2 Fotos: 20-Jährige mit Narrenbaum im Maienland, Fasnacht 1975

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Bei strahlendem Sonnenschein tragen die 20-Jährigen den Narrenbaum vom Maienland kommend ins Städtchen. Gerade laufen sie am Haus Strobel (Maienlandstr. 3) und am Haus Rappenegger (Ringstr. 6) vorbei. Gleich ist das Mailänder Tor erreicht und dann findet der große Auftritt auf dem unteren Rathausplatz vor dem Café »Fuß« statt. Vor dem versammelten närrischen Volk werden die 20-Jährigen den Baum aufstellen und anschließend auf die Laterne vereidigt.

Standort des Fotografen: 47.884239, 8.343533

2 Fotos: Stadtmusik im Maienland, Fasnacht 1975

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Unter den Klängen der Stadtmusik tragen die 20-Jährigen am »Schmutzigen Dunschdig« den Narrenbaum vom Maienland ins Städtchen. Die Wände der umstehenden Häuser wackeln, wenn der Narrenmarsch ertönt. Gerade zieht der Umzug, vom Gasthaus »Pilgerhof« kommend, am Haus Lehmann (Maienlandstr. 12) und am Haus Storz (Maienlandstr. 10) vorbei.

Bei den Mitgliedern der Stadtmusik sind u.a. zu sehen: Alfons Durst, ??? Maier. Das Kind im Vordergrund ist Elke Modrinski verh. Bürer.

Standort des Fotografen: 47.885300, 8.342464

3 Fotos: Narrenpolizei und Laternenbrüder im Maienland, Fasnacht 1975

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Am »Schmutzigen Dunschdig« tragen die 20-Jährigen den Narrenbaum vom Maienland ins Städtchen. Begleitet werden sie dabei von der Narrenpolizei: Die männliche Narrenpolizei unter Führung von Richard Lehmann (1935-2013) wird gleich beim Aufstellen des Baumes auf dem Rathausplatz für Sicherheit und Ordnung sorgen. Die weibliche Narrenpolizei wird den Bürgermeister auf dem Rathaus verhaften und dem närrischen Volk vorführen. Begleitet werden die 20-Jährigen aber auch von den Laternenbrüdern, die von ihrem Narrenvater Jupp Hoitz angeführt werden. Sie werden die 20-Jährigen gleich auf die Laterne und damit auf die Löffinger Fasnacht vereidigen.

Auf dem Foto zieht der Umzug, vom Gasthaus »Pilgerhof« kommend, gerade am Haus Lehmann (Maienlandstr. 12) und am Haus Storz (Maienlandstr. 10) vorbei.

Oberes Foto
Richard Lehmann (1935-2013), ??? Pacher, Peter Kaiser, ???, ???, ???, ???, Karl (Charly) Siebler

Mittleres Foto
Narrenvater Jupp Hoitz, Schreinermeister Josef Guth, »Linden«.Wirt Rolf Meßmer, Gipsermeister Franz Schweizer, Elektromeister Hugo Schropp

Unteres Foto
Die weibliche Narrenpolizei stammt aus Göschweiler.
1.Reihe, v.l.n.r.: Petra Keßler (verh. Schonhard), Sylvia Schwörer, Karin Eggert (verh. Voelker- Behnke)
2.Reihe, v.l.n.r.: Marlene Ganter (verh. Vogt), Jutta Bölle, Antonia Blatter (verh. Jonner)

Standort des Fotografen: 47.885300, 8.342464

2 Fotos: Entmachtung von Bürgermeister Laufer, Fasnacht 1975

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Es ist das letzte Mal für Bürgermeister Edmund Laufer (1922-1990), dass er am »Schmutzigen Dundschig« entmachtet wird. Er wird auf dem Rathaus verhaftet und von der weiblichen Narrenpolizei abgeführt. Laufer muss den großen Rathausschlüssel den Laternernbrüdern aushändigen, die die Regentschaft übernehmen.

Streng genommen ist Edmund Laufer zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr Bürgermeister, sondern Amtsverweser: 1965 als Bürgermeister gewählt und 1973 wiedergewählt, lenkte er die Geschichte der Stadt als Bürgermeister bis zum 31. Dezember 1974. Seit dem 1. Januar 1975 fungiert er als hauptamtlicher Amtsverweser der neu gebildeten Stadt Löffingen. Wenige Monate später finden Bürgermeisterwahlen statt und zu Laufers Nachfolger wird der Rechtsanwalt Dr. Dieter Mellert (1941-2019) gewählt.

