Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Bernhard Adrion zur Verfügung.
In den späten 1950er Jahren wächst das Städtchen immer weiter über seine historischen Grenzen hinaus. Auf dem hinteren Alenberg entsteht ein Neubaugebiet mit Einfamilienhäusern. Neue Straßen werden angelegt, wie z. B. die Feldbergstraße. Das Haus Nr. 2 gehört dem Schuhmachermeister Arno Adrion (1924-1993) und seiner Ehefrau Irma Adrion geb. Schmid (1927-2019). 1948 hatten die beiden geheiratet. Als die drei Kinder Werner (geb. 1948), Bernhard (geb. 1951) und Renate (geb. 1952) heranwachsen, bauen die Adrions ihr neues Heim.
Fotograf: Leo Molitor, Neustadt Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Elisabeth und Franz Isele zur Verfügung.
Vor dem Ökonomiegebäude des Gasthauses »Gebert« (Obere Hauptstr. 9b) hat sich eine Hochzeitsgesellschaft für ein Gruppenfoto versammelt. Es ist der 3. Juni 1929. Das Brautpaar steht mittig in der ersten Reihe, eingerahmt von zwei Blumenmädchen in weißen Kleidchen. Die Braut trägt ebenfalls ein weißes Brautkleid, das ihr bis zu den Knien reicht. Der Bräutigam Adolf Isele (1903-1961) stammt aus Bonndorf, wo er am 13. Juni 1903 geboren wurde. Er ist Werkmeister von Beruf. Die Braut Anna Bader (1903-1959) wurde am 23. August 1903 geboren. 1930 kommt der Sohn Franz zur Welt und 1933 wird die Tochter Lore geboren.
Die Iseles sterben beide jung. Anna Isele stirbt 1959 im Alter von nur 56 Jahren. Zwei Jahre später stirbt Adolf Isele 58-jährig.
1.Reihe, v.l.n.r.: ???, Elisabeth Benz (verh. Gebert, 1887-1958), Agnes Bader (verh. Vetter, 1907-1998), Anna Benz (geb. Bader, 1870-1951), ???, Braut Anna Isele geb. Bader (1903-1959), Bräutigam Adolf Isele (1903-1961), ???, Konrad Bader (1868-1958), Sophie Bader (verh. Gremper, 1905-1984), Elisabeth Bader (verh. Obert, 1909-1997), ???
2.Reihe, v.l.n.r.: Maria Glunk (geb. Bader, 1866-1956), Erna Bader (geb. Rudolf), Josef Bader (1900-1988), ??? Rudolf, Hilde Selb (geb. Laufer), Fritz Selb, Emil Isele, ??? Isele, ???, Franz Bader (1901-1986), ???, ???
3.Reihe, v.l.n.r.: ??? Rudolf, ??? Hilpert, Emma Hilpert (geb. Isele), ??? Isele, Karl Bader (1902-1971), ???, ???, ???, ???, ???
Dieses Foto stellte und dankenswerterweise Vera Hepting zur Verfügung.
Bald finden Kommunalwahlen statt, die ersten Wahlen seit der Gemeindereform und der Eingemeindung der anderen Ortsteile. Für den Ortsteil Löffingen schickt die FDP zusammen mit den Freien Wählern (FW) neun Gemeinderatskandidat*innen ins Rennen. Am 26. März 1975 stellen sie sich bei einem Fototermin vor der Festhalle der Öffentlichkeit vor.
1.Reihe, v.l.n.r.: Gudrun Ewert, Peter Diehr (1935-2005), Oswald Laufer, Karl Bächle 2.Reihe, v.l.n.r.: Theo Walz (1927-2015), Bernhard Adrion, Martin Mayer (1922-2008), Johann Fehrenbach (1922-2020), Erich Adrion (1926-2001)
Das Foto ist ein Ausschnitt aus einer Mehrbildkarte, die seit 1907 vertrieben wird. Es ist die älteste bekannte Ansicht des »Restaurant J. Gebert« in der Oberen Hauptstraße. Betreiberin ist Emma Gebert geb. Rosenstiel (1865-1936), die Witwe des zwölf Jahre zuvor verstorbenen Gast- und Landwirts Johann Gebert (1863-1895).
Die Mehrbildkarte wird am 11. November 1915 von Löffingen nach Donaueschingen versendet. »Hier bin ich«, schreibt Fanny in Kurrentschrift auf das Bildchen drauf.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Gertrud Heitzmann zur Verfügung.
Es ist Frühjahr 1936 und das Ende des Schuljahres 1935/36 naht. Die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 1921/22 werden aus der Volksschule entlassen. Für ein letztes Gruppenfoto stellen sie sich mit ihrem Lehrer Emil Willig auf die Treppenstufen vor der Volksschule bei der »Hasle«.
