2 Fotos: Aufführung auf der Fasnachtsbühne in der Kirchstraße, Fasnacht 1958

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Die drei jungen Herren, die auf der Fasnachtsbühne in der Kirchstraße auf Stühlen Platz genommen haben, können einem schon Leid tun. Ihre Köpfe sind in einem Holzpranger arretiert, sodass sie nicht zurückweichen können. Eine ausgiebige Gesichtswäsche und Rasur beginnt. Dazu wird der Rasierschaum schön gleichmäßig im gesamten Gesicht verteilt. Zimperlich geht es dabei nicht zu. Die drei Herren müssen eine unangenehme Prozedur über sich ergehen lassen, aber machen gute Mine zum bösen Spiel. Es sind v.l.n.r. Bruno Nägele (geb. 1937), ??? und Oskar Heizmann (geb. 1940).

Der Barbier im Vordergrund ist der erst 14-jährige Peter Baader (geb. 1943). Außerdem sind die Laternenbrüder Arno Adrion und Josef Guth beteiligt.

Standort des Fotografen: 47.883062, 8.344372

2 Fotos: Tanzdarbietung auf der Fasnachtsbühne in der Kirchstraße, Fasnacht 1958

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Leider macht das Wetter den Närrinen und Narren am »Fasnet Mändig« einen Strich durch die Rechnung. Das Bühnenprogramm auf der Fasnachtsbühne in der Kirchstraße wird von heftigen Graupelschauern begleitet. Die Tänzerinnen müssen bei ihrer Darbietung höllisch achtgeben, dass sie nicht auf den Holzbrettern ausrutschen. Tapfer ertragen sie das nasskalte Schmuddelwetter in ihren luftigen Kostümen.

Die Tänzerinnen sind Justina Frey (verh. Rappenegger), Maria Frey (verh. Baumann, 1935-2017), Rita Rebholz (geb. Wittler, 1938-2025), Margarete Zepf (verh. Senn, 1932-2021), Irma Zepf (verh. Hasenfratz, geb. 1937) und Irmgard Guth (verh. Zepf, geb. 1937).

Der Blick von der Bühne fällt in Richtung Gasthaus »Sonne« (Kirchstr. 29). Der Platz ist bis in die hinterste Ecke von Menschen gefüllt, die das Bühnenprogramm verfolgen. Aus der Menge ragt die große Hexe heraus, die 1958 beim Umzug zum ersten Mal mitgeführt wird. Und groß ist sie wirklich, nämlich 5,80 Meter! Hinter ihr ist der »alte Benzbau« (Untere Hauptstr. 8) zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.883062, 8.344372

2 Fotos: 20-Jährige im Gasthaus »Sonne«, Fasnacht 1958

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Die 20-Jährigen des Jahrgangs 1938/39 sind im Gasthaus »Sonne« zusammenkommen, um zu feiern. Die Gaststube ist mit Girlanden und Strohmatten dekoriert. Weingläser stehen auf den Tischen und werden eifrig geleert. Gerade wird wieder nachgeschenkt.

Ernst Wehrle aus Dittishausen greift zum Akkordeon und spielt. Begleitet wird er dabei von Dieter Gauger auf der Trompete. Die Stimmung ist feucht-fröhlich. Die anderen singen kräftig mit und schunkeln, was das Zeug hält.

Zu sehen sind u.a. in alphabetischer Reihenfolge: Ferdinand Bernauer, Franz Braun, Johann Fritsche, Dieter Gauger, Karl Heizmann, Ferdinand Schultheiß, Sabine Strobel (verh. Hornstein), Ernst Wehrle

Standort des Fotografen: 47.882978, 8.343799

2 Fotos: 20-Jährige im Gasthaus »Sonne«, Fasnacht 1958

Diese Fotos stellten uns dankenswerterweise Ulrike Rheiner und Rita Willmann zur Verfügung.

Feucht-fröhlich geht es zu, als die 20-Jährigen des Jahrgangs 1938/39 im Gasthaus »Sonne« zusammenkommen. Die Decke ist geschmückt und hängt voller Girlanden. Mit Weingläsern wird dem Fotografen zugeprostet. Für Musik ist gesorgt. Noch kommt sie nicht vom Band, sondern es wird selbst musiziert, wie der Akkordeonspieler hinten rechts zeigt. Es ist Ernst Wehrle (1924-?) aus Dittishausen, der später als Schneider bei Straetkers arbeitet.

