Enkelkinder von Alois und Luise Faller, 1933

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Rita Bölle, Aloisia Huber und Monika Huber zur Verfügung.

Der Landwirt und Bäcker Alois Faller (1857-1939) und seine Ehefrau Luise Faller geb. Bader (1856-1939) feiern am 20. September 1933 das Fest ihrer Goldenen Hochzeit. Die Enkelkinder des Jubelpaares stellen sich für ein Gruppenfoto vor dem Seitengiebel des Hauses Straub (Untere Hauptstr. 6) auf.

Die Cousins und Cousinen sind v.l.n.r.: Franz Faller (1916-1986), Luise Straub (verh. Bader, 1914-2009), Karl Heizmann (1911-1947), Maria Straub (verh. Willmann, 1911-2001), Ernst Faller, Maria Faller (verh. Selb, 1919-1967), Fritz Straub (1921-2007)

Standort des Fotografen: 47.883269, 8.343618

Franz Rosenstiel in der Volksschule, 1933

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elisabeth Rosenstiel zur Verfügung.

An Ostern 1933 wird der 6-jährige Franz Rosenstiel (1927-2006) in die Volksschule eingeschult, die sich noch im Rathaus befindet. Das gestellte Foto wird im Klassenzimmer aufgenommen. Der Erstklässler sitzt an einer hölzernen Schulbank, sein Buch aufgeschlagen, den Finger auf einer Zeile, damit er nicht verrutscht, und blickt aufgeweckt in die Kamera. Vor ihm im Tisch ist eine Vorrichtung für das Tintenfass. Im Hintergrund ist das Lehrerpult und eine große Schiefertafel zu erkennen.

Franz Rosenstiel, geboren am 8. Januar 1927, wohnt mit seinen Eltern Robert Rosenstiel und Cäcilie Rosenstiel geb. Winterhalder im »Schlempental«.

Standort des Fotografen: 47.883841, 8.344205

Brautpaar Franz Bader und Erna Mutterer, 1933

Fotograf: Eugen Kugler, Beuron-Tuttlingen
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Der Schotterwerksbesitzer Franz Bader (1901-1986) und Erna Mutterer (1908-1969) geben sich am 9. Februar 1933 das Ja-Wort. Der Bräutigam ist in der Oberen Hauptstraße aufgewachsen, die Braut stammt gebürtig aus Bärental. Geheiratet wird offenbar im Kloster Beuron.

Das frischvermählte Ehepaar wohnt zunächst im »alten Benzbau« (Untere Hauptstr. 9). 1938 kaufen die Baders dann das Haus Talstr. 1 und bauen das landwirtschaftliche Anwesen zu einem Wohnhaus um.

Standort des Fotografen: Beuron oder Tuttlingen

Goldene Hochzeit von Alois und Luise Faller, 20. September 1933

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Georg Willmann zur Verfügung.

Auf der Rückseite dieses Gruppenfotos sind zwei Jahreszahlen notiert: »20.9.1883 – 20.9.1933«. Schnell wird dadurch klar, zu welchem Anlass das Foto entstanden ist. Der Landwirt und Bäcker Alois Faller (1857-1939) und seine Ehefrau Luise Faller geb. Bader (1856-1939) feiern das Fest ihrer Goldenen Hochzeit.

Die ganze Familie hat sich versammelt, um das Jubelpaar hochleben zu lassen und ein Gruppenfoto aufzunehmen. Man steht und sitzt vor dem Seitengiebel des Hauses Straub (Untere Hauptstr. 6). Darin betreiben die Tochter Johanna Straub geb. Faller (1885-?) und ihr Ehemann Ernst Straub (1881-1935) eine Bäckerei.

Dem Jubelpaar Faller sind nach der Goldenen Hochzeit noch weitere fünfeinhalb Jahre miteinander vergönnt. Am 4. März 1939 stirbt Alois Faller nach längerer Krankheit an einer Lungenentzündung. Seine Witwe Luise Faller stirbt drei Tage später an der selben Todesursache.

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 Bäckermeister Ernst Straub, 2 Johanna Straub (geb. Faller), 3 Jubilarin Luise Faller (geb. Bader), 4 Jubilar Alois Faller, 5 Anna Heizmann (geb. Faller), 6 Ernst Faller (1889-1961)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Fritz Straub, 2 Maria Faller
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Luise Straub (verh. Bader), 3 Karl Heizmann, 4 ???, 5 Ernst Faller, 6 Josefa Sibold (geb. Faller), 7 Franz Faller, 8 Agathe Faller (geb. Benz), 9 Maria Straub (verh. Willmann)

Standort des Fotografen: 47.883269, 8.343618

2 Fotos: 20-Jährige im Gasthaus »Linde«, Fasnacht 1933

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Emma Binder, Klemens Rebholz und Cäcilia Runge sowie Daniela Scherzinger zur Verfügung.

Die närrische Jahreszeit geht zu Ende – und damit auch die »Regentschaft« der 20-Jährigen. Im Gasthaus »Linde« versammeln sie sich, um das Ende der Fasnacht mit Alkohol zu begießen. Es wird Akkordeon gespielt und gesungen. Es ist laut und geht feucht-fröhlich zu.

