Turner des Turnerbunds in München, Juli 1923

Sammlung Familie Waßmer

Neun Turner des Turnerbundes Löffingen haben sich der Größe nach in einer Reihe von links nach rechts aufgestellt. Sie tragen ihre weiße Sportkleidung mit Hosenträgern und weiße Sportschuhe. Alle halten Stäbe in der Hand. Das Foto wird nicht in Löffingen aufgenommen, sondern in München, denn die Turner nehmen dort am 13. Deutschen Turnfest teil, dem ersten Turnfest seit dem Ersten Weltkrieg. 250.000 Turnerinnen und Turner sind nach München gekommen. Für ihre Stabübung erhalten die Turner aus Löffingen die Note »sehr gut«. Mit stolz geschwellter Brust präsentieren sie sich dem Fotografen. Ganz rechts steht der Turnwart Fritz Adrion, der braune Lederschuhe trägt.

V.l.n.r.: 1 Jakob Schreiber (?-?), 2 Anselm Zepf (1898-1989), 3 Konrad Sibold (1900-1979), 4 Willy Dold (?-?), 5 Ernst Fehrenbach (?-?), 6 Karl Sibold (?-?), 7 Rupert Hepting (1905-1990), 8 Emil Fürst (1898-1944), 9 Albert Rebholz (?-?), 10 Fritz Adrion (1897-1971)

Standort des Fotografen: München

Waldarbeiter beim Baumfällen, ca. 1927

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hilde Adrion zur Verfügung.

Die Arbeit ist getan – jetzt bleibt Zeit für ein Erinnerungsfoto. Sechs Waldarbeiter versammeln sich um den mächtigen Baumstumpf. Zwei haben es sich darauf bequem gemacht, einer steht ganz oben und stemmt selbstbewusst die Hand in die Hüfte. Die übrigen Männer gruppieren sich darunter. Hinter ihnen liegt der gefällte Stamm auf dem Waldboden.

Auch das Werkzeug wird für den Fotografen wirkungsvoll in Szene gesetzt. Äxte und Sägen lehnen kreuz und quer am Baumstumpf. Das Fällen eines solchen Baumes ist schwere körperliche Arbeit: Mit Axt und großer Handsäge wird der Stamm bearbeitet, Motorsägen gehören noch nicht zum Arbeitsalltag im Wald.

Ringsum sind weitere gefällte Stämme zu erkennen. Zwischen den hohen, gerade gewachsenen Bäumen öffnet sich bereits eine größere Schlagfläche. Für einen Moment unterbrechen die Männer ihre Arbeit und posieren stolz mit dem Baum, den sie gemeinsam zu Fall gebracht haben.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Rupert Hepting (1905-1990), 3 ???, 4 Josef Bader, 5 ???
2.Reihe: 1 Emil Schlenker (1907-1999)

Standort des Fotografen: ???

5 Fotos: Generalversammlung des katholischen Kirchenchores, 22. November 1967

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Christa Egle, Gaby Vogt, Klemens Rebholz und Cäcilia Runge sowie Daniela Scherzinger zur Verfügung.

Der Kirchenchor der katholischen Pfarrgemeinde St. Michael kommt im Gasthaus »Ganterbräu« zu seiner Generalversammlung zusammen. Vorsitzender der Chorgemeinschaft ist Josef Guth (1907-?). Als Dirigent fungiert Karl Hepting (1893-?) und als Organistin Johanna Rebholz (geb. Ganter, 1913-?). Die Generalversammlung ist eine gute Gelegenheit, Gruppenfotos der Mitglieder aufzunehmen. Dabei wird deutlich, dass beim Kirchenchor trotz seiner ernsthaften Arbeit auch die Geselligkeit nicht zu kurz kommt. Im Rahmen der Generalversammlung werden auch verdiente Mitglieder mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet. Sie posieren für ein weiteres Gruppenfoto.

