Personengruppe im Fotoatelier, ca. 1920

Fotograf: Leo Molitor, Neustadt | Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hermann Egle zur Verfügung.

Sieben Männer und zwei Frauen lassen sich im Fotoatelier zusammen fotografieren. In welchem Verhältnis stehen sie zueinander? Verwandt sind sie – abgesehen von den Familien Ganter und Hepting – nicht. Was also veranlasst sie, ein Gruppenfoto aufnehmen zu lassen?

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 Mathilde Hepting (verh. Bacher), 2 Anna Ganter (geb. Hepting, 1900-?), 3 Leo Ratzer (1881-1948), 4 Sattlermeister Ernst Krauß (1897-?)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Malermeister Karl Hepting (1893-?), 2 Schneidermeister Hermann Ganter (1895-1957), 3 Schmiedemeister Otto Fürst (1894-?), 4 ???, 5 ???

Standort des Fotografen: Neustadt

Robert Rosenstiel als junger Mann, 1918

Fotograf: Leo Molitor, Neustadt
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elisabeth Rosenstiel zur Verfügung.

Der junge Mann, der mit verschränkten Armen vor der Brust dasteht und forsch in die Kamera blickt, ist der Landwirt Robert Rosenstiel. Er wurde am 22. April 1900 geboren und heiratete ca. 1925 Cäcilie Winterhalder (1901-?). Gemeinsam übernahmen sie ihr Elternhaus im »Schlempental« (Obere Hauptstr. 45). 1930 brennt es bis auf die Grundmauern nieder und Robert und Cäcilie Rosenstiel bauen es wieder auf.

Standort des Fotografen: Neustadt

Brautpaar Severin Kirner und Maria Trescher, ca. 1910

Fotograf: Leo Molitor, Neustadt
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Dr. Lothar Hörner zur Verfügung.

Der Landwirt Serverin Kirner (1875-1958) heiratet Maria Trescher (1884-1961). Das Brautpaar lässt sich im Fotostudio Leo Molitor in Neustadt fotografieren. Gemeinsam wohnen sie in der Alenbergstraße und betreiben dort ihr landwirtschaftliches Anwesen.

Severin Kirner ist gebürtig aus Seppenhofen. Maria Kirner geb. Trescher stammt aus Friedenweiler. Er stirbt 83-jährig am 14. Januar 1958. Seine Witwe stirbt 1961 im Alter von 77 Jahren.

Standort des Fotografen: Neustadt

Personengruppe im Fotoatelier, ca. 1918

Fotograf Leo Molitor, Neustadt | Dieses Foto stellte dankenswerterweise Ursula Moch-Weiss zur Verfügung.

Vier Personen haben sich im Fotoatelier von Leo Molitor in Neustadt zu einem Gruppenbild versammelt. Vor gemalter Landschaftskulisse stehen zwei Mädchen, zwischen ihnen ein junger Mann, daneben sitzt eine junge Frau auf einem Stuhl. Die Beziehung der vier Personen zueinander lässt sich (bislang) nicht eindeutig bestimmen. Es scheint keine klassische Familienkonstellation zu sein – eher eine lose Verbindung, vielleicht Verwandte.

Der junge Mann ist Anton Beha (1899-1918). Ernst blickt er in die Kamera, geschniegelt, in ziviler Kleidung. Er ist zu diesem Zeitpunkt Soldat und wird kurz vor Ende des Ersten Weltkrieges fallen. Neben ihm sitzt Anna Hasenfratz (1896-?), die leicht zur Gruppe gewandt ist und eine der Kinderhände hält.

Das ältere der beiden Mädchen ist Else Häusle (verh. Weiss, 1911-?). Das jüngere Mädchen ist etwas näher an die Erwachsenen herangerückt. Wer sie ist, bleibt bislang unklar.

>> Der Text muss überarbeitet werden, er enthält Fehler.

Standort des Fotografen: Neustadt

Veronika Geisinger mit ihren zwei Töchtern, ca. 1918

Fotograf: Leo Molitor, Neustadt
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Susanne Obergfell und Michael Rösch zur Verfügung.

Fotografien sind noch eine Seltenheit und werden für zukünftige Generationen bewahrt. Heute lässt sich Veronika Geisinger (geb. Mauthe, 1878–1958) mit ihren beiden Töchtern im Fotostudio in Neustadt ablichten. Links steht ihre ältere Tochter Emma Geisinger (verh. Kienzle, 1915–2003), auf ihrem Schoß sitzt die jüngere Tochter Maria Geisinger (verh. Rösch, 1916–2001).

