Familie Nägele hinter ihrem Haus in der Oberen Hauptstraße, ca. 1928

Sammlung Familie Waßmer

Elf Kinder haben der Landwirt und Steinbruchbesitzer Konrad Nägele (1885-1960) und seine Ehefrau Sofie Nägele (geb. Eckert, 1886-1975). Die beiden haben 1911 geheiratet. Für dieses Gruppenfoto hat sich die gesamte Familie im Garten hinter ihrem Haus in der Oberen Hauptstraße versammelt. Vater und Mutter sitzen in der Bildmitte, eingerahmt von ihren Kindern.

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Maria Nägele, 3 Sofie Nägele (geb. Eckert), 4 Konrad Nägele mit Käthe Nägele (verh. Kaufmann, 1922-2013), 5 Mathilde Nägele (verh. Gottschalk, 1914-2006), 6 Anna Nägele (verh. Vierlinger, 1912-2004)
2.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 Hilde Nägele (verh. Fehrenbach, geb. 1930), 2 Friedrich (Fritz) Nägele (1918-1946), 3 ???, 4 Hermann Nägele (1914-1942), 5 ???, 6 Maria Nägele (1919-1938)

Zwei Söhne sind später Soldaten im Zweiten Weltkrieg Soldat. Hermann Nägele (1914-1942) fällt am 11. März 1942 in Russland. Er wird nur 28 Jahre alt. Friedrich (Fritz) Nägele (1918-1946) gilt lange Zeit als vermisst. Nach Auskunft der Suchdienstes des Deutschen Roten Kreuzes von 1961 ist er am 27. März 1946 in sowjetischer Kriegsgefangenschaft gestorben.

Standort des Fotografen: 47.885591, 8.352209

Familie Nägele hinter ihrem Haus in der Oberen Hauptstraße, ca. 1914

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Käthe Kaufmann zur Verfügung.

Stolz präsentiert Ludowika Nägele geb. Winter (1853-1932) ihre fünf Enkelkinder. Sie war zu diesem Zeitpunkt bereits Witwe. Wenige Jahre zuvor war ihr Ehemann Peter Nägele (1850-1910), der als Köhler gearbeitet hatte, verstorben.

Hinter ihr stehen ihr Sohn Konrad Nägele (1885-1960) und seine Ehefrau Sofie geb. Eckert (1886-?), die insgesamt elf Kinder miteinander bekommen sollten. Konrad Nägele war Soldat im Ersten Weltkrieg und ist gerade auf Heimaturlaub. Hinten rechts steht die Tochter Mathilde Nägele (?-?). 

Standort des Fotografen: 47.885591, 8.352209

Familie Hepting in der Dittishauser Straße, ca. 1914/15

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Else Egle und Hermann Egle zur Verfügung.

Ein Familienfoto in Kriegszeiten. Die Eltern Rupert Hepting (1866-1932) und Agathe Hepting (geb. Bader, 1865-1939) sitzen, umgeben von ihren Kindern. Sie trägt Tracht. Rupert Hepting ist Landwirt und Dreher. Die beiden hatten 1891 geheiratet. Zwei Söhne der Heptings sind Soldat im Ersten Weltkrieg. Beide sind auf diesem Foto in Uniform zu sehen. Sie sind auf Heimaturlaub. Es ist das letzte Mal, dass die Familie zusammen kommt, denn einer der beiden Söhne fällt am 1. Juni 1915.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Agathe Hepting (geb. Bader, 1865-1939), 2 Rupert Hepting jr. (1905-1990), 3 Rupert Hepting (1866-1932)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Anna Hepting (verh. Ganter), 2 Karl Hepting (1893-?), 3 Eugen Hepting (1891-1915), 4 Mathilde Hepting (verh. Bacher)

Eugen Hepting (1891-1915), der älteste Sohn, wurde 1891 geboren. Er hatte von seinem Vater das Dreherhandwerk erlernt. Als der Erste Weltkrieg begann, war er 22 Jahre alt. Zwei Jahre später ist er tot. Er fällt an der Ostfront bei Stryi in der heutigen Ukraine. Sein Leben findet ein gewaltsames Ende, während seine Geschwister eine Zukunft vor sich haben.

Sein Bruder Karl Hepting (1893-?) kehrt aus dem Krieg in die Heimat zurück. Er wird Malermeister und verheiratet sich 1921 mit Elisabeth Münzer (1897-?). Gemeinsam wohnen sie in der angrenzenden Alemannenstraße. 

Links steht die Tochter Anna Ganter (1900-?), die später den Schneidermeister Hermann Ganter (1895-1957) heiratet und im Maienland wohnt.

Zwischen den Eltern steht Rupert Hepting (1905-1990), der später zusammen mit seiner Frau Sofie (geb. Jonner, 1909-1995) das elternliche Anwesen übernimmt.

Rechts steht die Tochter Mathilde (Hepting, verh. Bacher).

Standort des Fotografen: 47.885399, 8.348650

Familie Jordan vor ihrem Haus in der Oberen Hauptstraße, ca. 1920-1925

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Paula Veith zur Verfügung.

