Friseursalon Limb, ca. 1930-1940

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Franz Hofmeier zur Verfügung.

Dieser Schnappschuss ist leicht verwackelt, weil die Lichtverhältnisse im Friseursalon zum Fotografieren ungünstig sind. Das Bild zeigt den Friseur Julius Limb und seine Frau Maria, wie sie geschäftig alles herrichten, bevor ihre Kunden kommen.

Standort des Fotografen: 47.883482, 8.343628

Haus Limb und Gasthaus »Adler« in der Unteren Hauptstraße, 1927

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Franz Hofmeier zur Verfügung.

Völlig durch Kletterpflanzen zugewuchert zeigt sich hier das Haus Limb (Untere Hauptstr. 4). Nur durch am Gartenzaun angebrachten Reklameschilder erfährt man, welche Waren Julius Limb verkauft. Auf diesem Bild wird das Ausmaß des idyllischen Vorgärtchens deutlich. Es nimmt fast die Hälfte des gepflasterten Gehwegs ein. Hinter dem Zaun plätschert sogar ein kleiner Springbrunnen.

Das Foto entsteht an einem Festtag, wie der Flaggenschmuck zeigt, vermutlich anlässlich des Gausängerfestes. Am 31. Juli 1927 findet ein Festumzug statt. Julius Limb gehört dem Festausschuss des Sängerfestes an. Rechts angrenzend ist das Gasthaus »Adler« (Untere Hauptstr. 2) zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.883360, 8.343888

Friseurgeschäft Limb in der Unteren Hauptstraße, ca. 1925

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Franz Hofmeier zur Verfügung.

Zusammen mit seiner Frau und seinen Kindern steht Friseurmeister Julius Limb vor dem Eingang zu seinem Friseurgeschäft. Selbst der Hund darf auf dem Erinnerungsfoto nicht fehlen. Vor dem Haus befindet sich ein kleiner Vorgarten. An der Fassade rankt sich eine Kletterpflanze empor. Das Friseurgeschäft ist für die damaligen Verhältnisse modern gestaltet. Links und rechts vom mit Holzschnitzereien verzierten Eingang befinden sich breite Fenster.

Zahlreiche Werbeschilder stechen ins Auge. Auf dem großen Schild, gut sichtbar zwischen dem ersten und zweiten Obergeschoss angebracht, wirbt Limb für seine Dienstleistungen und preist verschiedene Produkte an, die er verkauft: »Anfertigung moderner Haararbeiten« und »Drogen, Parfümerien, Cigaren« steht in großen Lettern darauf geschrieben. Auf der linken Seite des Vorgärtchens befindet sich eine »Benzinstation«. Bis in die 1960er Jahre hinein betreibt Limb vor seinem Geschäft eine Tankstelle.

Standort des Fotografen: 47.883443, 8.343805

Wirtshausschild des Gasthauses »Sonne«, 2006

Sammlung Familie Waßmer

Die »Sonne« gibt es in der Löffinger Geschichte zweimal, was für einige Verwirrung sorgen kann. Aber das Wirtshausschild gibt es nur einmal, es hing im Laufe der Zeit nur an zwei verschiedenen Gebäuden.

Bis zu ihrem Abbruch 1973 stand auf dem oberen Rathausplatz die »alte Sonne« (Rathausplatz 9/10). Nach etlichen Besitzerwechseln war es bereits 1920 mit dem Gasthaus »Sonne« vorbei. Das Gebäude wurde an die Stadtgemeinde verkauft, die darin Wohnungen einbaute und die Stadtmühle einichtete. Das alte Wirtshausschild blieb zunächst am Rathausplatz hängen.

1932 wurde dann der Name »Sonne« auf das bisherige Gasthaus »zum Lamm« (Kirchstr. 29) übertragen und auch das Wirtshausschild umgehängt. Seitdem hängt es an der »neuen Sonne«, die auch nicht mehr so neu ist.