Die sorgfältig arrangierte Aufnahme zeigt das typische Internieur eines Fotostudios mit Vorhängen und einem fein verzierten Stuhl. Emma steht auf einem kleinen Hocker, um die Bildkomposition auszugleichen. Die Gesichter wirken ernst – für Fotografien muss lange stillgehalten werden, was das spontane Lächeln erschwert.

Standort des Fotografen: Neustadt

»Baaremer Quartett«, ca. 1930

Fotostudio Leo Molitor, Neustadt
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Gaby Vogt zur Verfügung.

Als »Baaremer Quartett« treten diese vier Sänger in den 1930er Jahren auf, sie sind sozusagen die »Comedian Harmonists« von Löffingen. Bei den Sägern, die im Fotostudio Molitor in Neustadt posieren, handelt es sich v.l.n.r. um den Schneidermeister Hermann Ganter (1895-1957), den Kaufmann Albert Benitz (1905-1996), den Metzgermeister Fritz Seilnacht (1901-1987) und den Friseurmeister Julius Limb (1883-1968). Bis 1939 treten die vier gemeinsam auf, dann löst sich das Quartett auf.

Standort des Fotografen: Neustadt

August Zepf, 1929

Fotograf: Leo Molitor, Neustadt | Dieses Foto stellte dankenswerterweise Margarethe Senn zur Verfügung.

Als junger Mann lässt sich der Landwirt August Zepf (1900-?) im Fotostudio aufnehmen. Er kam am 22. Juli 1900 als drittjüngstes von zehn Geschwistern zur Welt. Seine Eltern sind der Landwirt Jakob Zepf (1859-1931) und Georgina Zepf (geb. Hilpert, 1861-1953). Er wuchs in der Unteren Hauptstraße auf. Im Ersten Weltkrieg war August Zepf noch kurz vor Kriegsende Soldat geworden. 

Er heiratet 1929 Klara Fehrenbach (1902-?), mit der er vier Kinder, ein Sohn und drei Töchter bekommt. Nach dem Tod seines Vaters 1931 übernimmt er das Elternhaus und führt den landwirtschaftlichen Betrieb weiter. Er gehört zu denjenigen mutigen Männern, die 1934 gegen die Vertreibung des katholischen Stadtpfarrers durch die Nationalsozialisten protestieren und deshalb für einige Tage verhaftet werden. Im Zweiten Weltkrieg wird er zunächst einberufen, dann aber freigestellt. Er muss aber 1944 zum »Volkssturm« einrücken. Bei einem Fliegerangriff im Frühjahr 1945 wird sein Haus in der Unteren Hauptstraße komplett zerstört und August Zepf erbaut 1949 ein neues Anwesen in der Dittishauser Straße.

Standort des Fotografen: Neustadt

Ernst Heiler als Soldat, ca. 1914-1918

Fotograf: Leo Molitor, Neustadt | Dieses Foto stellte dankenswerterweise Paula Veith zur Verfügung.

Ein Soldat steht in feldgrauer Uniform in einem Fotostudio. Seine rechte Hand hat er auf das Tischchen neben sich gelegt, mit seiner linken Hand umfasst er die Koppel seiner Uniform. An seiner Kopfbedeckung sind zwei Kokarden zu sehen, die schwarz-weiß-rote Reichskokarde und eine weitere Kokarde, vermutlich in den badischen Farben.

Vermutlich ist der Soldat Ernst Heiler (1895-1949), geboren am 9. Juni 1895. Er ist Landwirt und verheiratet mit Rosa Heiler (geb. Selb, 1896-1967). Sie betreiben zusammen ihr landwirtschaftliches Anwesen im heutigen Pfarrweg 1. Ernst Heiler stirbt am 15. Februar 1949 im Alter von nur 53 Jahren.

Standort des Fotografen: Neustadt

Fünf Freunde im Fotostudio, ca. 1914

Fotograf: Leo Molitor, Neustadt | Dieses Foto stellten dankenswerterweise Paula Veith sowie Peter Sackner und Monika Huber zur Verfügung.

Fünf Jugendliche lassen sich in einem Fotostudio aufnehmen. Alle sind herausgeputzt und tragen Anzüge. Warum die jungen Männer ein gemeinsames Foto von sich wollen, ist unbekannt. Es könnte sein, dass das Verbindende der 1905 gegründete Turnerbund ist.

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Franz Schweizer (1899-1971)
2.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 Karl Sibold (1893-1976), 2 Anselm Zepf (1898-?), 3 ? Faller

Standort des Fotografen: Neustadt