Kinder neben dem Bahndamm an der »Hasle«, ca. 1967

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rene Egle zur Verfügung.

Unterhalb der »Hasle« stehen neben dem Bahndamm vier Kinder. Es ist Frühling und die Kinderschar stellt sich zu einem Erinnerungsfoto auf. Folgt man der Bahnlinie Richtung Städtchen fällt der Blick auf das Haus Schreiber (Seppenhofer Str. 19), das 1975 abbrennen wird.

Standort des Fotografen: 47.878682, 8.349748

Mehrbildkarte vom Gästehaus Guth in der Gartenstraße, ca. 1960-1965

Sammlung Familie Waßmer

Drei von vier Ansichten dieser Mehrbildkarte zeigen das Gästehaus Guth in der Gartenstraße 21. Die Karte diente zu Werbezwecken. Auf der Rückseite ist gedruckt, dass die Zimmer »mit fließend warmem und kaltem Wasser« ausgestattet seien, über einen »Balkon« verfügten und eine »Liegewiese in Waldesnähe und sonniger Lage« zum Erholen einlade. Betrieben wurde das Gästehaus von Maria Guth. Das Gebäude wurde 1935 vom Schreinermeister Josef Guth erbaut.

Standort des Fotografen: 47.879798, 8.345472

Abteilung Vormontage der Firma Studer, ca. 1968

Sammlung von Richard Zepf

Eng geht es zu in der Abteilung Vormontage. Die Arbeitnehmer*innen des Unternehmens Studer sitzen an ihren Plätzen und sind hochkonzentriert mit ihrer Arbeit beschäftigt. Mehr Platz wird wenige Jahre später geschaffen, als ein Anbau mit einer größeren Produktionshalle gebaut wird.

Am 3. Oktober 1964 gründete der Schweizer Unternehmer Willi Studer (1912-1996) in Löffingen seine erste Betriebsstätte in Deutschland. Im August 1966 konnte der Fabrikneubau in der Talstraße eingeweiht und der Betrieb darin aufgenommen werden. Zunächst wurde das Tonbandgerät G36 gefertigt. Nach insgesamt über 80.000 gebauten Tonbandgeräten dieser Serie lief 1967 das letzte G36 in Löffingen vom Band. Es folgte die A-Serie mit dem Tonbandgerät A77.

Standort des Fotografen: 47.884158, 8.351932

Luftbild von der Rötengasse in Richtung Maienland, ca. 1965

Dieses Bild stellte uns dankenswerterweise Else Egle zur Verfügung.

Das Luftbild zeigt die Bebauung in der Rötengasse und im Hintergrund einige Häuser in der Maienlandstraße. Dominiert wird das Bild von dem zweistöckigen Wohnhaus mit Scheuer und Stallung und diversen angebauten Schopfs und Schuppen (Rötengasse 6), das in der Mitte zu sehen ist. Es gehört dem Maurermeister Alfred Egle. Er selbst wohnt zusammen mit seiner Familie in der Maienlandstraße und nutzt nur noch die Schuppen als Materiallager für sein Maurergeschäft. Als ihm der Luftbildverlag die Luftaufnahme zum Kauf anbietet, schlägt er aber zu, schließlich handelt es sich um sein Elternhaus, das seit Generationen im Familienbesitz ist.

Daran angebaut ist das deutlich niedrigere Haus von Mathilde Schwörer geb. Wider (Rötengasse 4).  Am rechten Bildrand steht an der Einmündung zur Bahnhofstraße das 1928 erbaute Wohnhaus der Rentnerin Berta Suckert (Bahnhofstr. 5).

Motel-Raststätte an der Bundesstraße, ca. 1965

Verlag Flugbild GmbH, Bonn / Sammlung Familie Waßmer

Auf den ersten Blick könnte man meinen, dieses Luftbild sei an einem »autofreien Sonntag« 1973 entstanden, so leer ist die Bundesstraße 31. Doch die Fahrzeuge, die auf dem Parkplatz stehen, zeigen, dass dem nicht so ist. Tatsächlich ist die Umgehungsstraße einfach neu gebaut. Verglichen mit heute herrscht noch wenig Verkehr auf der zweispurigen Straße. 