erstes Foto
1.Reihe, v.l.n.r.:
1 Luzia Bader, 2 Gertrud Geisinger (geb. Limb), 3 Erika Jordan (Schriftführerin), 4 Elisabeth (Lisi) Wölfle (geb. Ratzer), 5 Mechthild Binder (verh. Rheiner, 1949-2014), 6 Maria Burger (aus Seppenhofen), 7 Josef Benitz
2.Reihe v.l.n.r.: 1 Emil Oschwald, 2 Karl Beha, 3 ???, 4 Elisabeth Burger (geb. Benitz, 1930-2019), 5 Hedwig Vogt, 6 Josef Guth (Vorsitzender), 7 Willi Burger (1928-2021), 8 Franziska Heiler, 9 Karl Hepting (Dirigent), 10 Johanna Rebholz (Organistin), 11 Mathilde Schmid, 12 Johann Guth (aus Seppenhofen), 13 Karl Beha, 14 Lotte Ratzer, 15 Julius Limb
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Emma Binder, 2 Alfons Beha, 3 Hermann Wider (aus Seppenhofen), 4 Maria Kaufmann, 5 Albert Benitz

drittes Foto
1.Reihe, v.l.n.r.:
1 Elisabeth Burger (geb. Benitz), 2 Hedwig Vogt, 3 Karl Hepting (Dirigent), 4 Mathilde Schmid, 5 Johanna Rebholz (Organistin)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Josef Guth (Vorsitzender), 2 Gertrud Geisinger (geb. Limb), 3 Julius Limb, 4 Albert Benitz, 5 Erika Jordan (Schriftführerin), 6 Maria Kaufmann, 7 Johann Guth (aus Seppenhofen), 8 Franziska Heiler, 9 Karl Beha

Standort des Fotografen: 47.884382, 8.345562

Narrengruppe der Stadtmusik vor dem »Ochsen«, Fasnacht 1930

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Hilde Adrion und Heike Soldan-Bölle zur Verfügung.

Neun Narren der Stadtmusik stellen sich vor dem Gasthaus »Ochsen« zu einem Gruppenfoto auf. Sie haben Notenblätter bei sich. Welches Fasnachtslied sie gleich spielen werden, wissen wir nicht.

Den Narrenmarsch »Alt und jung gon uff d’Stroß« können sie jedenfalls nicht spielen, denn das Lied entsteht erst 30 Jahre später, 1961. Die Melodie komponiert Dr. Hermann Regner (1928-2008), der Dozent an der Hochschule für Musik in Trossingen ist. Den Text schreibt Josef Bayer.

V.l.n.r.: 1 Ernst Heiler, 2 Wilhelm Brugger (1887-1955), 3 Franz Zepf (1905-?), 4 Josef Hasenfratz (1899-1967), 5 Karl Sibold, 6 Timotheus Schmid (1903-1984), 7 Rupert Hepting (1905-?), 8 Edmund Jordan (»Bartli«, 1907-1970), 9 Johann Beha (1907-1991)

Standort des Fotografen: 47.884049, 8.345088

Zwei Schulklassen der Jahrgänge 1905-1907 mit Lehrer Eggert vor dem Rathaus, 1919

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Rita Bölle und Friedegard Sibold zur Verfügung.

32 Mädchen und 20 Buben haben sich vor dem Schul- und Rathaus zu einem Klassenfoto versammelt. Die 52 Kinder gehören zwei Schuljahrgängen an (Jahrgänge 1905/06 und 1906/07). In der Mitte steht Oberlehrer Ferdinand Eggert (1851-1927), der damals schon 68 Jahre alt ist. Im selben Jahr geht er in den Ruhestand.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 Claire Nägele verh. Grotz (1907-1992), 7 Maria Schreiber (verh. Frei), 8 Maria Schultheiß (verh. Schmid), 9 Agathe Beha (verh. Geisinger, 1906-1972), 10 Agnes Bader (verh. Vetter, 1907-1998), 11 ???, 12 ???, 13 ???, 14 Anna Benz (verh. Strobel, 1906-1986), 15 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Josefine Baader (verh. Waibel, 1905-?), 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 Anna Gromann, 6 ???, 7 ???, 8 ???, 9 ???, 10 ???, 11 Karolina Fehrenbach (verh. Vogelbacher, 1906-1993), 12 Clara Fehrenbach? (verh. Schilling)
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 Otto Schweizer (1906-1992), 4 ???, 5 Albert Rebholz (1907-1962), 6 ???, 7 ???, 8 ???, 9 Fritz Strobel (1906-1997), 10 August Fehrenbach (1906-2000), 11 Wilhelm Effinger (1906-1990), 12 ???, 13 Maria Wölfle (verh. Geisinger, 1906-1989)
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Richard Rösch (?-1944), 3 ???, 4 Karl Schmid, 5 ???, 6 ??? Thoma, 7 Rupert Hepting (1905-1990), 8 Franz Zepf, 9 ???, 10 ???, 11 ???