Am »Schmutzige Dunschdig« wurden die Angehörigen des Jahrgangs 1913/14 nach dem Narrenbaumstellen »auf die Laterne« der Laternenbrüder vereidigt. Sie schwörten ewige Treue zur Löffinger Fasnet: »Linke Hand auf’s rechte Herz, rechte Hand auf die Laterne! Ich schwöre, angesichts dieser Laterne und der anwesenden Laternenbrüder, dass ich, solange ich lebe und Atem habe, mit allen Fasern meines Lebens, treu zur Laternenbrüder-Narrenfreiheit stehe, den Anordnungen der Narrenobrigkeit willig Folge leiste, die Löffel des Stadtwappens nie missachte, mich als Mensch vom Menschen stammend, als Mensch aufführe, und den Narrentribut, wie es das Gesetz vorschreibt, jährlich willig bezahle.«

Das Foto wird am 5. März 1933 aufgenommen, am »alten Fasnetsundig«. Der Narrenbaum wurde versteigert und gefällt. Die 20-Jährigen haben Brennbares eingesammelt und auf der »Wanne« zu einem großen Fasnetfunken aufgehäuft und entzündet. Mit dem Fasnetfunken haben sie die Fasnacht verbrannt. Dass wenige Tage zuvor in Berlin der Reichstag brannte und die Nationalsozialisten dies seitdem als Vorwand nutzen, um politisch Andersdenkende im ganzen Land brutal zu verfolgen, interessiert hier gerade niemanden.

Wer erkennt die 20-Jährigen auf dem Foto?
1.Reihe, liegend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???
2.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 Josef Benz (1914-1962, »Disebeppi«), 4 ???, 5 Johanna Ganter (verh. Rebholz, 1913-2003), 6 ???, 7 Karl Hall, 8 Karl Müller (1913-1971), 9 ???
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 Hans Strobel (1913-?), 5 Hilde Schultheiß (verh. Schulz)
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Emma Limb (verh. Binder, 1913-2015), 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???

Zu den 20-Jährigen gehören vermutlich auch: Willy Butsch (1913-1991).

Standort des Fotografen: 47.884285, 8.346547

Jungfrauenkongregation vor der Festhalle, 1933

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Luzia Bader zur Verfügung.

»Zur Erinnerung an die Exerzitien vom 28.XII.1932 bis 1.I.1933«, so steht es auf der Vorderseite dieses Gruppenfotos. Auf der Rückseite sind handschriftlich weitere Hintergrundinformationen notiert: »Zur Erinnerung an unsere heiligen Exerzitien der Jungfrauenkongregation […], gehalten von Hochwürden Herrn Exerzitienmeister Pater Adelshelm von der Benedektiner Abtei Beuron«.

Exerzitien sind geistliche Übungen, die abseits des Alltags zu einer intensiven Besinnung und Begegnung mit Gott führen sollen. Sie werden einzeln oder in Gruppen durchgeführt und können von einigen Stunden bis mehrere Wochen oder Monate dauern – oder wie hier insgesamt vier Tage. 

Das Gruppenfoto zusammen mit Pater Adelshelm und Stadtpfarrer Guido Andris (1879-1974) wird vor der Festhalle aufgenommen. Vermutlich finden die Exerzitien auch dort statt.

Wer erkennt die jungen Frauen?

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: ???, ???, ???, ???, ???, ???, Stadtpfarrer Guido Andris, Pater Adelshelm, Agnes Bader (verh. Vetter, 1907-1998), ???, ??? Bader [?], ??? Jordan, ???, ???
2.Reihe, v.l.n.r.: ???, ???, ???, ???, ???, ???, ???, Klara Egle (1910-1991, später Sr. Confirmata), ???, ???, ???, ???, ???, ???
3.Reihe, v.l.n.r.: 1. ???, 2. ???, 3. ???, 4. ???, 5. ???, 6. ???, 7. ???, 8. ???, 9. [ID 42043]
4.Reihe, v.l.n.r.: ???, Josefa Hasenfratz, ???, ???, ???, Else Fehrenbach (verh. Bader), ???, ???, Maria Geisinger (verh. Rösch)
5.Reihe, v.l.n.r.: ???, ???, ???, ???, ???, ???, ???, ???, ???, Rosalie Egle (verh. Konhäuser, 1917-2014), Frieda Effinger (1910-?, verh. Welte), ???, ???, ???

Standort des Fotografen: 47.883025, 8.347604

Schulhof und Rathausgebäude, 1933

Landesamt für Denkmalpflege Freiburg

In der seitlichen Wiederkehr des Rathauses war der Zugang zum Rathaus und zur Schule im ersten Stockwerk. Im Innern führte rechts und links eine Treppe nach oben. Die rechte Treppe mussten die Buben benutzen, die linke die Mädchen. Oben gab es ursprünglich im linken Bereich des Stockwerks zwei große Klassenzimmer. Im rechten Teil war die Stadtverwaltung untergebracht. Die Wäsche an den Fenstern zeigt, dass sich im zweiten Stockwerk Wohnungen für die Lehrer befanden.

Im Vordergrund ist der Schulhof zu erkennen, der sich zwischen dem Haus von Landwirt August Sibold (Rathausplatz 8) und dem Gasthaus »zur Sonne« erstreckt. Spalierbäume spenden Schatten.

Standort des Fotografen: 47.883622, 8.344443