Dieses Foto stellte dankenswerterweise Carola Hannes zur Verfügung.
Das Logo des Turnerbundes ziert die Sportkleidung von sechs der neun Frauen, die sich zu diesem Gruppenfoto aufgestellt haben. Sie gehören der Damenriege des 1905 gegründeten Vereins an. Das Foto könnte am 11. August 1929 entstanden sein, als neun Turnerinnen am Landesfrauenturnen in Gaggenau teilnehmen.
V.l.n.r.: 1 ??? Neuberger, 2 Rosa Wagner (geb. Egle, 1905-?), 3 Elisabeth Hepting (geb. Münzer, 1897-1982), 4 ??? Mündle, 5 Anna Studer, 6 Karolina Greuter (verh. Auer, 1907-?), 7 Rosa Henzler (1900-?), 8 Rosa Adrion, 9 Else Egle (Glaserei)
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Verena Neumann zur Verfügung.
Schätzungsweise aus einem Fenster des Hauses Fuß (Rathausplatz 5) wird dieses Foto aufgenommen. Zu sehen ist das Haus Guth (später Schmid) am Rathausplatz. Ins Auge stechen zunächst die baulichen Veränderungen, die an dem 1909 erbauten Haus kurz zuvor vorgenommen wurden. Die Haustür und die beiden rundbogigen Fenster wurden durch ein breites Schaufenster ersetzt, in dessen Mitte sich der Eingang zum Ladengeschäft befindet. Die Fassade ist noch nicht neu verputzt. Eigentümer des Hauses ist seit 1953 der Kaufmann und Textilvertreter Karl Guth. Wie in der Auslage zu erkennen ist, wird Bekleidung verkauft. 1962 verkauft Guth das Haus an den Schuhmachermeister Emil Schmid und dessen Ehefrau Mathilde geb. Geisinger, die darin ein Schuhgeschäft eröffnen.
Ein Volkswagen parkt vor dem Haus. Vor dem Nachbarhaus von Familie Siefert (rechts) steht eine stattliche Fichte, die das Dach überragt. Sogar ein kleines Gärtchen, das von einem weißen Holzzaun eingerahmt wird, findet seinen Platz. Es muss später einem Gehweg und Autoparkplätzen weichen. Rechts im Vordergrund ist die Spitze des Kriegerdenkmals zu erkennen, auf der der Adler thront.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Karl Benz zur Verfügung.
Die Mädchen vorne, die Jungs hinten. Der Unterricht ist zwar koedukativ, aber für das Klassenfoto werden die Geschlechter strikt getrennt. Die 19 Mädchen tragen alle knielange Kleider. Ihre Blusen sind bis oben geschlossen. Sie haben lange Haare, einige tragen eine Schleife im Haar. Die 13 Jungs tragen dunkle Jacken, unter denen weiße Hemdkragen hervorschauen. In der Mitte der Klasse steht Hauptlehrer Ferdinand Eggert. Seit 1880 wirkt der Pädagoge an der Volksschule in Löffingen, die im Rathaus untergebracht ist. 1919 geht er nach 40 Schuljahren in den Ruhestand.
Die Schülerinnen und Schüler gehören dem Geburtsjahrgang 1899/1900 an.
1.Reihe, v.l.n.r.: Anna Hepting (verh. Ganter, 1900-?), ???, ???, ???, ???, ???, ???, ???, ???, Agathe Benz (verh. Benz, 1899-1968) 2.Reihe, v.l.n.r.: ???, ???, ???, ???, ???, Lehrer Ferdinand Eggert, Luise Vogel (verh. Müller, 1900-?), Elisabeth Steidlinger (verh. Kress, 1899-1989), ???, ??? 3.Reihe, v.l.n.r.: 4.Reihe, v.l.n.r.: Paul Benitz (1899-1979), Franz Schweizer (1899-1971)
Aus: Festschrift »25 Jahre Handharmonika-Spielring Löffingen und Umgebung, 1957-1982«
Bereits 1934 wurde ein Handharmonika-Spielring gegründet. Die Initiative dazu hatten der Hafnermeister Josef Bader und der Steinmetzmeister Karl Häusle ergriffen. Zu ihnen gesellte sich der Bäckergeselle (und spätere Bäckermeister) Wilhelm Willmann, der nach der Vereinsgründung auch als Dirigent fungierte. Die Gruppe fand schnell weitere Anhänger und umfasste schließlich zehn Spieler, die nicht nur in Löffingen, sondern auch in umliegenden Dörfern wohnten.
Auf dem Foto zu sehen sind: Paul Benz (Seppenhofen), Eugen Hepting (1921-2011), Erich Sibold, Paul Bausch (Seppenhofen), Franz Vogt (*1920), Maria Nägele (Mitte), Dirigent Wilhelm Willmann (*1910), Artur Egle, Rudolf Wider (vorne rechts im Gras), Otto Willmann (Döggingen), Fritz Nägele (1918-1946).
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Marie-Luise Schlenker und Inge Benitz zur Verfügung.
