Rückseite vom Haus Scholz in der Ringstraße, 1976

Stadtarchiv

Von der Ringstraße aus fällt der Blick auf die Rückseite vom Haus (Demetriusstr. 7) des Schuhmachermeisters Gerhard Scholz (1925-1998) und seiner Ehefrau Anneliese Scholz (geb. Wehrle, 1924-2011). Scholz ist neben seiner beruflichen Tätigkeit als Meßmer in der katholischen Pfarrgemeinde aktiv. Da ist es für ihn eine Ehrensache, dass er alljährlich zu Palmsonntag einen »Palmen« macht. Auf dem Foto ragt er neben der Tordurchfahrt bei der Molkerei (Demetriusstr. 6) in die Höhe.

Standort des Fotografen: 47.884435, 8.344030

2 Fotos: Hexengruppe in der Demetriusstraße, 1987

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Mal mit und mal ohne Maske: 21 Hexen stellen sich in der Demetriusstraße zusammen mit dem »Narrensamen« zu einem Gruppenfoto auf. Auf 28 – männliche – Hexen ist die Anzahl der aktiven Hexen begrenzt. Eine weitere Besonderheit der Hexengruppe ist, dass jede neue Hexe bei ihrem Eintritt in die Gruppe die Maske selbst schnitzen muss. Hinzu kommen das rote Halstuch, der dunkelgrüne Kittel, die gelben Schürze auf einem braunen mit Karos versehenen Rock, darunter die weißen Rüschen der langen Unterhose, rot-weiße Ringelsocken und handgefertigte Strohschuhe – und fertig ist die Hexe!

Standort des Fotografen: 47.883971, 8.343837

Wehrmachtssoldaten auf dem oberen Rathausplatz, ca. 1940-1943

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Silke Janz zur Verfügung.

Es ist wieder Krieg. Nur 21 Jahre nach Ende des Ersten Weltkrieges beginnt das nationalsozialistische Deutschland mit dem Überfall auf Polen am 1. September 1939 den Zweiten Weltkrieg. Ein halbes Jahr später werden auch die vier westlichen Nachbarstaaten Niederlande, Belgien und Luxemburg sowie Frankreich von der Wehrmacht überfallen und anschließend besetzt. Der Westfeldzug dauert vom 10. Mai bis 25. Juni 1940.

Soldaten werden eingezogen. Truppen der Wehrmacht ziehen durch das Städtchen, das zu diesem Anlass mit Hakenkreuzfahnen beflaggt ist. Vermutlich werden die Wehrmachtssoldaten bei ihrem Zwischenstopp in Löffingen verpflegt. Vor den Gasthäusern »Ochsen« (Rathausplatz 12) und »Löwen« (Rathausplatz 11) steht eine lange Schlange Uniformierter mit Stahlhelm. Dass die Truppen nicht nur motorisiert unterwegs sind, sondern auch mit Pferden, ist unschwer an den Pferdeäpfeln zu erkennen, die auf dem Platz liegen.

Standort des Fotografen: 47.883865, 8.344701

Laternenbrüder in der Demetriusstraße, 1987

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Noch ist die nächste Fasnacht zwar noch weit, aber die Laternenbrüder werfen sich schon mal in ihre blauen Fuhrmannskittel, setzen ihren Rundhut auf, schnappen ihre Laternen und lassen sich fotografieren. Schließlich feiern sie 1989 ihr 100-jähriges Jubiläum. Die Vorbereitungen sind bereits am Laufen und für die Festschrift benötigt man ein Gruppenfoto.

1.Reihe, v.l.n.r.: Conrad Bader, Narrenvater Josef (Jupp) Hoitz, Altnarrenrat Josef Guth, Dieter Butsch, Johann Fritsche
2.Reihe, v.l.n.r.: Hermann Zahn, Franz Scholz, Josef Lentz, Georg Mayer
3.Reihe, v.l.n.r.: Konrad Schwörer, Alfons Durst, Manfred Mayer

Standort des Fotografen: 47.883971, 8.343837

2 Fotos: Emma Limb als Baby, 1914

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Daniela Scherzinger zur Verfügung.

Die kleine Emma Limb feiert ihren ersten Geburtstag. Sie wurde am 10. Mai 1913 als Tochter des Schreinermeisters August Limb (1884-1976) und dessen Ehefrau Anna Limb geb. Gebert (1890-1960) geboren. Später heiratet sie Karl Binder (1921-?) und die beiden bewohnen ihr Elternhaus in der Rötenbacher Straße.

Auf dem oberen Foto kann die kleine Emma noch nicht alleine sitzen, weshalb die Sofalehne sie stützt. Auf dem unteren Foto, aufgenommen am ersten Geburtstag, sitzt sie schon selbständig.

Standort des Fotografen: ???

2 Fotos: Festumzug beim 100-jährigen Jubläum der Feuerwehr, 16. Juni 1963

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Wolfgang Lüdemann-Ravit zur Verfügung.

Die Zuschauer stehen dicht gedrängt beim Festumzug, der anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr Löffingen veranstaltet wird. Am Umzug beteiligen sich »historische Gruppen und Wagen aus der 1000-jährigen Geschichte unserer Stadt«. Thematisiert werden ganz unterschiedliche historische Ereignisse, wie z.B. die Hexenverbrennungen 1635/36 oder die Durchreise von Marie Antoinette im Jahr 1770. Gerade fahren die beiden Motivwagen am Haus Siefert (Rathausplatz 6) und am Haus von Schuhmachermeister Emil Schmid (Rathausplatz 7) vorüber.

