Dieses Foto stellte dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.
Ihr Erkennungszeichen ist offenbar der Strohhut mit dem schwarzen Band. Zehn Männer stehen auf dem Bahnsteig des Löffinger Bahnhofs, den Hut auf dem Kopf, ihr Reisegepäck in der Hand. Es wird gelacht und gescherzt. Der Zug steht jedenfalls schon zur Abfahrt bereit. Er wird die Sangesbrüder nach Rüdesheim bringen.
Auffallend sind die Farbflecken auf den Waggons. Ob es sich um einen Buntfarbenanstrich zur Tarnung, etwa während des Zweiten Weltkrieges, handelt?
Im Vordergrund ohne Hut ist Engelbert Müller (1896-?) zu sehen. Die anderen Männer sind v.l.n.r.: Schneidermeister Otto Schmitt (1905-?), Schmiedemeister Otto Fürst (1894-?), Ernst Keller (1912-?), Elektromeister Karl Götz, Albert Schwörer (1910-2001), Malermeister Karl Hepting (1893-?), Gipser Otto Schweizer (1906-1992), Sattlermeister Ernst Krauß (1897-1978) und Kaufmann Karl Hasenfratz II (1899-?).
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.
Mit großem »Hallo« sammeln sich diese Männer vor dem Haus von Sattlermeister Ernst Krauß (Demetriusstr. 2). Sie wollen verreisen und sind auf dem Weg zum Bahnhof. Alle Männer tragen helle Strohhüte. Sie haben einen Leiterwagen mit sich, auf den ihr Reisegepäck geladen ist. Ein Junge zieht ihnen den Wagen. Die Männer tragen außerdem kleine Handkoffer mit sich. Dass es zu regnen scheint, tut ihrer Stimmung keinen Abbruch. Wer weiß, wohin ihre Reise ging?
V.l.n.r.: 1 Schmiedemeister Otto Fürst (1894-?), 2 Karl Götz, 3 Ernst Keller (1912-?), 4 Malermeister Karl Hepting (1893-?), 5 Albert Schwörer, 6 ???, 7 Schneidermeister Otto Schmitt (1905-?), 8 Sattlermeister Ernst Krauß ((1897-1978), 9 Berta Krauß (1905-?).
Beim Leiterwagen steht der Gipser Otto Schweizer (1906-1992), der seinen Hut abgenommen hat. Der Junge vor dem Leiterwagen ist Ernst Krauß jun., der später nach Alaska auswandert, und das Mädchen ist Christa Krauß (später verh. Welte). Das kleine Mädchen an der Wand ist vermutlich Veronika Krauß (später verh. Klose).
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Sigrid und Eugen Fehrenbach zur Verfügung.
Mit sagenhaften 9:1 hat sie gewonnen, die erste Mannschaft des FC Löffingen! Die Spieler versammeln sich zusammen mit dem Vereinsvorstand auf den Treppenstufen der Festhalle zu einem Gruppenfoto. Die Spieler tragen ihr Trikot, die Vorstandsmitglieder Anzug. Das Spielergebnis wird stolz in die Kamera gehalten.
In der Vereinschronik des Fußballclubs von 1960 heißt es: »In den Jahren 1931/32 (Spielbetrieb mit 5 Mannschaften) war der Löffinger FC dominierend im Hochschwarzald. Gegner wie 08 Villingen, Furtwangen, St. Georgen, ja sogar FFC-Reserve, Lörrach und Waldkirch lernten uns respektieren. Im Spätherbst 1932 feierten wir den ungeschlagenen A-Meister im Hochschwarzwald.«
1.Reihe v.l.n.r.: 1 Anton Geisinger, 2 Hans Baumgart (1905-1992), 3 Willy Eggert, 4 August Mösch, 5 Hans Rettich, 6 Edmund Fehrenbach, 7 Paul Bader 2.Reihe v.l.n.r.: 1 Eugen Kienzler, 2 Albert Trenkle, 3 Fritz Göpper, 4 Josef Armbruster, 5 Karl Berger 3.Reihe v.l.n.r.: 1 Karl Götz (Beisitzer), 2 Ernst Krauß (1. Vorstand, 1897-1978), 3 Otto Fürst (Spielausschußvorsitzender), 4 Fritz Faller (Beisitzer), 5 Karl Hasenfratz II (Geschäftsführer)
Das Foto ist in der Festschrift des Fußballclubs von 1960 abgedruckt. Die Bildunterschrift lautet: »nach dem Sieg gegen FC Neustadt in Neustadt am 25. Dezember 1932«. Die frisch verputzte Mauer der Festhalle im Hintergrund deutet aber darauf hin, dass das Bild erst ca. 1936/37 nach der Fertigstellung des Gebäudes entstanden sein kann. Offenbar handelt es sich um ein – einige Jahre nach dem Sieg aufgenommenes – Erinnerungsfoto. Auf dem Schild, das August Mösch in der ersten Reihe in die Kamera hält, heißt es denn auch: »Wiedersehens-Feier ehemaliger 9:1«.
