Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz sowie Paula Veith zur Verfügung.
Vor dem neu gebauten »Gebertsaal« steht ein von Pferden gezogener Fasnachtswagen: »Wallensteins Lager – 1632« ist auf dem Schild zu lesen. Ein Dutzend Narren hat in historischen Kostümen auf dem Fuhrwerk Platz genommen. Zu sehen sind Soldaten und Marketenderinnen. Hoch oben auf einem Zelt sitzt ein Soldat und schwenkt die habsburgische Fahne.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Maria Kuster zur Verfügung.
Der Vorarbeiter Karl Beha (1901-?) und seine Frau Josefa geb. Benz (1905-?) geben sich das Ja-Wort. Bei der anschließenden Hochzeitsfeier versammeln sich die Familien von Braut und Bräutigam vor dem 1925 erbauten »Saalbau Gebert« zu einem Erinnerungsfoto. Die vier Mädchen in den weißen Kleidchen, die in der ersten und zweiten Reihe stehen, sind die Gebert-Töchter Josefa (geb. 1920), Elisabeth (geb. 1921), Maria (geb. 1922) und Anna.
1.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 2.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: Anna Hasenfratz (geb. Beha), ???, Brautmutter Anna Benz (geb. Bader, 1870-1951), ???, ???, Maria Häusle (geb. Schultheiß), Ferdinand Schultheiß 3.Reihe, v.l.n.r.: ???, Braut Josefa Beha (geb. Benz), Bräutigam Karl Beha, Maria Glunk (geb. Bader), Maria Hermann (geb. Beha), Hans Hermann, Elisabeth Gebert (geb. Benz, 1897-1958), Gast- und Landwirt Karl Gebert (1888-1961), Johann Beha 4.Reihe, v.l.n.r.: Konrad Bader 5.Reihe, v.l.n.r.: Else Häusle (verh. Weiss, 1.v.r.)
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Franz und Elisabeth Rosenstiel zur Verfügung.
Die Außenfassade vom Haus Obere Hauptstraße 9b hat sich bis heute kaum verändert. Die Sprossenfenster wurden durch moderne Einfachfenster ersetzt und die hölzernen Fensterläden sind verschwunden. Aber die Anordnung der Fenster ist dieselbe geblieben. Die größte Veränderung hat sich im Erdgeschoss ergeben: Wo früher das Scheunentor war, befindet sich heute ein Garagentor. Das Sprossenfenster daneben ist durch Glasbausteine ersetzt worden.
Vollkommen verändert hat sich freilich die Funktion des Gebäudes. Als diese Aufnahme in den 1920er oder 30er Jahren entsteht, dient das Gebäude als Ökonomie des angrenzenden Gasthauses »Gebert« (Obere Hauptstr. 9). Eine Personengruppe hat sich auf dem Vorplatz zum Gruppenfoto versammelt. Ein Mann hat zwei Pferde aus dem Stall geholt.
V.l.n.r.: Josef Heiler, Landwirt Robert Rosenstiel, Schmiedemeister Josef Reichhart, Schreinermeister August Limb, Emma Limb (verh. Binder, 1913-2005), Anna Limb geb. Gebert.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Josefa Geisinger zur Verfügung.
Das Ehepaar Gebert betrieb nicht nur eine Restauration, sondern sie hatten auch eine Landwirtschaft. Hier wird gerade eine Kuh über den gepflasterten Vorplatz in Richtung Stall geführt.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Anni Kaiser zur Verfügung.
Dieses Foto mit Blick auf die Restauration »Ganterbräu« und den Brunnen davor wurde von einem Fenster im gegenüberliegenden Haus Jordan (Obere Hauptstr. 5) aufgenommen. Der Küfermeister Wilhelm Jordan hatte das Grundstück 1923 gekauft und darauf sein zweistöckiges Wohnhaus mit Küferwerkstatt und Laden errichtet. Insofern kann das Foto frühestens in der zweiten Hälfte der 1920er Jahre aufgenommen worden sein.
