Dieses Foto stellte dankenswerterweise Gertrud Faller zur Verfügung.
Als »Tännlewieber« werden junge Frauen bezeichnet, die mit der Aufgabe betraut sind, im Wald junge Bäume zu pflanzen und andere leichtere Forstarbeiten zu übernehmen. Auf diesem Foto posieren sieben »Tännlewieber« mit fünf männlichen Jugendlichen. Als Kulisse wählen sie einen aus der Erde gerissenen Wurzelteller. Am unteren Bildrand wird die Aufnahme handschriftlich datiert: »Frühling 1931«.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Bärbel Rendina geb. Benz zur Verfügung.
Wie die Orgelpfeifen stehen die siegreichen Turner der Größe nach aufgestellt. Einige halten einen Lorbeerkranz in Händen, die Kleineren sind mit einem einzelnen Zweig geschmückt. Alle tragen ihre weiße Turnkleidung. Ganz links steht der Oberturnwart Anselm Zepf (1898-1989).
Noch dient der Platz vor dem Friedhof als Turnplatz. Im Hintergrund ist die Steinmetz-Werkstatt von Carl Häusle und die Häuser der Alemannenstraße zu sehen.
V.l.n.r.: 1 Anselm Zepf (1898-1989), 2 Leopold Strobel (1908-?), 3 ???, 4 Wilhelm Fehrenbach (1908-1943), 5 ???, 6 Ernst Keller, 7 ???, 8 ???, 9 Hermann Schultheiß (1912/13-?), 10 ???, 11 ???, 12 Josef Benz (1914-1962), 13 ???, 14 Erwin Egle
»Gewidmet vom Arbeiter-Fortbildungs-Verein Singen a/H. 18.6.1908« steht auf einer Schleife, die an der Vereinsfahne angebracht ist. Fünf Festjungfrauen in weißen Kleidern lassen sich mit drei Männern im Anzug für dieses Gruppenfoto aufnehmen. Die Männer gehören vermutlich dem 1868 gegründeten Arbeiterfortbildungsverein Löffingen an.
Der Löffinger Verein feiert sein 40-jähriges Jubiläum und hat vermutlich befreundete Vereine eingeladen. Der Singener Verein widmet offenbar eine Schleife.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Helene Krauß zur Verfügung.
In der 1905 gebauten Kinderschule (Bahhofstr. 9) ist auch die Nähschule untergebracht. Vor allem 14-jährige Mädchen werden hier nach ihrer Entlassung aus der Volksschule in Handarbeiten ausgebildet. Genäht wird mit Hilfe von Nähmaschinen, aber auch von Hand. Es wird aber auch gestickt. Das Mädchen ganz rechts hält einen Stickrahmen in der Hand und bestickt ein Taschentuch – vermutlich mit ihren Initialen. Traditionell wird die Aussteuer mit einer Stickerei und dem Monogramm verziert, insbesondere die Paradekissen und die oberen Bettlaken.
Wer erkennt die Mädchen? Zu sehen sind u.a. Helene Krauß (Kopf nach vorne gebeugt) und Bertel Schmid.
Die »Kinderschule« in der Bahnhofstraße dient nicht nur als Kindergarten für Kinder unter sechs Jahren. Sie wird auch von jungen Frauen besucht, die die Nähschule besuchen. Sie versammeln sich mit der Handarbeitslehrerin, dem Fräulein Josefa Kuster (1877-1948), zu einem Gruppenfoto hinter dem Gebäude. Nicht nur eine Nähmaschine wird für das Foto herbeigeschleppt, sondern auch eine Schneiderbüste, auf der ein selbst genähtes Kleid drapiert wird.
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Lore und Michael Fehrenbachsowie Gertrud Heizmann zur Verfügung.
