Narr beim Schießen, Fasnacht ca. 1950-1960

Stadtarchiv

Wenn da mal nicht scharfe Munition drin ist! Ein Fasnachtsnarr ist übermütig geworden und zielt mit seinem Revolver auf eine Kaffeetasse, die er mit ausgestrecktem Arm festhält. Natürlich handelt es sich nur um einen närrischen Spaß – aber die Szene ist so inszeniert, als gehe es um Leben und Tod. Der Mann grinst verschmitzt unter seinem angeklebten Schnurrbart hervor. Zur Verkleidung gehören außerdem eine künstliche Nase, eine auffällige Brille und eine karierte Schirmmütze.

Auf der Rückseite des Fotos steht handschriftlich notiert: »Noch ein Fasnetgruß. Eben schieß ich mit Revolver auf meine Kaffeeschüssel.« Die humorvolle Aufnahme entsteht in einer Gaststube oder einem Wohnzimmer. Vielleicht handelt es sich bei dem Mann um Lehrer Karl Ehret (1897-1974), der 23 Jahre lang als Pädagoge in Löffingen wirkte? Ganz sicher scheint nur: Zur Fasnacht darf man für einen Augenblick jemand anderes sein: auch ein Revolverheld.

Standort des Fotografen: ???

2 Fotos: Frauengruppe im Gasthaus »Linde«, Fasnacht 1986

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zu Verfügung.

In einer gemütlichen Ecke des Gasthauses »Linde« hat sich eine Gruppe Fasnachtsnärrinnen niedergelassen. Über dem Tisch hängen bunte Papierschlangen von der Deckenlampe herab, auf der weißen Tischdecke stehen Gläser und Flaschen. Offenbar ist man schon seit geraumer Zeit beisammen. Die Stimmung ist ausgelassen.

Die Kostüme fallen bunt und phantasievoll aus. Neben einer elegant gekleideten Dame mit Federboa und breitkrempigem Hut sitzen Pierrots mit weiß geschminkten Gesichtern und schwarz-weiß gepunkteten Kostümen. Eine Frau trägt einen Strohhut und ein grell gemustertes Hawaiihemd, eine andere ist wohl als Seeräuber verkleidet.

oberes Bild
V.l.n.r.:
1 Irmgard Modrinski, 2 Gudrun Hoßbach (verdeckt), 3 Rosmarie Stuber, 4 Rosel Eggert oder [Maria Hall?], 5 Ella Petelka, 6 Anette Ratzer, 7 Renate Meder, 8 Gertrud Geisinger, 9 Heidi Kromer, 10 Inari Boehm, 11 Agnes Beha

unteres Bild
V.l.n.r.:
1 Gudrun Hoßbach, 2 Rosmarie Stuber, 3 Rosel Eggert oder [Maria Hall?], 4 Ella Petelka, 5 Anette Ratzer, 6 Renate Meder, 7 Gertrud Geisinger, 8 Heidi Kromer, 9 Inari Boehm, 10 Irmgard Modrinski

Die Gaststube mit den gerahmten Bildern an den Wänden wirkt dabei fast wie ein verlängertes Wohnzimmer. Viele Gruppen ziehen an Fasnacht von Wirtschaft zu Wirtschaft. Doch irgendwann bleibt man dort hängen, wo die Stimmung am besten ist.

Standort des Fotografen: 47.884272, 8.346529

Narrengruppe in der Demetriusstraße, Fasnacht ca. 1931

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hilde Adrion zur Verfügung.

Vier junge Frauen stehen dicht beieinander vor dem Haus Krauß in der Demetriusstraße. Sie lachen in die Kamera, haben die Arme ineinandergehakt und genießen ganz offensichtlich das närrische Treiben der Fasnacht.

Die Kostüme wirken improvisiert. Die Frau links trägt eine Pluderhose und ein gepunktetes Oberteil und erinnert an einen Clown. Daneben posiert wohl ein Zwerg, der spitze Zwergenhut ragt empor. Die Frau rechts trägt einen breiten Rüschenkragen und eine zackenförmig geschnittene Bluse, die an ein Harlekinskostüm erinnert. Offenbar entsteht der Reiz weniger durch perfekte Kostüme als vielmehr durch die gemeinsame Freude am Verkleiden.

V.l.n.r.: 1 Mathilde Keller (verh. Kranzer, 1911-?), 2 Sofie Jonner (verh. Hepting, 1909-1995), 3 ???, 4 ???

Standort des Fotografen: 47.884286, 8.344926

Theateraufführung in der Festhalle, Fasnacht ca. 1935

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hilde Adrion zur Verfügung.

