Rückseite der Zehntscheuer und Haus Hasenfratz in der Bittengasse, ca. 1976

Stadtarchiv 

Außerhalb des Stadtrings standen in der Vergangenheit nur wenige Häuser. Das holzverschindelte Haus Hasenfratz (Bittengasse 8) ist eines davon. Es schmiegt sich eng an die ehemalige Zehntscheuer der fürstenbergischen Herrschaft (Kirchstr. 9) an.  Nur ein schmaler Durchgang ist zwischen den beiden Gebäuden vorhanden. 2004 wird das Haus Hasenfratz abgerissen.

Links im Vordergrund sind Garagen zu sehen, die zum Haus des Wagnermeisters Hermann Schelling (Kirchstr. 11) gehören.

Standort des Fotografen: 47.883437, 8.345624

Rückseite der Häuser Sibold und Laufer, ca. 1974

Stadtarchiv

Bei den Häusern in der Kirchstraße, die den äußeren Altstadtring bilden, verläuft die Straße im Innern direkt vor ihren Hausmauern. Auf der Rückseite ihrer Anwesen in der Bittengasse verfügen sie stattdessen jeweils über ein Grundstück zur Straße hin.

Der Landwirt Adolf Sibold nutzte diese Hoffläche für seinen Landwirtschaftsbetrieb. An der rechten Begrenzung seines Grundstücks ist ein Misthaufen zu erkennen. Seine Nachbarn Laufer und Walz errichteten auf ihrer Hoffläche einstöckige Anbauten, die sie als Werkstätte, Garagen, Lagerräume und Terrassen nutzten. Durch die Vorbauten ist kaum noch vorstellbar, dass die Außenfront dieser Häuser früher die Stadtmauer bildeten.

Das Foto wurde vom Farrenstall aus aufgenommen, dessen Dach am rechten Rand in das Foto hineinragt.

Standort des Fotografen: 47.882901, 8.344986

Rückseite vom Haus Sibold, ca. 1974

Stadtarchiv

Mitte der 1970er Jahre entstand diese Ansicht vom Haus des Landwirts Adolf Sibold. Sie wurde nicht in der Kirchstraße, sondern in der Bittengasse aufgenommen und zeigt die Rückseite des Anwesens. In der linken Hälfte ist der Wohnbereich zu erkennen mit verglasten Balkonen im ersten und zweiten Obergeschoss. Die rechte Gebäudehälfte ist der Ökonomieteil mit den Stallungen. Zwischen Haus und asphaltierter Bittengasse befindet sich die gepflasterte Hoffläche.

1982 brannte das Haus Sibold ab und die Brandruine wurde vollständig abgetragen. An seiner Stelle entstand ein neues Wohn- und Geschäftshaus.

Standort des Fotografen: 47.883015, 8.345132

Rückseite der Häuser Koch und Sibold, ca. 1970-1975

Landesdenkmalamt Freiburg

Das Foto wird von der Bittengasse aus aufgenommen und zeigt die Rückansichten der beiden Häuser von Karl Koch (Kirchstraße 21) und Landwirt Adolf Sibold (Nr. 19). Das Haus Koch, an das Garagen angebaut sind, wird 1980 grundlegend renoviert und in diesem Zuge auch der Nadelbaum gefällt. Das Haus Sibold brennt 1982 ab.

Das Foto ist dem Bildarchiv Foto Marburg entnommen.

Standort des Fotografen: 47.882784, 8.344856

Haus Sibold in der Kirchstraße, ca. 1974

Stadtarchiv

Dieses Foto entsteht nur wenige Jahre bevor das Haus von Landwirt Adolf Sibold bei einem Brand 1982 zerstört und die Brandruine anschließend abgetragen wird. Gerade einmal 50 Jahre stand dieses Gebäude, denn es war erst nach dem Großbrand 1929 errichtet worden.

In der rechten Gebäudehälfte befindet sich der Wohnbereich, der sich bis in das Dachgeschoss erstreckt, wie die Gaubenfenster zeigen. Links ist der Ökonomieteil, deutlich zu erkennen an den Scheunentoren. Das Foto wurde von der gegenüberliegenden Straßenseite aufgenommen, als die beiden Gebäude Kirchstraße 8 und 10 abgerissen waren und sich an ihrer Stelle eine Brache mit Gras befand, auf der kurze Zeit später ein Neubau errichtet wurde.