1.Reihe, kniend/hockend, v.l.n.r.: Ferdinand Bernauer, Hanspeter Fehrenbach, ???, Lore Selb, Josef Meier, Carola Laule (verh. Scherer), Franz Vogelbacher (1938-2013)

2.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: Inge Hepting (verh. Mayer), ???, Ottilie Fellner, Brunhilde Zahn (1939-1975, mit Hut), Rosemarie Braun, Helga Stöhr (verh. Küßner), Adolfine Heizmann

3.Reihe, stehend, v.l.n.r.: Franz Braun (1937-2021), Ferdinand Schultheiß, Margarete Beha (verh. Marx), ???, Brunhild Bader (verh. Stockmar, 1938-2006), ???, Sabine Strobel (verh. Hornstein), Horst Gauger, Johann Fritsche, ???, ???, Ernst Wehrle (mit Akkordeon), Dieter Gauger

Standort des Fotografen: 47.882978, 8.343799

3 Fotos: Tanzstunde im Haus Adrion in der Alenbergstraße, 1958

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Fritz Adrion (1897-1971) ist nicht nur Gipsermeister. In seiner Freizeit erteilt er Jugendlichen auch Tanzunterricht. Die Tanzstunden finden zu Hause bei Adrions (Alenbergstr. 21) statt. Dazu steht ein mittelgroßer Raum zur Verfügung, dessen Dielenboden gut gepflegt ist. Gelehrt werden in acht bis zehn Doppelstunden die üblichen Gesellschaftstänze. Die Musik kommt aus einem Grammophon oder es wird mit Musikinstrumenten live gespielt. Bestandteil der Tanzstunde ist auch die Anstandslehre, auf die Fritz Adrion großen Wert legt.

Höhepunkt jeden Kurses ist der feierliche Abschlussabend, das Tanzkränzchen. Wie auf dem Foto zu sehen ist, treten sieben Paare in einem Wettstreit gegeneinander an. Sie haben sich dafür richtig chic gemacht. Und auch der Raum ist mit Girlanden geschmückt.

Wer weiß, wer die Tanzpaare sind? Einige von ihnen gehören dem Geburtsjahrgang 1942 an, sind also etwa 16 Jahre auf dem Foto.

Oberes Foto
1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.:
1 Klaus Tschiggfrei (?), 2 Erika Freudenberg (geb. Bugger, 1942-2017), 3 Rudi Jordan, 4 Dagmar Schmidt, 5 ???
2.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 Peter Vierlinger, 2 Margarete Kaltenbrunner, 3 Anneliese Heizmann (geb. Mayer), 4 Erich Maier (aus Göschweiler), 5 Anna Jonner (verh. Radke), 6 Josefine Stegerer (geb. Siebler), 7 Veronika Bölle (verh. Ganter, aus Göschweiler), 8 Edmund Scherzinger

Standort des Fotografen: 47.886410, 8.342963

Kanone auf der Bühne in der Kirchstraße, Fasnacht 1958

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

»Gib Zeichen / wir weichen«, steht auf das Schild geschrieben, das unterhalb des Kanonenrohres angebracht ist. Doch die Zuschauer, die vor dem Haus Koch (Kirchstr. 21) stehen, weichen nicht zurück – und trotzen auch dem Nieselregen. Neugierig verfolgen sie das Spektakel auf der Fasnachtsbühne. Es ist »Fasnet Mändig« und das Bühnenprogramm hat begonnen. Mit einem donnernden Knall feuert die Kanone ab.

Standort des Fotografen: 47.883094, 8.344517

Kanone auf der Fasnachtsbühne in der Kirchstraße, Fasnacht 1958

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Mit einem donnernden Knall feuert die Kanone von der Fasnachtsbühne in der Kirchstraße herunter. In den Nieselregen mischt sich der aufsteigende Qualm. Der Blick geht in Richtung katholischer Pfarrkirche St. Michael, dem Geschäft Henzler (Kirchstr. 25) mit der Brunnenstube daneben und dem Gasthaus »Sonne« (Kirchstr. 29). Vor seiner Fassade hebt sich die Brunnensäule mit der Heiligen Elisabeth ab. Die Menschen stehen dicht gedrängt und trotzen dem Sauwetter. Regenschirme sind aufgespannt.

