Blumenteppich an Fronleichnam in der Vorstadtstraße, ca. 1960-1965

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Paul Heizmann zur Verfügung.

Die Vorstadtstraße hat sich an Fronleichnam in ein Blütenmeer verwandelt. Auf der gesamten Straße ist ein farbenprächtiger Blumenteppich gelegt, der sich aus verschiedenen Ornamenten, Mustern und religiösen Motiven zusammensetzt. Links und rechts des Prozessionsweges sind Birkenzweige in das Straßenpflaster gesteckt.

Zwei italienische Gastarbeiter lassen sich neben dem Blumenteppich für ein Erinnerungsfoto knipsen. Wer weiß, wie die beiden Männer heißen?

Standort des Fotografen: 47.884690, 8.347469

Ferienkinder auf der Terrasse des Kindererholungsheims Gugelberger in der Maienlandstraße, ca. 1960

Dieses Foto stellte und dankenswerterweise Maria Baumann zur Verfügung.

Eine Schar von Kindern steht auf der Terrasse vor dem Kindererholungsheim Gugelberger im Maienland. Das Heim wurde von der staatlich geprüften Kinderschwester Margaretha Gugelberger (1912-1989) geführt. Im Hintergrund ist das Nachbargrundstück mit dem neu gebauten Wohn- und Geschäftshaus von Malermeister Karl Sibold zu sehen (Maienlandstr. 4), dessen Fassade noch nicht verputzt und gestrichen ist.

Standort des Fotografen: 47.885060, 8.343147

Kaplanei und Marienbrunnen in der Seppenhofer Straße, ca. 1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Luzia Heiler zur Verfügung.

Vom Haus Heiler im Pfarrweg wandert der Blick am Misthaufen vorbei hinüber zur Seppenhofer Straße. Dort steht die Kaplanei der katholischen Pfarrgemeinde, die in der Nachkriegszeit auch als Pfarrhaus diente. Das Gebäude wurde 1840 erbaut. An der Einmündung des Pfarrwegs in die Seppenhofer Straße ist am linken Bildrand der Marienbrunnen zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.881722, 8.344262

Kinder des Kindererholungsheims Gugelberger auf dem Töpfchen, ca. 1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Maria Baumann zur Verfügung.

In der Nachkriegszeit befindet sich in der Villa Maienlandstr. 6 ein Kindererholungsheim. Die Witwe des 1943 verstorbenen Arztes Dr. med. Franz Gugelberger, Mathilde Gugelberger geb. Schacht (1887-1958),  eröffnete es zusammen mit ihrer Tochter Margaretha Gugelberger (1912-1989), die eine staatlich geprüfte Kinderschwester ist.

Kinder aus dem gesamten Bundesgebiet verbringen hier ihre Erholungsferien. Auf dem Foto sind vier Kleinkinder zu sehen, die gerade auf dem Töpfchen sitzen. 

Standort des Fotografen: 47.885127, 8.343213

Stadtmusik beim Umzug in der Oberen Hauptstraße, Fasnacht ca. 1960-1965

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Bernhard Adrion zur Verfügung.

Die Stadtmusik hat sich an Fasnacht in den Umzug eingereiht. Bei nasskaltem Schmuddelwetter zieht sie eben am Haus Heizmann (Obere Hauptstr. 15) und am »Saalbau Gebert« vorbei. Gekleidet ist sie in Bürgerwehruniformen.

V.l.n.r.: 1 Edmund Jordan (»Bartli«, 1907-1970), 2 Oskar Heizmann, 3 Adolf Heiler, 4 Ernst Heiler, 5 Hans Kaufmann, 6 Johann Beha, 7 Franz Rosenstiel, 8 Franz Faller, 9 Anton Maier, 10 Hermann Beha, 11 Alex Kaufmann, 12 Lothar Zepf, 13 Franz Rappenegger

Standort des Fotografen: 47.884445, 8.347246

Bahnhofsneubau von der Gleisseite, ca. 1960

Sammlung Familie Waßmer

Zwölf Jahre nach der Zerstörung des alten Bahnhofs bei einem Fliegerangriff im Februar 1945 war es endlich soweit: 1957 konnte das neue Bahnhofsgebäude der Deutschen Bundesbahn eingeweiht werden.

Das Foto zeigt das Gebäude von der Gleisseite aus. Das Empfangsgebäude in Gestalt eines Siedlungshauses besteht aus einem zweigeschossigen Hauptbau mit giebelständigem Satteldach. Im Erdgeschoss befindet sich die Bahnhofsgaststätte und im Obergeschoss eine Wohnung. In dem nördlich anschließenden eingeschossigen Bau ist die Schalterhalle mit der Fahrkartenausgabe und die Expressgutabfertigung untergebracht. Nördlich davon befindet sich ein Anbau zur Güterverladung.

Standort des Fotografen: 47.883226, 8.341970

Einzug der »Laternenbrüder« und »Hansele« in die Festhalle, ca. 1960

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Heike Soldan-Bölle zur Verfügung.

Bei einer Fasnachtsveranstaltung in der Festhalle ziehen die Laternenbrüder und die Hansele ein.

