Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Der Prozessionszug an Fronleichnam will nicht enden. Hunderte von katholischen Gläubigen begleiten die vom Stadtpfarrer getragene Monstranz mit dem Allerheiligsten in einem Festzug unter Gebet und Gesang durch die Straßen. Die Frauen des katholischen Müttervereins gehen gerade über den oberen Rathausplatz in Richtung der »alten Sonne«, vor der einer der vier Stationenaltäre aufgebaut ist. Sie tragen eine Fahne mit sich und eine Madonnenfigur. Auf der Höhe des »Stadtbaus« im Hintergrund marschiert die Stadtmusik.
Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Der Freiburger Weihbischof Hermann Schäufele (1906-1977) ist in die katholische Pfarrgemeinde St. Michael gekommen, um den Firmlingen das Sakrament der Firmung zu spenden. Nach dem Gottesdienst entstehen diese Fotos, die Schäufele vor der Kaplanei im Gespräch mit Stadtpfarrer Karl Weickhardt (1905-1977), Vikar Heinz Körner (1920-2001), den Reiselfinger Vikar (und späteren Freiburger Erzbischof) Oskar Saier (1932-2008) und den Ministranten zeigt. Hermann Schäufele wird im folgenden Jahr vom Domkapitel zum Erzbischof gewählt und von Papst Pius XII. ernannt. Bis zu seinem Tod 1977 wird er dieses Amt bekleiden.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Der Krankenhaus-Erweiterungsbau in der Seppenhofer Straße wird am 25. Mai 1957 eingeweiht. Nach der Schlüsselübergabe des Architekten Karl-Heinz Fischer an Bürgermeister Paul Benitz begeben sich die anwesenden Gäste in den Neubau und drehen eine Runde durch die neu geschaffenen Räumlichkeiten. Stadtpfarrer Karl Weickhardt (1905-1977) und Vikar Heinz Körner (1920-2001) nehmen die kirchliche Weihe vor, begleitet von Meßmer Gerhard Scholz (1925-1998), der das Weihwasser und das Weihrauchfaß reicht. Die Geistlichen ziehen durch alle Räume in dem dreistöckigen Bau und segnen alle Zimmer.
Für die Krankenpflege sind neben weltlichem Pflegepersonal vor allem Schwestern des heiligen Vinzentiusordens zuständig. Bereits 1885 wurde ein entsprechender Vertrag mit dem Ordenssuperiorat der barmherzigen Schwestern in Freiburg geschlossen. Zunächst waren es zwei, später drei und ab 1920 vier Vinzentinerinnen, die im städtischen Krankenhaus ihren Dienst leisteten.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Die Kirchenbänke sind gut gefüllt. Schließlich wird kein normaler Sonntagsgottesdienst gefeiert. Es ist Fronleichnam und der Festgottesdienst findet statt. Es ist die Zeit vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil mit seinen liturgischen Reformen. Noch feiert Stadtpfarrer Karl Weickhardt (1905-1977) die Messe am Hochaltar mit dem Rücken zur Gemeinde. Noch ist die Messe auf Latein. Die Kanzel befindet sich im Langhaus links, wird aber bei der Innenrenovierung 1968 entfernt. Auch die Empore wird im Zuge dessen modernisiert werden. Die Gläubigen sitzen noch nach Geschlechtern getrennt. Auf der linken Seite sitzen die Frauen, was an den Damenhüten deutlich zu erkennen ist. In den vordersten Reihen sitzen die Nonnen des Vinzentiusordens in ihrer Schwesterntracht, die im Krankenhaus und im Kindergarten ihren Dienst tun.
Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Die Firmung in der katholischen Pfarrkirche St. Michael ist vorüber. Die feierliche Prozession zieht von der Kirche in Richtung Kaplanei in der Seppenhofer Straße. Vorneweg marschieren die Ministranten. Dahinter kommen die Geistlichen, u.a. Stadtpfarrer Karl Weickhardt (1905-1977), Vikar Heinz Körner (1920-2001) und der Freiburger Weihbischof Hermann Schäufele (1906-1977). Schäufele wird im folgenden Jahr vom Domkapitel zum Erzbischof gewählt und von Papst Pius XII. ernannt.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Gerald Münzer zur Verfügung.
Der Gottesdienst ist zu Ende. Stadtpfarrer Karl Weickhardt (1905-1977) verlässt die katholische Pfarrkirche St. Michael, begleitet von einer Schar Ministranten. Vor ihm geht der Oberministrant Gerald Münzer (geb. 1952). Die Gewänder der Messdiener werden von den katholischen Ordensfrauen genäht und bestickt, die in Löffingen im Krankenhaus und im Kindergarten wirken. Die Ministranten sind v.l.n.r. Peter Streit (1954-1966), Bernhard Benz (geb. 1954), Karl-Martin Kuster (?), Christian Bayer (geb. 1952), Walter Hauser, Gerald Münzer.
Vermutlich entsteht das Foto am Weißen Sonntag, worauf auch die Jungs in schwarzen Anzügen hindeuten, die im Hintergrund zu sehen sind. Außerdem warten Kirchgänger am Ausgang der Kirche, mit Regenschirmen bewaffnet. An einem normalen Kirchensonntag wird vermutlich auch eher nicht fotografiert, noch dazu bei solchem Schmuddelwetter!
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Beate und Franz Hofmeier zur Verfügung.
Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende. Aber die Kriegsschäden sind auch noch ein Jahr später im Städtchen sichtbar. Auf dem unteren Rathausplatz klafft ein großer Bombentrichter. Ein Volltreffer im Frühjahr 1945 hatte den (alten) Demetriusbrunnen zerstört und Teile der Bachüberdeckung aufgerissen. Inzwischen ist wieder Normalität eingekehrt. Die Fronleichnamsprozession zieht durch die Untere Hauptstraße in Richtung Maienland. Vom Mailänder Tor aus hat der Fotograf einen guten Blick auf die Gläubigen der katholischen Pfarrgemeinde, die vorüber ziehen.
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Erika Fritsche und Angelika Grießer-Seemann zur Verfügung.
30 Mädchen in weißen Kleidern und 15 Jungs in schwarzen Anzügen stehen vor dem Hochaltar in der katholischen Pfarrkirche St. Michael. Es ist der Jahrgang 1960/61, der hier versammelt ist. Es ist ein aufregender Tag, denn sie haben soeben zum ersten Mal die heilige Kommunion empfangen. Und zu Hause warten die Geschenke zum Auspacken!
1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Gerda Guth, 2 Christa Wolber, 3 Margareta Wolber, 4 Barbara Obergfell, 5 Marianne Fehrenbach, 6 Petra Zepf, 7 Angelika Grießer, 8 Sabine Prokisch, 9 Elisabeth Fritsche, 10 Erika Duttlinger, 11 Katharina Leber, 12 Gudrun Fuß, 13 Renate Sibold 2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Regina Adrion, 2 Silvia Sibold, 3 Silvia Neumann, 4 Ulrike Großhans, 5 Angela Benz, 6 Patricia Baumgart, 7 Christa Egle, 8 Vera Walz, 9 Andrea Vogt, 10 Regina Schuler, 11 Claudia Beha, 12 Heidi Schmid, 13 Roswitha Wagenhaus, 14 Monika Huber 3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Barbara Vogt, 2 Georg Beha, 3 Josef Zumstein, 4 Peter Hörig, 5 Franz Benz, 6 Rolf Göhringer, 7 Andreas Krieg, 8 Thomas Maier, 9 Rainer Laule, 10 Brigitte Hopp, 11 Andrea Benz 4.Reihe, v.l.n.r.: 1 Michael Binder, 2 Heiner Käfer, 3 Reinhold Spang, 4 Helmut Winkler, 5 Helmut Münzer, 6 Willi Link, 7 Thomas Rebholz
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Regina und Rudi van den Heuvel zur Verfügung.
An Fronleichnam ist neben dem Gasthaus »Linde« einer der Stationenaltäre aufgebaut. Auf dem Altarbild ist Jesus dargestellt, der sein brennendes Herz zeigt. Es ist Ausdruck der weit verbreiteten Herz-Jesu-Verehrung. Vor dem Altar ist ein Blumenteppich gelegt, der aus bunten Ornamenten besteht. Er wird von einem gelben Kreuz in vier spiegelbildliche Bereiche unterteilt. Bei der Prozession wird der Pfarrer mit der Monstranz über den Blumenteppich zum Altar schreiten. Vier Jungs, alle im Sonntagsstaat, stehen rechts am Rande der Blütenpracht. Dahinter ist das Gasthaus »Linde« zu sehen, das mit der badischen Landesfahne beflaggt ist.
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Regina und Rudi van den Heuvel zur Verfügung.
Man bekommt fast den Eindruck, das ganze Städtchen ist auf den Beinen – zumindest der katholische Teil. Es ist Fronleichnam, die Sonne scheint, die Kastanie zwischen Gasthaus »Löwen« und der »alten Sonne« blüht. Auf dem oberen Rathausplatz ist ein Fronleichnamsaltar aufgebaut. Eine Schar Ministranten steht davor. Fahnen und Flambeaux sind zu erkennen. Vor allem neben dem Rathausbrunnen stehen die Gläubigen dicht gedrängt. Mit größerem Abstand stehen weitere Zuschauer*innen am Straßenrand.
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Regina und Rudi van den Heuvel zur Verfügung.
Eine schier endlose Fronleichnamsprozession bewegt sich die Hafnergasse (heute Kirchstraße) entlang. Die Häuser sind mit Tannenreisig und Fahnen geschmückt. Am linken Bildrand ist der Ökonomiebereich des Hauses Kuster zu erkennen, der 1963 abgerissen wird. Die Straße ist weder asphaltiert noch gepflastert, nur auf der Kreuzung verlaufen mehrere Regenrinnen. Etwa dort, wo sie zusammenlaufen, steht seit 1975 der Hexenbrunnen.
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Daniela Scherzinger und Gaby Vogt zur Verfügung.
Hinter ihrem Elternhaus (Untere Hauptstr. 4) steht die 10-jährige Hedwig Limb (1919-2010). Stolz lächelt sie in die Kamera. Sie trägt ein weißes Kleid und einen Blumenkranz im Haar, in der rechten Hand hält sie ihre Kommunionkerze, in ihrer linken ein Gebetsbuch. Es ist ein aufregender Tag für sie, denn sie empfängt heute zum ersten Mal die heilige Kommunion!
Hedwig Limb heiratet später den Kaufmann Wilhelm Vogt jr. (1910-1990).