In der Mitte dieses Gruppenfotos steht Paula Jordan (1904-1980). Sie ist eingerahmt von ihrem zukünftigen Ehemann, dem Gipsermeister Franz Schweizer (1899-1971), und ihrem jüngeren Bruder Edmund Jordan (1907-1970). Letzterer wird das Elternhaus später übernehmen, während die Schweizers nach ihrer Hochzeit zusammen im Maienland wohnen werden. 

Standort des Fotografen: 47.885197, 8.350000

Drei Generationen vor der Küferei Jordan in der Oberen Hauptstraße, ca. 1955

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Hermann und Waltraud Jordan zur Verfügung.

Vor den Türen der Küferwerkstatt Jordan in der Oberen Hauptstraße haben sich drei Generationen dieser Küferfamilie zu einem Gruppenfoto versammelt. In der Mitte steht Julius Jordan (1874-1961), der mit Maria geb. Schropp (1871-1944) verheiratet war. Rechts steht sein Sohn Karl Jordan (1908-?), der das Geschäft seit 1934 betreibt. Und links steht der Enkelsohn Hermann Jordan (geb. 1935), der später in den 1970er Jahren zusammen mit seiner Frau Waltraud geb. Eckert in den Räumlichkeiten das »Küferstüble« eröffnen wird. 

Standort des Fotografen: 47.884555, 8.345889

Familie Jordan vor dem Haus in der Oberen Hauptstraße, ca. 1937

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Anni Kaiser zur Verfügung.

Vor der Küferei Jordan steht ein riesiges Holzfass, das gerade fertiggestellt wird. Es ist so groß, dass es nicht durch die Werkstattür passen würde. Deutlich zu erkennen sind die einzelnen Dauben, speziell geformte Holzstücke, die mit eisernen Reifen zusammengehalten werden. Vor dem Fass steht ein hölzerner Leiterwagen. Daneben hat sich eine Personengruppe zu einem Erinnerungsfoto aufgestellt.

Der kleine Junge mit blonden Haaren, der vor dem Fass steht, ist Hermann Jordan (geb. 1935). Er wird von seinem Vater Karl Jordan an der Hand gehalten. Links neben ihm steht sein Großvater Julius Jordan vor dem Fass.

Über der Werkstatt steht an der Fassade der Schriftzug »Mech. Küferei v. Karl Jordan«. Doch der Küfermeister hatte daneben auch noch einen kleinen Laden, in dem seine Frau Anna (1907-?)  »Wein & Liköre« verkaufte.

Standort des Fotografen: 47.884555, 8.345889

Ehepaar Zürcher vor ihrem Haus in der Alenbergstraße, ca. 1950-1955

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Hermine Baumgart zur Verfügung.

Vor ihrem Haus in der Alenbergstraße stehen der Schuhmacher Julius Zürcher (1873-1955) und seine Ehefrau Bertha geb. Morath (1883-1965). Er war gebürtiger Löffinger, aber sie stammte aus Unadingen. Bertha Zürcher war als »Liechtladeri« bekannt: Wenn jemand verstarb, ging sie von Haus zu Haus, verkündete den Todesfall und lud zur Totenwache und zur Beerdigung ein.

Standort des Fotografen: 47.884922, 8.344668

Großmutter mit Enkelin im Maienland, ca. 1935-1945

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Anton Heizmann zur Verfügung.

Luise Heizmann geb. Schreiber (1885-1981) sitzt hinter ihrem Haus in der Maienlandstraße und lässt sich mit ihrer Enkeltochter fotografieren. Es ist Winter und alles ist verschneit. Das zweistöckige Haus im Hintergrund mit Wohnbereich, Scheuer und Stallung gehört dem Schmiedemeister Josef Reichhart (1874-1942). Bei einem Fliegerangriff am 19. Februar 1945 wird es durch einen Volltreffer komplett zerstört. 

Standort des Fotografen: 47.886112, 8.341901

Familie Benz vor ihrem Haus in der Rötenbacher Straße, ca. 1916

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Karl Benz zur Verfügung.

Eine Kriegerwitwe und sechs Halbwaisen sind auf diesem Foto zu sehen. Auf dem Bild fehlt der Ehemann und Familienvater Karl Benz (1875-1916). Er starb am 29. März 1916 im Lazarett in Freiburg im Alter von nur 41 Jahren. Seine Ehefrau Anna geb. Bader (1870-1951) hatte er 1896 geheiratet. Gemeinsam bekamen sie sechs Kinder, allesamt Töchter: Elisabeth (*1897), Agathe (*1899), Maria (*1902), Theresia (*1903), Josefa (*1905) und Anna (*1906). Die jüngste Tochter ist gerade einmal neun Jahre alt, als ihr Vater stirbt. Jetzt muss die Familie ohne ihn zurecht kommen und die Landwirtschaft betreiben.

Im Hintergrund ist das im Jahr 1900 erbaute Anwesen mit dem Wohnbereich rechts und dem Ökonomieteil links zu sehen. Spalierbäume wachsen an der Fassade. Angrenzend ist ein großer Garten zu erkennen, der durch einen Lattenzaun eingehegt wird. 

