Theaterstück mit der »Frauenfeuerwehr«, ca. 1940-1950

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Ursula Moch-Weiss zur Verfügung.

Die »Frauen-Löschgruppe« in der Feuerwehr wird 1942 gegründet, als viele Männer im Krieg sind. Insgesamt 25 junge Frauen werden für den Dienst in der Feuerwehr gewonnen und entsprechend ausgebildet. Unter Anleitung von Karl Glunk und Franziska Heiler finden wöchentliche Übungen statt, um die Frauen in Theorie und Praxis mit den Löschgeräten vertraut zu machen.

Die vier Frauen auf dem Foto gehören auch einer »Frauenfeuerwehr« an. Sie sind aber nicht in einem wirklichen Einsatz, sondern stehen auf einer Bühne. Es sieht nach einem Theaterstück aus, das vermutlich bei der »Wieberfasnet« aufgeführt wird. Die vier Frauen scheinen den Dienst in der Feuerwehr auf witzige Art und Weise zu persiflieren.

Wer weiß, wer die vier Frauen sind? Wann und wo stehen sie auf der Bühne?
Die 1.v.l. ist Anna Beha (1903-?).

Standort des Fotografen: ???

Schulklasse des Jahrgangs 1938/39 mit Lehrer Willig, 1948/49

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Erika Fritsche zur Verfügung.

Der Krieg ist vorbei. Der Schulbetrieb läuft wieder normal, auch wenn die Entnazifizierung von Lehrpersonal und Schulinhalten noch auf sich warten lässt. Die Mädchen und Jungen des Geburtsjahrgangs 1938/39 versammeln sich zu einem Klassenfoto. Zusammen mit Hauptlehrer Emil Willig (1900-?) stehen sie vor dem Schuleingang. Willig stammt gebürtig aus Freiburg und ist seit 1935 Lehrer in Löffingen.

Der Rundbogen des Eingangsportals im Hintergrund ist mit Holzbrettern verschalt, ein Sprossenfenster ist eingesetzt, bei dem jedoch eine Glasscheibe herausgebrochen und notdürftig repariert ist. Offenbar handelt es sich um ein Relikt aus Kriegstagen, als das Gebäude gegen Bombardements geschützt werden sollte. Der Gebäudekomplex von Schule und Festhalle diente damals auch als Umsiedlungslager für so genannte Volksdeutsche.

Wer erkennt die Schülerinnen und Schüler? 

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 Brunhild Bader (verh. Stockmar, 1938-2006), 4 ???, 5 Carola Laule (verh. Scherer), 6 ???, 7 ???, 8 ???, 9 ???, 10 Brunhilde Zahn, 11 Lehrer Emil Willig
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 Inge Hepting (verh. Mayer), 6 ???, 7 ???, 8 ???, 9 Sabine Strobel (verh. Hornstein), 10 ???
3.Reihe, v.l.n.r.: ???, ???, ???, ???, Adolfine Heizmann (1939-1963, 4.v.r.), Ferdinand Schultheiß (3.v.r.), ???, ???
4.Reihe, v.l.n.r.: Helga Stöhr (verh. Küßner, 4.v.r.), ???, Johann Fritsche (2.v.r.), ???
5.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Karl Heizmann, 3 ???, 4 ???, 5 Franz Braun (1937-2021), 6 Franz Vogelbacher, 7 ???, 8 ???

Zum Jahrgang gehören vermutlich auch: Karl Schreiber, Veronika Geisinger (verh. Beer), Margret Beha (verh. Marx)

Standort des Fotografen: 47.882382, 8.347795

Vieh am Brunnen in der Alenbergstraße, ca. 1948

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Hilda Hepting zur Verfügung.

Während das Vieh am Laufbrunnen steht und trinkt, gibt es für Hilda Hepting und Hans-Peter Fehrenbach (geb. 1939) ein Verschnaufspäuschen. Sie stehen in der Alenbergstraße an einem Holzzaun und lächeln in die Kamera. Der Junge hält einen Holzbengel in der Hand, mit dem er das Vieh durch die Straße treibt.

Der holzverschindelte Giebel am rechten Bildrand gehört zum Haus vom Landwirt Rudolf Selb und seiner Ehefrau Anna geb. Maier (Alenbergstr. 34). Wo noch die Obstbäume stehen, wird später die Fürstenbergstraße gebaut. 

Standort des Fotografen: 47.888391, 8.341742

Hepting-Kinder mit ihrer Gotti in der Dittishauser Straße, ca. 1945

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Hilda Hepting zur Verfügung.

Die Kinder von Rupert und Sophie Hepting geb. Jonner stehen zusammen mit ihrer Gotti in der Dittishauser Straße: Ewald Hepting (1933-2010), Inge Hepting (verh. Mayer) und Rita Hepting (verh. Zimmermann, geb. 1941). Agathe Bammert geb. Jonner ist die Schwester der Mutter. Sie ist in Neustadt verheiratet. 