Zum Schluss treten noch einmal alle Mitwirkenden gemeinsam auf die Bühne. Dicht gedrängt stellen sie sich vor dem monumentalen Bühnenbild auf und blicken in die Kamera. Männer und Frauen, junge Erwachsene und ältere Laiendarsteller – offenbar das gesamte Ensemble des Theaterstücks.

Die Kostüme orientieren sich an historischen Vorbildern irgendwo zwischen Spätmittelalter und Renaissance. Einige Männer tragen kurze Wämser, Strumpfhosen und Baretts, andere erscheinen als Landsknechte mit Schwertern und Dolchen. Frauen tragen lange Kleider mit weiten Ärmeln. Besonders eindrucksvoll wirken die vier Männer in Ritterrüstungen, die unter dem Torbogen Aufstellung genommen haben. Das Ganze erinnert an ein großes Historienstück mit Burgherren, Soldaten und Hofstaat.

Bemerkenswert ist vor allem das Bühnenbild. Die Kulisse zeigt ein mächtiges steinernes Burgtor mit kleinen gotischen Fenstern und einem gewaltigen Rundbogen. Darüber befindet sich ein Wappenstein. Das halbierte Wappen mit seinen schrägen Balken könnte ein Hinweis auf ein konkretes Adelsgeschlecht oder einen historischen Stoff sein. Vielleicht handelt es sich aber auch lediglich um ein Fantasiewappen, das mittelalterliche Atmosphäre erzeugen soll. Welches Theaterstück hier tatsächlich aufgeführt wird, lässt sich heute nicht mehr mit Sicherheit sagen.

Sicher ist dagegen: Für Löffinger Verhältnisse handelt es sich um eine außerordentlich aufwändige Produktion. Die Zahl der Mitwirkenden ist groß, die Kostüme sind detailreich und die Kulisse beeindruckend dimensioniert. Allein die Größe der Bühne spricht dafür, dass die Aufführung nicht im »Gebertsaal« stattfindet. Wahrscheinlich nutzt man bereits die neu erbaute Festhalle, die Raum für derart große Theaterinszenierungen bietet.

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 Ernst Kraus, 5 ???, 6 ???, 7 ???, 8 ???, 9 ???, 10 ???, 11 ???, 12 ???, 13 ???, 14 ???, 15 ???, 16 Timotheus Schmid, 17 ???, 18 ???, 19 Rupert Hepting, 20 ???, 21 Fritz Adrion
3.Reihe, v.l.n.r.:

Standort des Fotografen: 47.882906, 8.347861

2 Fotos: Hanselegruppe auf der Kirchentreppe, Fasnacht 1997

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Die Hanselegruppe hat auf der Kirchentreppe Position bezogen. Die erwachsenen Hansele mit ihren Holzmasken stehen hinten, der »Narrensamen«, der noch keine eigene Masken besitzt, vorne. Sogar zwei Kinderwagen werden mitgeführt, um die jüngsten »Hansele« dabei zu haben. Sie sind warm eingepackt und mitten im närrischen Geschehen.

Zwei Gruppenfotos werden aufgenommen. Auf der einen Aufnahme tragen die Erwachsenen ihre Holzmasken, auf der anderen haben sie sie abgenommen. So werden aus den geheimnisvollen Hästrägern plötzlich vertraute Gesichter aus der Nachbarschaft und dem Freundeskreis. Schnell wird auch klar, dass die Hanselegruppe vor allem weiblich ist!

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 Georg Mayer
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 Karin Geisinger (?), 6 ???, 7 ???
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Lore Fehrenbach, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 ???, 8 ???
5.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ??? Meier, 5 ???, 6 ???
6.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???

Das Hansele zählt zu den klassischen Baaremer Weißnarren. Das helle Leinenhäs ist mit bunten Motiven bemalt: Blumen, Ornamente und kleine Figuren bedecken den Stoff. Typisch ist auch die geschnitzte Holzmaske mit ihrer hohen, gefurchten Stirn und dem schlichten Rosshaarkranz. Dazu gehören der Fuchsschwanz, der Geschellriemen mit seinen elf Glocken und natürlich der rote Sack. Für die Kinder ist er das Wichtigste überhaupt, denn darin befinden sich die begehrten Bonbons, die während des Umzugs verteilt werden.

Standort des Fotografen: 47.882850, 8.344347

Olga Geisinger mit Enkelin, Fasnacht 1989

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Oma und Enkelin haben sich vor dem Café Fuß (Rathausplatz 5) für ein gemeinsames Erinnerungsfoto aufgestellt. Im Mittelpunkt steht an diesem Tag die Enkelin: Karin Geisinger gehört zu den diesjährigen 20-Jährigen und hat gemeinsam mit ihrem Jahrgang den Narrenbaum auf dem unteren Rathausplatz gestellt. Auf der Hausfassade zeichnet sich der Schatten des Narrenbaums ab. Verkleidet ist sie als »Schotte« – mit Kilt und passender Kopfbedeckung.

