Fasnachtsbändel über dem unteren Rathausplatz, Fasnacht 1975

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Bunt geht es zu am »Schmutzigen Dundschig«: Über den unteren Rathausplatz sind bunte Fasnachtsbändel aus Stofffetzen gespannt. Darunter tummeln sich die Närrinnen und Narren in ihren bunten Kostümen, einige Laternenbrüder und »Hansele« sind inmitten der Menge an ihrem »Häs« zu erkennen. Die farbenfrohe Szene wird vom Sonnenschein angestrahlt.

Soeben haben die 20-Jährigen den Narrenbaum vor dem »Café Fuß« aufgestellt. Der Blick fällt aus dem Rathaus auf den Platz. Im Vordergrund ist das Kriegerdenkmal zu erkennen, dessen Adler aus den Fasnachtsbändeln herausragt.

Standort des Fotografen: 47.883840, 8.344080

Narrengruppe in der Unteren Hauptstraße, Fasnacht 1987

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Blau-weiß kostümierte und geschminkte Harlekine ziehen bei der Straßenfasnacht durch das Städtchen. Sie haben Musikinstrumente bei sich, ein Akkordeon und ein Schellen-Tamburin, aber vor allem kleine Spielzeug-Saxophone aus Plastik. Auf dem Schild, das sie in die Kamera halten, steht: »Beulenflötenclub HHS«. Es handelt sich um Spieler des 1957 (wieder) gegründeten Handharmonika-Spielrings.

Standort des Fotografen: 47.883595, 8.343780

Trachtengruppe am Demetriusbrunnen, ca. 1938

Verlag A. Rebholz
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elisabeth Rosenstiel zur Verfügung.

Dass dieses Gruppenfoto der 1935 gegründeten Trachtengruppe in der NS-Zeit entstanden ist, sticht gleich ins Auge: Im Hintergrund sind sowohl das Mailänder Tor als auch das Haus von Flaschnermeister Ferdinand Willmann (Demetriusstr. 13) mit Hakenkreuz-Fahnen beflaggt. Und auch der Brunnen zeigt es an, denn es handelt sich um den alten, mit Gesichtern verzierten Demetriusbrunnen, der bei einem Fliegerangriff 1945 zerstört wird. Auf dem Brunnenrand haben die drei Tanzpaare der Trachtengruppe Platz genommen.

V.l.n.r. Karolina Auer, Engelbert Müller, Josefa Gebert, Karl Beha, Lina Rosenstiel, Josef Wölfle

Standort des Fotografen: 47.883756, 8.343789

Schneeberge auf dem unteren Rathausplatz, ca. 1955

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Das Städtchen hat sich in eine Winterlandschaft verwandelt. Auf dem unteren Rathausplatz türmen sich die Schneeberge, aus denen die Umzäunung beim Kriegerdenkmal herausragt. Fußgänger gehen auf der Straße, die gebahnt ist, weil auf den Gehwegen kein Durchkommen ist. Die Sonne scheint und lässt die Schneepracht auf den Dächern langsam aber sicher dahinschmelzen.

Standort des Fotografen: 47.883649, 8.344247

3 Fotos: Lehrerkollegium auf dem unteren Rathausplatz, Fasnacht 1971

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Nicht nur die Schüler*innen werden bei der Schülerbefreiung am »Schmutzigen Dunschdig« befreit, um sich an der Straßenfasnacht beteiligen zu können. Auch die Lehrer*innen werden losgelassen und strömen in das Städtchen. Auf dem unteren Rathausplatz versammeln sie sich zu einem Gruppenfoto.

Im Hintergrund sind das Mailänder Tor und daneben eine Baulücke zu sehen: Die Brandruine des Hauses von Mechanikermeister Müller (Demetriusstr. 13) ist abgetragen. An seiner Stelle wird bald ein Neubau der Sparkasse entstehen. Daneben stehen wie eh und je das Haus Egle (Demetriusstr. 14) und die Metzgerei Butsch (Demetriusstr. 15).

V.l.n.r.: 1 Günter Leber (1937-2025), 2 Josef Rohrwasser, 3 Marianne Glaser, 4 Maria Oser, 5 Karl Hauger, 6 Werner Waßmer, 7 Hannelore Cremer, 8 Maria Waßmer, 9 Helene Waßmer, 10 Ursula Krusekamp, 11 Gundula Hoede, 12 Gudrun Ewert, 13 Siegfried Ewert, 14 Hedy Staub, 15 Theo Herbstritt, 16 Willibald Petelka

Bei den Schüler*innen sind u.a. Konrad Benitz zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.883787, 8.343915

Nachtaufnahme vom verschneiten Unteren Rathausplatz, ca. 1955

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Nur die Straßenlaterne auf dem unteren Rathausplatz beleuchtet die Szenerie. Es hat geschneit. Rund um das Kriegerdenkmal und den Demetriusbrunnen liegt Schnee. Die Spuren auf dem Gehweg und auf der Straße zeigen an, dass die Einwohner vor dem Einbruch der Dunkelheit noch zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs waren. Festgehalten wurde das stimmungsvolle Bild von dem Buchbinder Albert Rebholz (1907-1962).