Die Dittishauser Straße ist noch nicht asphaltiert und obwohl es die Durchgangsstraße ist, herrscht kein Verkehr. Am rechten Bildrand wird Holz gelagert: Baumstämme, Reiswellen und Bretter. Im Hintergrund steht das Haus von Säger Franz Xaver Sperrer (Dittishauser Str. 9).

Standort des Fotografen: 47.885385, 8.349146

Familie Fehrenbach mit Wagengespann in der Maienlandstraße, ca. 1940

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Hilda Hepting zur Verfügung.

Vor ihrem Haus in der Maienlandstraße steht Familie Fehrenbach. Der Landwirt Julius Fehrenbach (1877-1967) hatte das Anwesen 1905 von den Erben der im Vorjahr verstorbenen Cäcilie Ritter gekauft. Er hatte 1903 seine Ehefrau Luise Fehrenbach geb. Jordan (1879-1945) geheiratet. Das frisch verheiratete Ehepaar war dabei, eine Familie zu gründen. Also brauchten sie ein eigenes Haus. Sie bekamen sechs Kinder. Gemeinsam betrieben sie die Landwirtschaft.

Das Foto ist vermutlich in den 1940er Jahren entstanden, da mittlerweile die Enkelgeneration geboren ist, wie an den Kindern auf dem Arm und im Kinderwagen unschwer zu erkennen ist. Sohn Fritz Fehrenbach (1904-1973) ist mit Sofie Fehrenbach geb. Guth (1909-1999) verheiratet. Die Familie steht vor einem Wagengespann, der von Kühen gezogen wird. Im Hintergrund ist das Haus Schiehle (Maienlandstr. 32) zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.888558, 8.341877

Pavillon auf dem Alenberg, ca. 1940/41

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Bölle zur Verfügung.

Am Rande des Kurparks steht ein holzverschindeleter Pavillon. Bei einem Spaziergang läßt sich Gertrud Schmid (1925-2005) mit ihrem jüngeren Bruder Bernd Schmid davor fotografieren. Durch den Pavillon hindurch lässt sich die Adolf-Hitler-Schule erspähen.

Standort des Fotografen: 47.885632, 8.345035

Schulklasse des Jahrgangs 1941 mit Lehrer Schlachter, 1948/49

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Renate Fehrenbach sowie Regina und Rudi van den Heuvel zur Verfügung.

Sieben oder acht Jahre sind sie alt, die Mädchen und Jungen auf dem Klassenfoto. Zusammen mit ihrem Lehrer Emil Schlachter versammeln sie sich vor dem Schuleingang, um ein Erinnerungsfoto aufzunehmen.

Der Rundbogen des Eingangsportals im Hintergrund ist mit Holzbrettern verschalt, ein Sprossenfenster ist eingesetzt, bei dem jedoch eine Glasscheibe herausgebrochen und notdürftig repariert ist. Offenbar handelt es sich um ein Relikt aus Kriegstagen, als das Gebäude gegen Bombardements geschützt werden sollte. Der Gebäudekomplex von Schule und Festhalle diente damals auch als Umsiedlungslager für so genannte Volksdeutsche.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Hilde Herriegel, 2 Hannelore Willmann (verh. Bausch, geb. 1941), 3 Heidi Allinger (geb. 1941), 4 ???, 5 Antonie Laufer (verh. Fehrenbach), 6 Karin Schulz, 7 ???, 8 Erika Kienzle (verh. Schweizer), 9 Helga Ritter, 10 Rita Hepting, 11 Marie Luise Laufer, Lehrer Emil Schlachter
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Norbert Welte, 2 Brigitte Schweizer (verh. Sahr), 3 Brigitte Berger, 4 Gerda Schlachter, 5 Elisabeth Guth, 6 Anneliese Mayer, 7 Christel Jordan (verh. Kaiser, 1941-2022), 8 Siegrid Heinrich, 9 Oskar Schlachter (1941-2011)
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Renate Hirt, 2 Joachim Werne, 3 Lothar Schulheiß (geb. 1941), 4 Roswitha Schmid (verh. Steidle), 5 Hans Riedlinger, 6 Lothar Schultheiß, 7 Margarete Kaltenbrunner, 8 Michael Krotz, 9 Gerd Fritschi
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Walter Zeller, 3 Rudolf van den Heuvel (1941-2026), 4 ???, 5 ???, 6 Heinz Tröndle, 7 Willi Fehrenbach (1941-2018), 8 Elmar Bader (1940-2017), 9 Helmut Mösch (in die USA ausgewandert), 10 ???, 11 Peter Kaiser (1941-2018), 12 Horst Fehrenbach

Standort des Fotografen: 47.882382, 8.347795

Familie Geisinger vor ihrer Haustür in der Vorstadtstraße, ca. 1945

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Walter und Johanna Nägele zur Verfügung.