Zu dem Jahrgang gehören außerdem u.a.: Franz Nägele (1906-1981), Adolf Sibold (1906-2000), Berta Lehmann (verh. Meder, 1906-1986), Luise Beha (verh. Urban), Paul Straub (1905-?), Rosa Wagner (1905-?), Mathilde Heiler (verh. Schmitt, 1905-?), Albert Benitz (1905-1996), Franz Vogelbacher

Standort des Fotografen: 47.883792, 8.344115

Familie Hepting in der Dittishauser Straße, ca. 1914/15

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Else Egle und Hermann Egle zur Verfügung.

Ein Familienfoto in Kriegszeiten. Die Eltern Rupert Hepting (1866-1932) und Agathe Hepting (geb. Bader, 1865-1939) sitzen, umgeben von ihren Kindern. Sie trägt Tracht. Rupert Hepting ist Landwirt und Dreher. Die beiden hatten 1891 geheiratet. Zwei Söhne der Heptings sind Soldat im Ersten Weltkrieg. Beide sind auf diesem Foto in Uniform zu sehen. Sie sind auf Heimaturlaub. Es ist das letzte Mal, dass die Familie zusammen kommt, denn einer der beiden Söhne fällt am 1. Juni 1915.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Agathe Hepting (geb. Bader, 1865-1939), 2 Rupert Hepting jr. (1905-1990), 3 Rupert Hepting (1866-1932)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Anna Hepting (verh. Ganter), 2 Karl Hepting (1893-?), 3 Eugen Hepting (1891-1915), 4 Mathilde Hepting (verh. Bacher)

Eugen Hepting (1891-1915), der älteste Sohn, wurde 1891 geboren. Er hatte von seinem Vater das Dreherhandwerk erlernt. Als der Erste Weltkrieg begann, war er 22 Jahre alt. Zwei Jahre später ist er tot. Er fällt an der Ostfront bei Stryi in der heutigen Ukraine. Sein Leben findet ein gewaltsames Ende, während seine Geschwister eine Zukunft vor sich haben.

Sein Bruder Karl Hepting (1893-?) kehrt aus dem Krieg in die Heimat zurück. Er wird Malermeister und verheiratet sich 1921 mit Elisabeth Münzer (1897-?). Gemeinsam wohnen sie in der angrenzenden Alemannenstraße. 

Links steht die Tochter Anna Ganter (1900-?), die später den Schneidermeister Hermann Ganter (1895-1957) heiratet und im Maienland wohnt.

Zwischen den Eltern steht Rupert Hepting (1905-1990), der später zusammen mit seiner Frau Sofie (geb. Jonner, 1909-1995) das elternliche Anwesen übernimmt.

Rechts steht die Tochter Mathilde (Hepting, verh. Bacher).

Standort des Fotografen: 47.885399, 8.348650

Narrengruppe »Spanischer Hof« auf dem oberen Rathausplatz, Fasnacht 1935

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Hans-Martin Konhäuser zur Verfügung.

Auf dem oberen Rathausplatz ist die Fasnachtsbühne aufgebaut. Erwartungsvoll stehen die Menschen bereit, um dem närrischen Schauspiel zuzuschauen. Die Gruppe »Spanischer Hof« ist angekommen und tritt gleich in Aktion. Im Vordergrund steht Rupert Hepting, der Dirigent der Stadtmusik, der seinen Taktstock schwingt. Die Musiker der Stadtmusik stehen vor ihm, mit dem Rücken zum Fototgrafen.

Im Hintergrund ist das Gasthaus »zum Löwen« zu sehen. »Fremdenzimmer« steht groß an der Fassade. Am rechten Bildrand ist das frühere Gasthaus »zur Sonne« zu erkennen, in dem sich die Stadtmühle befindet.

Standort des Fotografen: 47.883971, 8.344756