2 Fotos: Tropfsteinhöhle in der Alenbergstraße, 22. Juni 1989

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Klemens Rebholz und Cäcilia Runge zur Verfügung.

Nein, das ist kein Aprilscherz! In der Alenbergstraße verbirgt sich tatsächlich eine kleine Tropfsteinhöhle mit Stalaktiten – und vielleicht auch Stalagmiten. Die Höhle ist nicht zugänglich. Sie ist im Sommer 1989 nur für kurze Zeit sichtbar.

Als in der Alenbergstraße die Gasleitung verlegt wird, kommt bei den Bauarbeiten völlig Unerwartetes zum Vorschein: In der aufgegrabenen Straße öffnet sich ein Hohlraum mit Tropfsteinbildungen. Anwohner*innen greifen kurzerhand zum Fotoapparat und halten den ungewöhnlichen Fund fest, bevor der Leitungsschacht wieder verfüllt wird.

Standort des Fotografen: 47.885833, 8.343611

Konstantin Ganter als alter Mann, ca. 1925-1931

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Klemens Rebholz und Cäcilia Runge zur Verfügung.

Der alte Mann steht ruhig im Gras, den Blick dem Fotografen zugewandt. Der Anzug sitzt ordentlich, der Bart ist weiß und voll, die Haltung aufrecht. Neben ihm ein kleiner Tisch, mit einem gemusterten Tuch bedeckt, darauf ein Blumentopf. Vermutlich wird die Aufnahme im Garten hinter dem Haus am Alenberg aufgenommen.

Konstantin Ganter wurde am 20. Mai 1852 als Sohn des Landwirts Fidel Ganter und dessen Ehefrau Maria Ganter (geb. Benz) geboren. Das Elternhaus steht in der Vorstadt (Alenbergstr. 2). Er wuchs gemeinsam mit seinen Brüdern Adolf Ganter (1847-?), Karl Ganter (1848-1917), Pius Ganter (1850-?), Ferdinand Ganter (1855-?) und Heinrich Ganter (1862-?) auf. Später übernahm Konstantin Ganter das elterliche Anwesen und führt die dazugehörige Landwirtschaft weiter. Am 24. März 1892 heiratete er Kreszentia Ganter (geb. Marx). Die Ehe blieb kinderlos (?). Im Jahr 1927 stirbt seine Ehefrau.

Konstantin Ganter selbst stirbt am 2. Mai 1931 im Alter von 79 Jahren an Altersschwäche. In einem Nachruf heißt es über ihn: »Der Entschlafene gehörte zu jenen alten sturmerprobten Zentrumsveteranen, die in den Zeiten des heißesten Kulturkampfes der katholischen Weltanschauung eine Gasse bahnten. Er ist nun der letzte der vier Brüder Ganter, die aus einem Guß, in jeder Zeit ihren Mann stellten, im aufrichtigen und redlichen Willen auch dem politischen Gegner Achtung einflößten.«

Standort des Fotografen: 47.885077, 8.345060

Haus Ganter in der Alenbergstraße, Fronleichnam 1941

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Klemens Rebholz und Cäcilia Runge zur Verfügung.

Das Haus Ganter (Alenbergstr. 14) ist an Fronleichnam festlich geschmückt. Unterhalb der Fenster im ersten Obergeschoss hängen sechs Reisigkränze an der Fassade. In der Haustür stehen Blechnermeister Otto Ganter, seine Ehefrau Johanna Ganter (geb. Selb, 1875-1962) sowie ihre Tochter Johanna Ganter (verh. Rebholz). Das Haus ist das Elternhaus der Ehefrau und Mutter. Ihr Vater Josef Selb (1839-1916) war Glasermeister von Beruf, weshalb der Hausname »s’Glasers« lautet.

In der Zeit des Nationalsozialismus ist das Schmücken von Wohnhäusern zu katholischen Feiertagen keine Selbstverständlichkeit, sondern Ausdruck von innerer Distanz zum Regime. Otto Ganter war vor 1933 Vorsitzender der Zentrumspartei. Er und seine Tochter Johanna gehören dem Kirchenchor an; Johanna Ganter wirkt seit 1937 zudem als Organistin der katholischen Pfarrgemeinde.