Standort des Fotografen: 47.883247, 8.344592

Haus Schelling in der Kirchstraße, ca. 1976

Stadtarchiv

In der Werkstatt im Erdgeschoss fertigt Wagnermeister Hermann Schelling (1914-1998) Ski und anderes Zubehör für den Wintersport. Seine Produkte sind im weiten Umkreis bekannt und geschätzt. Skier sind denn auch in den beiden Glasvitrinen zwischen der Werkstatt und der Haustür ausgestellt. »Ski-Schelling« steht darüber.

Wenige Jahre später wird der Ökonomiebereich in der rechten Gebäudehälfte umgebaut. Dort, wo sich auf dem Bild das Scheunentor befindet, wird ein Durchgang zur Bittengasse geschaffen, der den Namen »Postbögle« erhält. Rechts daneben ist die Bäckerei Zahn (Kirchstr. 13) zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.883552, 8.345149

Haus Laufer in der Kirchstraße, ca. 1976

Stadtarchiv

Über der Haustür steht die Jahreszahl 1929, als das Gebäude nach dem Großbrand in der Hafnergasse neu gebaut wurde. Außerdem sind die verschnörkelten Initalen »JL« zu lesen, die für »Johann Laufer« stehen, den Eigentümer des Hauses, als es nach dem Brand erbaut wurde.

Als dieses Foto entstand gehörte das Haus schon lange seinem Sohn, dem Altbürgermeister Edmund Laufer. Die Raiffeisen Genossenschaft bot im Erdgeschoss landwirtschaftlich Produkte an. Hinter den beiden Türen befand sich das Lager der landwirtschaftlichen Genossenschaft. Durch die Öffnung konnten die Waren direkt auf die Fahrzeuge der Landwirte verladen werden.

Standort des Fotografen: 47.883272, 8.344903

Haus Durst in der Alenbergstraße, ca. 1976

Stadtarchiv

Von der Ringstraße aus fällt der Blick auf das Haus Durst (Alenbergstr. 2) – ein Haus im Wandel, im Übergang von bäuerliclandwirtschaftlicher Nutzung zu einem reinen Wohngebäude. Die Aufnahme zeigt eine Zwischenphase: Zwar ist das Gebäude bereits um ein Stockwerk aufgestockt, doch der Ökonomieteil mit seinem großen Scheunentor im Rundbogen und der kleinen Stalltür daneben ist noch unverkennbar.

Auch im Wohnbereich wird der Umbau sichtbar: Während im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss noch die alten Sprossenfenster erhalten sind, zeigen die neu eingesetzten Fenster im zweiten Obergeschoss bereits die modernisierte Formensprache.

Wenige Jahre später wird der Ökonomiebereich ganz verschwinden. Der landwirtschaftliche Bereich wird zu Wohnungen umgebaut, Balkone entstehen, das Scheunentor wird durch Garagentore ersetzt. So hält das Foto den Moment fest, in dem Vergangenheit und Zukunft architektonisch nebeneinanderstehen.

Standort des Fotografen: 47.884784, 8.344790

2 Fotos: Drei Frauen vor dem Laden Kuster in der Kirchstraße, 1971

Diese Fotos stellten uns dankenswerterweise Anita Stephani, Emma Binder und Daniela Scherzinger zur Verfügung.

Eine Dose »Ananas in Stücken« kostet »1,38« DM, wie auf dem Werbeschild rechts neben dem Ladeneingang zu lesen ist. Hans und Maria Kuster betreiben in der Kirchstraße einen Gemischwarenladen, in dem es u.a. frisches Obst und Gemüse gibt. Die Produkte werden vor dem Schaufenster dargeboten. Zeit für ein Schwätzchen mit den Kundinnen ist immer. Die drei Frauen haben miteinander ganz offensichtlich Spaß.

Von links sind Emma Binder geb. Limb (1913-2005), Maria Kuster geb. Häusle (1921-2006) und Hedwig Leitold geb. Wölfle (1912 -1994) zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.883089, 8.344209

Haus Siefert in der Unteren Hauptstraße, ca. 1975

Stadtarchiv

Renovierungsbedürftig ist das Haus Siefert in der Unteren Hauptstraße auf diesem Bild. Kurze Zeit später wird das Gebäude grundlegend modernisiert. Der Arzt und Apotheker Frank Siefert eröffnet darin die »Scheffel-Apotheke«. Das Erdgeschoss wird zu diesem Zweck komplett umgebaut. Über eine Freitreppe gelangt man in die Apotheke. Links und rechts vom neu geschaffenen Eingang werden zwei Schaufenster in die Fassade gebrochen.

Standort des Fotografen: 47.883200, 8.343669