2 Fotos: Klassentreffen des Jahrgangs 1905/06 vor dem Gasthaus »Adler«, 1965

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Inge Mayer und Alexandra Scholl zur Verfügung.

Die ehemaligen Schüler*innen der Geburtsjahrgänge 1905/06 versammeln sich zu einem Klassentreffen. Offenbar kehren sie in das Gasthaus »Adler« zu einem gemeinsamen Essen oder Umtrunk ein, denn das Gruppenfoto wird vor dem Eingang der Sparkassen-Filiale aufgenommen, die sich im Erdgeschoss desselben Gebäudes befindet.

erstes Bild

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Otto Schweizer (1906-?), 2 ???, 3 Hedwig Greuter, 4 Luise Urban (geb. Beha), 5 ??? Thoma, 6 ???, 7 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Paul Straub (1905-?), 2 Josefine Waibel (geb. Baader, 1905-?), 3 Anni Maier, 4 Rosa Wagner (1905-?), 5 Mathilde Schmitt (geb. Heiler, 1905-?), 6 ???
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Albert Benitz (1905-1996), 2 Franz Zepf, 3 Karolina Vogelbacher (geb. Fehrenbach, 1906-1993), 4 Franz Vogelbacher, 5 Elise Göpper, 6 Maria Frei (geb. Schreiber), 7 Rupert Hepting (1905-1990)

Standort des Fotografen: 47.883602, 8.343766

Stadtmusik vor der Festhalle, 1954

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Daniela Scherzinger zur Verfügung.

Die Musiker der Stadtmusik versammeln sich vor der Festhalle zu einem Gruppenfoto. Dabei darf natürlich der Schellebaum nicht fehlen, der um 1870 von Handwerkern gestiftet worden sein soll. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war die Stadtmusik bereits 1946 auf Initiative von Franz Zepf hin wieder gegründet worden. Er wirkte als Dirigent und Vorsitzender und konnte 1948 dem aus der Kriegsgefangenschaft heimkehrenden Rupert Hepting einen gut gehenden Verein übergeben. Erster Vorsitzender wurde Ernst Geisinger. Bis 1964 amtiert Hepting und übergibt dann nach insgesamt 31 Jahren den Dirigentenstab an den aus Mannheim stammenden Musiklehrer Artur Grübel (1919-1993).

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Heinrich Thoma, 2 Johann Maier senior, 3 Konrad Sibold, 4 Ferdinand Hasenfratz, 5 Ewald Hepting, 6 Rupert Hepting (Dirigent), 7 Ernst Geisinger (Vorsitzender), 8 Josef Hasenfratz, 9 Franz Rappenegger, 10 Franz Zürcher, 11 Johann Beha
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Berthold Fehrenbach, 2 Waldemar Zürcher, 3 Hermann Beha, 4 Hermann Jordan, 5 Johann Maier, 6 Lothar Zepf, 7 Waldemar Zepf, 8 Franz Zepf, 9 Franz Faller, 10 Hans Kaufmann
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Anton Maier, 2 Adolf Heizmann, 3 Dieter Gauger, 4 Adolf Heiler, 5 Walter Müller, 6 Werner Hepting, 7 Franz Rosenstiel, 8 Karl Glunk, 9 Edmund Jordan, 10 August Limb

Standort des Fotografen: 47.883012, 8.347602

Stadtmusik in der Unteren Hauptstraße, ca. 1939

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Daniela Scherzinger zur Verfügung.

Die Stadtmusik marschiert durch die Untere Hauptstraße. Vorneweg wird der Schellenbaum getragen, der um das Jahr 1870 von den Löffinger Handwerkern gestiftet sein soll. Der Dirigent ist Rupert Hepting (1905-1990). Die Musiker ziehen am »alten Benz-Bau« (Untere Hauptstr. 8) vorbei und sind an der Kreuzung zur Seppenhofer Straße angelangt. Aus welchem Anlass die Stadtmusik aufspielt, ist unbekannt. Eventuell umrahmt sie die Beerdigung von dem verstorbenen Lehrer Eugen Steidlinger (1873-1939), der am 14. Dezember 1939 unter großer Anteilnahme der Bevölkerung zu Grabe getragen wird.

Eindeutig ist, dass das Foto in der Zeit des Nationalsozialismus entstanden ist. Denn an dem hölzernen Masten, der auf der linken Straßenseite steht, ist ein antisemitisches Schild angebracht: »Juden sind hier nicht erwünscht«, ist darauf zu lesen. Auch wenn in Löffingen in den 1930er Jahren keine jüdischen Einwohner leben, so ist doch die öffentliche Diskriminierung von Juden unübersehbar. Gleich mehrere antisemitische Straßenschilder sind in dieser Zeit an den verschiedenen Ortseingängen angebracht. 