Hans Baumgart, der auf dem Foto ebenfalls zu sehen ist, war Anfang der 1930er Jahre als Lehrer in Löffingen tätig. 1933 tritt er in die SS ein. Er macht Karriere und steigt später zum Führer des Ravensbrücker KZ-Männer-Außenlagers Karlshagen I (Peenemünde) auf.
Diese Fotos stellte dankenswerterweise Luzia Bader zur Verfügung.
Acht Männer haben sich an Fasnacht als Frauen verkleidet. Der Tausch von Geschlechterrollen zählt zu den beliebtesten Verkleidungen überhaupt. Für die Gruppe ist es ein Riesengaudi. Was an anderen Tagen als »pervers« gelten würde, ist an Fasnacht plötzlich erlaubt: Sich als Mann weiblich zu kleiden, oder sich so zu verhalten, ohne deshalb geächtet zu werden.
Die Männergruppe hat sich, vermutlich von ihren Ehefrauen, einheitliche Kostüme nähen lassen. Die Narren trägen Perücken mit langen Zöpfen. Vermutlich haben sie Make-up in ihr Gesicht geschmiert und ein bisschen Lippenstift aufgetragen. Sie stehen neben der Festhalle, hinter ihnen ist das Wäldchen der »Hasle« zu sehen.
Bei den Narren handelt es sich um Mitglieder des Männergesangvereins Eintracht. Zu sehen sind u.a. August Kienzler, Otto Schmitt, Karl Bader, Otto Schweizer, Ernst Krauß (im schwarzen Mantel, 1897-1978)) und Ewald Sibold.
Neun der elf Fußballer auf diesem Foto sind Gründungsmitglieder des am 29. Januar 1921 ins Leben gerufenen Fußballclubs Löffingen. Einige von ihnen hatten in britischer Kriegsgefangenschaft den Fußballsport kennengelernt und ihre Begeisterung war geweckt worden. Zu diesem Zeitpunkt gab es nur den Turnerbund als Sportverein, Fußball war noch nicht gesellschaftlich akzeptiert wie heute. Gegen erhebliche Widerstände gründeten die Fußballer ihren FC Löffingen und entschieden sich für die Farben rot-weiß als Vereinsfarben. Nur vier Wochen nach seiner Gründung zählte der Verein bereits 141 Mitglieder.
Schwierig gestaltete sich in den Anfangsjahren die Platzfrage. Fußballspiele wurden zunächst für etwa eineinhalb Jahre im Gewann »Burg« ausgetragen, dann ab 1921 auf der »Engel«-Wiese beim Gasthaus »zum Engel« (Beim Schneekreuz). Es folgte ein Dutzend Behelfsplätze auf verschiedenen Wiesen, wie hier auf einer Wiese im Gewann »Breiten«. Auf dem Foto sind im Hintergrund Häuser der Seppenhofer Straße und des heutigen Pfarrwegs zu erkennen. Aufgrund zahlreicher Beschwerden angrenzender Grundstückseigentümer wurden die Fußballer immer wieder vertrieben und sie mussten sich einen neuen Bolzplatz suchen. Schließlich war es soweit und die Stadtgemeinde unterstützte das Vorhaben, oberhalb der »Hasle« einen Fußballplatz auf gemeindeeigenem Boden zu schaffen. Im Herbst 1924 konnte der Spielbetrieb dort schließlich aufgenommen werden.