Standort des Fotografen: 47.883094, 8.344517

3 Fotos: Fasnetfunken der 20-Jährigen an der »Wanne«, Fasnacht 1958

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Mit dem Abbrennen des Fasnetfunken endet die Fasnacht und somit auch das Vorrecht der 20-Jährigen. Einige von ihnen werfen einen wehmütigen Blick zurück auf eine tolle Fasnacht, bei der sie eine Sonderrolle spielte. Am alten »Fasnetsunndig« versteigern die 20-Jährigen den Narrenbaum, den sie am »Schmutzigen Dunschdig« aufgestellt haben.

Auf den Fotos sind die 20-Jährigen des Jahrgangs 1938/39 zu sehen, in alphabetischer Reihenfolge u.a.: Brunhilde Bader (verh. Stockmar, 1938-2006), Margarete Beha (verh. Marx), Johann Fritsche, Attala Glunk (geb. 1939), Karl Heizmann, Carola Laule (verh. Scherer), Ferdinand Schultheiß, Helga Stöhr (verh. Küßner), Sabina Strobel (verh. Hornstein), Franz Vogelbacher, Marlies Willmann (verh. Rothfuss), Brunhilde Zahn.

Standort des Fotografen: 47.880592, 8.337932

Zwei Kinder auf dem Dreirad in der Haslachstraße, 1958

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Priska Isele zur Verfügung.

Eng ist es zu zweit auf dem Dreirad. Die 5-jährige Ursula Müller (geb. 1953) fährt zusammen mit der kleinen Marion Isele (geb. 1957), die erst zehn Monate alt ist und die Pedalen mit ihren Füßchen überhaupt noch nicht berühren kann. Die beiden sind auf dem Dreirad in der Haslachstraße unterwegs, wo sie wohnen.

Das Zuhause von Marion Isele ist im Hintergrund zu sehen. Ihre Eltern Franz und Elisabeth Isele haben das Haus Haslachstr. 10 erbaut und sogar neu erweitert, wie auf dem Foto zu erkennen ist. 

Standort des Fotografen: 47.884072, 8.349237

2 Fotos: Kinder an einem Lagerfeuer in der Bittenwiese, 1958

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willman zur Verfügung.

In der Bittenwiese bauen Kinder regelmäßig aus Stroh und Holz kleine Hütten. Sie verkleiden sich dazu als »Indianer« und »Cowboys« und haben viel Spass in ihren Wigwams, zu denen die Erwachsenen keinen Zugang haben. Zu einem Wigwam gehört selbstverständlich auch ein Lagerfeuer, das hier gerade abgebrannt wird. Es ist draußen kalt, schließlich ist Fasnacht, da wärmt das Feuer ein bisschen. 

Im Hintergrund sind die Festhalle und Häuser der Oberen Hauptstraße zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.882590, 8.346023

Kinder vor einem »Indianer«-Wigwam in der Bittenwiese, 1958

Diese Fotos stellte uns dankenwerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Die närrische Zeit geht zu Ende. Einige Kinder, darunter »Indianer« und »Cowboys« stehen stolz  vor ihrem Wigwam in der Bittenwiese. Dazu haben sie bei den Landwirten mit einem Ziehwägelchen Stroh eingesammelt und dann mit  Stroh und Holz eine Hütte aufgetürmt.

Bei den beiden Kindern mit Cowboyhut handelt es sich um Rosemarie Hauser und Walter Hauser. Mit auf dem Bild sind außerdem Joachim Rogg und Rudi Laufer sowie Eberhard Müller.

Die Tradition bricht in den 1960er Jahren ab, als die Bauern kein loses Stroh mehr haben – weil dieses nun in Ballen eingelagert wird. Im Hintergrund sind die Häuser der Bittengasse und der neu erbaute Bauhof zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.882590, 8.346023

Kirchenchor bei der Prozession auf dem Rathausplatz, Fronleichnam 1958

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Die Fronleichnamsprozession hat am Stationenaltar vor der »alten Sonne« (Rathausplatz 9-10) angehalten. Nach der kurzen Andacht und dem Segen ist die Prozession im Begriff, weiter in Richtung Pfarrkirche zu gehen. Die Ministranten sind zum Abmarsch bereit. Die Fahnenträger bringen sich schon mal in Position. Mädchen in weißen Kleidern und mit Blumenkränzen im Haar stellen sich auf. Im Hintergrund sind die Männer und Frauen des Kirchenchores zu sehen, die den Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Michael und die Prozession durch das Städtchen gesanglich begleiten. Einer von ihnen ist der Malermeister Karl Hepting.

Standort des Fotografen: 47.883800, 8.344944