Standort des Fotografen: 47.883696, 8.343805

Blick in die verschneite Kirchstraße, ca. 1969

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Drei von den sechs Häusern, die auf diesem Foto zu sehen sind, existieren heute nicht mehr. Abgerissen werden Anfang der 1970er Jahre das Haus Funk mit dem »Stinktörle« (Kirchstr. 10) und das Haus Hauser (Kirchstr. 8), in dessen Erdgeschoss sich ein kleines Schreibwarengeschäft befindet. Ende der 1980er Jahre fällt dann auch das Haus Fehrenbach (Kirchstr. 6) der Stadtsanierung zum Opfer.

Doch noch ist die alte Bausubstanz vorhanden. Da auf dieser Seite der Kirchstraße in der Vergangenheit keine Brände wüteten, handelt es sich wirklich um altehrwürdige Gemäuer. Tief verschneit liegt die Kirchstraße dar, ein einsamer Mensch bahnt sich seinen Weg.

Standort des Fotografen: 47.883053, 8.344340

3 Fotos: Schreibmaschinenschreiben-AG in der Realschule, 1992

Foto-AG der Realschule

Tipp, tipp, tipp… Richtig, hier erlernen gerade Schülerinnen und Schüler der Realschule in der AG Schreibmaschinenschreiben das Zehnfingersystem und das Schreiben von korrekten Bewerbungsschreiben und Geschäftsbriefen. Die Kurse leitet der Lehrer Arno Gärtner, der durch die Bankreihen geht und den Schüler*innen über die Schulter schaut. Als der Computer wenige Jahre später in der Realschule Einzug hält, endet dieses besondere Lernangebot.

Standort des Fotografen: 47.883776, 8.347773

Konfirmanden in der evangelischen Kirche, 1967

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Ursula Weißenfels zur Verfügung.

Zwölf Konfirmand*innen stehen in der evangelischen Johanneskirche vor dem Altar. Sie haben sich zu einem Gruppenfoto aufgestellt. Traditionell tragen sie festliche schwarze Kleidung. In den Händen halten sie Gebetbücher und Gedenkblätter mit ihrem jeweiligen Konfirmationsspruch darauf. Die Jugendlichen sind nun offiziell Erwachsene im Sinne des Kirchenrechts.

Wer weiß, wer die zwölf Konfirmand*innen sind?

1.Reihe, v.l.n.r.: Werner Mayer, Wilfried Lade (Dittishausen), Detlef Seidenberg, ???, ???, ???, ???, Ulrike von Knobelsdorf
2.Reihe, v.l.n.r.: ???, ???, ???, ???, Christine Längin. 

Standort des Fotografen: 47.881393, 8.348759

Gasthaus »Sonne« in der Kirchstraße, ca. 1940

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Drei Männer stehen an der Straßenecke von Kirchstraße und Unterer Hauptstraße. Einer hat ein Fahrrad bei sich, ein anderer einen Leiterwagen. Man schwatzt miteinander. Über ihnen hängt das schmiedeeiserne Wirtshausschild vom Gasthaus »zur Sonne«. 1932 wechselte das Schild von der »alten Sonne« am Rathausplatz hierher, zum früheren Gasthaus »Lamm«, das seitdem »Sonne« heißt. Das Gasthaus empfiehlt sich mit dem Schriftzug auf der Hausfassade als »Wein- Bier- u. Speise-Wirtschaft z. Sonne«.

Standort des Fotografen: 47.883164, 8.343766

Gasthaus »Adler« mit Sparkasse, ca. 1950-1955

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Charlotte Smidt zur Verfügung.

Vermutlich in den frühen 1950er Jahren wird diese Ansicht des Gasthauses »Adler« (Untere Hauptstr. 2) aufgenommen. Das Wirtshaus, das von Gastwirt Fritz Seilnacht (1901-1987) und seiner Ehefrau Mathilde geb. Faller (1904-1996) betrieben wird, befindet sich im ersten Stockwerk. Die linke Tür führt hinauf. Die rechte Tür führt hingegen in die Bezirkssparkasse Neustadt, die seit kurzem im Erdgeschoss eine Filiale eröffnet hat. Ein breites Schaufenster ist in die Fassade gebrochen. Davor steht eine hölzerne Sitzbank und lädt zum Verweilen ein.

Man muss allerdings Benzingeruch mögen, denn wenige Meter daneben ist die Tankstelle von Friseurmeister Julius Limb: Die »Esso«-Zapfsäule ist am linken Bildrand zu sehen. Am rechten Bildrand ist die Metzgerei Werne (Demetriusstr. 15) zu sehen. Sie wird 1955 von dem Metzgermeister Willy Butsch übernommen. Der untere Rathausplatz ist von Autos zugeparkt.

Standort des Fotografen: 47.883494, 8.343777

Drei Mädchen mit Hund in der Unteren Hauptstraße, 1923

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Daniela Scherzinger zur Verfügung.

Das Datum der Aufnahme ist am linken Bildrand aufgestempelt: »30. Juli 1923«. Vor dem Haus Limb (Untere Hauptstr. 4) haben sich drei Mädchen auf einer Sitzbank niedergelassen. In der Mitte sitzt die 10-jährige Emma Limb (verh. Binder, 1913-2005), die Tochter von Schreinermeister August Limb und dessen Ehefrau Anna Limb geb. Gebert. Sie hält ihren Hund an der Leine, der vor den Mädchen auf dem Straßenpflaster liegt. Neben Emma Limb sitzt links ihre Cousine Hedwig Limb (verh. Vogt, 1919-2010) und rechts deren Nachbarin Luise Straub (verh. Bader, 1914-2009).

Das von einem Zaun eingehegte Gärtchen im Hintergrund gehört zum Haus ihres Onkels, des Friseurmeisters Julius Limb.

Standort des Fotografen: 47.883494, 8.343777