Luftbild vom Krankenhaus in der Seppenhofer Straße, ca. 1960

Deutsche Luftbild K.G., Hamburg-München
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Das Krankenhaus in der Seppenhofer Straße wird mehrfach umgebaut und vergrößert. In den 1950er Jahren reißt man das rechts angrenzende landwirtschaftliche Gebäude ab, das dem Krankenhausfonds gehört. An seiner Stelle errichtet man 1957 einen modernen Anbau mit einer Kapazität von zusätzlich 55 Betten.

Die Kosten belaufen sich auf rund 500. 000 DM. Die Nachbargemeinden Bachheim, Dittishausen, Göschweiler, Reiselfingen, Rötenbach, Seppenhofen, Unadingen und Unterbränd tragen einen Teil davon. Löffingen hat damit ein modernes Krankenhaus, das in der gesamten Region anerkannt ist.

Das Luftbild entsteht kurz nach Abschluss des Umbaus. Hinter dem Krankenhaus sind der Farrenstall und der Bauhof in der Bittengasse zu sehen. Daran schließen sich die »Bittenwiesen« an. Der Kindergarten ist noch nicht zu sehen, er wird erst ein paar Jahre später, 1964 gebaut.

Mondscheinkarte »Gruß aus Löffingen« mit drei Ansichten, ca. 1898

Verlag Karl Zanger, Freiburg | Stadtarchiv | Dieses Foto stellten dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Mondscheinkarten sind um die Jahrhundertwende eine Modeerscheinung in der Ansichtskartenwelt. Es sind Karten, die eine Örtlichkeit im Mondschein zeigen. Die obere Mondscheinkarte wird am 2. November 1899 auf dem Postamt Löffingen abgestempelt und versandt, die untere am 16. September 1900.

Zu sehen ist eine Gesamtansicht des Städtchens vom Gewann »Im kleinen Brühl« aus. Auf dem Bild gibt es noch keine Bahnlinie, die die Wiesen und Felder zerschneidet. Darunter ist eine kleine Ansicht des Oberen Rathausplatzes mit dem Rathaus und den beiden Gasthäusern »Sonne« (Rathausplatz 9-10) und »Löwen« (Rathausplatz 11) abgebildet. Daneben ist eine weitere Ansicht mit Blick zur Pfarrkirche St. Michael und zum Kaufhaus von Heinrich Goebel zu sehen. Goebel vertreibt auch diese Mondscheinkarte, wie auf der Vorderseite angegeben ist.

Mehrbildkarte mit drei Ansichten, ca. 1925

Verlag Franz X. Geiger, Löffingen
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Georg Willmann zur Verfügung.

Diese colorierte Mehrbildkarte zeigt oben eine Gesamtansicht des Städtchens, das vom Alenberg aufgenommen wurde, von wo sich ein schöner Blick bietet: Zu sehen ist der Altstadtring mit dem Rathaus und der katholischen Pfarrkirche. Der Schrecken des Großbrandes 1921 liegt schon einige Jahre zurück: Die Häuser in der Demetriusstraße sind wieder aufgebaut und an ihren Staffelgiebeln zu erkennen. Jenseits der Bahnlinie stehen noch kaum Häuser, nur in der Bonndorfer Straße sind bereits die beiden Villen der Holzindustriewerke Josef Benz AG gebaut. 

Links unten ist die »Straßenpartie« am Unteren Rathausplatz mit dem Demetriusbrunnen im Vordergrund abgebildet. Als Vorlage für das colorierte Foto diente eine Schwarz-Weiß-Aufnahme aus den Jahren 1912-1916

Rechts unten ist das »Krankenhaus« in der heutigen Seppenhofer Straße zu sehen, das 1921 erweitert wurde.

Hebamme Emma Kienzle mit Neugeborenem, ca. 1960-1970

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Emma Kienzle zur Verfügung.

Ein stiller Moment nach einer Geburt: Hebamme Emma Kienzle hält ein Neugeborenes behutsam in ihren Armen. Das Baby liegt eingewickelt in ein helles Tuch, die Augen geschlossen, die winzigen Hände halb geöffnet – noch ganz versunken im ersten Schlaf. Neben ihr steht vermutlich die junge Mutter. Ihr Blick ruht voller Staunen auf dem Kind. Im Vordergrund deutet ein Blumenstrauß an, dass hier gerade ein neues Leben willkommen geheißen wird.

