3 Fotos: Konfirmanden mit Pfarrer Waßmer, 1977

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Festlich gekleidet stehen die 14 Konfirmand*innen vor dem Altar der evangelischen Johannes-Kirche. Dunkle Samtsakkos, Fliegen, Rollkragenpullover und knielange Kleider verraten unübersehbar den Zeitgeist der 1970er Jahre. In den Händen halten einige ihre Konfirmationsbibeln oder Mappen mit Erinnerungsfotos. Neben ihnen steht Pfarrer Dieter Waßmer (1940-2021), der die Jugendlichen auf ihrem Weg begleitet hat.

Die Konfirmation markiert für die Jugendlichen einen wichtigen Übergang: Im Gottesdienst bekennen sie sich öffentlich zum christlichen Glauben und bestätigen ihr Taufversprechen, das einst stellvertretend von ihren Eltern und Pat*innen abgelegt wurde. Jede*r von ihnen erhält einen persönlichen Konfirmationsspruch – ein Bibelvers, der Orientierung und Begleitung für den weiteren Lebensweg geben soll.

Nach dem feierlichen Gottesdienst versammelt sich die Gruppe noch einmal vor dem Altar zum Erinnerungsfoto – ein Moment zwischen Kindheit und Erwachsenwerden, festgehalten für das Familienalbum.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ??? Letz, 4 Pfarrer Dieter Waßmer,
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ??? Könnecke, 2 Sven Egle, 3 ???
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ??? Jabs
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ??? Renz, 3 Rene Egle, 4 ???, 5 ???

Standort des Fotografen: 47.881398, 8.348664

3 Fotos: Umbau des Hauses Egle in der Alemannenstraße, 1977

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Christa Egle zur Verfügung.

Ein halbes Jahrhundert ist das Haus Egle in der Alemannenstaße alt. Erbaut wurde es nach dem Großbrand 1921. Der Landwirt Wilhelm Brugger (1887-1955) hatte zuvor im Mailänder Tor gewohnt. Als es im Rahmen des Wiederaufbauprogramms abgebrochen wurde, fand er hier ein neues Zuhause. Er wohnte hier zusammen mit seinen Schwestern Mathilde Brugger (1880-1969) und Johanna Brugger (1881-1982). 1966 wurde das Anwesen dann von dem Zimmermann Karl-Friedrich (»Fritz«) Egle (1929-2017) und seiner Ehefrau Marianne Egle (geb. Jordan) gekauft. Sie modernisieren es 1970.

Sieben Jahre später steht nun ein weiterer Umbau an, der mit einem Teilabbruch der alten Bausubstanz einhergeht. Zum Einsatz kommt dabei auch ein Fahrzeug des Bruders Alfred Egle (1920-2001), der ein Maurergeschäft betreibt. Die Abbrecher, Fritz Egle, Karl-Friedrich Geisinger und Otmar Egle, schauen aus den Fenstern. Unten vorm Haus beobachtet die Tochter Christa Egle die Bauarbeiten. Die Sparren werden mit dem Kran abgehoben, gereinigt und für das neue Dach wieder verwendet. Die großen Bruchsteine finden eine Wiederverwendung beim Bau der Gartenmauer.

Standort des Fotografen: 47.886221, 8.349445

20-Jährige mit Narrenbaum im Maienland, Fasnacht 1977

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Susanne Obergfell zur Verfügung.

Vis-à-vis vom Gasthaus »Pilgerhof« haben sich die 20-Jährigen bei der Zimmerei Fehrenbach versammelt. Sie scharen sich um den Narrenbaum, den sie am Vormittag im Wald geschlagen haben. Gleich werden sie ihn in einem Umzug in das Städtchen tragen und vor dem Café »Fuß« aufstellen.

Die 20-Jährigen des Jahrgangs 1957 sind: 1 Sibylle Benitz, 2 Jürgen Zepf, 3 Petra Beha, 4 Martin Schreiber, 5 Konrad Kuster, 6 Andrea Jonner, 7 Beate Laufer, 8 Susanne Obergfell, 9 Anette Bayer, 10 Dagmar Fuß, 11 Stefanie Laufer, 12 Roland Maier (1957-2009), 13 Barbara Ludwig, 14 Karl-Heinz Götz, 15 Harald Schwörer, 16 Fritz Kaufmann, 17 Rolf Bank, 18 Wolfgang Vogt, 19 Harald Seidenberg, 20 Alwin Kiermeier, 21 Alois Kuster

Zu den 20-Jährigen gehören außerdem [Ariane Allinger (1957-1999)], Lothar Baader, Karl-Friedrich Geisinger, Marion Isele (1957-1990), Doris Maier und Ulrich Selb.