Standort des Fotografen: 47.885579, 8.343861

2 Fotos: Werkstatt der Küferei Benitz in der Alenbergstraße, 2008

Sammlung Familie Waßmer

Das Werkzeug hängt ordentlich an seinem Platz, Hobel und Beitel liegen griffbereit auf der Werkbank, als würde die Arbeit gleich weitergehen. Doch hier rührt sich nichts mehr. In der Werkstatt der Küferei Benitz scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Dabei wird die Werkbank schon seit Jahren nicht mehr benutzt. Die Weinhandlung und Küferei haben ihren Betrieb eingestellt. Und doch ist alles noch da: die abgenutzte Holzplatte, die Spuren zahlloser Arbeitsgänge, das sorgfältig sortierte Werkzeug.

Besitzer Klaus Benitz (1938-2015) zeigt dem Fotografen die Kellerräume des Hauses Benitz (Alenbergstr. 7/9). Es ist ein seltener Blick hinter die Kulissen eines Handwerks, das längst zur Vergangenheit gehört. Küfer stellten Fässer her, reparierten sie, hielten sie dicht – unverzichtbar für Weinhandel und Landwirtschaft. Heute ist die Werkstatt still. Doch gerade diese Stille macht den Raum so eindrucksvoll.

Standort des Fotografen: 47.885140, 8.344038

3 Fotos: Tanzstunde im Haus Adrion in der Alenbergstraße, ca. 1954/55

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Inge Mayer zur Verfügung.

Wenn Fritz Adrion (1897–1971) nicht als Gipsermeister auf Baustellen zugange ist, verwandelt er sein Zuhause in eine kleine Schule der feinen Lebensart. Im Haus der Familie Adrion (Alenbergstr. 21) gibt es einen Raum mit blank gescheuertem Dielenboden. Dort treffen sich an den Abenden der Woche Jugendliche – aufgeregt, herausgeputzt, ein wenig unsicher.

Fritz Adrion bringt ihnen nicht nur Walzer, Foxtrott und Tango bei. Mindestens ebenso wichtig ist ihm, wie man sich als junge Dame oder junger Herr der frühen 50er Jahre zu benehmen hat. Teil der Tanzstunde ist auch Anstandsunterricht. Der Krieg ist erst wenige Jahre vorbei, das Land ist nach all dem nationalsozialistischen Heldenlärm auf der Suche nach anderen Idealen. Die »Halbstarken«, die ein paar Jahre später Furore machen werden, sind noch weitgehend Zukunftsmusik. Die Jugendlichen von 1952 bekommen noch gute Manieren, gepflegte Kleidung und respektvolles Auftreten eingeimpft.

Zur Musik aus dem Grammophon – manchmal auch live zu Musikinstrumenten – drehen die Paare ihre ersten vorsichtigen Runden. Der Höhepunkt jedes Kurses ist das festliche Tanzkränzchen. Dann erscheinen alle in ihrem besten Sonntagsstaat, und die Nervosität steigt. Es wird getanzt, gelacht – und für die Ewigkeit posiert. Die Gruppe rückt zusammen, die Mädchen in Kleidern, die Jungen im Jackett, und für einen Augenblick scheint die Welt der Erwachsenen ganz nah.

erstes Bild
1.Reihe, v.l.n.r.:
1 ???, 2 ???
2.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 Lore Nägele (verh. Bechtler, Dittishausen), 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 Inge Hepting (verh. Mayer), 6 Eugen Fehrenbach
3.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 [Karl Heizmann ?], 3 Hermann Beha (1937-2021), 4 ???, 5 Bruno Nägele (1937-2010), 6 ???, 7 ???, 8 Waldemar Zepf (1937-2024), 9 ???, 10 ???, 11 Berta Rappenegger (verh. Maier, Dittishausen), 12 ???, 13 Emil Benz (Stettholz), 14 Irma Benz (verh. Fritsche)

zweites Bild
1.Reihe, v.l.n.r.:
1 Inge Hepting (verh. Mayer), 2 ???, 3 ???
2.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???
3.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 ???, 8 ???, 9 ???, 10 ???, 11 ???, 12 ???, 13 ???

drittes Bild
1.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???
2.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???
3.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 ???, 8 ???, 9 ???, 10 ???, 11 ???, 12 ???