Standort des Fotografen: 47.883023, 8.343856

Gasthaus »Adler« und Haus Limb in der Unteren Hauptstraße, ca. 1955-1960

Stadtarchiv

Bevor die Bezirkssparkasse in der heutigen Demetriusstraße einen Neubau errichtet, befindet sich ihre Filiale ab den 1950er Jahren im Erdgeschoss des Gasthauses »Adler« (Untere Hauptstr. 2). Während der Eingang zur Sparkasse ganz rechts ist, befindet sich der Eingang zur Gaststube im 1. Obergeschoss links daneben. Dazwischen steht eine Sitzbank, die zum Verweilen einlädt.

Es folgt zur Linken das Friseurgeschäft von Julius Limb (Untere Hauptstr. 4), mit Drogerie und auch Tankstelle vor dem Haus. Bis kurz nach der Jahrhundertwende gehörten beide Gebäudehälften zusammen. 1904 wurde das Gebäude geteilt: Julius Limb (1883-1968) kaufte die linke Hälfte und baute sie um.

Standort des Fotografen: 47.883680, 8.343783

Gasthaus »Adler« und Haus Limb in der Unteren Hauptstraße, ca. 1907-1914

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Franz Hofmeier zur Verfügung.

Zwei Geschäfte teilen sich ein stattliches Gebäude in der Unteren Hauptstraße. Erst 1907 wird das ursprünglich einheitliche Haus in zwei Hälften geteilt. Links richtet Friseurmeister Julius Limb (1883-1968) sein Geschäft ein. Große Schaufenster nehmen fast die gesamte Breite des Erdgeschosses ein. Über ihnen wirbt ein Schild mit »Anfertigung moderner Haararbeiten« sowie mit »Drogen Parfümerien Cigarren«. Vor dem Eingang stehen Julius Limb im weißen Friseurkittel und weitere Personen für den Fotografen bereit.

In der rechten Gebäudehälfte betreiben der Gastwirt Heinrich Faller (1872-1927) und seine Ehefrau Mathilde Faller (geb. Bausch, 1875-1952), den Gasthof »Adler«. Das schmiedeeiserne Wirtshausschild hängt weithin sichtbar an der Hausecke. Im Erdgeschoss gibt es hier lediglich den Eingang; von dort führt eine Treppe hinauf zur Gaststube im ersten Stock.

Noch ist gut zu erkennen, dass beide Haushälften ursprünglich zusammengehören. Im Laufe der Jahrzehnte werden sie jedoch mehrfach umgebaut und unterschiedlich gestaltet. Fassaden, Fenster und Eingangsbereiche entwickeln sich immer stärker auseinander, sodass heute kaum noch auffällt, dass hier einst ein einziges Gebäude stand.

Weiter links setzt sich die Häuserzeile fort. Zu erkennen sind die Bäckerei des Bäckermeisters Ernst Straub (Untere Hauptstr. 6) und die Restauration Benz (Untere Hauptstr. 8).

Standort des Fotografen: 47.883649, 8.343892

Abbrucharbeiten am früheren Gasthaus »Sonne«, Januar 1973

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Karl-Heinz und Margarete Maier zur Verfügung.

Im Januar 1973 ist es soweit: Das ehemalige Gasthaus »zur Sonne« (Rathausplatz 9-10), das zuletzt als Stadtmühle diente, wird abgerissen. Ein Stück Alt-Löffingen verschwindet unwiederbringlich aus dem Stadtbild. Beim Abbruch des Gebäudes tanzen die Bauarbeiter auf dem Mauerstumpf der Stützmauer.

Rechts im Bild ist der Seitengiebel des Gasthauses »Löwen« (Rathausplatz 11) zu sehen. Im Hintergrund öffnet sich der freie Blick auf das Rathaus und die Häuser am oberen Rathausplatz.

Standort des Fotografen: 47.883581, 8.345130

Seitengiebel des früheren Gasthauses »Sonne«, 1972

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Carola Hannes zur Verfügung.

Bei der Einrichtung der Stadtmühle 1920 im ehemaligen Gasthaus »Sonne« war die Giebelwand in Richtung Kirchstraße durch eine kräftige Mauerstütze verstärkt worden. Als das Foto aufgenommen wird, sind die Tage des Gebäudes gezählt, denn es wird bald abgerissen.