Dabei gingen diese Schulkinder niemals in diese Schule, sondern verbrachten ihre gesamte achtjährige Schulzeit noch im Rathaus. Denn erst wenige Monate nach ihrer Entlassung wird die neue Volksschule im August 1936 eingeweiht. Vor allem die Schüler*innen, die in der ersten Reihe stehen, leben gefährlich: Ein Schritt nach vorne und sie stürzen in die Tiefe, da noch keine Eisengitter auf dem Boden vor ihnen angebracht sind.
Zu dem Jahrgang gehören außerdem: Karl Benz (1921-2010), Richard Zepf (1922-2005), Martin Mayer (1922-2008), Elisabeth Gebert (verh. Keller, 1921-2006), Hans Geisinger (1921-1993), Heinrich Göhry (1922-1944), Johannes Schmitt (1921-1942, gefallen).
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Marie-Luise Schlenker zur Verfügung.
Etwa 12 oder 13 Jahre alt sind die Schulkinder auf diesem Klassenfoto. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Fräulein Schmidt stellen sie sich auf den Treppenstufen vor der Volksschule auf, um ein Erinnerungsfoto aufzunehmen.
Der Rundbogen des Eingangsportals im Hintergrund ist mit Holzbrettern verschalt, ein Sprossenfenster ist eingesetzt, bei dem jedoch eine Glasscheibe herausgebrochen und notdürftig repariert ist. Offenbar handelt es sich um ein Relikt aus Kriegstagen, als das Gebäude gegen Bombardements geschützt werden sollte. Der Gebäudekomplex von Schule und Festhalle diente damals auch als Umsiedlungslager für so genannte Volksdeutsche.
1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Eugen Fehrenbach, 2 Hermann Beha (1937-2021), 3 Lehrerin ??? Schmidt 2.Reihe, v.l.n.r.: 4 Irma Zepf (verh. Hasenfratz), 5 Anneliese Heizmann (verh. Scholl), 6 Veronika Krauß (verh. Klose), 7 Helga Fuß, 8 Ferdinand Hasenfratz (1937-2018), 9 Ernst Fritsche (1937-2005) 3.Reihe, v.l.n.r.: 10 Gottfried Dorer, 11 Emil Benz, 12 Franz Braun, 13 Paul Straub 4.Reihe, v.l.n.r.: 14 Inge Sauter (verh. Benitz), 15 Friedegard Faller (verh. Sibold, 1937-2022), 16 Irmgard Guth (verh. Zepf), 17 Elisabeth van den Heuvel (verh. Laule), 18 Bruno Schwanz (1936-2018), 19 Egon Voigt 5.Reihe, v.l.n.r.: 20 ???, 21 Karl Sibold (1937-2016), 22 Berthold Fehrenbach, 23 Wolf Nowacki 6.Reihe, v.l.n.r.: 24 Lotte Seilnacht (verh. Smith), 25 Irma Vogelbacher (verh. Morath), 26 Ernst Meßmer, 27 Josef Beer, 28 Alban Rombach, 29 Alfons Schlenker (1937-1998), 30 Bruno Nägele (1937-1997), 31 Siegfried Nüssle
Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Vor dem Haus Koch (Kirchstr. 21) ist die Fasnachtsbühne aufgebaut. Eine große Menschenmenge hat sich darum versammelt, um sich das bunte Programm anzuschauen. Das Motto der diesjährigen Fasnacht ist der »Wiener Kongress«. Die Bühne ist mit einem Reichsbanner des Heiligen Römischen Reiches dekoriert, der einen schwarzen Adler auf goldenem Grund zeigt. Eine riesige Kanone wird auf die Bühne geschoben und dann mit einem lauten Knall abgefeuert.
Der Kanonier auf dem oberen Bild ganz links ist Hans Hasenfratz. Ganz rechts an der Treppe steht Familie Steiger aus Dittishausen: der Dachdecker Alfons Steiger mit seinen Söhnen Wolfgang und Helmut. Mitten in der Menge ragt Gemeindediener Karl Meier heraus, der eine weiße Zipfelmütze trägt. Zur weiblichen Narrenpolizei auf dem unteren Bild gehören u.a. Maria Frey (verh. Baumann) und Heidi Allinger.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Dr. Konrad Schlude zur Verfügung.
