Haus Brunner in der Seppenhoferstraße, ca. 1960-1970

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Gertrud Heizmann zur Verfügung.

Nach dem Großbrand von 1921 baute der Landwirt Johann Brunner (1885-1963) sein neues Anwesen mit Wohnbereich und Ökonomie in der Seppenhofer Straße.

Er war der Sohn von Anton Brunner (1846-1929) und dessen Ehefrau Agathe geb. Egle (1850-1908). Die Familie hatte zuvor am Rathausplatz gewohnt. Ihr Haus war bei dem verheerenden Brand vollkommen zerstört worden. Die Brunners entschieden sich, ihr Haus nicht an Ort und Stelle wiederaufzubauen. Stattdessen traten sie den Brandplatz an ihre Nachbarn ab, sodass auf den zusammengelegten Grundstücken der Neubau der Bäckerei und des Cafés Ritter errichtet werden konnte.

Standort des Fotografen: 47.880848, 8.345844

Luftbild vom Krankenhaus in der Seppenhofer Straße, ca. 1960

Deutsche Luftbild K.G., Hamburg-München
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Das Krankenhaus in der Seppenhofer Straße wird mehrfach umgebaut und vergrößert. In den 1950er Jahren reißt man das rechts angrenzende landwirtschaftliche Gebäude ab, das dem Krankenhausfonds gehört. An seiner Stelle errichtet man 1957 einen modernen Anbau mit einer Kapazität von zusätzlich 55 Betten.

Die Kosten belaufen sich auf rund 500. 000 DM. Die Nachbargemeinden Bachheim, Dittishausen, Göschweiler, Reiselfingen, Rötenbach, Seppenhofen, Unadingen und Unterbränd tragen einen Teil davon. Löffingen hat damit ein modernes Krankenhaus, das in der gesamten Region anerkannt ist.

Das Luftbild entsteht kurz nach Abschluss des Umbaus. Hinter dem Krankenhaus sind der Farrenstall und der Bauhof in der Bittengasse zu sehen. Daran schließen sich die »Bittenwiesen« an. Der Kindergarten ist noch nicht zu sehen, er wird erst ein paar Jahre später, 1964 gebaut.

Feuerwehrmänner mit Bürgermeister Benitz, ca. 1963/64

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Luzia Bader zur Verfügung.

Bürgermeister Paul Benitz (1899-1979), der von 1947 bis 1965 amtiert, ehrt fünf verdiente Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr. Ganz rechts steht Feuerwehrkommandant Arno Adrion (1924-1993).

1.Reihe, v.l.n.r.: Karl Bader (1902-1971), Anselm Zepf (1898-1989), Josef Kaltenbrunner (?)
2. Reihe, v.l.n.r.: Bürgermeister Paul Benitz, Kreisbrandmeister Franz Happle (aus Neustadt), Kommandant Arno Adrion

Wer weiß, in welchem Lokal das Foto aufgenommen wird?

Standort des Fotografen: ???

Haus Benz in der Oberen Hauptstraße, ca. 1960-1970

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Paul Heizmann zur Verfügung.

Es hat geschneit! Familie Heizmann fotografiert aus ihrem Fenster heraus die weiße Pracht. Auf der asphaltierten Oberen Hauptstraße ist der Schnee bereits wieder verschwunden. Aber auf der gegenüberliegenden Straßenseite sieht es noch recht winterlich aus. Die Äste und Zweige eines Obstbaums im Garten von Familie Selb sind weiß bedeckt. Und auch auf dem Dach bei Wölfles (Obere Hauptstr. 14) liegt eine dünne Schicht Schnee.

Standort des Fotografen: 47.884548, 8.347710

Theaterspiel im »Gebertsaal«, ca. 1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Luzia Bader zur Verfügung.

Im »Gebertsaal« wird ein Theaterstück aufgeführt. Karl Bader (1902-1971), links stehend, deklamiert gerade seinen Text. An dem Tisch sitzen v.l.n.r. Walter Maier (1927-?), ???, ??? und Gottfried Vogelbacher.

Vor dem Tisch steht ein Mikrofon, aber nicht irgendeins, sondern ein originales »Neumann U47 Röhrenmikrofon«. Es wird u. a. von der 1960 gegründeten britischen Bands »The Beatles« in den Abbey Road Studios benutzt.

Standort des Fotografen: 47.884519, 8.347193

Gemischtwarenhandlung Henzler in der Kirchstraße, ca. 1966

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Andrea Wörner-Schießel und Klaus-Peter Wörner zur Verfügung.

Wie breit das Sortiment im »Gemischtwaren«-Geschäft von Rosa Henzler geb. Winterhalder (1900-?) ist, lässt sich erahnen, wenn man die Warenauslage etwas genauer unter die Lupe nimmt. Textilien werden dargeboten, Obst und Gemüse, »Jopa-Eiskrem«, Getränke, wie z.B. »Martini«, aber auch Waschmittel der Marke »Skip«. Noch sind die Schaufenster klein und fügen sich in die Fassade des 1915 erbauten Gebäudes ein. Wenig später werden die beiden Rundbögen durch eine durchgehende moderne Schaufensterfront ersetzt.

Standort des Fotografen: 47.882898, 8.344197

Haus Jordan in der Oberen Hauptstraße, ca. 1960-1965

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Anni Kaiser zur Verfügung.

Vor der geöffneten Werktstatttür steht der Küfermeister Karl Jordan (1908-?) und macht ein kleines Päuschen. Der Schriftzug »Mech. Küferei v. Karl Jordan«, der viele Jahre an der Fassade stand, ist verschwunden und durch »Karl Jordan Küferei« in Fraktur-Schrift ersetzt.