1.Reihe, liegend, v.l.n.r.: 1 Johann (Hans) Storz, 2 August Mösch, 3 Fritz Seilnacht jr. 2.Reihe, kniend, v.l.n.r.: 1 Ernst Krauß (1897-1978), 2 Reinhard Mühleisen (später Lehrer in Bachheim), 3 Engelbert Müller, 4 Otto Fürst, 5 Karl Wolf 3.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 Karl Weißer (im Anzug), 2 ??? Weber (Monteur bei der Firma Benz), 3 Albert Henzler, 4 Dr. Oskar Langenbacher (im Anzug)
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Pia und Alfons Durst, Dorothea und Michael Kasprowicz sowie Walter und Johanna Nägele zur Verfügung.
1927 erhielt die Freiwillige Feuerwehr Löffingen ihre erste Automobilfeuerspritze. Damit begann ein neues Kapitel in der Geschichte der 1863 gegründeten Wehr. Das motorisierte Löschgerät kam in den folgenden Jahren nicht nur in Löffingen zum Einsatz, sondern auch bei Bränden in den Nachbarorten.
Hier haben sich Feuerwehrmänner mit der neuen Feuerspritze vor dem Spritzenhaus zu einem Gruppenfoto aufgestellt. Vorne in der Mitte steht der Kommandant Joseph Benitz (1897-1981).
1.Reihe v.l.n.r.: 1 Franz Zepf, 2 Fritz Seilnacht, 3 Josef Göhry, 4 Andreas Maier, 5 Wilhelm Jonner, 6 Joseph Benitz, 7 Ernst Krauß (1897-1978), 8 Franz Guth, 9 Konrad Vergut, 10 Timotheus Schmid 2.Reihe v.l.n.r.: 1 Edmund Jordan (»Bartli«, 1907-1970), 2 Alfred Geisinger, 3 Otto Fürst, 4 Karl Hepting, 5 Willi Faller, 6 Fritz Strobel, 7 Franz Heizmann
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Luzia Bader zur Verfügung.
Vor dem Haus Krauß in der Demetriusstraße hat sich eine stattliche Narrengruppe zum Erinnerungsfoto aufgestellt. Die Männer und Frauen tragen einfache, bäuerlich wirkende Gewänder: weite Kittel, breite Gürtel, geschnürte Beinlinge, Kopftücher und Fellmützen. In den Händen halten sie, fast wie Requisiten aus einem Historienstück, einen Hakenpflug und einen Morgenstern.
Das Motto der Fasnacht lautet: »Als die Römer frech geworden«. Entsprechend stellen die Narren wohl germanische Bauern dar – jene sagenhaften Einheimischen, die sich gegen die römischen Eindringlinge zur Wehr setzen. Augenzwinkernd wird hier Geschichte gespielt, nicht mit wissenschaftlicher Genauigkeit, sondern mit viel Fantasie.
Neben der Gruppe steht ein Traktor. Sein Nummernschild lautet: »FB-08-7317«. Das Kürzel steht für den Landkreis Freiburg im Breisgau.
1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Ernst Krauß (1897-1978), 2 Justina Sauter (geb. Brett, 1900-1994), 3 Elise Göpper, 4 Hildegard Bader (Ehefrau von Paul Bader), 5 Karl Bader (1902-1971), 6 Ehefrau von Lehrer Willig oder Schlachter, 7 Gerhard Bader (in der Schaukel, geb. 1943) , 8 ??? Weißer (Schwiegersohn von Bernhard Strobel) 2.Reihe, v.l.n.r.: 1 August Kienzler (1914-?), 2 Sofie Kienzler (1915-?), 3 ???, 4 Werner Hepting (1928-2011), 5 Josef Armbruster (1910-?) 3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ??? Weißer, 2 Tochter von Bernhard Strobel, 3 Engelbert Müller, 4 Erika Faller (Ehefrau von Franz Faller)
Webseite der Firma Raumgestaltung Welte-Joos, Überlingen
Als junge Braut steht Christiane Krauß mit ihrem Bräutigam Hermann Welte vor ihrem Elternhaus in der Demetriusstraße. Kennengelernt hatten die beiden sich Dank des Sattlergeschäfts des Vaters Ernst Krauß. Denn der Bräutigam, gebürtig aus Hohenwettersbach bei Karlsruhe und Raumausstatter von Beruf, war auf Wanderschaft gegangen und hatte bei Ernst Krauß in Löffingen gearbeitet. Eingerahmt wird das Brautpaar von nächsten Familienangehörigen und befreundeten Nachbarn.