Anlässlich des 90. Gründungsjubiläums der Freiwilligen Feuerwehr wird in Löffingen das Kreisfeuerwehrfest veranstaltet, an dem die Wehren des Landkreises Neustadt teilnehmen. Der Festumzug trifft gerade bei der mit Girlanden geschmückten Festhalle ein. Auf dem nebenan gelegenen Schulhof befindet sich der offizielle Festplatz. Von dort hat man den besten Blick auf die Schauwettkämpfe, die in den »Bittenwiesen« stattfinden werden.
Auf dem Foto läuft rechts ein Schilderjunge vorneweg, der ankündigt, welche Wehr hinter ihm marschiert. Es folgen zwei junge Frauen, die ein Maskottchen mit Feuerwehruniform tragen. Die Frau links, die in die Kamera lächelt, ist die 21-jährige Magdalena Glunk (verh. Schlude, 1931-2019). Die Frau rechts ist ihre zwei Jahre ältere Schwester Elisabeth Glunk (geb. 1929). Dahinter gehen die Feuerwehrmänner.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Gudrun Wörner zur Verfügung.
Den Federballschläger in der linken Hand und den Federball in der rechten. So steht Gudrun Fuß da, den Arm um ihre jüngere Schwester Heike Fuß gelegt. Die beiden stehen in der Demetriusstraße, direkt hinter ihrem Elternhaus, der Bäckerei und dem Café Fuß.
Auf der gegenüber liegenden Straßenseite sind die Häuser Demetriusstr. 11 und 12 zu sehen, die beide nach dem Großbrand 1921 erbaut wurden und folglich ziemlich genau 50 Jahre alt sind. Im linken Gebäude betreibt Otto Kaltenbrunner (geb. 1940) ein Verkaufsbüro der Firma Raab-Karcher GmbH für Heizöl. Das rechte Gebäude gehört dem Landwirt Emil Kopp (geb. 1932) und dessen Ehefrau Magdalena Kopp geb. Fürst (1932-2015).
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elisabeth Rosenstiel zur Verfügung.
Vor dem Haus Rosenstiel (Obere Hauptstr. 45) hat es sich eine Schar Kinder auf der Treppe gemütlich gemacht. Franz Rosenstiel (1927-2006), der Sohn der Hausbesitzer, sitzt eingerahmt von seinen gleichaltrigen Spielkameradinnen Friedel Schmutz (verh. Ortlieb, geb. 1928) und Rosa Nägele. Der ältere Junge ist Albert Henzler (1923-1943), der am 6. September 1943 im Alter von 20 Jahren im Lazarett in Smolensk stirbt.
Die Erwachsenen im Hintergrund sind Franz Rosenstiels Großeltern Robert Winterhalder (1871-1940) und Sofie geb. Widmann (1870-1945). Das Haus Rosenstiel brannte wenige Jahre zuvor, nämlich am Ostersamstag 1930, bis auf die Grundmauern nieder und wurde dann neu erbaut.
Eine Schar KdF-Reisender marschiert durch die Obere Hauptstraße. Im Hintergrund ist das Haus Fechtig (Obere Hauptstr. 8) und das Haus Faller (Obere Hauptstr. 6) zu sehen. Sie kommen vom Bahnhof und sind auf dem Weg zum Gasthaus »Linde«, wo gleich ein Begrüßungsabend stattfinden wird. Danach werden sie auf die Gasthäuser, Pensionen und privaten Gästezimmer verteilt. Der Zug wird von Kindern begleitet, die die Urlauber neugierig beäugen.
KdF steht für »Kraft durch Freude«. Diese nationalsozialistische Organisation hat die Aufgabe, die Freizeit der deutschen Bevölkerung zu gestalten, zu überwachen und gleichzuschalten. Die KdF avanciert zum größten Reiseveranstalter im nationalsozialistischen Deutschland. Mit den KdF-Reisen verfolgen die Nationalsozialisten ideologische Ziele. Sie sollen dabei helfen, eine »Wohlfühldiktatur« zu erschaffen.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Sonja Schwörer geb. Vogt zur Verfügung.
Auf der Freitreppe vor dem »Stadtbau« (Demetriusstr. 1) lässt sich diese Frauengruppe fotografieren. Die Damen sind mondän gekleidet, sie tragen Biedermeierkleider, passende Hütchen und sind mit Schirmchen ausstaffiert. Es ist Fasnacht und in der Festhalle findet später eine »Große Preis-Narren-Modenschau« statt. Die Frauen haben bestimmt Chancen, prämiert zu werden.
1.Reihe, hockend: Hans Jordan 2.Reihe, v.l.n.r.: ??? Wilhelm (?), Elisabeth Vogt (1929-1969), Hilde Maier (1927-?) 3.Reihe, v.l.n.r.: Lisette Zepf (1907-?), Karolina Auer (1907-?), ??? Strobel