V.r.n.l.: 1 ???, 2 Joseph Benitz sen., 3 Sattlermeister Ernst Krauß (1897-1978), ?

Standort des Fotografen: 47.882931, 8.347890

Hochzeitsgesellschaft Vögt / Venus in der Kirchstraße, ca. 1961

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Anton Heizmann zur Verfügung.

Vor dem Treppenaufgang zur katholischen Pfarrkirche St. Michael hat sich das Brautpaar Luise Venus (1937-1998) und Artur Vögt mit Familie und Hochzeitsgästen zu einem Erinnerungsfoto aufgestellt.

Das Foto muss um 1961 entstanden sein, da der Kirchturm gerade verputzt wird.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Brautmutter Adelheid Venus (geb. Schreiber, 1900-1967), 2 Brautvater Albert Venus (1884-1966), 3 Braut Luise Venus (1937-1998), 4 Bräutigam Artur Vögt, 5 Sonja Vögt (verh. Osek), 6 ???, 7 ???, 8 ???, 9 ???, 10 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Anna Greinwald (geb. Schreiber), 2 ??? Schuster, 3 ??? Schuster (geb. Venus), 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 ???, 8 ???, 9 Matthias (»Hiesel«) Greinwald
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Maria Frei (geb. Schreiber), 2 Karl Schreiber, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 Adolf Frenzle, 7 Frieda Frenzle (geb. Schreiber), 8 Frieda Frenzle (geb. Schreiber), 9 ???
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 Jakob Schreiber

Standort des Fotografen: 47.882859, 8.344343

Luftbild der Kapelle und Kirche Witterschneekreuz, ca. 1960

Sammlung Familie Waßmer

Aus der Vogelperspektive ist auf diesem Bild die Wallfahrtskirche Witterschnee und die alte Kapelle zu sehen. Bis 1894 hatte die alte holzverschindelte Kapelle anstelle der großen Kirche gestanden. Im April 1894 hob man sie auf Baumstämme und rollte sie an ihren heutigen Standort, um Platz für den Neubau der neoromanischen Kirche zu schaffen. Hinter der Kirche sind das Bahnwärterhaus und die Straße zu den Aussiedlerhöfen in Stettholz zu erkennen.

Kapelle Witterschneekreuz, ca. 1960

Sammlung Familie Waßmer

Im April 1894 hob man die alte Kapelle auf Baumstämme und rollte sie an den heutigen Standort. Die angebaute Kreuznische, in der sich das Gnadenkreuz befunden hatte, entfernte man dabei, denn das Kreuz wurde in die neue Kirche überführt.

Sichtbar blieb für über 100 Jahre am rückseitigen Schindelanschlag die Stelle, an der die Kreuznische ursprünglich angefügt gewesen war. Erst mit dem letzten neuen Schindelanschlag an der alten Kapelle 1994 wurden diese Spuren beseitigt.

Standort des Fotografen: 47.893232, 8.336240

Lina Egle an ihrem Verkaufsstand am Witterschneeschneekreuz, ca. 1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Pia Durst zur Verfügung.

Direkt vor dem Eingang zur alten Witterschneekapelle hat Lina Egle geb. Mäder (-1966) ihren Verkaufsstand aufgebaut. Auf zwei Böcken ruht eine Tischplatte, über die eine Tischdecke gebreitet liegt. Ein Teil der Devotionalien ist in einer Vitrine ausgelegt. Daneben sind Andachtsbildchen und Heiligenbilder zu erkennen, Kruzifixe und mehrere Rosenkränze, die feinsäuberlich an einer Holzlatte aufgefädelt sind.

Unter dem Tisch steht ein Korb, in dem sich sicherlich auch ein Vesperbrot für Zwischendurch befindet. Lina Egle betreibt als letzte Händlerin einen Verkaufsstand am Witterschnee. Als sie damit aufhört, findet auch diese Geschäftstradition ein Ende.

Lina (eigentlich Pauline) Egle ist die Witwe von dem Müller Gustav Egle (1881-1954). Geboren wurde sie am 20. Juni 1887 in Löffingen. Sie stirbt im Alter von 79 Jahren am 31. Mai 1966.

Standort des Fotografen: 47.892984, 8.336309

Schulweg mit Volksschule, ca. 1960-1964

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Karl Hauger zur Verfügung.

Anfang der 1960er Jahre entstand dieses Farbfoto. Wo sich heutzutage der Spielplatz des Kindergarten Maximus befindet, führte damals der Schulweg schnurstracks in Richtung Volksschule und Festhalle. 1964 wurde der Kindergarten hinter dem hölzernen Bretterzaun gebaut.

Statt schulpflichtiger Kinder sind auf diesem Foto Erwachsene zu sehen, die in Richtung Festhalle spazieren. Dort scheint eine Veranstaltung stattzufinden. Am Fahnenmast ist eine badische Landesfahne aufgezogen. Am rechten Bildrand ist die evangelische Kirche St. Johannes zu sehen, die 1953 geweiht wurde.

Standort des Fotografen: 47.883279, 8.346310