Neben ihr steht ihre Großmutter Olga Geisinger (geb. Schmutz, 1917-?), die der Straßenfasnacht seit vielen Jahren verbunden ist. Auch wenn sie längst nicht mehr zu den Jüngsten zählt, ist sie doch jedes Jahr mitten im närrischen Treiben anzutreffen – häufig zusammen mit ihrer Freundin Gertrud Faller (geb. Schmid, 1925-2005).

Im Hintergrund spannen sich die Fasnachtsbändel über den oberen Rathausplatz. Während ausgelassen gefeiert wird, halten zwei Generationen kurz inne für ein Foto – auch verbunden durch die Fasnacht, die für beide einen festen Platz im Leben hat.

Standort des Fotografen: 47.883972, 8.343932

Schlafender Narr im Gasthaus »Ochsen«, Fasnacht 1957

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Oh, da hat es wohl jemand etwas zu wild getrieben! Mitten im närrischen Treiben im Gasthaus »Ochsen« übermannt diesen jungen Mann die Müdigkeit. Den Kopf nach hinten gelegt, die Arme verschränkt, liegt er ausgestreckt auf einer Bank oder einem Sofa und schläft tief und fest. Die Krawatte sitzt schon locker, das Hemd ist verrutscht – die langen Stunden der Fasnacht haben sichtbar ihre Spuren hinterlassen.

Dass dabei vermutlich auch Alkohol im Spiel war, liegt nahe. Besonders amüsant ist allerdings die kleine Streichholzschachtel, die auf seiner Nase steckt. Ob er sie sich selbst aufgesetzt hat oder ob andere Narren sich einen Scherz mit dem friedlich Schlafenden erlaubt haben, bleibt offen. Während ringsum weiter gelacht, musiziert und gefeiert wird, gönnt sich dieser Narr mitten im Trubel einen kurzen Schlaf – wenn auch unfreiwillig zur allgemeinen Belustigung.

Standort des Fotografen: 47.883944, 8.345250

Gertrud Faller mit Enkelin, Fasnacht 1989

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Oma und Enkelin posieren hier für ein gemeinsames Erinnerungsfoto. Im Mittelpunkt steht heute die Enkelin: Heike Bölle gehört zu den diesjährigen 20-Jährigen und hat mit den anderen Angehörigen des Jahrgangs 1969 den Narrenbaum auf dem unteren Rathausplatz gestellt. Verkleidet ist sie als »Schotte« – mit Kilt, Weste und Mütze.

Geerbt hat sie ihr Fasnachtsgen ganz sicher von ihrer Großmutter Gertrud Faller (geb. Schmid, 1925-2005). Obwohl nicht mehr die Jüngste, ist sie Jahr für Jahr bei der Straßenfasnacht anzutreffen – meist im Doppelpack mit ihrer Freundin Olga Geisinger (geb. Schmutz, 1919-?), die im Hintergrund des Fotos zu sehen ist.

So treffen sich auf diesem Bild zwei Generationen: die eine mittendrin im närrischen Höhepunkt ihres Jahrgangs, die andere seit Jahrzehnten vertraut mit dem Treiben – und doch immer noch mit Freude dabei.

Standort des Fotografen: 47.883972, 8.343932

2 Fotos: Narrengruppe auf dem oberen Rathausplatz, Fasnacht 1994

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Es sind nicht die 20-Jährigen, die hier auf der Fasnachtsbühne auf dem oberen Rathausplatz feiern. Es sind die Zehntklässler*innen der Realschule, die am »Schmutzigen Dunschdig« nach der Schülerbefreiung die Bühne für sich erobert haben.

Ganz in Schwarz gekleidet stehen sie dicht gedrängt am Geländer, die Arme umeinander gelegt. Die Gesichter sind geschminkt. Um den Hals baumeln selbst gebastelte Medaillen als Erkennungszeichen ihrer Gruppe. Die Schüler*innen haben sich auf einen einheitlichen Look geeinigt und mischen als Clique mit eigenem Motto im närrischen Treiben mit.

oberes Foto
V.l.n.r.:
1 ???, 2 Alexandra Schweizer, 3 ???, 4 ???, 5 Daniel Egy, 6 ???, 7 ???, 8 Melanie Sibold, 9 ???, 10 ???

unteres Foto
V.l.n.r.:
1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 Alexandra Schweizer, 5 ???