Standort des Fotografen: 47.883717, 8.344113

Weihnachtsmarkt beim Rathaus, ca. 1980

Dieses Foto stellte us dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Der Blick fällt vom Balkon des Hauses Willmann (Rathausplatz 8) auf die Marktbuden, die vor dem Rathaus aufgebaut sind. Es ist Adventszeit und der Weihnachtsmarkt findet gerade statt. Auf dem unteren Rathausplatz leuchtet der Weihnachtsbaum. Nur Schnee fehlt, um die adventliche Stimmung perfekt zu machen.

Standort des Fotografen: 47.883610, 8.344258

2 Fotos: Unterer Rathausplatz beim Hochwasser, 10. Juli 1975

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Der untere Rathausplatz gleicht einem riesigen See. Nur der Demetriusbrunnen und das Kriegerdenkmal ragen wie kleine Inseln aus der braunen Flut hervor. Am Donnerstag, dem 10. Juli 1975, geht über Löffingen ein heftiges Sommergewitter nieder. Innerhalb von nur drei Stunden fällt so viel Regen – 86 Liter pro m² –, dass der eingedolte Stettbach die Wassermassen nicht mehr aufnehmen kann.

Was sonst unterirdisch durch das Städtchen fließt, schießt nun ungebremst über die Straßen und strömt in mächtigen Wellen durch das Mailänder Tor. Auf dem Rathausplatz bleiben die Menschen in sicherer Entfernung: Sie beobachten trockenen Fußes das Hochwasser.

Standort des Fotografen: 47.883652, 8.344227

Unterer Rathausplatz mit Mailänder Tor, ca. 1959

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Das Mailänder Tor ist fast zur Hälfte vom Kriegerdenkmal verdeckt. Während der NS-Zeit war das schmiedeeiserne Gitter des 1896 errichteten Denkmals für die Rüstungsindustrie eingeschmolzen worden. Stattdessen legte man drumherum einen Ehrenhain an. Dieser wiederum verschwand in der Nachkriegszeit. Mit einem schmucklosen Maschendrahtzahn ist das Kriegerdenkmal jetzt einhegt.

Hinter dem 1954 eingeweihten Demetriusbrunnen ist das Haus Butsch (Demetriusstr. 15) zu erkennen. Metzgermeister Willy Butsch übernahm 1955 die Metzgerei von der Familie Werne. Es folgt das Haus Egle mit dem »Modewaren«-Laden von Klara Egle (Demetriusstr. 14). Daneben steht das Haus von Mechanikermeister Karl Müller (Demetriusstr. 13), vor dem Fahrräder und Mopeds zum Verkauf angeboten werden.

Standort des Fotografen: 47.883966, 8.344112

3 Fotos: Musikfest mit Bühne auf dem unteren Rathausplatz, Pfingsten 1974

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Der untere Rathausplatz ist voller Menschen. Dich gedrängt stehen sie beieinander. So international ist das Städtchen selten. An Pfingsten 1974 findet das 2. Internationale Jugendkapellentreffen mit 33 Kapellen aus Luxemburg, Österreich, Schweden, der Schweiz und der Bundesrepublik Deutschland statt. Auf dem unteren Rathausplatz wehen die Nationalfahnen der beteiligten Länder. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft des baden-württembergischen Kultusministers Prof. Dr. Wilhelm Hahn.

Standort des Fotografen: 47.883653, 8.344194

Unterer Rathausplatz, ca. 1954

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Der Demetriusbrunnen fehlt auf diesem Foto. Noch ist der im Zweiten Weltkrieg zerstörte Brunnen nicht durch einen neuen ersetzt worden. Die Häuser der Demetriusstraße mit dem Mailänder Tor stehen indes wie eh und je. Der Schnee auf den Staffelgiebeln, der wie Puderzucker wirkt, verschönert die Ansicht. Ein Lastwagen, der Holz geladen hat, biegt gerade an der Kreuzung in Richtung Donaueschingen ab.

Standort des Fotografen: 47.883631, 8.343535

Aufräumarbeiten in der Maienlandstraße nach dem Hochwasser, 10. Juli 1975

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.

Das Wasser ist glücklicherweise abgeflossen! Jetzt ist ersteinmal Aufräumen angesagt und alle packen mit an. Mit dem Rücken zum Fotografen stehen Erika Fritsche.

Stunden vorher hieß es noch Land unter im Städtchen. Bei einem kräftigen Sommergewitter am 10. Juli 1975 entluden sich sintflutartige Regenfälle. Innerhalb von drei Stunden wurde ein Niederschlag von 86 Liter pro m² gemessen. Der Stettbach, der normalerweise unter der Maienlandstraße eingedohlt durchfließt, konnte die Wassermassen nicht mehr fassen. Die Fluten ergossen sich über die Straße. 

Standort des Fotografen: 47.884265, 8.343510