Emma Kienzle (geb. Geisinger, 1915-2003) ist Hebamme mit Leib und Seele. Von 1948 bis zur Schließung des Krankenhauses 1983 arbeitet sie in der Geburtsabteilung in der Seppenhofer Straße. Jahr für Jahr begleitet sie rund 150 Kinder bei ihrem ersten Atemzug. Viele Familien verbinden mit ihr einen der prägendsten Momente ihres Lebens. Und auch bei Hausgeburten ist sie zur Stelle – ruhig, erfahren, zugewandt.

Dass sie diesen Beruf ergreift, scheint fast vorgezeichnet: Sie ist die Tochter des Landwirts Leopold Geisinger (1878-1938) und der Hebamme Veronika Geisinger (geb. Mauthe, 1878-1958). Das Handwerk wird ihr gewissermaßen in die Wiege gelegt. Früh verwitwet, lebt Emma Kienzle bis zu ihrem Tod in ihrem Elternhaus in der Alenbergstraße 6 – und bleibt vielen als die Hebamme in Erinnerung, die Generationen von Löffinger Kindern ins Leben begleitet hat.

V.l.n.r.: 1 ???, 2 Emma Kienzle

Standort des Fotografen: 47.881736, 8.345268

Hebamme Emma Kienzle mit Neugeborenem, 1961

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Emma Kienzle zur Verfügung.

Emma Kienzle (geb. Geisinger, 1915-2003) ist Hebamme mit Leib und Seele.  Von 1948 bis zur Schließung 1983 arbeitet sie in der Geburtsabteilung im Krankenhaus in der Seppenhofer Straße. Im Durchschnitt kommen jährlich etwa 150 Neugeborene zur Welt, denen sie hilft, das Licht der Welt zu erblicken. Auch bei Hausgeburten ist die beliebte Hebamme dabei.

Emma Kienzle ist die Tochter des Landwirts Leopold Geisinger (1878-1938) und der Hebamme Veronika Geisinger (geb. Mauthe, 1878-1958). Ihr späterer Beruf ist Emma Kienzle also bereits in die Wiege gelegt. Sie ist seit jungen Jahren verwitwet und wohnt bis zu ihrem Tod in ihrem Elternhaus in der Alenbergstraße 6.

Von 1956 bis 1986 engagiert sie sich auch als Leiterin der Dorfhelferinnenstation. Das Dorfhelferinnenwerk Sölden e.V. wurde 1954 gegründet, um Frauen und Familien zu unterstützen.

Standort des Fotografen: 47.881668, 8.345370

Krankenhaus in der Seppenhofer Straße, ca. 1925

Verlag A. Rebholz, Löffingen | Stadtarchiv | Dieses Foto stellte dankenswerterweise Luzia Bader zur Verfügung.

Die Ansichtskarte, die vom Verlag Anton Rebholz (»ARL«) vertrieben wird, trägt den Titel »Städt. Krankenhaus«. Der Schriftzug »Krankenhaus« steht denn auch in großen Lettern über dem Eingangsportal. 

1890 war das Gebäude in der Seppenhofer Straße errichtet worden. Als es 1921 zu klein geworden war, wurde es erweitert. Man baute u.a. das Dach aus, hier an den Gaubenfenstern zu erkennen, und fügte eine Wiederkehr sowie das vorspringende Eingangsportal an. Im Innern erhielt das Krankenhaus eine moderne chirurgische Einrichtung. 

Auf dem Foto blicken im Erdgeschoss und im Obergeschoss zwei Personen neugierig aus dem Fenster. Eine davon ist eine katholische Nonne in Ordenstracht, eine der »Spitalschwestern«. Schaut man am Krankenhaus vorbei, erblickt man im Hintergrund den Rohbau der Volksschule an der »Hasle«. Die Aufnahme muss also Mitte der 1920er Jahre entstanden sein.

Standort des Fotografen: 47.881883, 8.344814