20-Jährige, Fasnacht 1947

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Christoph Müller und Marlies Müller sowie Rita Bölle zur Verfügung.

Dicht gedrängt stellen sich die jungen Frauen und Männer des Jahrgangs 1927 zum Gruppenfoto auf. In der Mitte sitzt ein junger Mann mit dem Akkordeon. Schnee liegt auf der Straße, doch die Stimmung ist fröhlich. Die 20-Jährigen feiern, obwohl die Fasnacht von der französischen Besatzungsmacht noch nicht wieder erlaubt ist.

Nach den Kriegsjahren wollen die 20-Jährigen nicht länger auf das närrische Treiben verzichten. Statt bei der französischen Kommandantur um Erlaubnis zu bitten, suchen sie Stadtpfarrer Karl Weickhardt auf. Der Geistliche gibt ihnen seinen Segen und beruhigt sie: Sollten die Franzosen Schwierigkeiten machen, könnten sie diese zu ihm schicken.

Ganz ohne politischen Spott geht es nicht. Die Gruppe schmückt einen Leiterwagen mit Heu und einem Holzfass und nimmt damit den verbreiteten Tauschhandel sowie das Ernährungsamt aufs Korn. Dessen Mitarbeiter sollen nach einer feuchtfröhlichen Dienstfahrt mit ihrem Opel an mehreren Hausecken angeeckt und schließlich im Bombentrichter auf dem unteren Rathausplatz gelandet sein. Auf dem Wagen steht der doppeldeutige Spruch: »Helfet und schmieret, hilft es nicht bei den Karren, so hilft es bei den Herren.«

Am »alten Fasnetsuntig« ziehen die 20-Jährigen außerdem mit einem Heuwagen durch das Städtchen und sammeln Stroh für den Fasnetfunken. Ihr Ruf lautet: »Strauh, Strauh, Fasnetkiechle au!« Stroh bekommen sie reichlich, Fasnetküchle dagegen kaum. Am Abend feiern sie gemeinsam im Gasthaus »Hirschen« in Seppenhofen – heimlich hinter zugezogenen Vorhängen. Wie es der Löffinger Brauch verlangt, werden sie als 20-Jährige vereidigt.

Erst 1948 erlaubt die französische Besatzungsmacht wieder offiziell närrische Aktivitäten und die Wiedergründung der Narrenzunft.

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Walter Maier (1927-?), 3 Theo Walz (1927-2015), 4 Elisabeth Egle (verh. Müller, 1927-2020), 5 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Berthold Ganter (1928-2006), 2 Irma Schmid (verh. Adrion, 1927-2019), 3 Eugen Schreiber, 4 ???, 5 Lina Kirner (verh. Hörner), 6 Maria Benz (verh. Benz), 7 Lore Hahn (verh. Sibold, 1928-2022)
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Eugen Mayer, 2 ??? Längin, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???

Zum Jahrgang gehören u.a. Otto Selb (1927-2021)

Standort des Fotografen: evtl. Seppenhofen

Darbietung von vier Turnern beim »Bunten Abend«, Fasnacht ca. 1960

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Renate Fehrenbach zur Verfügung.

Vier Turner*innen stehen in weißen Kellnerjacken auf der Bühne und halten große Flaschen in die Höhe. Mit schwarzen Fliegen, dunklen Hosen und Turnschuhen wirken sie wie eine ungewöhnliche Bedienungsmannschaft. Auf den Tischen im Hintergrund stehen weitere Flaschen bereit.

Was die vier Mitglieder des Turnerbundes beim »Bunten Abend« in der Festhalle aufführen, ist nicht überliefert. Vielleicht handelt es sich um einen kurzen Theatersketch, bei dem der Wirtshausbetrieb gehörig durcheinandergerät. Ebenso denkbar ist eine akrobatische Einlage, bei der die Flaschen als Requisiten dienen. Ihre weit auseinanderstehenden Beine und die gleichförmige Haltung lassen jedenfalls vermuten, dass gleich Bewegung in die Szene kommt.

V.l.n.r.: 1 [Paula Schweizer (verh. Veith)?], 2 Elke Bleuel (geb. ???), 3 ???, 4 ???

Standort des Fotografen: 47.882868, 8.347843

Narrengruppe auf dem unteren Rathausplatz, Fasnacht 1992

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Ein Mann sitzt mitten auf dem unteren Rathausplatz auf einem Stuhl und lässt die närrische Behandlung über sich ergehen. Es ist Ehrennarrenrat Hugo Schropp (1925-1998). Eine Frau legt ihm ein Tuch um den Hals, eine andere kniet zu seinen Füßen. Vor ihm steht ein kleiner Schemel, daneben liegen Bürsten und weiteres Handwerkszeug bereit. Offenbar sollen ihm zunächst die Schuhe geputzt werden – doch dabei wird es wohl nicht bleiben.