Standort des Fotografen: 47.882680, 8.343532

Turner des Turnerbunds in München, Juli 1923

Sammlung Familie Waßmer

Neun Turner des Turnerbundes Löffingen haben sich der Größe nach in einer Reihe von links nach rechts aufgestellt. Sie tragen ihre weiße Sportkleidung mit Hosenträgern und weiße Sportschuhe. Alle halten Stäbe in der Hand. Das Foto wird nicht in Löffingen aufgenommen, sondern in München, denn die Turner nehmen dort am 13. Deutschen Turnfest teil, dem ersten Turnfest seit dem Ersten Weltkrieg. 250.000 Turnerinnen und Turner sind nach München gekommen. Für ihre Stabübung erhalten die Turner aus Löffingen die Note »sehr gut«. Mit stolz geschwellter Brust präsentieren sie sich dem Fotografen. Ganz rechts steht der Turnwart Fritz Adrion, der braune Lederschuhe trägt.

V.l.n.r.: 1 Jakob Schreiber (?-?), 2 Anselm Zepf (1898-1989), 3 Konrad Sibold (1900-1979), 4 Willy Dold (?-?), 5 Ernst Fehrenbach (?-?), 6 Karl Sibold (?-?), 7 Rupert Hepting (1905-1990), 8 Emil Fürst (1898-1944), 9 Albert Rebholz (?-?), 10 Fritz Adrion (1897-1971)

Standort des Fotografen: München

Waldarbeiter beim Baumfällen, ca. 1927

Sammlung Familie Waßmer

Sechs Waldarbeiter präsentieren sich mit einem dicken Baumstamm, den sie soeben gefällt haben. Ihr Werkzeug, Äxte und Sägen, sind im Vordergrund zu sehen.

Wer weiß, wer die Männer sind?
Zuoberst steht, seinen Arm in die Hüfte gestemmt, Emil Schlenker (1907-1999).
Die anderen Waldarbeiter sind v.l.n.r.: 1 ???, 2 Rupert Hepting (1905-1990), 3 ???, 4 Josef Bader, ???

Standort des Fotografen: ???

Narrengruppe der Stadtmusik vor dem »Ochsen«, Fasnacht 1930

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Heike Soldan-Bölle zur Verfügung.

Neun Narren der Stadtmusik stellen sich vor dem Gasthaus »Ochsen« zu einem Gruppenfoto auf. Sie haben Notenblätter bei sich. Welches Fasnachtslied sie gleich spielen werden, wissen wir nicht.

Den Narrenmarsch »Alt und jung gon uff d’Stroß« können sie jedenfalls nicht spielen, denn das Lied entsteht erst 30 Jahre später, 1961. Die Melodie komponiert Dr. Hermann Regner (1928-2008), der Dozent an der Hochschule für Musik in Trossingen ist. Den Text schreibt Josef Bayer.

V.l.n.r.: Ernst Heiler, Wilhelm Brugger (1887-1955), Franz Zepf (1905-?), Josef Hasenfratz (1899-1967), Karl Sibold, Timotheus Schmid (1903-1984), Rupert Hepting (1905-?), Edmund Jordan (1907-1970), Johann Beha (1907-1991)

Standort des Fotografen: 47.884049, 8.345088

Zwei Schulklassen der Jahrgänge 1905-1907 mit Lehrer Eggert vor dem Rathaus, 1919

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Rita Bölle und Friedegard Sibold zur Verfügung.

32 Mädchen und 20 Buben haben sich vor dem Schul- und Rathaus zu einem Klassenfoto versammelt. Die 52 Kinder gehören zwei Schuljahrgängen an (Jahrgänge 1905/06 und 1906/07). In der Mitte steht Oberlehrer Ferdinand Eggert (1851-1927), der damals schon 68 Jahre alt ist. Im selben Jahr geht er in den Ruhestand.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 Claire Nägele verh. Grotz (1907-1992), 7 Maria Schreiber (verh. Frei), 8 Maria Schultheiß (verh. Schmid), 9 Agathe Beha (verh. Geisinger, 1906-1972), 10 Agnes Bader (verh. Vetter, 1907-1998), 11 ???, 12 ???, 13 ???, 14 Anna Benz (verh. Strobel, 1906-1986), 15 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Josefine Baader (verh. Waibel, 1905-?), 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 Anna Gromann, 6 ???, 7 ???, 8 ???, 9 ???, 10 ???, 11 Karolina Fehrenbach (verh. Vogelbacher, 1906-1993), 12 Clara Fehrenbach? (verh. Schilling)
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 Otto Schweizer (1906-1992), 4 ???, 5 Albert Rebholz (1907-1962), 6 ???, 7 ???, 8 ???, 9 Fritz Strobel (1906-1997), 10 August Fehrenbach (1906-2000), 11 Wilhelm Effinger (1906-1990), 12 ???, 13 Maria Wölfle (verh. Geisinger, 1906-1989)
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Richard Rösch (?-1944), 3 ???, 4 Karl Schmid, 5 ???, 6 ??? Thoma, 7 Rupert Hepting (1905-1990), 8 Franz Zepf, 9 ???, 10 ???, 11 ???