Neu ist auch die 1963/64 erbaute Motel-Raststätte »Hochschwarzwald« von Willi Scherer (Fürstenbergstr. 27), die an der B31 steht. Sie bietet ihren Gästen »gutbürgerliche Küche«, »Fremdenzimmer mit Duschen« und Garagen. Daneben befindet sich eine bereits 1961 errichtete Tankstelle, die dem Mineralölunternehmen BP gehört. Erster Pächter der BP ist bis 1964 Willi Scherer. Es folgen als Pächter Familie Waldman, Herr Veigle und dann ab ca. 1973 Paul Vögtle. Selbst aus luftiger Höhe ist das Werbeschild von BP zu erkennen.

Motel-Raststätte an der Bundesstraße, ca. 1965

Sammlung Familie Waßmer

Mit dieser farbigen Mehrbildkarte wirbt die Motel-Raststätte »Hochschwarzwald« an der Bundesstraße 31 für Gäste. Die Umgehungsstraße ist neu gebaut. Der Durchgangsverkehr von Freiburg nach Donaueschingen quält sich nicht mehr durch das Städtchen. Noch steht der Neubau einsam an der B31, denn andere Häuser gibt es in der Fürstenbergstraße noch nicht. Das Motel verfügt über »gutbürgerliche Küche«, »Fremdenzimmer mit Duschen« und Garagen. Der Inhaber ist Willi Scherer.

In den Räumlichkeiten des Motel wird 1970 der Automobilclub Löffingen (ACL) gegründet. Die Idee dazu hatten Scherer und Werner Adrion. 25 Motorsportfreunde schließen sich in dem Verein zusammen.

Standort des Fotografen: 47.887955, 8.348343

Fabrikgebäude der Firma Studer in der Talstraße, ca. 1966-1970

Sammlung von Richard Zepf

Am 3. Oktober 1964 gründete der Schweizer Unternehmer Willi Studer (1912-1996) in Löffingen seine erste Betriebsstätte in Deutschland. Im November 1964 nahmen Studer und der Neustädter Landrat Alfred Mallebrein den ersten Spatenstich für den Fabrikneubau in der Talstraße vor. Nach zwei Jahren Bauzeit konnte das Werk im August 1966 eingeweiht und der Betrieb aufgenommen werden.

Zunächst wird auch hier das Tonbandgerät G36 gefertigt. Nach insgesamt über 80.000 gebauten Tonbandgeräten dieser Serie läuft 1967 das letzte G36 in Löffingen vom Band. Es folgt die A-Serie mit dem Tonbandgerät A77. Das Werk wird in den kommenden Jahren mehrfach erweitert.

Standort des Fotografen: 47.884158, 8.351932

Skipiste in der Haslachstraße, ca. 1955-1965

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Paul Heizmann zur Verfügung.

Es liegt Schnee. Die abschüssige Haslachstraße verwandelt sich in eine wunderbare Skipiste. Mit vollem Karacho geht es den Abhang hinunter bis zur Einmündung in die Festhallenstraße.

Im Hintergrund sind die Häuser der »Neuen Heimat« in der Haslachstraße und ganz oben auf dem Berg das Café »Schönblick« zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.884001, 8.348218

Luftbild auf das Städtchen, ca. 1960

Verlag A. Rebholz / Sammlung Familie Waßmer

Bevor der große Bauboom in den 1960er Jahren begann, entstand diese Luftaufnahme. Im Vordergrund ist das Gewann »Breiten« zu erkennen, das noch vollkommen unbebaut ist. Kurze Zeit später gab die Baugenossenschaft 1963 den Startschuss zur Bebauung des Geländes. Ein erstes Mehrfamilienhaus in der Hebelstraße entstand. Es folgten viele mehr, ganze neue Straßenzüge wie z. B. die Conradin-Kreutzer-Straße entstanden. Jenseits der Rötenbacher Straße ist das Firmenareal des Sägewerk Benz mit seinem Schornstein zu erkennen. Das Städtchen schmiegt sich dahinter in eine Talsenke. Auf dem Alenberg wird bereits fleißig gebaut: Die ersten Häuser in der Hochfirststraße stehen bereits.