Standort des Fotografen: 47.883904, 8.344806

2 Fotos: Personengruppe auf dem oberen Rathausplatz, Fasnacht 1975

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Der obere Rathausplatz ist am »Fasnet Mändig« geschmückt: Bunte Fasnachtsbändel überspannen den Platz, eine dichte Menschenmenge säumt die Umzugsstrecke. Auf der Fasnachtsbühne, die über den Rathausbrunnen gebaut ist, lassen sich zwei Personengruppen fotografieren. Die Erwachsenen sind nicht kostümiert, zwei der Kinder tragen jedoch Clownhüte. Alle blicken freundlich in die Kamera – als Beobachter*innen eines närrischen Treibens, dessen Teil sie eher am Rand zu sein scheinen.

Einige der abgebildeten Personen sind vermutlich als Migrant*innen nach Löffingen gekommen. Mitte der 1970er Jahre wird die Einwohnerschaft zunehmend vielfältiger. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren zunächst Flüchtlinge und Heimatvertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten hierhergekommen. Seit den 1950er Jahren folgten sogenannte »Gastarbeiter«, vor allem aus Italien, Griechenland, der Türkei und später auch aus Jugoslawien. Anders, als es der Begriff nahelegt, blieben viele von ihnen dauerhaft: Sie fanden Arbeit, leisteten ihren Beitrag zum »Wirtschaftswunder«, gründeten Familien, ihre Kinder besuchten die örtlichen Schulen. Integration vollzog sich im Alltag – nicht selten auch über Vereine. Und selbst die Fasnacht, die für Außenstehende durchaus befremdlich wirken kann, wird mit der Zeit zu einem gemeinsamen Erfahrungsraum.

oberes Foto: Familie de Rosa
1.Reihe: 1 Vincenzo de Rosa
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Annibale de Rosa, 2 [Maria de Rosa (geb. Cioffi, 1948-2019)?], 3 ???, 4 ??? de Rosa

unteres Foto: Familie de Rosa
1.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Michelina de Rosa, 3 Grazia de Rosa
2.Reihe: 1 Franca de Rosa
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???

Standort des Fotografen: 47.883908, 8.344711

Narrengruppe im Gasthaus, Fasnacht ca. 1960

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Fasnacht im Gasthaus – und mittendrin diese kleine Runde, die es sich an einem Tisch in der Ecke gemütlich gemacht hat. Die Stimmung ist ausgelassen, man lacht, prostet sich zu und blödelt herum. Der Gastraum ist festlich geschmückt: Hinter der Gruppe hängen dichte, herabfallende Lamettafäden, die im Licht schimmern und dem Raum eine beinahe bühnenartige Kulisse verleihen. Dahinter verbirgt sich ein breites Fenster. Draußen herrscht noch Tageslicht.

Die Gruppe ist kaum kostümiert, nur ein Hut da und ein paar Accessoires dort. Einer der Männer beugt sich zu seiner Nachbarin und zündet ihr eine Zigarette an. Auf dem Tisch stehen Gläser und Flaschen – typische Begleiter des närrischen Treibens. Ein Schnappschuss aus dem Moment heraus.

V.l.n.r.: 1 Paula Veith (geb. Schweizer, 1934-2020), 2 Walter Obergfell (geb. 1936), 3 ???, 4 ???, 5 ???

Standort des Fotografen: ???

2 Fotos: Narrengruppe in der Festhalle, Fasnacht 1986

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

In der Festhalle herrscht ausgelassene Fasnachtsstimmung. Ob es sich um den »Öschabend« oder den »Bunten Abend« des Turnerbunds handelt, lässt sich nicht sagen – sicher ist nur: Hier wird gefeiert. Eine Gruppe Närrinnen und Narren hat sich in phantasievollen Kostümen zusammengefunden und posiert für die Kamera. Im Foyer und im Treppenhaus stellt man sich locker auf, rückt zusammen, lacht. Clowns mit geschminkten Gesichtern, gestreifte Shirts und bunte Stoffe prägen das Bild.

Besonders auffällig ist ein Pierrot-Paar im Vordergrund: Die beiden treten als Gegenstück zueinander auf. Ihre Kostüme sind in Negativfarben gestaltet – beim einen sind die Bommel weiß auf dunklem Grund, beim anderen schwarz auf hellem. So spiegeln sie sich gegenseitig und bilden ein bewusst inszeniertes Duo, das durch diese feine Umkehrung sofort ins Auge fällt.

Die Fotos halten einen typischen Moment der Fasnacht fest: ein kurzes Innehalten zwischen Musik, Tanz und Programm. Gleich wird es wieder laut werden in der Halle, doch für einen Augenblick gehört die Bühne ganz dieser kleinen Gruppe.

zweites Bild
1.Reihe, v.l.n.r.:
1 ???, 2 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Monika Scherer (geb. Willmann), 2 Martin Scherer, 3 Thomas Rebholz, 4 Thomas Rosenfelder, 5 Petra Metzler (verh. Eiche)

Standort des Fotografen: 47.882939, 8.347875