Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Der Demetriusbrunnen fehlt auf diesem Foto. Noch ist der im Zweiten Weltkrieg zerstörte Brunnen nicht durch einen neuen ersetzt worden. Die Häuser der Demetriusstraße mit dem Mailänder Tor stehen indes wie eh und je. Der Schnee auf den Staffelgiebeln, der wie Puderzucker wirkt, verschönert die Ansicht. Ein Lastwagen, der Holz geladen hat, biegt gerade an der Kreuzung in Richtung Donaueschingen ab.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.
Das Wasser ist glücklicherweise abgeflossen! Jetzt ist ersteinmal Aufräumen angesagt und alle packen mit an. Mit dem Rücken zum Fotografen stehen Erika Fritsche.
Stunden vorher hieß es noch Land unter im Städtchen. Bei einem kräftigen Sommergewitter am 10. Juli 1975 entluden sich sintflutartige Regenfälle. Innerhalb von drei Stunden wurde ein Niederschlag von 86 Liter pro m² gemessen. Der Stettbach, der normalerweise unter der Maienlandstraße eingedohlt durchfließt, konnte die Wassermassen nicht mehr fassen. Die Fluten ergossen sich über die Straße.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Dichtes Gedränge herrscht am Schmutzigen Dunschdig auf dem unteren Rathausplatz. Gleich werden die Zwanzigjährigen den Narrenbaum vor dem Café Fuss aufstellen. Zwei Hansele stehen dicht umringt von anderen Schaulustigen.
Im Hintergrund ist die Ruine des Hauses Müller (Demetriusstr. 13) zu sehen, das 1969/70 abgebrannt war. Das Haus Egle (Demetriusstr. 14) ist gerade eingerüstet und wird renoviert. Offenbar muss der durch das Löschwasser entstandene Schaden behoben werden.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Zu den beliebtesten Fotomotiven im Städtchen gehört zweifelsohne diese Ansicht. Vor allem seit dem Wiederaufbau infolge des Großbrandes 1921 wird der Untere Rathausplatz mit dem Mailänder Tor und der Häuserzeile der Demetriusstraße mit ihren Staffelgiebeln immer und immer wieder fotografiert. Der Demetriusbrunnen im Vordergrund und der Staffelgiebel vom Café Fuss (Rathausplatz 5) im Hintergrund darf auf den Fotos nie fehlen. Am Dach des Mailänder Tores sind noch deutlich die Spuren des Kriegsschadens vom Zweiten Weltkrieg zu erkennen. Zunehmend parken Autos im Straßenraum. Vor dem Geschäft von Mechanikermeister Karl Müller (Demetriusstr. 13) stehen Fahrräder, Mopeds und Kinderroller.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Am »Schmutzigen Dunschdig« tragen die 20-Jährigen den Narrenbaum ins Städtchen. Vom Gasthaus »Pilgerhof« kommend, marschieren sie gerade am Haus der Witwe Kreszentia Honold (Maienlandstr. 2) vorbei. Dort begegnet ihnen eine Gruppe Narren, die als Bäcker verkleidet ist, darunter Herbert Kienzler und Inno Zahn.
Gleich werden die 20-Jährigen am unteren Rathausplatz ankommen. Im Hintergrund ist bereits das Mailänder Tor zu sehen. Danaben sind zwei Ruinen erkennbar: Das Haus von Mechanikermeister Karl Müller (Demetriusstr. 13) und das rückseitig angebaute Haus Schultheiß (Maienlandstr. 1) haben kurz zuvor gebrannt und sind völlig zerstört.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Vom Balkon des Hauses Rebholz (Rathausplatz 8) wird dieses Foto aufgenommen. Es ist Fronleichnam. Die Häuser im Städtchen sind festlich mit Tannenzweigen, Girlanden und Fahnen geschmückt. Links neben dem Demetriusbrunnen sind einige Maien gesteckt, vielleicht um die dort parkenden Autos zu verdecken. Eine Personengruppe steht neben dem kleinen Gärtchen vor dem Haus Siefert (Rathausplatz 6) und unterhält sich. Daneben parkt ein riesiger Lastwagen der Berliner Firma Wilken. Er ist bereits entladen. Werbung für »Eternit« ist am Anhänger angebracht, ein versteckter Hinweis darauf, was er vielleicht geladen hatte.
Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Das Haus von Mechanikermeister Karl Müller (Demetriusstr. 13), direkt neben dem Mailänder Tor gelegen, ist am 17. Oktober 1969 einem verheerenden Brand zum Opfer gefallen. Endlich verschwindet die Brandruine aus dem Stadtbild, sie wird abgerissen.
Den Brandplatz kauft die Bezirkssparkasse Neustadt, die bislang im Gasthaus »Adler« eine kleine Filiale unterhält, aber dringend mehr Platz benötigt. Sie wird anstelle des abgebrannten Hauses einen Neubau mit modernen Geschäftsräumen im Erdgeschoss und mit Wohnungen in den beiden Obergeschossen errichten.
Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Der »Tag des Sports« werden Wettkämpfen in Leichtathletik und im Schwimmen ausgetragen. Darüberhinaus findet ein Städtlelauf statt. Verschiedene Hindernisse sind im Städtchen aufgebaut, die die Sportler*innen überwinden müssen. Hier fällt der Blick vom Haus Willmann (Rathausplatz 8) auf den unteren Rathausplatz. Die Teilnehmer*innen des Städtlelaufs müssen sich durch ein Baugerüst hangeln. Eine Fahne des Turnerbunds ist daran angebracht.
Im Hintergrund ist das Mailänder Tor zu sehen. Daneben klafft eine Baulücke: Das Haus von Mechanikermeister Karl Müller (Demetriusstr. 13) fiel im Vorjahr einem Feuer zum Opfer und die Brandruine wurde mittlerweile abgetragen.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Luzia Heiler zur Verfügung.
Ernst Heiler (1923-1990) und Rosa Laufer (1928-2013) heiraten. Unter lautem Tschingderassabum der Stadtmusik zieht der Hochzeitszug mitten durch das Städtchen. Eine Schar von Kindern folgt aufgeregt. Vielleicht fallen für sie ein paar Münzen ab, um sich Süßigkeiten kaufen zu können?
Im Hintergrund ist das Kriegerdenkmal zur Erinnerung an den Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 zu sehen, mit dem Ehrenhain, der im Zweiten Weltkrieg angelegt wurde, als das Eisengitter für die Rüstungsindustrie eingeschmolzen wurde. Kriegsschäden sind deutlich am Dach des Mailänder Tores zu erkennen, das ausgeflickt werden musste. Daneben stehen das Haus von Mechanikermeister Karl Müller (Demetriusstr. 13), das Modewaren-Geschäft von Klara Egle (Demetriusstr. 14) und die Metzgerei von Johann Werne (Demetriusstr. 15). Der Demetriusbrunnen fehlt auf dem Bild: Der alte Brunnen wurde bei einem Fliegerangriff zerstört und der neue Demetriusbrunnen wird erst 1954 errichtet.
Diese Fotos stellten uns dankenswerterweise Rita Willmann und Gudrun Wörner zur Verfügung.
In einem großen Bogen bewegt sich der Hochzeitszug über den unteren Rathausplatz, vorbei am Mailänder Tor und der Bäckerei Fuß (Rathausplatz 5). Schließlich gibt der Bäckermeister Walter Fuß (1933-1999) heute seiner Frau Ingeborg geb. Horn (1932-1999) das Ja-Wort. Verwandte und Freunde begleiten das Paar zur Trauung in der katholischen Pfarrkirche St. Michael und anschließend zur Hochzeitsfeier im Gasthaus »Linde«.
Blickt man durch den Bogen des Mailänder Tores, dann erkennt man das angebaute Haus Schultheiß (Maienlandstr. 1).
Jahrzehntelang gehört dieser Anblick zum Städtchen: Der rauchende Schornstein der Holzindustriewerke Josef Benz A.G., kurz Sägewerk Benz genannt. Dieses Foto wird vom Rathausplatz aus aufgenommen. Zu sehen sind die Dächer der Häuser Müller (Demetriusstr. 13), Egle (Demetriusstr. 14) und Butsch (Demetriusstr. 15). Am 24. Juli 1970 vernichtet ein Großfeuer die Platten- und Kistenfabrikation. Im Herbst 1972 stellt das Sägewerk die Produktion schließlich ganz ein. Der Schornstein raucht fortan nicht mehr. Im Oktober 1984 wird der 1928 erbaute Benz-Kamin gesprengt.
Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Nicht nur die Schüler*innen werden am Schmutzigen Dunschdig befreit, sondern auch die Lehrer*innen. Sie ziehen danach durch die Straßen und kehren auch in der ein oder anderen Wirtschaft ein. Auf dem unteren Rathausplatz entstehen diese beiden Gruppenfotos, die nicht nur wegen des bunten Treibens im Vordergrund, sondern auch wegen eines Details im Hintergrund interessant sind. Das – direkt neben dem Mailänder Tor gelegene – Haus von Mechanikermeister Karl Müller (Demetriusstr. 13) hat kurz vorher gebrannt. Nur noch die Brandruine steht. Sie wird später abgetragen und dann der Neubau der Bezirkssparkasse Neustadt errichtet.
Auf den beiden Fotos sind zu sehen: Hannelore Cremer,Siegfried Dieterle, Gertrud Dom,Gudrun Ewert, Siegfried Ewert, Marianne Glaser,Karl Hauger, Theo Herbstritt, Gundula Hoede, Ursula Krusekamp,Günter Leber, Irmgard Noller-Fürstenberg,Sabine Reichhardt, Ulrich Venatier,Helene Waßmer,Maria Waßmer.