Standort des Fotografen: 47.886388, 8.342925

Familie Jonner mit Täufling und Hebamme in der Alenbergstraße, ca. 1936

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Inge Mayer zur Verfügung.

Der jüngste Spross der Familie Jonner ist soeben in der katholischen Pfarrkirche St. Michael getauft worden. Nun macht sich die kleine Taufgesellschaft auf den Heimweg durch die Alenbergstraße. Der Säugling wird – wie üblich – nicht von der Mutter getragen, die nach der Geburt noch im Wochenbett liegt, sondern von der Patentante. Behutsam hält sie das Neugeborene im weißen Taufkleid im Arm.

Neben ihr schreitet ein festlich gekleideter Mann, im dunklen Anzug und mit Zylinder – der Patenonkel des Kindes. Rechts von ihnen geht die Hebamme Veronika Geisinger (geb. Mauthe, 1878-1958), die nicht nur die Geburt begleitet hat, sondern traditionell auch bei der Taufe anwesend ist. In Zeiten, in denen fast ausschließlich zuhause entbunden wird, spielt die Hebamme eine herausragende Rolle: Sie sorgt für Mutter und Kind, kümmert sich in den ersten Lebenstagen – und begleitet die Familie bis zur kirchlichen Aufnahme des Neugeborenen. Die Taufe erfolgt meist sehr zeitnah nach der Geburt, auch aus Sorge, das Kind könne versterben, bevor es getauft ist.

Die Taufgesellschaft und Hebamme Geisinger teilen denselben Heimweg, denn auch sie wohnt auf dem Alenberg. Vermutlich handelt es sich bei dem Täufling um Bernhard Jonner, geboren am 16. Januar 1936 als Sohn von Wilhelm Jonner (1902-?) und Josefine Jonner (geb. Guth, 1905-?).

V.l.n.r.: 1 Patenonkel Oskar Guth, 2 Patentante Sofie Hepting (geb. Jonner, 1909-1995), 3 Hebamme Veronika Geisinger (geb. Mauthe, 1878-1958)

Standort des Fotografen: 47.884813, 8.344858

Jahreszahl am Haus Durst in der Alenbergstraße, 2012

Sammlung Familie Waßmer

Wer die Alenbergstraße entlanggeht, dem fällt das Haus Durst (Alenbergstr. 2) vielleicht gar nicht besonders auf. Das Wohnhaus wirkt modern. Mehrfach wurde es im Laufe der Jahrzehnte umgebaut: Das einst zweistöckige Gebäude erhielt ein zusätzliches Stockwerk, der Ökonomiebereich wurde entfernt, und an seiner Stelle entstanden Wohnräume mit Balkonen. Kaum jemand ahnt, wie alt das Gebäude tatsächlich ist.

Über der Eingangstür ist in den hölzernen Türsturz die Inschrift »I 1778 : W« geschnitzt – eine Spur aus dem 18. Jahrhundert. Das »I« und das »W« stehen für Josef Wehrle, den damaligen Eigentümer. Viel ist über ihn nicht bekannt: Geboren 1751, heiratete er am 13. Februar 1798 Elisabeth Hofstätter und starb am 8. Juni 1811. Doch die Jahreszahl über der Tür verrät, dass er das Haus wohl 1778 erbauen ließ.