Zu dem Jahrgang gehören außerdem u.a.: Franz Nägele (1906-1981), Adolf Sibold (1906-2000), Berta Lehmann (verh. Meder, 1906-1986), Luise Beha (verh. Urban), Paul Straub (1905-?), Rosa Wagner (1905-?), Mathilde Heiler (verh. Schmitt, 1905-?), Albert Benitz (1905-1996), Franz Vogelbacher

Standort des Fotografen: 47.883792, 8.344115

Familie Hepting in der Dittishauser Straße, ca. 1914/15

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Else Egle und Hermann Egle zur Verfügung.

Ein Familienfoto in Kriegszeiten. Die Eltern Rupert Hepting (1866-1932) und Agathe Hepting (geb. Bader, 1865-1939) sitzen, umgeben von ihren Kindern. Sie trägt Tracht. Rupert Hepting ist Landwirt und Dreher. Die beiden hatten 1891 geheiratet. Zwei Söhne der Heptings sind Soldat im Ersten Weltkrieg. Beide sind auf diesem Foto in Uniform zu sehen. Sie sind auf Heimaturlaub. Es ist das letzte Mal, dass die Familie zusammen kommt, denn einer der beiden Söhne fällt am 1. Juni 1915.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Agathe Hepting (geb. Bader, 1865-1939), 2 Rupert Hepting jr. (1905-1990), 3 Rupert Hepting (1866-1932)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Anna Hepting (verh. Ganter), 2 Karl Hepting (1893-?), 3 Eugen Hepting (1891-1915), 4 Mathilde Hepting (verh. Bacher)

Eugen Hepting (1891-1915), der älteste Sohn, wurde 1891 geboren. Er hatte von seinem Vater das Dreherhandwerk erlernt. Als der Erste Weltkrieg begann, war er 22 Jahre alt. Zwei Jahre später ist er tot. Er fällt an der Ostfront bei Stryi in der heutigen Ukraine. Sein Leben findet ein gewaltsames Ende, während seine Geschwister eine Zukunft vor sich haben.

Sein Bruder Karl Hepting (1893-?) kehrt aus dem Krieg in die Heimat zurück. Er wird Malermeister und verheiratet sich 1921 mit Elisabeth Münzer (1897-?). Gemeinsam wohnen sie in der angrenzenden Alemannenstraße. 

Links steht die Tochter Anna Ganter (1900-?), die später den Schneidermeister Hermann Ganter (1895-1957) heiratet und im Maienland wohnt.

Zwischen den Eltern steht Rupert Hepting (1905-1990), der später zusammen mit seiner Frau Sofie (geb. Jonner, 1909-1995) das elternliche Anwesen übernimmt.

Rechts steht die Tochter Mathilde (Hepting, verh. Bacher).

Standort des Fotografen: 47.885399, 8.348650

Narrengruppe »Spanischer Hof« auf dem oberen Rathausplatz, Fasnacht 1935

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Hans-Martin Konhäuser zur Verfügung.

Auf dem oberen Rathausplatz ist die Fasnachtsbühne aufgebaut. Erwartungsvoll stehen die Menschen bereit, um dem närrischen Schauspiel zuzuschauen. Die Gruppe »Spanischer Hof« ist angekommen und tritt gleich in Aktion. Im Vordergrund steht Rupert Hepting, der Dirigent der Stadtmusik, der seinen Taktstock schwingt. Die Musiker der Stadtmusik stehen vor ihm, mit dem Rücken zum Fototgrafen.

Im Hintergrund ist das Gasthaus »zum Löwen« zu sehen. »Fremdenzimmer« steht groß an der Fassade. Am rechten Bildrand ist das frühere Gasthaus »zur Sonne« zu erkennen, in dem sich die Stadtmühle befindet.

Standort des Fotografen: 47.883971, 8.344756