Standort des Fotografen: 47.884517, 8.345685

Gasthaus »Pilgerhof« mit Pensionsgebäude in der Maienlandstraße, ca. 1965

Verlag A. Rebholz / Sammlung Familie Waßmer

Diese Ansicht des »Pilgerhofes« schickt eine Urlauberin aus dem Ruhrgebiet Mitte der 1960er Jahre an ihre Familie. Auf der Rückseite schreibt sie: »In dem Gasthof wohne ich. Wetter nicht besonders. Essen sehr gut und reichlich.«

Betreiber des Gasthauses, des Cafés und der Pension sind seit 1960 Josef Hoitz und seine Ehefrau Anita geb. Gaede. Die junge Küchenmeisterin hatte das Traditionshaus von ihrer Tante Rosa Müller geb. Vogel (1896-?) übernommen. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Jupp, einem Bäcker- und Konditormeister aus dem Rheinland, führt sie den »Pilgerhof« 26 Jahre lang. In dieser Zeit verändert das Gebäude durch Umbaumaßnahmen mehrfach sein Aussehen. Auf dieser Ansicht ist rechts noch das freistehende Häuschen zu sehen, in dem sich Pensionen befanden. Autos parken vor dem Gasthaus und sollen signalisieren, dass es gut besucht wird. Eine Werbeschild der »Fürstenberg«-Brauerei hängt über dem Eingang.

Standort des Fotografen: 47.887076, 8.341495

Reiter auf einem Pferd vor dem Haus Hall in der Maienlandstraße, ca. 1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Gertrud Heizmann zur Verfügung.

Ein junger Mann hat sich auf ein Pferd geschwungen und posiert für den Fotografen. Die Szene wird in der Maienlandstraße festgehalten. Im Hintergrund ist das Haus Hall (Maienlandstr. 20) zu sehen. Noch führt eine steile Treppe zum ersten Stock hoch, wo sich die Haustür befindet. Das Haus gehört dem Blechner Karl Hall (1913-1973) und seiner Ehefrau Maria (1924-2014).

Standort des Fotografen: 47.886086, 8.342132

Haus Sibold in der Maienlandstraße, ca. 1960

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hanni Thoma zur Verfügung.

Als Malermeister Karl Sibold (1899-1975) und seine Ehefrau Luise Sibold (geb. Durler, 1898-?), im Jahr 1928 das Anwesen in der Maienlandstraße 14 erwarben, war es ein typisches Bauernhaus: zweigeschossig mit Scheuer und Stallung und einer angebauten einstöckigen Werkstatt. Für den Malermeister bot es ideale Voraussetzungen, hier sein Geschäft aufzubauen. Schon bald prangte über der Haustür das Schild »Malermeister Karl Sibold«.

Das Foto zeigt das Gebäude um 1960. Inzwischen hat sich das Gesicht des Hauses leicht verändert: Den Ökonomiebereichm, am Scheunentor und der Stalltür zu erkennen, gibt es noch. Rechts neben der Tür ist aber ein Schaufenster in die Fassade gebrochen worden, in dem Farben, Tapeten und Putzmittel ausgestellt sind. Der Spalierbaum, der einst neben dem Werkstatttor für etwas Grün sorgte, ist verschwunden. Stattdessen lehnt ein Motorrad an der Wand. Am rechten Bildrand ragt noch der Misthaufen des Nachbarhauses Lehmann (Maienlandstr. 12) ins Bild und erinnert daran, dass hier noch Landwirtschaft betrieben wird.

Ende der 1970er Jahre wird das alte Wohnhaus schließlich abgerissen. Nur die Werkstatt bleibt erhalten. An seiner Stelle errichtet Karl Sibolds Neffe Hermann Sibold einen Neubau – und damit verschwindet ein weiteres Stück bäuerlich-handwerklicher Vergangenheit aus dem Maienland.

Standort des Fotografen: 47.885602, 8.342362

Haus Lasson in der Maienlandstraße, ca. 1962-1970

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rudolf Lasson zur Verfügung.

Ein Blick auf dieses Foto zeigt ein Haus im Wandel. Dort, wo einst ein einstöckiges Taglöhnerhäuschen stand, erhebt sich nun ein zweigeschossiges Wohnhaus. Nachdem die Witwe Sofie Fehrenbach (geb. Tritschler, 1879-1959), verstorben war, ging das Anwesen an ihre Tochter Waltraud Lasson (geb. Fehrenbach) über. Gemeinsam mit ihrer Familie entschloss sie sich, das Gebäude grundlegend umzubauen.

Die Fassade erzählt von dieser Übergangszeit: Die typischen kleinen Sprossenfenster mit Holzläden im Erdgeschoss sind verschwunden und durch größere, moderne Fenster ersetzt worden. Auch die alte Haustür wich einem nüchternen Eingang. Geblieben sind dagegen vorerst die beiden Scheunentore sowie ein Rest der Holzverschindelung im Bereich der Ökonomie – Relikte der Landwirtschaft.

Im Bildvordergrund stehen zwei Kinder und ein Mann. Am rechten Bildrand ist das Nachbarhaus Rebholz (Maienlandstr. 41) zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.887859, 8.341432

Hexengruppe mit großer Hexe in der Kirchstraße, Fasnacht ca. 1960-1964

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Gottfried Vogelbacher zur Verfügung.

1958 tritt die Hexengruppe das erste Mal mit ihrer großen Hexe auf. Sie ist mit ihren 5,80 Meter wirklich groß. Eine weitere Neuerung ist das erste einheitliche »Häs« der Hexen. Auf dem Hexenwagen, der hier gerade vor dem Gasthaus »Sonne« in der Kirchstraße vorüberfährt, sitzen und stehen Hexen, auf der rechten Hexenhand sitzt ein Teufel.

Standort des Fotografen: 47.883113, 8.344156