Standort des Fotografen: 47.886694, 8.341750

Frühlingsfest im Kindergarten, 1977

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Renate Meder zur Verfügung.

Im Kindergarten wird ein Frühlingsfest veranstaltet. Auf der Freifläche vor dem 1965 eingeweihten Gebäude haben sich die Kinder mit ihren Erzieherinnen versammelt und führen verschiedene Tänze auf. Diese Kinder fassen sich gerade an den Händen und tanzen einen Reigen. Kindergarten-»Tante« Waltraud Doppschall leitet sie an.

Im Tanzkreis sind v.l.n.r. zu sehen: 1 ???, 2 Karin Meder (verh. Streit), 3 Irene Finkbeiner (verh. Ganter), 4 ???, 5 Waltraud Doppschall, 6 ???

Im Hintergrund stehen u.a.:

Standort des Fotografen: 47.883222, 8.346787

3 Fotos: Gasthaus »Pilgerhof« mit neuem Anbau, Dezember 1977

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Das traditionsreiche Gasthaus »Pilgerhof« (Maienlandstr. 24) präsentiert sich in neuem Gewand. Die Wirtsleute Josef (»Jupp«) Hoitz und Anita Hoitz (geb. Gaede) ließen das alte Pensionsgebäude, das einige Meter abseits stand, abreißen und statt dessen einen neuen Anbau im Schwarzwaldstil errichten. Die Pläne stammten von dem Neustädter Architekten Rolf Quarz. Der Bau wurde in weniger als einem Jahr vollendet. Nicht nur die »Pilgerstube« beherbergt der neue Anbau, sondern auch 28 Zimmer, allesamt mit WC, Bad oder Dusche, einen breiten Balkon sowie eine Sauna und ein Solarium.

Während der Sommermonate war der Anbau von den Gästen bereits in Besitz genommen worden. Aber erst jetzt im Dezember wird die offizielle Einweihung nachgeholt. Dazu laden die Wirtsleute Hoitz Bürgermeister Dr. Dieter Mellert, Architekt Rolf Quarz, Bankvertreter Walter Kromer und die am Bau beteiligten Handwerker ein. Es gibt ein kaltes Buffet, jede Menge Reden und eine Besichtung des neuen Gebäudetraktes.

Wenige Jahre später wird auch die linke Gebäudehälfte umgestaltet. Seitdem gibt es dann auch das schmiedeeiserne Wirtshausschild, das einen Pilger auf dem Weg zur Witterschneekirche zeigt, und das Glockentürmchen auf dem Dach, das die »Josefsglocke« beherbergt.

Standort des Fotografen: 47.886743, 8.341669

4 Fotos: Tanzdarbietungen beim »Bunten Abend« des Turnerbundes, Fasnacht 1977

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willman zur Verfügung.

Vor 50 Jahren veranstaltete der Turnerbund seinen ersten »Bunten Abend«. Am 20. Februar 1927 lud man in den »Saalbau Gebert« ein. Das Programm fand »großen Beifall und volle Anerkennung«, wie es im Protokollbuch des Vereins heißt. Dargeboten wurde damals das folgende – teils humoristische – Programm, das von der Stadtmusik musikalisch umrahmt wurde: »1. Musikstück, 2. Langstabübungen, 3. Akrobatik, 4. Ringen, 5. Stab- und Freiübungen, 6. Pferdübungen (Damenriege), 7. Musikstück, 8. Schulhof, 9. Nacktfreiübungen – Körperbildung, 10. Bummelantenriege, 11. Marzorgruppen, 12. Schlussmarsch«. Danach folgte Tanz »bis die Polizeistunde nahte«.