Zu sehen ist der Seitengiebel des »Ganterbräu«. Das Gasthaus war nicht etwa nach der traditionsreichen Brauerei Ganter in Freiburg benannt, obwohl Bier hier sicherlich in rauhen Mengen floss und getrunken wurde. Den Namen trug es, weil es seit 1892 von dem Bierbrauer Heinrich Ganter (1862-1914) und dessen Ehefrau Franziska geb. Frey (1870-1920) betrieben wurde. Ab 1919 führte dann ihre Tochter Maria Ganter (1893-1965) die Restauration weiter, nach ihrer Verheiratung 1921 mit dem Gastwirt Josef Fritsche (1891-1939) gemeinsam mit ihm. Fortan hieß das »Ganterbräu« auch einfach »s’Fritsche«.
Im Brunnen stehend wird ein Bäumchen gewässert. Links daneben ist ein Misthaufen zu erkennen, der zum benachbarten Haus Faller (Obere Hauptstr. 6) gehört.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rolf Meßmer zur Verfügung.
»Ernst Meßmer« ist über dem Türsturz des Eingangs geschrieben. Darunter stehen die Wirtsleute Ernst Meßmer (1869-1943) und Josephine geb. Benitz (1867-1932). Der Gast- und Landwirt Ernst Meßmer hatte das Gasthaus »Linde« von seinen Eltern Karl und Franziska Meßmer übernommen. 1895 hatten er und seine Frau sich das Ja-Wort gegeben. Neun Kinder hatten die beiden bekommen, davon starben acht noch zu Lebzeiten des Vaters.
1927 übernimmt der Sohn Ernst Meßmer jr. (1897-1950) die Gast- und Landwirtschaft. Der Ökonomiebereich in der rechten Gebäudehälfte ist nicht zu übersehen.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Johann Glunk zur Verfügung.
Auf eine lange Tradition kann das Gasthaus »zur Linde« zurückblicken. 1823 wurde das Gebäude an der Oberen Hauptstraße gebaut. Zwei Jahre später erhielt Familie Meßmer die Erlaubnis, darin eine Bierwirtschaft zu eröffnen. Als dieses Foto rund 100 Jahre später aufgenommen wurde, befand sich das Gasthaus immer noch im Familienbesitz. Zwei Frauen stehen vor dem Gebäude. Links ist vermutlich die Wirtin Josephine Meßmer geb. Benitz (1867-1932) zu sehen.
Verlag Franz X. Geiger, Löffingen Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Georg Willmann zur Verfügung.
Diese colorierte Mehrbildkarte zeigt oben eine Gesamtansicht des Städtchens, das vom Alenberg aufgenommen wurde, von wo sich ein schöner Blick bietet: Zu sehen ist der Altstadtring mit dem Rathaus und der katholischen Pfarrkirche. Der Schrecken des Großbrandes 1921 liegt schon einige Jahre zurück: Die Häuser in der Demetriusstraße sind wieder aufgebaut und an ihren Staffelgiebeln zu erkennen. Jenseits der Bahnlinie stehen noch kaum Häuser, nur in der Bonndorfer Straße sind bereits die beiden Villen der Holzindustriewerke Josef Benz AG gebaut.
Links unten ist die »Straßenpartie« am Unteren Rathausplatz mit dem Demetriusbrunnen im Vordergrund abgebildet. Als Vorlage für das colorierte Foto diente eine Schwarz-Weiß-Aufnahme aus den Jahren 1912-1916
Rechts unten ist das »Krankenhaus« in der heutigen Seppenhofer Straße zu sehen, das 1921 erweitert wurde.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Josef Hoitz zur Verfügung.
Vor dem Gasthaus »Pilgerhof« (Maienlandstr. 24) ist reges Treiben. Ein Ochsengespann hält vor dem Gasthaus, auf dem Wagen sitzen eine Frau und zwei Kinder, während die Tiere von einer Frau am Zügel geführt werden. Ein Mann steht daneben, offenbar bereit, Hand anzulegen. Im Hintergrund rollt ein weiteres Fuhrwerk durch die Straße.
»Kaffee Gasthaus zum Pilgerhof« ist in großen Lettern an der Fassade zu lesen. Betrieben wird es von Gast- und Landwirt Otto Vogel (1871-1940) und seiner Ehefrau Rosa Vogel (geb. Faller, 1870-1934). Sie bewirten hier nicht nur Einheimische, sondern auch Wallfahrer*innen, die zum Witterschneekreuz pilgern und im Anschluss Einkehr halten.