Neubaugebiet und Betriebsgelände der Firma Wider, ca. 1967

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Heiner Wider zur Verfügung.

Ende der 1960er Jahre wurden die Mehrfamilienhäuser in der »Breiten« von der Baugenossenschaft gebaut. Mit dem Hans-Thoma-Weg und der Conradin-Kreutzer-Straße entstanden neue Straßen, die nach dem berühmten Schwarzwaldmaler und dem bekannten Musiker der Frühromantik benannt wurden. Neben dem Neubaugebiet ist auf der Luftaufnahme auch das Betriebsgelände der Firma Julius Wider GmbH zu erkennen. Dahinter schließen sich unbebaute Wiesen an. Das heutige Gewerbegebiet entlang der Rötenbacher Straße existierte noch nicht. Auch die beiden Wohnblöcke (Rötenbacher Str. 9) stehen noch nicht. Sie werden erst Mitte der 1980er Jahre und Ende der 1990er Jahre gebaut.

Blick von der Schule in Richtung Kirche, ca. 1965

Verlag A. Rebholz

Vom selben Standort im Arkadengang zwischen der Turn- und Festhalle einerseits und dem Schulhaus andererseits war dieser Blick schon einmal Mitte der 1930er Jahre fotografiert worden. 30 Jahre später wird der selbe Blick erneut festgehalten. Vergleicht man die beiden Bilder miteinander, fallen vor allem die baulichen Veränderungen auf. 

Durch den Bogen wandert der Blick über die »Bittenwiese« hinüber zum Städtchen mit der katholischen Pfarrkirche St. Michael. Anders als früher ist der Kirchturm seit der Renovierung 1961 verputzt. Zu sehen ist jetzt der neue Farrenstall, der nach dem Zweiten Weltkrieg anstelle des bei einem Fliegerangriff zerstörten erbaut wurde. Allerdings ist er halb verdeckt, denn vor ihm steht der Anfang der 1960er Jahre erbaute städtische Bauhof. Er wird seinerseits 2015 abgerissen. Das kleine Häuschen neben der Kirche ist das Schlachthaus, das direkt am Bittenbach steht. Wenige Jahre später wird es dem Neubau eines großen Mietshauses (Bei der Kirche 1) weichen. Hinter den Häusern der Altstadt ragt das Benz-Kamin des Sägewerks auf. Vor 30 Jahren waren es noch zwei Schornsteine. 1984 wird auch dieses Kamin gesprengt.

Standort des Fotografen: 47.882613, 8.347665

Mehrbildkarte »Gruß aus Löffingen«, ca. 1960-1965

Sammlung Familie Waßmer

Zugegeben: Das Löffinger Wappen, das auf dieser Ansichtskarte abgedruckt ist, sieht etwas eigenartig aus. Eigentlich sind die beiden schräggekreuzten goldenen Löffel ja vor blauem Hintergrund dargestellt. Aber hier ist der Hintergrund rot. Überhaupt ist die Colorierung der Karte noch sehr einfach und wenig realistisch geraten.

Vier Bilder zeigen Sehenswürdigkeiten des Städtchens, die als »Gruß aus Löffingen« in alle Welt versandt werden sollen. Oben links ist die Kinder-Trachtengruppe zu sehen, die sich bei der »Jungviehweide« zu einem Gruppenfoto versammelt hat. Oben rechts ist eine Gesamtansicht des Städtchens abgebildet, die vom Gewann »Breiten« aus aufgenommen wurde. Der Bauboom hat noch nicht stattgefunden, noch ist die Wiese im Vordergrund unbebaut. Das Bild unten links zeigt das Mailänder Tor mit den angrenzenden Häusern in der Demetriusstraße. Das Kriegerdenkmal von 1870/71 fristet ein eher trauriges Dasein, es wird nicht durch Blumen oder Bäume eingerahmt, sondern wirkt wie auf einer Verkehrsinsel stehend. Unten rechts ist das Waldbad zu sehen: Badegäste tummeln sich im Wasser und auf der Liegewiese.