Nur drei Jahrzehnte zuvor, am 11. August 1748, hatte ein Blitzeinschlag in der Oberen Vorstadt zehn Häuser in Brand gesetzt. Auch hier in der Alenbergstraße muss das Feuer gewütet haben. Im Anniversarienbuch der katholischen Kirchengemeinde wird über den späteren Wiederaufbau berichtet: »Alle haben schönere Häuser bekommen als zuvor.« Vielleicht gehörte das Haus Durst zu jenen Neubauten, die aus den Trümmern der abgebrannten Häuser entstanden.

Standort des Fotografen: 47.884876, 8.344826

Hermann und Maria Fehrenbach in der Alenbergstraße, ca. 1940

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Gabi Senn zur Verfügung.

Der Landwirt Hermann Fehrenbach (1866-?) und seine Ehefrau Maria Fehrenbach (geb. Selb, 1869-1946) stehen vor ihrem landwirtschaftlichen Anwesen in der Alenbergstraße. Beide tragen einfache Arbeitskleidung: Maria Fehrenbach ein langes Kleid mit Schürze und ein Kopftuch, Hermann Fehrenbach Hemd, Hosenträger und einen Hut, in seinem Mundwinkel steckt eine Pfeife. Hinter ihnen ist ein Stapel Holzbretter zu sehen. Links im Hintergrund steht der Schopf (Alenbergstraße 11), rechts das Wohnhaus (Alenbergstraße 13). Die beiden können auf ein arbeitsreiches Leben zurückblicken.

Das Paar hatte am 22. Juni 1891 geheiratet. Als Beruf des Bräutigams wurde im Ehebuch der Kirchengemeinde »lediger Dienstknecht« angegeben. Die Fehrenbachs bekamen acht Kinder: Josefa Schelling (geb. Fehrenbach, 1893-?), Julius Fehrenbach (1894-1918), der kurz nach Kriegsende in einem Berliner Lazarett seiner Kriegsverwundung erlag, Karl Fehrenbach (1896-1956), Luise Binder (geb Fehrenbach, 1898-?), Eugen Fehrenbach (1901-?), Klara Zepf (geb. Fehrenbach, 1902-?), Lina Vogelbacher (geb. Fehrenbach, 1906-?) und Mathilde Schlenker (geb Fehrenbach, 1907-1980).

Hermann Fehrenbach wurde am 9. Juli 1866 als Sohn des Landwirts und Sägers Michael Fehrenbach und dessen Ehefrau Aloisia Fehrenbach (geb. Faller) geboren. Maria Fehrenbach (geb. Selb) kam am 28. Dezember 1869 als Tochter von Zimmermann Josef Selb und dessen Ehefrau Josefa Selb (geb. Benz) zur Welt. Anlässlich ihrer Hochzeit übernahm sie das Anwesen ihrer Eltern in der Alenbergstraße. Sie stirbt am 12. Januar 1946 im Alter von 76 Jahren. Hermann Fehrenbach stirbt am …

Standort des Fotografen: 47.885734, 8.343645

Närrisches Treiben im Café Alenberg, Fasnacht 1962

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Helga Küßner und Christa Egle zur Verfügung.

Ein seltener Farb-Schnappschuss aus den frühen 1960er-Jahren: Drei Männer feiern ausgelassen im Café Alenberg. Mit Zylinder und Glas in der Hand posieren sie verschmitzt für die Kamera – ein Blitzlicht lässt die Szene hell aufleuchten und fängt die Stimmung der Nacht ein. Die Wände sind mit Girlanden und Papiersternen geschmückt, eine Sonne aus Pappe blickt von der Wand herab, und hinter der Bar funkeln Flaschen und silberne Dekoration. Alles wirkt improvisiert und gleichzeitig liebevoll vorbereitet. Man meint den Lärm, das Lachen und das gesellige Treiben zu hören.

Wird Fasnacht gefeiert? Oder vielleicht Silvester?

V.l.n.r.: 1 Hans Küßner (1937-2020), 2 Bernd Studer (1932-2026), 3 Emil Kopp (1932-2022), 4 Wirtin Agathe Jordan (geb. Köpfler, 1922-1982)

Im Hintergrund wacht aufmerksam die Wirtin Agathe Jordan geb. Köpfler (1922–1982) über das Geschehen. Sie macht das Café über viele Jahre hinweg zu einem beliebten Treffpunkt.