Vor dem Kindergarten in der Bahnhofstraße haben sich die Schülerinnen der Nähschule zu einem Gruppenfoto versammelt. Einige tragen ein Maßband um den Hals, das sie beim Zuschneiden und Nähen benutzen. Die Puppe, die vorne in die Kamera gehalten wird, deutet darauf hin, dass die Schülerinnen auch ihre Aussteuer – und das bedeutet u.a. Babykleidung – nähen. Oder sie absolvieren zugleich einen Säuglingskurs.
1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1. Maria Faller (verh. Selb, 1919-1967), Hermine Strobel (verh. von Dungen, 1917-?) und Josefa Gebert (verh. Mayer) 2.Reihe, knieend, v.l.n.r.: Helene Häusler (verh. Krauß, 1912-2006) 3.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1. Maria Ganter (verh. Fehrenbach, 1920-1998), 2. ???, 3. Martha Brugger (verh. Trenkle, 1919-2013), 4. ???, 5. Maria Kopp (verh. Kiefer, 1919-1978)
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Elisabeth und Franz Isele sowie Karlheinz Maier zur Verfügung.
87 Kinder haben sich zu einem Erinnerungsfoto vor der »Kinderschule« in der Bahnhofstraße versammelt. Kaum vorstellbar, dass sie alle bei schlechtem Wetter in den Innenräumen des 1907 errichteten Gebäudes Platz finden konnten.
1907 wurde in Löffingen ein Frauenverein gegründet, der sich an die Stadtgemeinde mit der Bitte wandte, eine Kleinkinderschule zu bauen. Der Gemeinderat und der Bürgerausschuss stimmten für den Bau und stellten die dafür notwendigen finanziellen Mittel bereit. Sie verlangten aber vom Frauenverein, dass er die laufenden Betriebskosten übernehmen werde. Johanna Nägele geb. Wider (1850-1920), die damalige Vereinsvorsitzende, stellte das Grundstück in der Bahnhofstraße zur Verfügung. Im Oktober 1908 entsandte das Mutterhaus der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul katholische Nonnen nach Löffingen. Die erste war Schwester Sofia. In ihre Obhut wurden die Kinder gegeben.
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Else Egle und Hermann Egle zur Verfügung.
»Zur Erinnerung an meine Schulzeit«, steht auf dem Passepartout-Rahmen dieses Gruppenfotos. Die Kinder, die darauf zu sehen sind, sind alle noch nicht schulpflichtig, sondern besuchen die 1908 eröffnete »Kinderschule« in der Bahnhofstraße. In der angebauten Halle können sie spielen. Eine Schaukel ist auf der rechten Seite zu sehen. Eine Schaukel für 61 Kinder? Im Hintergrund sieht man den Holzvorrat für die kalten Wintermonate.
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Christa Egle sowie Klemens Rebholz und Cäcilia Runge zur Verfügung.
49 Kinder auf einem Haufen, die nicht wild durcheinander toben, sondern still sitzend darauf warten, dass der Fotograf den Auslöser drückt. Sie werden von mehreren »Kindergarten-Tanten« betreut, die in der letzten Reihe stehen.
Der Kindergarten bzw. die »Kinderschule« in der Bahnhofstraße wurde 1908 eröffnet. Die Leitung obliegt zwei Ordensschwestern aus dem Mutterhaus vom Heiligen Vinzenz vom Paul.