Es ist »Schmutziger Dunschdig«, und eine Gruppe Närrinnen des Turnerbundes zieht mit einem Kinderwagen durch das Städtchen. Daran verkündet ein Schild selbstbewusst: »Mir machet alles – mir fanget ganz unne aaah!« Tatsächlich scheint das Angebot von der Schuhpflege bis zur Körperpflege zu reichen. Ob Hugo Schropp noch rasiert, gewaschen oder auf andere Weise herausgeputzt wird, bleibt der Fantasie der Närrinnen überlassen.

Die Gruppe hat sichtlich Freude an ihrer Darbietung. Auch der unfreiwillige Kunde nimmt die Behandlung gelassen hin und macht gute Mine zum bösen Spiel.

V.l.n.r.: Maria Jaschke, Hella Schreiber, Renate Fehrenbach, Waltraud Knöpfle, Lydia Kaiser
Im Hintergrund ist Willi Fehrenbach (1941-2018) zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.883742, 8.343876

Narrengruppe vor dem Gasthaus »Löwe«, Fasnacht 1934

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Am »Fasnet Mändig«, dem 12. Februar 1934, stellt sich eine bunt zusammengewürfelte Narrengruppe vor dem Gasthaus »Löwe« zum Erinnerungsfoto auf. Die Fasnacht steht in diesem Jahr unter dem Motto »Internationaler Zirkus«. Dazu passen die drei Clowns, die vorne in gemusterten Gewändern mit großen weißen Rüschenkragen hocken.

Dahinter stehen vier erwachsene Männer. Zwei von ihnen tragen Frauenkleidung – ein bei der Fasnacht beliebtes Spiel mit Rollen und Geschlechterbildern, das man heute als »Cross-Dressing« bezeichnen würde. Auch zwei Kinder gehören zur Gruppe: Eines sitzt auf einem Schaukelpferd, das andere schiebt einen Kinderwagen.

1.Reihe, hockend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ??? (Kind), 4 Engelbert Müller, 5 ??? (Kind), 6 ???

Am linken Bildrand lehnt ein abenteuerlich anmutendes Gefährt mit zwei großen Rädern an der Hauswand. Vielleicht wurde es eigens für eine akrobatische Darbietung im »Internationalen Zirkus« gebaut. Welche Kunststücke damit vorgeführt werden, ist leider nicht überliefert.

Standort des Fotografen: 47.883856, 8.344957

2 Fotos: Kindergruppe auf der Fasnachtsbühne, Fasnacht 1965

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Jutta Knöpfle zur Verfügung.

Mitten auf der Fasnachtsbühne ist eine Schar Kinder in die Hocke gegangen. Sie sind als Mäuse verkleidet. Offenbar führen sie gerade einen Tanz oder ein kleines Spiel auf. Vor ihnen steht Marta Adrion, die ein getigertes Kostüm trägt und als Katze verkleidet ist. Auf dem oberen Rathausplatz wird heute »Kinderfasnet« gefeiert.

Im Hintergrund verfolgen erwachsene Närrinnen und Narren in ihren Kostümen die Darbietung. Über allem wacht die »große Hexe«. Der Hexenwagen ist neben der Bühne abgestellt. Für die Kinder dürfte sie zugleich furchteinflößend und faszinierend wirken.

V.l.n.r.: 1 Veronika Streit, 2 Karin Streit, 3 Doris Sevecke, 4 Regina Adrion, 5 Brigitte Sevecke
Im Hintergrund stehen v.l.n.r. die Narrenräte Julius Limb, Engelbert Müller, Fritz Adrion sen., Josef Guth und Joseph Benitz jun.

Am linken Bildrand ist die »alte Sonne« zu erkennen. Das frühere Gasthaus ist zum Rathausplatz hin eingerüstet, seine Fassade wird gerade renoviert. Doch das Gebäude hat keine lange Zukunft mehr: Wenige Jahre später fällt die Entscheidung für den Abbruch. Im Januar 1973 wird die »alte Sonne« abgerissen.

Standort des Fotografen: 47.883873, 8.344745

2 Fotos: Narrengruppe »Teufelsküche« auf dem unteren Rathausplatz, Fasnacht 1997

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Auf dem unteren Rathausplatz ist die Hölle los – im besten fasnachtlichen Sinne. Vor dem Café Fuß hat sich die Narrengruppe »Teufelsküche« aufgebaut. Auf einem kleinen Wagen stehen Kochtöpfe, Gaskocher, Körbe und allerlei Küchenutensilien bereit. Was hier gebraut wird, möchte man vielleicht lieber nicht so genau wissen.