Standort des Fotografen: 47.887584, 8.342065

Kapelle »Rio Combo« im Haus Adrion, ca. 1955

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Bernhard Adrion zur Verfügung.

Die Trommel schlägt den Takt, das Akkordeon setzt ein, und schon erklingt das Saxophon. Die Gitarre legt den Rhythmus darunter – und im Raum beginnt es zu kribbeln. Die vier Musiker der »Rio Combo« sind in ihrem Element, spielen mit Schwung und sichtbarer Freude. Gemeinsam bringen sie den Rhythmus der »wilden 50er« nach Löffingen.

Das Foto wird im Haus Adrion (Alenbergstr. 21) aufgenommen. Fritz Adrion sen. (1897-1971) gibt im Untergeschoß seines Hauses, dem so genannten »Tanzsaal«, Tanzunterricht. Nach den Kursabenden wird ein Abschlußball der Teilnehmer*innen veranstaltet. Die »Rio-Combo« ist meist die Hauskapelle. Bunte Girlanden und glitzerndes Aluminium tauchen den Raum in Feststimmung. Es ist Mitte der 1950er Jahre, die Kriegszeit ist vorbei, und die Menschen sehnen sich nach Tanz, Musik und unbeschwerten Momenten.

V.l.n.r.: 1 Erich Adrion (1926-2001), 2 Paul Siefert (geb. 1935), 3 Ewald Hepting (1933-2010), 4 Andreas Nobs (»Pan«, 1926-2005)

Standort des Fotografen: 47.886427, 8.342926

Fronleichnamsschmuck in der Alenbergstraße, ca. 1950

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Genoveva Kinast zur Verfügung.

In der NS-Zeit wurden die Prozessionen an Fronleichnam von den staatlichen Behörden behindert und eingeschränkt. In der Nachkriegszeit wird wieder an das religiöse Brauchtum angeknüpft. Nicht nur durch die Innenstadt führt die Prozession der katholischen Kirchengemeinde, sondern auch über den Alenberg.

Der gesamte Weg ist mit einem Blumenteppich versehen. Zweige mit jungem Grün sind links und rechts der Straße in das Pflaster gesteckt, um die Prozessionsstrecke einzurahmen. Zwischen dem Haus Gaede (Alenbergstr. 23) und dem Haus Zimmermann (Alenbergstr. 24) ist in diesem Jahr ein besonders aufwändig gestalteter Fronleichnamsschmuck installiert: Eine Art Ehrenpforte, von zwei Säulen getragen und von einem begrünten Bogen überspannt, der von einem kleinen Kreuz gekrönt wird.

Sie Säulen aus Gips sind vermutlich von der Gipser-Familie Adrion geschaffen worden, die gleich nebenan im Haus Alenbergstr. 21 wohnt.

Standort des Fotografen: 47.886412, 8.343143

Kommunionkind Erika Kienzle mit Mutter, ca. 1949

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Susanne Obergfell zur Verfügung.

Stolz stellt sich Erika Kienzle (verh. Schweizer, geb. 1941/42) mit ihrer Mutter Emma Kienzle (geb. Geisinger, 1915-2003) für ein Erinnerungsfoto auf. Erika Kienzle feiert heute ihre erste heilige Kommunion. Sie trägt ein weißes Kleid, ein Blumenkranz ist im Haar befestigt und sie hält ihre Kommunionkerze in der Hand. Das Foto wird in den Nachkriegsjahren aufgenommen: Der Vater Otto Kienzle (1910-1942) ist abwesend. Er war Soldat und kehrte nicht mehr in die Heimat zurück, weil er 1942 fiel.

Das Mädchen und seine Mutter stehen im Garten ihres Hauses in der Alenbergstraße.

Standort des Fotografen: 47.885194, 8.345083