Ein Schild mit der Hausnummer »219« ist über der Haustür angebracht. Agatha Geisinger (geb. Beha, 1906-?) steht mit ihrer Schwester Lina Geisinger und ihrer Tochter Johanna Geisinger vor dem Hauseingang. Es ist ihr Elternhaus: Von ihren Eltern Karl und Luise Beha hat sie es übernommen, sie wohnt hier nun mit ihrem Ehemann Alfred Geisinger (1903-?), der Sägearbeiter ist. Ihre Tochter steht in der Mitte und trägt eine Uniform der Jungmädel für 10- bis 14- Jährige, mit weißer Bluse, dunklem Rock und Krawatte. 

V.l.n.r.: 1 Agathe Geisinger (geb. Beha, 1906-?), 2 Johanna Geisinger (verh. Nägele, geb. 1932), 3 Lina Herrenweger (geb. Beha, 1902-1994)

Das Foto wird in den letzten Kriegsmonaten aufgenommen. Am rechten Bildrand ist eine Mauer zu erkennen, die vor der Hausfassade errichtet wurde, um einen Splitterschutz gegen Bomben zu bieten.

Standort des Fotografen: 47.884732, 8.345834

Familie Geisinger vor ihrem Haus in der Vorstadtstraße, ca. 1940-1944

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Walter und Johanna Nägele zur Verfügung.

Familie Geisinger steht vor ihrem Haus in der Vorstadtstraße. Der Sägearbeiter Alfred Geisinger (1903-?) und seine Ehefrau Agatha Geisinger (geb. Beha, 1906-?), die Schneiderin von Beruf ist, wohnen hier. Alfred Geisinger trägt eine Wehrmachtsuniform, er ist wohl auf Heimaturlaub. Denn es herrscht Krieg. Auf dem Foto ist dies deutlich daran zu erkennen, dass vor der Hausfassade eine Mauer aufgebaut ist, um einen Splitterschutz gegen Bomben zu bieten.

V.l.n.r.: 1 Lina Herrenweger (geb. Beha, 1902-1994), 2 Johanna Geisinger (verh. Nägele, geb. 1932), 3 Agatha Geisinger (geb. Beha, 1906-?), 4 ???, 5 Luise Beha geb. Bader (1874-1958), 6 Alfred Geisinger (1903-?) mit 7 ???

Standort des Fotografen: 47.884732, 8.345834

Familie Bader vor ihrer Haustür in der Oberen Hauptstraße, ca. 1948

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Luzia Bader zur Verfügung.

Stolz hält Karl Bader (1902-1971) sein Töchterchen Luzia (geb. 1946) auf dem Arm. Der Landwirt war nach dem Krieg gesund nach Hause zurückgekehrt. Als Flieger in der Luftwaffe hatte er am Krieg teilgenommen. Während eines Fronturlaubs in der Heimat hatte er 1943 geheiratet, aber erst jetzt können er und seine Frau Maria geb. Schupp (1906-1973) eine Familie gründen. Im Hintergrund steht Konrad Bader (1868-1958), der greise Familienpatriarch.

Standort des Fotografen: 47.885007, 8.349212

Feuerwehrmänner vor der Festhalle, ca. 1945-1950

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Jutta Knöpfle zur Verfügung.

Der Anlass, zu dem dieses Foto aufgenommen wird, ist unbekannt. Feuerwehrmänner stehen vor der Festhalle, ein paar Buben sind auch in Reih und Glied angetreten. Im Hintergrund ist die Festhalle und am Hang das kleine Häuschen von Peter Rombach (1891-?) und seiner Frau Anna (1889-?) zu sehen.

Weitere Häuser in der Haslachstraße sind nicht zu erkennen, so dass das Foto vermutlich vor Beginn der 1950er Jahre entsteht. Da aber – trotz des offiziellen Anlasses – auch keine Hakenkreuzfahnen zu erkennen sind, ist das Foto vermutlich in die frühe Nachkriegszeit zu datieren. 

Standort des Fotografen: 47.883132, 8.347734

Familie Häusle mit Täufling und Hebamme in der Oberen Hauptstraße, ca. 1940

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Maria Kuster zur Verfügung.

Es ist Winter. Schnee liegt am Straßenrand. Eine Personengruppe steht an der Kreuzung von der Oberen Hauptstraße und der Dittishauser Straße. Man kommt gerade aus der katholischen Pfarrkirche St. Michael zurück, wo ein neugeborenes Baby soeben getauft wurde. Getragen wird es von der Hebamme Maria Häusle (geb. Schultheiß, 1883-1966). Drei Kinder, die zur Feier des Tages herausgeputzt sind, springen herum. Doch wie heißt der Täufling?

V.l.n.r.: 1 Steinmetz Karl Häusle (1878-1956), 2 Maria Häusle (verh. Kuster, 1921-2006), 3 Hebamme Maria Häusle (geb. Schultheiß, 1883-1966)

Die Kinder sind u.a. Ewald Hepting (1933-2010) und Inge Hepting (verh. Mayer, geb. 1938/39).

Standort des Fotografen: 47.884664, 8.348151