Die Narrenpolizistinnen sind alle aus Göschweiler. Zu sehen sind u.a. Antonia Blatter, Jutta Bölle, Karin Eggert, Marlene Ganter (verh. Vogt) und Petra Keßler verh. Schonhardt.

Standort des Fotografen: 47.883782, 8.344057

20-Jährige mit Narrenbaum im Maienland, Fasnacht 1975

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

»Club 55« ist auf die grünen Pullover der 20-Jährigen gedruckt. Sie gehören dem Geburtsjahrgang 1955 an und an Fasnacht 1975 ist es soweit, dass sie den Narrenbaum aufstellen und auf die Laterne vereidigt werden. Das Gruppenfoto entsteht am »Schmutzigen Dunschdig« vis-à-vis vom Gasthaus »Pilgerhof«. Gleich werden die 20-Jährigen den Narrenbaum ins Städtchen tragen.

Dem Jahrgang gehören u.a. in alphabetischer Reihenfolge an: Karl Bank, Gerda Bausch, Michael Durst, Hannelore Frey, Willi Göpper, Margot Götz (verh. Egy), Andrea Heiler, Karl-Egon Honold, Jürgen Jonner, Konrad Jonner, Manuela Köpfler, Angela Kuster, Klaus Längin (1955-2011), Gertrud Lux (verh. Feser), Klaus Maier, Cornelia Münzer, Eugen Münzer, Roland Mürb, Anni Nickel, Günther Pfeifer, Rosa Schiesel (Göschweiler), Hedwig Scholz, Eveline Seidenberg, Rudi Straetker, Peter Studer, Erika Wörwag.

Standort des Fotografen: 47.886552, 8.341754

2 Fotos: Hermann Geisinger bei der Einweihung des Hexenbrunnens, 21. September 1975

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Mit einem Volksfest wird der Hexenbrunnen in der Kirchstraße am 20./21. September 1975 feierlich eingeweiht. Die Hexengruppe übergibt den Brunnen offiziell an die Stadt. Der alte Hexenchef Hermann Geisinger (1926-1989), der zusammen mit Josef (Sepp) Bayer treibende Kraft bei dem Brunnenbau war, hält eine Ansprache. Der Hexensamen steht am Brunnenrand und hört andächtig zu.

Standort des Fotografen: 47.883027, 8.344290

2 Fotos: Einweihung des Hexenbrunnens, 21. September 1975

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Mit einem Volksfest wird der Hexenbrunnen in der Kirchstraße am 20./21. September 1975 feierlich eingeweiht. Die Hexengruppe mit ihrem Hexenchef Klaus Wider übergibt den Brunnen offiziell an die Stadt und ihren frisch gewählten Bürgermeister Dieter Mellert. Mit dabei ist in vorderster Linie der alte Hexenchef Hermann Geisinger (1926-1989). Mit Bürgermeister Mellert trinkt er ein frisch gezapftes Glas Wasser aus dem Hexenbrunnen.

Die beiden »Hexen«-Frauen auf dem oberen Bild sind Waltraud Egle und Bärbel Wider, das »Hexen«-Kind, das in Richtung Kamera schaut, ist ihre Tochter Daniela Wider.

Im Hintergrund ist Lehrer Manfred Schönau zu erkennen, der für die Presse fotografiert.

Standort des Fotografen: 47.883027, 8.344290

Gründungsmitglieder der Trachtengruppe vor dem Gasthaus »Gebert«, 1975

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Die Trachtengruppe feiert 1975 ihr 40-jähriges Gründungsjubiläum. Für die Festschrift wird ein schönes Gruppenfoto der Gründungsmitglieder und Ehrenmitglieder benötigt. Also versammelt man sich vor dem Gasthaus »Gebert« für ein Erinnerungsfoto. 

Die Gründungs- und Ehrenmitglieder sind: Karolina Auer, Karl Beha, Albert Benitz, Siegfried Dieterle, Josefa Geisinger, Frieda Klatt, Engelbert Müller und Josef Wölfle.

