Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Christa Egle und Hans-Peter Hepting zur Verfügung.
Maria Egle (verh. Köllhofer) lässt sich im Fotostudio in Tracht fotografieren. Sie ist eine Tochter des Landwirts Sebastian Egle (1853-1909) und dessen Ehefrau Rosalie geb. Faller (1861-1902). Aufgewachsen in der Rötengasse, verheiratet sie sich später nach Freiburg.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Genoveva Kinast zur Verfügung.
»H. Ganter – Damen- u. Herrenschneiderei« steht über der Werkstatt im Hintergrund. Fünf Damen stehen in wallenden weißen Gewändern, die mit schwarzen Ornamenten verziert sind, auf dem Gehweg vor dem Haus von Schneidermeister Hermann Ganter (Maienlandstr. 8). Es ist Fasnacht. Die Frauengruppe führt ein Löffinger Wappen mit sich.
V.l.n.r.: ???, ???, Luise Strobel (verh. Trescher, 1914-?), Elisabeth Strobel (1920-?), Rosa Adrion (verh. Heiler)
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elisabeth Rosenstiel zur Verfügung.
Mitten im Krieg, im Sommer 1940, entsteht dieses Foto von Familie Rosenstiel vor ihrem Haus in der Oberen Hauptstraße. Die beiden Frauen links und rechts sitzen auf der Treppe im Sonnenschein. Zwischen ihnen steht ein Mädchen. Drei Generationen sind auf dem Foto zu sehen.
Die alte Dame ist Sofie Winterhalder geb. Wiedmann (1870-1945). Geboren in Oberbränd heiratete sie 1893 den Landwirt Robert Winterhalder (1871-1940) aus Schollach. Das Paar zog 1899 nach Löffingen. Sofie Winterhalder brachte acht Kinder zur Welt. Sie stirbt am 6. September 1945 im Alter von 75 Jahren.
Die junge Frau ist Cäcilie Rosenstiel geb. Winterhalder (1901-?), die Ehefrau von Landwirt Robert Rosenstiel (1900-?). Zwei Kindern schenkte sie das Leben, Sohn Franz (1927-2006) und Tochter Friedhilde (geb. 1932), die mit ihrer Mutter und Oma auf dem Foto zu sehen ist. Das achtjährige Mädchen hat zwei geflochtene Zöpfe, die mit Schleifen gebunden sind, und trägt ein gepunktetes Sommerkleid.
Diese Fotos stellten dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.
Stramm gestanden, so steht die »weibliche Saalpolizei«, d.h. Narrenpolizei, vor dem Feuerwehrhaus (Florianweg 1). Es ist der 8. Februar 1937 und die weibliche Narrenpolizei ist erst ein Jahr alt. Gegründet wurde sie im Vorjahr. Die weißen Hosen sind vom Turnerbund ausgeliehen, weil es für Frauen unüblich ist, Hosen als Beinkleider zu tragen.
V.l.n.r: 1 Helene Krauß, 2 Anna Fehrenbach (geb. Mayer), 3 Sofie Hepting, 4 ???, 5 Anna Beha
Diese Fotos stellten dankenswerterweise Ursula Moch-Weiss und Heike Soldan-Bölle zur Verfügung.
Wie der Hahn im Korb steht dieser Fasnachtsnarr mit Strohhut inmitten der zehn närrischen Frauen. Die Frauengruppe nennt sich »schwere Batterie«. Sie hat sich auf der Treppe vor dem Haus Guth (Rathausplatz 6) aufgestellt.
Das Haus gehört dem Kaufmann Paul Guth und seiner Ehefrau Maria geb. Sibold. Die Schilder an der Hauswand zeigen an, dass Guth den Kraftstoff »BV-Aral« vertreibt, ein Benzin-Benzol-Gemisch, das 1924 auf den Markt kam.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Gertrud Heitzmann zur Verfügung.