50 Jahre später ist der »Bunte Abend« aus der Löffinger Fasnacht nicht mehr wegzudenken. Er ist eine feste Größe geworden. Statt im »Saalbau Gebert« findet er schon seit Jahrzehnten in der Festhalle statt. Und war 1927 der Beitrag der »Damenriege« auf einen Programmpunkt begrenzt, so bringen sich die Turnerinnen heute den ganzen Abend über aktiv in die Gestaltung des Abends ein.

erstes Bild: Lydia Kaiser, Helga Berger, ??? Scholl, Christel Fischer, Ella Studer, Monika Gauger, Irmgard Gnädinger, ???, Lore Bächle, Doris Hasenfratz

zweites Bild, v.l.n.r.: 1 Isabella Knöpfle, 2 Marietta Rosenstiel (geb. Mürb), 3 Anette Burgbacher (geb. Hall), 4 Marianne Brugger (geb. Fehrenbach), 5 Gabriele Prause (verh. Koberski), 6 Gitta Knöpfle

drittes Bild: Marta Adrion (geb. Fehrenbach, 1928-2019), Margarete Adrion, Maria Hall (1924-2014)

viertes Bild: Beate Rothfuß, Sabine Berger, Marianne Winkler, Jutta Frei

Standort des Fotografen: 47.882926, 8.347811

Tanzkurs in der Realschule, 1977

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Es wäre schon etwas peinlich, eines Tages zu einer Festivität eingeladen zu sein, zum Tanz aufgefordert zu werden und gestehen zu müssen, dass man nicht tanzen kann. Deshalb gibt es Gott sei Dank Tanzkurse! Gelehrt werden Gesellschaftstänze wie z. B. Walzer, Cha-Cha-Cha oder Foxtrot. Dieser Tanzkurs, veranstaltet im Foyer der Realschule, wird von einem profesionellen Tanzlehrer (Rolf Tessari aus Villingen) angeboten. Er richtet sich an Realschüler*innen der 10. und 9. Klasse. Da es aber inbesondere in der 10. Klasse mehr Mädchen als Jungs gibt, bringt Tessari von auswärts ein paar männliche Tanzschüler mit. Denn dass Mädchen auch mit Mädchen und Jungs auch mit Jungs tanzen könnten, ist 1977 noch ganz unvorstellbar!

1.Reihe, vl.n.r.: 1 Gitta Knöpfle, 2 Jutta Frey (verh. Scherer), 3 Antonia Schmid, 4 Vera Fischer, 5 Gerda Bruder, 6 ???, 7 Elisabeth Werne
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 [Thomas Weber?], 3 ???, 4 ???, 5 Georg (?) Köpfler, 6 ??? Riester(er), 7 Lars Mätzke, 8 ???, 9 ???, 10 Tanzlehrer Rolf Tessari
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Renate Sibold, 2 Bernhard Vogelbacher, 3 Lioba Fesenmeier, 4 ???, 5 Christine Hehle (verh. Horl), 6 ???
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 Christa Egle, 2 ???, 3 ??? Ruf, 4 ???, 5 ???, 6 Georg Mayer, 7 Helga Neugart, 8 Stefan Burger

Ab 1985 wird an der Realschule jährlich ein Tanzkurs für die Zehntklässler*innen angeboten. Aus der Taufe gehoben wird er von den beiden Lehrer*innen Hannelore Gobil-Cremer und Wolfgang Kern.

Standort des Fotografen: 47.883779, 8.347830

3 Fotos: Beginn des Wandertags an der Realschule, 3. Mai 1977

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Bei wunderschönem Frühlingswetter veranstaltet die Realschule am Samstag einen Wandertag, an dem über 350 Schüler*innen, das Lehrer*innenkollegium und rund 100 Eltern teilnehmen. Man versammelt sich bei der Realschule und bricht dann in Kleingruppen auf. Ziel des Wandertages ist für alle die Hirschplatzhütte im Stadtwald. Dort warten Würstchen und Kartoffelsalat auf die hungrigen Ausflügler*innen. Jede Klasse zündet sich ihr eigenes Lagerfeuer an, um zu grillen.

Am Nachmittag werden alle Teilnehmenden von Schulbussen abgeholt und nach Hause gebracht.