Die Aufnahme zeigt zugleich ein Stück Infrastruktur der Maienlandstraße: Die Stromleitungen, die quer über die Straße gespannt sind, versorgen die Häuser seit kurzem mit elektrischem Licht.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Helene Krauß zur Verfügung.
Ein Sommertag in der Maienlandstraße: Vor dem Gasthaus »Pilgerhof« (Maienlandstr. 24) sitzen fünf Frauen an einem kleinen Tischchen, genießen die Sonne und plaudern miteinander. Ein Fahrrad lehnt griffbereit an der Wand. Ein Junge läuft mit seinem Schubkarren die Straße entlang – viel Verkehr hat er nicht zu fürchten, denn Autos sind hier eine Seltenheit. Über die Straße spannt sich ein Stromkabel, an dem eine Lampe hängt: Ein sichtbares Zeichen, dass die Maienlandstraße bereits elektrifiziert ist.
An der Fassade des Hauses prangt ein großes Emailleschild: »Kaffee & Gasthaus zum Pilgerhof«. Geführt wird der »Pilgerhof« von Gast- und Landwirt Otto Vogel (1871-1940) und seiner Ehefrau Rosa Vogel (geb. Faller, 1870-1934). In der linken Gebäudehälfte befindet sich der Ökonomiebereich. Direkt nebenan befindet sich ein weiteres Gasthaus: der »Witterschnee« (Maienlandstr. 26). Hier bewirten Robert Rosenstiel (1873-1932) und seine Ehefrau Maria Rosenstiel (geb. Selb, 1879-1959) ihre Gäste. Sowohl der »Pilgerhof« als auch der »Witterschnee« gehören zur Infrastruktur, die das Wallfahrtswesen zum Witterschneekreuz mit sich bringt. Auch Pilger*innen kehren hier ein, bevor sie sich auf den Heimweg machen.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Anni Kaiser zur Verfügung.
Schon auf den ersten Blick verrät dieses Foto, welchem Handwerk in diesem Haus nachgegangen wird. Überall stehen und liegen Holzfässer in verschiedenen Größen, einige fertig gebunden, andere noch in Einzelteilen. Hier ist der Arbeitsplatz eines Küfers. Küfermeister Julius Jordan (1874-1961) geht in diesem Haus (Maienlandstr. 31) seiner Arbeit nach. Zusammen mit seiner Ehefrau Maria Jordan (geb. Schropp, 1871–1944) zieht er sechs Kinder groß. Auf der Aufnahme ist er selbst zu sehen – zusammen mit seinem Sohn Karl Jordan (1908–?), der ebenfalls den Beruf des Küfermeisters erlernt. Vater und Sohn arbeiten Seite an Seite, während sich die Fässer und Dauben im Hof stapeln.
1938 geht das Anwesen an die nächste Generation über: Tochter Luise Sprich (geb. Jordan, 1903–?) und ihr Ehemann Anton Sprich (1902–?) übernehmen Haus und Werkstatt.
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Else Egle und Hermann Egle zur Verfügung.
Kinder spielen im Garten von Landwirt August Kuster (1883-?) und seiner Ehefrau Anna geb. Selb (1883-1963). Zwei Kinder halten sich an den Händen, die anderen schlupfen darunter hindurch. Das Mädchen rechts ist Else Ganter (verh. Egle, 1923-2011), die auf der anderen Straßenseite zu Hause ist. Rechts steht ein Puppenwagen mit einem geflochtenen Körbchen.
Die Kinder singen beim Spielen ein Lied: »Schlupfet alle gleich durch, / Schlupfet alle gleich durch, / durch die goldene Brücke… / Sie bricht entzwei, / sie bricht entzwei. / Wer soll sie wieder bauen! / Mit einer Hand, mit zweiter Hand / Der letzte muss gefangen sein!«
Im Hintergrund ist das Haus Ganter (Maienlandstr. 8) und die Häuser in der Alenbergstraße zu erkennen. Das Haus von Arzt Dr. Gugelberger (Maienlandstr. 6) ist noch nicht gebaut.