuser wurden 1936 von der Baugenossenschaft erbaut.

Standort des Fotografen: 47.886172, 8.350294