Der Jahrgang 1936/37 versammelt sich zu einem Gruppenfoto vor dem Schuleingang. Die 14-jährigen Jungs und Mädchen beenden ihre Schulzeit in der Volksschule. Jetzt heißt es für sie, weiterführende Schulen zu besuchen und einen Beruf zu erlernen. Die Klasse hat einen deutlichen Überschuss an Jungs: 21 Jungs und nur neun Mädchen! Mit auf dem Bild ist der Klassenlehrer Emil Schlachter.
Wer kennt die Namen der Schulabgänger auf dem Foto?
1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Hela Fuß, 2 Anneliese Heizmann (verh. Scholl), 3 Veronika Krauß (verh. Klose), 4 Friedegard Faller (verh. Sibold), 5 Irma Zepf (verh. Hasenfratz), 6 Irmgard Guth (verh. Zepf) 2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Paul Straub, 2 Egon Wehrle, 3 Lotte Seilnacht (verh. Smith), 4 Bruno Schwanz, 5 Elisabeth van den Heuvel (verh. Laule), 6 Bernd Schmid, 7 Inge Sauter (verh. Benitz), 9 ??? Trabert, 9 Hermann Beha 3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Siegfried Nüssle, 2 Bruno Nägele, 3 Hermann Zahn, 4 Albin Keller, 5 Emil Benz, 6 Gottfried Dorer, 7 Karl Sibold, 8 Ernst Meßmer, 9 Eugen Fehrenbach (1937-2026) 4.Reihe, v.l.n.r.: 1 Alfons Schlenker, 2 Berthold Fehrenbach, 3 Waldemar Zepf, 4 Josef Beer, 5 Ferdinand Hasenfratz, 6 Ernst Fritsche
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Regina und Rudi van den Heuvel zur Verfügung.
Familie Sibold versammelt sich zu einem Gruppenfoto. Die Eheleute Matthias Sibold und Luzia Sibold (geb. Bader) sitzen in der ersten Reihe. Matthis Sibold (1840-1916) ist Schuhmacher von Beruf. Er wurde 1840 in Löffingen geboren. Er wuchs im Haus Nr. 7 (heute Rathausplatz 8) auf. Sein Vater Conrad Sibold verunglückte tödlich bei einem »Sturz in den Stettbach vor dem Thor«. Als 23-Jähriger heiratete Matthias Sibold am 22. Oktober 1863 seine Ehefrau Luzia Sibold (geb. Bader, 1841-1908), die aus Seppenhofen stammte. Auf dem Foto ist das Ehepaar Sibold mit seinen Kindern zu sehen.
1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Matthias Sibold (1840-1916), 2 Viktor Sibold (1878-1936), 3 Agathe Sibold (verh. Preuß, 1882-1967), 4 Luzia Sibold (geb. Bader, 1841-1908) 2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Josef Sibold, 2 Anna Sibold (verh. Hummel, 1868-?), 3 Josefa Sibold (verh. Gromann, 1863-1937), 4 Maria Sibold (verh. Göhry, 1874-?), 5 Karl Sibold (1867-?)
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Walter und Johanna Nägele zur Verfügung.
Ein Schild mit der Hausnummer »219« ist über der Haustür angebracht. Agatha Geisinger (geb. Beha, 1906-?) steht mit ihrer Schwester Lina Geisinger und ihrer Tochter Johanna Geisinger vor dem Hauseingang. Es ist ihr Elternhaus: Von ihren Eltern Karl und Luise Beha hat sie es übernommen, sie wohnt hier nun mit ihrem Ehemann Alfred Geisinger (1903-?), der Sägearbeiter ist. Ihre Tochter steht in der Mitte und trägt eine Uniform der Jungmädel für 10- bis 14- Jährige, mit weißer Bluse, dunklem Rock und Krawatte.
Das Foto wird in den letzten Kriegsmonaten aufgenommen. Am rechten Bildrand ist eine Mauer zu erkennen, die vor der Hausfassade errichtet wurde, um einen Splitterschutz gegen Bomben zu bieten.
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Walter und Johanna Nägele zur Verfügung.
Familie Geisinger steht vor ihrem Haus in der Vorstadtstraße. Der Sägearbeiter Alfred Geisinger (1903-?) und seine Ehefrau Agatha Geisinger (geb. Beha, 1906-?), die Schneiderin von Beruf ist, wohnen hier. Alfred Geisinger trägt eine Wehrmachtsuniform, er ist wohl auf Heimaturlaub. Denn es herrscht Krieg. Auf dem Foto ist dies deutlich daran zu erkennen, dass vor der Hausfassade eine Mauer aufgebaut ist, um einen Splitterschutz gegen Bomben zu bieten.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hilde Adrion zur Verfügung.
Die Arbeit ist getan – jetzt bleibt Zeit für ein Erinnerungsfoto. Sechs Waldarbeiter versammeln sich um den mächtigen Baumstumpf. Zwei haben es sich darauf bequem gemacht, einer steht ganz oben und stemmt selbstbewusst die Hand in die Hüfte. Die übrigen Männer gruppieren sich darunter. Hinter ihnen liegt der gefällte Stamm auf dem Waldboden.