26 junge Frauen stehen auf der Treppe vor der frisch verputzten Festhalle. Für eine Schulklasse der Volksschule sind sie zu alt. Aber es sind Schülerinnen der Mädchenfortbildungsschule, die dem Geburtsjahrgang 1921/22 angehören. Zusammen mit ihrer Lehrerin Gisela Vogelmann, die rechts am Torbogen steht, lassen sie sich ablichten.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Eine fröhliche Schar von Fasnachtsnärrinnen bewegt sich im Gänsemarsch durch die Maienlandstraße. Vorneweg marschiert eine Akkordeonspielerin und haut in die Tasten. Es wird laut dazu gesungen.
Im Hintergrund ist das Haus Strobel (Maienlandstr. 3) zu sehen, in dem der Schreinermeister Fritz Strobel seine Werkstatt betreibt. Am linken Bildrand steht neben einem Misthaufen an der Einmündung zur Ringstraße ein geschnitzter Wegweiser, der die Richtung zum Wildpark weist.
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Hermann Egle und Carola Hannes sowie Monika Huber zur Verfügung.
Schneidermeister Hermann Ganter (1895-1957) ist der Hahn im Korb. Im schwarzen Anzug und mit Fliege steht er, mit verschränkten Armen vor der Brust, in der Mitte des Bildes. Umgeben ist er von den Festjungfrauen. Ganter gehört dem Ehren- und Festausschuss an, der das Schwarzwaldgau-Sängerfest 1927 organisiert. Die jungen Frauen reihen sich auch in den Festumzug am Sonntag, den 30. Juli 1927 ein, an dem sich insgesamt 4.000 bis 5.000 Personen beteiligen.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
In amüsierte Gesichter blickt man bei der Wieberfasnet im Gasthaus »Linde«, lässt man den Blick in das Publikum schweifen. Für Unterhaltung ist mit einem bunten Programm gesorgt, es wird Theater gespielt, gesungen, getanzt, Witze über die Männerwelt werden gerissen. Am Klavier begleitet Johanna Rebholz (geb. Ganter).
Auf der Bühne stehen und im Publikum sitzen ausschließlich Frauen – nur der katholische Stadtpfarrer oder hier der Vikar Heinz Körner (1920-2001) sind gern gesehene Gäste. Körner ist von 1954 bis 1958 in der Pfarrgemeinde tätig. Der Geistliche hält ein Schokoladenherz in den Händen, das ihm offenbar gerade überreicht worden ist.
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Rita Willmann sowie Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.
Zwei verkleidete Närrinnen ziehen mit einer Chaise durch die Maienlandstraße. Es sind links Gertrud Faller (1925-2005) und rechts Olga Geisinger (1919-?). Wie so häufig an Fasnacht tun sich die beiden zusammen und beteiligen sich an der Straßenfasnacht. Im Hintergrund ist das Haus von Paul und Margarete Maier (Maienlandstr. 9) zu sehen, das dekoriert ist.
Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Der Prozessionszug an Fronleichnam will nicht enden. Hunderte von katholischen Gläubigen begleiten die vom Stadtpfarrer getragene Monstranz mit dem Allerheiligsten in einem Festzug unter Gebet und Gesang durch die Straßen. Die Frauen des katholischen Müttervereins gehen gerade über den oberen Rathausplatz in Richtung der »alten Sonne«, vor der einer der vier Stationenaltäre aufgebaut ist. Sie tragen eine Fahne mit sich und eine Madonnenfigur. Auf der Höhe des »Stadtbaus« im Hintergrund marschiert die Stadtmusik.
Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Bei der »Wieberfasnet« im Gasthaus »Linde« geht es hoch her. Wie in den Jahren zuvor hat der katholische Mütterverein ein buntes Programm auf die Beine gestellt. Hier wird gerade ein Theaterstück dargeboten. Offenbar geht es in dem Sketch um einen Besuch beim Herrenfriseur. Drei Damen sind mit wasserdichten Friseurumhängen ausstaffiert. Damit sie ruhig sitzen, werden sie in einem Holzpranger fixiert. Dann kann es mit der Nassrasur losgehen!
Die Friseurin im weißen Kittel ist Gertrud Geisinger (geb. Limb, 1923-2011), die auch im wirklichen Leben Friseurin ist. Im Pranger sitzen v.l.n.r.: 1 Maria Kaufmann (geb. Vogelbacher), 2 ???, 3 Paula Müller