Die Teufelinnen tragen schwarze Kostüme mit roten Fransen, zackigen Säumen und feurig rotem Haarschmuck. Auch Hörner dürfen natürlich nicht fehlen. Ein wenig erinnern die Gewänder an die Rötenbacher Teufel, vielleicht haben sie sich dort tatsächlich ein paar Anregungen geholt. Die Närrinnen gehören dem Turnerbund an.

zweites Bild
1.Reihe, hockend, v.l.n.r.:
1 Maria Jaschke, 2 Lydia Kaiser
2.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 Waltraud Knöpfle, 2 Renate Fehrenbach, 3 Hella Schreiber, 4 Monika Volk

Standort des Fotografen: 47.883861, 8.343990

Kinderumzug mit »Schneewittchen und die sieben Zwerge«, Fasnacht ca. 1965

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Susanne Obergfell zur Verfügung.

Es ist »Fasnet Zieschdig«. Traditionell findet am Dienstag der Kinderumzug statt, der vom Bahnhof aus durch das Städtchen in Richtung Festhalle führt. An der Hans-Thoma-Schule (Untere Hauptstr. 10) ziehen gerade diese kleinen Fasnachtsnarren vorüber. Sie gehören zum Jahrgang 1957 und haben sich als »Schneewittchen und die sieben Zwerge« verkleidet.

Das einzige Mädchen der Gruppe ist Susanne Obergfell. Mit Kleid und Krone ist sie unschwer als Schneewittchen zu erkennen. Um sie herum marschieren die Zwerge mit ihren Zipfelmützen, die in ganz unterschiedlichen Formen und Größen geraten sind. Einer trägt einen Hobel in der Hand.

Ausgerechnet jetzt beim Kinderumzug schneit es. Die Straße ist nass und rutschig, am Rand liegt eine geschlossene Schneedecke. Einige Kinder kneifen die Augen zusammen, weil ihnen die Flocken ins Gesicht wehen. Doch tapfer ziehen sie weiter – Hand in Hand, dicht beieinander, mitten durch das winterliche Städtchen.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Susanne Obergfell, 2 Karl-Heinz Götz
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Josef Scholz, 2 ???
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Harald Seidenberg, 2 ???

Standort des Fotografen: 47.882667, 8.343417

2 Fotos: Clowngruppe auf dem unteren Rathausplatz, Fasnacht 1995

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Bunter kann die Fasnacht kaum sein. Rot, Gelb, Grün, Blau und Weiß leuchten um die Wette. Allein beim Anblick dieser fröhlichen Clowngruppe hebt sich die Stimmung. Lachende Gesichter, knallige Perücken, gepunktete Kostüme, Luftballons, Tröten, zwei alte Kinderwagen und ein rot-weißer Sonnenschirm ergeben ein herrlich verspieltes Bild.

Die Gruppe hat sich direkt vor dem Mailänder Tor und dem »Heilkräuterstüble« für den Fotografen aufgestellt. Während ringsum das närrische Treiben weitergeht, nehmen sich die Clowns einen Moment Zeit für ein Erinnerungsfoto. Die beiden Kinderwagen gehören selbstverständlich mit zum Gesamtbild – was oder wer sich darin verbirgt, bleibt der Fantasie überlassen.

unteres Bild
1.Reihe, knieend, v.l.n.r.:
1 ???, 2 Maria Jaschke, 3 ???
2.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ??? Modrinski, 4 Lydia Kaiser, 5 ???

Die Clowngruppe besteht aus Frauen, die dem Turnerbund angehören.

Standort des Fotografen: 47.883863, 8.343889

Narrengruppe »Störche«, Fasnacht 1970

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Sonja Schwörer geb. Vogt zur Verfügung.

Mitten im Schnee sind fünf Störche gelandet – zumindest auf den ersten Blick. Bei genauerem Hinsehen erkennt man die Vogt-Geschwister, die sich für die Fasnacht 1970 in Vögel verwandelt haben. Die mit unzähligen weißen Stoffschuppen besetzten Kostüme lassen fast ein echtes Federkleid entstehen. Schwarze Kopfbedeckungen mit langen Schnäbeln vervollständigen den Eindruck. Dass die Störche ausgerechnet in einer tief verschneiten Winterlandschaft posieren, hat seinen eigenen Witz – schließlich verbindet man die Zugvögel eher mit Frühling und warmen Temperaturen.

V.l.n.r.: 1 Rainer Vogt, 2 Wolfgang Vogt, 3 Barbara Vogt, 4 Karin Vogt, 5 Harald Vogt (geb. 1954)

Die Kostüme wurden von der Mutter der Kinder, Elisabeth Vogt (geb. Hermann, 1929-1969), genäht. Allein die Vielzahl der einzeln aufgenähten »Federn« lässt erahnen, wie viel Arbeit und Geduld in dieser Verkleidung steckt. Die Kinder traf im Vorjahr ein schwerer Schicksalsschlag: Ihre Mutter starb am 8. Mai 1969 im Alter von nur 39 Jahren. Umso bemerkenswerter ist es, dass die von ihr genähten Kostüme nun bei dieser Fasnacht getragen werden.