Standort des Fotografen: 47.882152, 8.340718

Mutter mit drei Kindern vor dem Haus Meßmer in der Oberen Hauptstraße, ca. 1914

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Anton Heizmann zur Verfügung.

Vor einer Haustür steht Luise Heizmann geb. Schreiber auf einer Treppe. Sie hält ihren Sohn Eugen Heizmann (1913-1916) auf dem Arm, der im Alter von 2 1/2 Jahren starb. Vor ihr stehen ihre beiden Kinder Adolf Heizmann (1909-1960) und Maria Heizmann (?-?).

Die Hausnummer über der Tür ist die »194«. Familie Heizmann wohnt im Maienland. Aber auf diesem Foto stehen die vier Personen nicht vor der eigenen Haustür. Vermutlich stehen sie vor dem Haus von Karl Meßmer (Obere Hauptstr. 29).

Standort des Fotografen: 47.885291, 8.350803

Familie Sibold vor dem Haus Benz in der Kirchstraße, 1906

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hermann Sibold zur Verfügung.

Vor dem Haus Benz (Kirchstr. 3) hat sich Familie Sibold zu einem Gruppenfoto versammelt. Ganze 28 Personen sind auf dem Bild zu sehen. Was der Anlass für dieses große Familientreffen ist, ist unbekannt. Vielleicht handelt es sich um ein Ehejubiläum von Matthias Sibold (1840-1916) und Lucia Sibold geb. Bader (1841-1908)? Die beiden hatten am 22. Oktober 1863 geheiratet.

Unklar ist auch, warum das Familienfoto nicht vor dem Haus Sibold, sondern vor dem Haus Benz aufgenommen wird, das dem Wagner Karl Benz gehört? Vielleicht feiert die Familie im Gasthaus »Ochsen« und versammelt sich hinter dem Haus für ein Foto?

1: Karl Sibold (1867-1917)
2: Agathe Preuß geb. Sibold (1882-1967)
3: Julius Sibold (1872-1942 Ohio)
4: Maria Laufer geb. Sibold (1874-1929)
5: Franz Sibold (1893-1929)
6: Rosa Sibold (1900-1940)
7: Viktor Sibold (1878-1936)
8: Karl Sibold (1893-1976), Schmied
9: Anna Sibold (1895-1945)
10: Max Fabiansky, Schreiner in USA
11: Emma Münzer geb. Hirt (1893-1983)
12: Anna Hummel geb. Sibold (1868-1958)
13: Maria Fabiansky geb. Sibold (1874-1926)
14: Anna Köpfler geb. Gromann (1897-1991)
15: Maria Sibold geb. Göhry (1880-1948)
16: Josephine Gromann geb. Sibold (1863-1937)
17: Joseph Gromann (1896-1982)
18: Matthias Sibold (1840-1916)
19: Lucia Sibold geb. Bader (1841-1908), aus Seppenhofen
20: Konrad Sibold (1900-1979)
21: Josepha Sibold geb. Faller
22: Karl Sibold (1899-1975), Maler
23: Eugen Sibold (1905-?)
24: Joseph Sibold (1901-?)
25: Elisabeth Fuchs geb. Sibold (1903-1972)
26: Johann Sibold (1901-1987)
27: Matthias Fabiansky (1903-?)
28: Maria Guth geb. Hummel (1904-1989)

Standort des Fotografen: 47.883948, 8.345422

Familie Sibold vor ihrem Haus in der Maienlandstraße, ca. 1957

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hanni Thoma zur Verfügung.

»Malermeister Karl Sibold« steht in großen Buchstaben über der Haustür – ein stolzes Firmenschild, das zeigt, dass hier seit Jahrzehnten ein Handwerksbetrieb zuhause ist. 1928 war Karl Sibold (1899-1975) mit seiner Ehefrau Luise Sibold (geb. Durler, 1898-?) ins Maienland gezogen und hatte sein Malergeschäft eröffnet. Auf dem Foto steht er in weißer Arbeitskleidung vor dem Haus, flankiert von seiner Frau und der ältesten Tochter Johanna Sibold (verh. Thoma, geb. 1930).

V.l.n.r.: 1 Karl Sibold (1899-1975, 2 Luise Sibold (geb. Durler, 1898-?), 3 Johanna Sibold (verh. Thoma, geb. 1930)

Rechts neben der Eingangstür fällt das moderne Schaufenster ins Auge, in dem die damals begehrten Produkte beworben werden: »Tapete« und »Putzmittel« steht in klaren Lettern geschrieben. Für viele Kinder aus der Nachbarschaft ist es ein kleines Abenteuer, bei Sibolds am Laden vorbeizugehen oder gar einen Blick hineinzuwerfen. Denn aus dem Geschäft strömt ein ganz eigener Duft – der ungewohnte Geruch von Waschmitteln, der etwas ganz Besonderes ist.

Links neben der Haustür ist die Stalltür zu sehen, denn neben der Malerwerkstatt verfügt das Haus Sibold auch noch über eine kleine Landwirtschaft.

Standort des Fotografen: 47.885734, 8.342341

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