Standort des Fotografen: 47.883715, 8.345019

»Allianzwappen« mit dem Erbauungsjahr, 2006

Sammlung Familie Waßmer

Dass das 1739 erbaute Haus Rathausplatz 2 eine herrschaftliche Geschichte hat, wird schon am Eingangsportal augenfällig. Über dem Portal erinnert dieses Wappen an die Hochzeit von Graf Froben Ferdinand zu Fürstenberg mit Gräfin Maria Theresia Felicitas von Sulz. Rechts sieht man das Wappen der Füstenberger, links das der Gräfin von Sulz.

Das Gebäude diente bis 1806 als Fürstenbergisches Amtshaus, danach als Großherzoglich Badisches und Fürstenbergisches Bezirksamt und schließlich bis 1852 als Rentamtsgebäude.

Standort des Fotografen: 47.884104, 8.344832

Goldene Hochzeit von Anton und Rosalia Benz vor dem Gasthaus »Ochsen«, 1924

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Elisabeth Keller und Paul Siefert zur Verfügung.

Vor dem Gasthaus »Ochsen« hat sich eine Festgesellschaft zu einem Erinnerungsfoto aufgebaut. Anlass ist das goldene Ehejubiläum des Seifensieders Anton Benz (1848-1936) und seiner Ehefrau Rosalia Benz geb. Heizmann (1849-1932). Die beiden hatten am 12. November 1874 geheiratet und zwölf Kinder bekommen.

Die Jubilarin und der Jubilar sitzen in der ersten Reihe in der Mitte, eingerahmt von ihren Kindern, Enkeln und Urenkeln. Die Eingangstür des Gasthauses ist mit Tannenreisig geschmückt. Über der Tür hängt ein Schild mit der  Zahl »50« und dem Sinnspruch: »Lobe den Herrn / und vergiss nicht / was Er dir Gutes / getan«.

1.Reihe, stehend, v.l.n.r.:
2.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: ???, ???, ???, Jubilarin Rosalia Benz, Jubilar Anton Benz, ???, Elisabeth Gebert (geb. Benz, 1897-1958), ???
3.Reihe, stehend, v.l.n.r.: ???, ???, Sägewerkbesitzer Josef Benz (1882-1932), ???, ???, ? Benz, ???, ???
4.Reihe, stehend, v.l.n.r.: ???, ???, Anna Benz (verh. Strobel, 1906-1986)

Standort des Fotografen: 47.884026, 8.345109

Schnitterin auf dem Rathausbrunnen, ca. 1995

Sammlung Familie Waßmer

Auf dem Säulenschaft des Rathausbrunnens steht eine Bronzefigur aus dem Jahre 1869, wie die eingemeißelte Zahl am Sockel ausweist. Die junge Frau hält in der rechten Hand eine Sichel, im linken Arm ein Bündel Getreideähren. Die Figur erinnert in ihrer Darstellung und durch die Art der Bekleidung an Statuen der griechischen Göttin Demeter oder der römischen Ceres in der Antike. Die Figur ist eine Allegorie auf den Löffinger Kornmarkt. Bei der Getreideernte war die Sichel das Arbeitsgerät der Frau.

Standort des Fotografen: 47.883907, 8.344795

Aufzugsrad auf dem Rathausspeicher, 2007

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Frank de Rosso zur Verfügung.

Vor der Sanierung des Rathauses hatte die Öffentlichkeit keinen Zugang zum Rathausspeicher. Das große hölzerne Aufzugsrad, das aus der Zeit des Kornmarktes stammt und dort hängt, war den Blicken entzogen. Das Rad diente dazu, Getreide zwischenzulagern, wenn es nicht verkauft oder nicht transportiert werden konnte. Über einen Seilzug zog man in einem Schacht Säcke hoch und seilte sie am nächsten Markttag wieder ab.

Standort des Fotografen: 47.883887, 8.344430