Standort des Fotografen: ???

20-Jährige beim Sammeln für den Fasnetfunken, Fasnacht 1964

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Matthias von Dungen zur Verfügung.

Die 20-Jährigen sind während der Fasnacht gleich mehrfach gefordert. Nicht nur am »Schmutzigen Dunschdig« sind sie im Einsatz, wenn sie den Narrenbaum aufstellen und auf die Laterne der Laternenbrüder vereidigt werden. Auch am »Fasnet Mändig« beteiligen sie sich selbstverständlich am Narrenumzug. Und am »alten Fasnetsunndig« wartet bereits der nächste wichtige Brauch: Dann versteigern sie den Narrenbaum und setzen mit dem Fasnetfunken der Fasnacht symbolisch ein Ende.

Auf diesem Foto sammeln die 20-Jährigen Brennmaterial für den Funken – vor allem ausgediente Weihnachtsbäume und anderes Holz. Der Anhänger ihres Traktors ist bereits gut gefüllt. Der Traktorfahrer ist Werner Tschiggfrei, hinter ihm sitzt Herbert von Dungen. Gerade fahren sie durch die Kirchstraße und kommen am Haus Kuster (Kirchstr. 14) vorbei.

Dort lässt sich nebenbei ein baulicher Wandel ablesen: Der frühere Ökonomiebereich des Hauses war im Vorjahr abgerissen worden. Auf dem Foto ist die rechte Gebäudehälfte bereits neu aufgebaut, doch die Balkone sind noch unvollendet – die Brüstungen fehlen noch.

Standort des Fotografen: 47.883066, 8.344155

2 Fotos: Mitarbeiter*innen der Volksbank, Fasnacht 1981

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Die Volksbank am Rathausplatz ist am »Schmutzigen Dunschdig« fest in närrischer Hand. Die Mitarbeiter*innen haben die Schalterhalle mit Luftballons, Girlanden und bunten Papierketten geschmückt und sich selbst ebenfalls ordentlich in Schale geworfen. Von nüchterner Bankatmosphäre ist an diesem Tag wenig zu spüren.

Die Kostüme ergeben ein herrlich buntes Bild: Einige tragen Lederhosen und karierte Hemden, andere erscheinen im Dirndl oder mit Trachtenjanker, Filzhut und Kniestrümpfen. Insgesamt erinnert die Gruppe weniger an Bankangestellte als an eine fröhliche Wandertruppe irgendwo zwischen Schwarzwald und Alpenhütte. Sogar Bankvorstand Walter Kromer (1935-2020) verzichtet heute auf Anzug und Krawatte und schlüpft stattdessen in rustikale Wanderkluft.

erstes Bild
1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.:
1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???
2.Reihe, knieend, v.l.n.r.: 1 Alfons Beha (1930-2015), 2 ???, 3 Georg Mayer
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Jutta Pfefferkorn (1947-2021), 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 ???, 8 Agnes Beha (geb. Zirlewagen, 1931-1993), 9 Walter Kromer (1935-2020)
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 Günter Scherer, 2 ???, 3 ???

zweites Bild
1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???
2.Reihe, knieend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 ???, 8 Walter Kromer (1935-2020)
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Jutta Pfefferkorn (1947-2021), 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 Agnes Beha (geb. Zirlewagen, 1931-1993), 8 ???
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Günter Scherer, 3 ???, 4 ???

Standort des Fotografen: 47.883691, 8.344817

3 Fotos: Narrengruppe »Weibliche Narrenpolizei« auf dem oberen Rathausplatz, Fasnacht 1997

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Da reibt sich wohl manch einer die Augen: Man muss schon genau hinschauen, um zu merken, dass hier gar nicht die echte »Weibliche Narrenpolizei« über den oberen Rathausplatz marschiert. Die Kostüme sind perfekt nachgeschneidert, das Auftreten bis ins Detail kopiert. Doch hinter den roten Uniformen, den Lockenperücken und den weißen Handschuhen stecken in Wahrheit Männer.

Eine Narrengruppe hat sich als »Weibliche Narrenpolizei« verkleidet – und nimmt damit augenzwinkernd die seit 1936 existierende Gruppe aufs Korn. Crossdressing gehört schließlich seit jeher zur närrischen Tradition. Ganz perfekt gelingt die Tarnung dann aber doch nicht: Spätestens der eine oder andere Schnurrbart und Bartschatten verrät die Narren.

Standort des Fotografen: 47.884143, 8.345168