Auf den Fotos sind u.a. zu sehen: Lehrer Arno Gärtner, Lehrer Peter Rieck, Edith Fehrenbach, Martin Beha, Michael Bürklin

Standort des Fotografen: 47.883669, 8.348154

Weinscheune in der Kirchstraße beim Scheunenfest, 1977

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Das Scheunentor steht weit offen. Es gehört zum Ökonomiebereich des Hauses von Witwe Lina Fehrenbach geb. Hasenfratz (1901-1991) in der Kirchstraße. Sie führt die Landwirtschaft schon eine ganze Weile nicht mehr – nicht erst seit dem Tod ihres Ehemannes Franz Fehrenbach (1897-1976) im Vorjahr.

Heute verwandelt sich die Scheune in eine »Weinscheune« und lädt zum Verweilen ein. Denn die Hexengruppe veranstaltet zum wiederholten Mal ihr Scheunenfest. Anlässlich der Einweihung des Hexenbrunnens 1975 hatten die Hexen kurzerhand drei Scheunen festlich hergerichtet, um die Gäste bei ungünstiger Witterung im Trockenen bewirten zu können. Zwei Jahre später ist das Scheunenfest schon zur Tradition geworden. Als Hingucker steht vor der »Weinscheune« auf der Straße ein Holzkarren, auf dem alte Weinfässer liegen. Na, dann Prost und zum Wohl!

Standort des Fotografen: 47.883300, 8.344894

2 Fotos: Imbissbude beim Scheunenfest in der Kirchstraße, 1977

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

»1 Portion Pommes frites 1,20 // 1 Portion Pommes mit Ketchup 1,50 // 1 Grillwurst mit Brot 1,80«. Dieses Angebot und die dazugehörigen Preise in DM sind an die Imbissbude in der Kirchstraße angeschlagen. Sie steht auf dem Grundstück, auf dem der Arzt Dr. Gebhard Hecht bald einen Neubau errichten wird. Die Hütte ist mit Geranien üppig geschmückt. Ein Sonnenschirm ist auf dem Dach aufgespannt, unter dem zwei ausgestopfte Puppen im Schatten sitzen: eine Löffinger Hexe und ein Narrenpolizist.

Es handelt sich eben nicht um eine normale Imbissbude, sondern die Hexengruppe veranstaltet ihr Scheunenfest. Anlässlich der Einweihung des Hexenbrunnens 1975 hatten die Hexen kurzerhand drei Scheunen festlich hergerichtet, um die Gäste bei ungünstiger Witterung im Trockenen bewirten zu können. Zwei Jahre später wird das Scheunenfest schon zur Tradition.

Im Hintergrund öffnet sich der Blick zur Eggertenstraße und man sieht die Rückseite der Häuser am Rathausplatz.

Standort des Fotografen: 47.883195, 8.344581

Narrengruppe »Hochzeit« beim Rathaus, Fasnacht 1977

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Beim Narrenumzug am »Fasnet Mändig« läuft ein Brautpaar durch das Städtchen, hinter dem ein großes Ehebett hergezogen wird. Auf dem Schild, das der Bräutigam trägt, steht geschrieben: »1970 großes Fest! 1977 Nu no e’Nest«. Und am Baldachin des Bettes ist ein weiteres Schild angebracht, das die Inschrift trägt: »1970 – 1977 / Die Hochzeit war der blödste Tag / im 7. Jahr kam Sorg und Plag«.

Auf welche Hochzeit und welches unglückliche Eheleben mag hier wohl angespielt werden? Doch nicht etwa auf die Eingemeindung von Seppenhofen, die zum 1. Januar 1970 vollzogen wurde?

Standort des Fotografen: 47.883771, 8.344645

Luftbild mit Neubaugebiet Reichberg, 1977

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Ralf Gauger zur Verfügung.

Das Realschulgebäude und die Sporthalle in der Festhalle sind schon gebaut. Das Haus Schreiber (Seppenhofer Str. 19), das 1975 abbrannte, ist bereits durch einen Neubau ersetzt. Und auf dem Reichberg wird das Neubaugebiet gerade erschlossen. In der Leffostraße stehen die ersten neugebauten Einfamilienhäuser.

Das Luftbild wird 1977 aus südlicher Himmelsrichtung aufgenommen.