Wer erkennt die Kinder? 1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Marie Trenkle oder Maria Geisinger (verh. Rösch, 1916-2001), 2 ???, 3 ???, 4 Maria Geisinger (verh. Rösch, 1916-2001), 5 Emma Geisinger (geb. Kienzle, 1915-2003) oder Luise Straub (verh. Bader, 1914-2009), 6 Else Schwörer, 7 ??? (»Ketterli«), 8 Hilde Schultheiß (verh. Schulz), 9 ???, 10 ???, 11 ??? Strobel, 12 ??? Strobel 2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Else ???, 2 Emma Limb (verh. Binder, 1913-2005), 3 Rosa Kuster, 4 Johanna Ganter (verh. Rebholz, 1914-2003), 5 Hilda Rogg, 6 Adelheid ???, 7 Rosa Häusler, 8 ???, 9 Fränzili Guth, 10 ???, 11 Josepha Roth (verh. Rappenegger, 1915-1998), 12 Luise Strobel (verh. Trescher), 13 Berta Hall 3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Resli Fehrenbach, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ??? Hasenfratz, 6 Otto Ganter, 7 Fritz Thoma, 8 Konrad Bader (1915-1946), 9 ???, 10 ??? Strobel, 11 ???, 12 Erwin Egle (1915-1948) 4.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Hans Strobel (1913-1964), 3 ???, 4 ??? Rappenegger, 5 [Hans Jordan?], 6 Josef Benz (1914-1962, genannt »Diesebeppi«), 7 ???, 8 Hermann Schelling (1914-1998), 9 Willy Schmutz (1915-1992), 10 Karl Mogel, 11 Franz Kuster (1913-1943), 12 Hermann Kuster 5.Reihe, v.l.n.r.: 1 ??? Bader, 2 ???, 3 ???, 4 ??? Guth, 5 Hedwig Kraus, 6 ???, 7 Anna Beha (1903-?)
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Paula Veith zur Verfügung.
Eine Gruppe kleiner Kinder fasst sich an den Händen und tanzt im Kreis – ein sogenannter Kinderreigen. Die Szene spielt sich vor dem »NSV-Kindergarten« (Bahnhofstr. 9) ab. Über der Tür ist der Name des Kindergartens in Frakturschrift angebracht. Neben der Tür hängt ein kleines Schild mit dem Logo der NSV.
Die Nationalsozialistische Volkswohlfahrt (NSV) ist eine der wichtigsten Organisationen im sozialpolitischen Bereich des NS-Staates und hat unter anderem die Aufgabe, Kinderbetreuung im Sinne der NS-Ideologie zu organisieren. Dieses scheinbar harmlose Alltagsbild ist deshalb auch ein Beispiel für die Durchdringung aller Lebensbereiche mit nationalsozialistischer Propaganda – selbst in frühkindlichen Institutionen. Die Kleinkinder lernen z.B. den Spruch: »Händchen falten, Köpfchen senken – immer an den Führer denken. Er gibt euch euer täglich Brot und rettet euch aus aller Not.«
Wer erkennt die Kinder? Zu sehen sind u.a. Brigitte Schweizer (verh. Sahr, geb. 1941, 6.v.l.), Elmar Bader (1940-2017) und Gerda Stöhr (1941-2010).
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Elisabeth Keller und Paul Siefert zur Verfügung.
Vor dem Gasthaus »Ochsen« hat sich eine Festgesellschaft zu einem Erinnerungsfoto aufgebaut. Anlass ist das goldene Ehejubiläum des Seifensieders Anton Benz (1848-1936) und seiner Ehefrau Rosalia Benz geb. Heizmann (1849-1932). Die beiden hatten am 12. November 1874 geheiratet und zwölf Kinder bekommen.
Die Jubilarin und der Jubilar sitzen in der ersten Reihe in der Mitte, eingerahmt von ihren Kindern, Enkeln und Urenkeln. Die Eingangstür des Gasthauses ist mit Tannenreisig geschmückt. Über der Tür hängt ein Schild mit der Zahl »50« und dem Sinnspruch: »Lobe den Herrn / und vergiss nicht / was Er dir Gutes / getan«.
1.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 2.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: ???, ???, ???, Jubilarin Rosalia Benz, Jubilar Anton Benz, ???, Elisabeth Gebert (geb. Benz, 1897-1958), ??? 3.Reihe, stehend, v.l.n.r.: ???, ???, Sägewerkbesitzer Josef Benz (1882-1932), ???, ???, ? Benz, ???, ??? 4.Reihe, stehend, v.l.n.r.: ???, ???, Anna Benz (verh. Strobel, 1906-1986)