Standort des Fotografen: 47.884425, 8.346540

Eggertenstraße und Kirchstraße beim Hochwasser, 10. Juli 1975

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Ohne genaue Ortskenntnis ist dieses Foto kaum zu entschlüsseln. Der Fotograf steht in der Eggertenstraße – die sich während des Hochwassers am 10. Juli 1975 in einen weit ausufernden See verwandelt hat. Links und rechts im Bild ragen die Häuser Schlenker (Kirchstr. 6) und Freund (Kirchstr. 12) ins Bild. Dazwischen aber klafft eine große Lücke: Dort standen bis vor kurzem zwei ältere Gebäude, die der Arzt Dr. Gebhard Hecht abreißen ließ, um an ihrer Stelle einen Neubau zu errichten. Die Bauarbeiten haben jedoch noch nicht begonnen, sodass der Blick ungehindert weiterreicht – bis hinunter zur Kirchstraße, die ebenfalls komplett unter Wasser steht.

In der Bildmitte erkennt man das Haus des Landwirts Adolf Sibold (Kirchstr. 19), das wenige Jahre später, 1982, bei einem Feuer zerstört wird.

Standort des Fotografen: 47.883342, 8.344376

4 Fotos: Einweihung des Hexenbrunnens, 21. September 1975

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Am 20./21. September 1975 ist es soweit: Der Hexenbrunnen in der Kirchstraße wird feierlich eingeweiht. Im Rahmen eines kleinen Volksfestes übergibt die Hexengruppe mit ihrem Hexenchef Klaus Wider den Brunnen an die Stadt. Mit dabei in vorderster Linie sind die beiden Alt-Hexen Hermann Geisinger und Josef (Sepp) Bayer.

Der Hexenbrunnen ersetzt den alten Laufbrunnen, der bis Ende der 1960er Jahre wenige Meter entfernt stand, aber zum Verkehrshindernis geworden war. Die alte Brunnensäule wurde von Steinmetzmeister Josef Beha so umgearbeitet, dass sie für den neuen Brunnen wieder verwendet werden konnte. Die 1,70 Meter große Hexenfigur, die auf der Säule thront, wurde von dem Künstler Ulrich Kottenroth (aus St. Märgen) geschaffen. Malermeister Karl Hepting bemalte sie in den Originalfarben der Löffinger Hexen. Am Brunnenbecken sind die Wappen von Löffingen und aller eingemeindeten Ortsteile dargestellt.

Standort des Fotografen: 47.883077, 8.344318

Eggertenstraße beim Hochwasser, 10. Juli 1975

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Nach einem kräftigen Gewitter heißt es Landunter im Städtchen! Seit 1958 hat Löffingen kein so verheerendes Hochwasser erlebt. Der Stettbach, der ab dem Maienland eingedohlt ist, kann die Wassermassen nicht mehr fassen und sie ergießen sich über die Straßen. Hier bahnen sich die Fluten ihren Weg durch die Eggertenstraße, vorbei an den geparkten Autos – und einem Pommes-Automaten, der an der Hauswand steht.

Im Hintergrund ist das Haus Geisinger (Untere Hauptstr. 4) zu sehen. Vor dem Eingang zum Friseursalon stehen ein paar Schaulustige.

Standort des Fotografen: 47.883527, 8.344292

2 Fotos: Unterer Rathausplatz beim Hochwasser, 10. Juli 1975

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Der untere Rathausplatz gleicht einem riesigen See. Nur der Demetriusbrunnen und das Kriegerdenkmal ragen wie kleine Inseln aus der braunen Flut hervor. Am Donnerstag, dem 10. Juli 1975, geht über Löffingen ein heftiges Sommergewitter nieder. Innerhalb von nur drei Stunden fällt so viel Regen – 86 Liter pro m² –, dass der eingedolte Stettbach die Wassermassen nicht mehr aufnehmen kann.

Was sonst unterirdisch durch das Städtchen fließt, schießt nun ungebremst über die Straßen und strömt in mächtigen Wellen durch das Mailänder Tor. Auf dem Rathausplatz bleiben die Menschen in sicherer Entfernung: Sie beobachten trockenen Fußes das Hochwasser.

Standort des Fotografen: 47.883652, 8.344227