Auch das Werkzeug wird für den Fotografen wirkungsvoll in Szene gesetzt. Äxte und Sägen lehnen kreuz und quer am Baumstumpf. Das Fällen eines solchen Baumes ist schwere körperliche Arbeit: Mit Axt und großer Handsäge wird der Stamm bearbeitet, Motorsägen gehören noch nicht zum Arbeitsalltag im Wald.
Ringsum sind weitere gefällte Stämme zu erkennen. Zwischen den hohen, gerade gewachsenen Bäumen öffnet sich bereits eine größere Schlagfläche. Für einen Moment unterbrechen die Männer ihre Arbeit und posieren stolz mit dem Baum, den sie gemeinsam zu Fall gebracht haben.
1.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Rupert Hepting (1905-1990), 3 ???, 4 Josef Bader, 5 ??? 2.Reihe: 1 Emil Schlenker (1907-1999)
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Walter und Johanna Nägele zur Verfügung.
Auf dem Sägeblatt, das die beiden Waldarbeiter in der Bildmitte halten, steht mit Kreide geschrieben: »Holzhauer Löffingen 10.III.1927«. Die Männer präsentieren sich und ihr Werkzeug stolz vor einem gefällten Baum – nach getaner Arbeit. Fünf Pferde stehen bereit, um die gefällten Baumstämme aus dem Wald zu ziehen.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Theo Walz zur Verfügung.
Diese Sprungschanze der Marke Eigenbau ist garantiert nicht TÜV-geprüft. Aber sie erfüllt ihren Zweck und bereitet Jung und Alt eine riesen Gaudi. Wintersport an der »Wanne«!
Der Blick fällt über die noch unbebaute »Breite« in Richtung Firmengelände der Holzindustriewerke Josef Benz AG. Dahinter ist das Haus Hohlgasse 8 zu sehen. Weiter in der Ferne sind auf der schneebedeckten Anhöhe von Stettholz einige Aussiedlerhöfe zu erkennen. Das Foto kann also frühestens Ende der 1950er Jahre entstanden sein.
Diese Fotos stellten uns dankenswerterweise Carola Hannes, Petra Nobs und Paula Veith zur Verfügung.
Zwei Fasnachtsgruppen stehen in einem Garten, vermutlich auf dem Grundstück von Dr. Gugelberger in der Maienlandstraße. Schnee ist weit und breit nicht zu entdecken, dafür aber auffallend viel Militär, in Uniformen gekleidet, mit Militärorden dekoriert, mit Säbeln bewaffnet, mit Uniformmützen und sogar Pickelhauben gekrönt. Schnell wird klar, dass hier das Militär, insbesondere das preußische, auf die Schippe genommen wird. Die beiden Fotos sind gegen Ende der Weimarer Republik entstanden, als das Kaiserreich schon etliche Jahre untergegangen war und auch der Schrecken des Ersten Weltkrieges zu verblassen begonnen hatte. Vor der Novemberrevolution 1918 hätte eine solche Fasnachtsgruppe wohl den Straftatbestand der Majestätsbeleidigung erfüllt. 1930 lautet das Fasnachtsmotto: »Generalmusterung und Besuch seiner Majestät des Kaisers«.
Das obere Gruppenfoto ist mit dem Titel »Der abgedankte Kaiser Wilhelm mit wenig Gefolge« beschriftet. Der letzte deutsche Kaiser Wilhelm II. (1859-1941), der im Zuge der Revolution am 9. November 1918 abdanken musste, ist an seinem sprichwörtlichen »Kaiser-Wilhelm-Bart« zu erkennen. Er trägt natürlich Uniform, schließlich wurde ihm ein ausgesprochener Faible für die unterschiedlichsten Uniformen nachgesagt, und eine Pickelhaube. Wilhelm II. hat sich bei einem holländischen Mädchen eingehakt, wodurch symbolisiert wird, dass er im niederländischen Exil lebt. Sein Gefolge ist auf vier Personen zusammengeschrumpft. Von seiner einstigen Machtfülle als deutscher Kaiser und König von Preußen ist nichts mehr geblieben.
Das untere Gruppenfoto ist nicht betitelt, sodass offen bleiben muss, welche Szene die neun Fasnachtsnarren darstellen. Acht von ihnen sind in Uniformen gekleidet, sie tragen Militärmützen bzw. eine Pickelhaube, nur einer scheint in zivil gekleidet zu sein, er trägt einen Zylinder.
Wer weiß wie die Fasnachtsnarren auf den beiden Fotos heißen?
Oberes Foto, v.l.n.r.: ???, Hermann Ganter, ???, Otto Fürst, Hermann Auer
Unteres Foto, v.l.n.r.: ???, ???, ???, ???, Josef Benitz (mit Pickelhaube), ??? Strobel, Franz Schweizer, Karl Bader (in Zivil), Franz Bader