Haus Köpfler in der Eggertenstraße als Brandruine, Januar 1971

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Heinz Albrecht zur Verfügung.

In der Nacht zum 18. Januar 1971 brennen in der Eggertenstraße zwei Häuser vollständig ab. Ein drittes Haus wird stark beschädigt.

Um 2.15 Uhr nachts wird die Löffinger Wehr mit Sirenen alarmiert und ist bereits acht Minuten später in vollem Einsatz. Trotzdem ist das Haus des kaufmännischen Angestellten Alfred Köpfler (Eggertenstr. 3) genauso wenig zu retten, wie das angrenzende Haus (Eggertenstr. 2), das der Stadtgemeinde Löffingen gehört und von einer italienischen Familie bewohnt wird. Die Wehren aus Löffingen, Seppenhofen, Dittishausen und Neustadt können aber ein Übergreifen des Feuers auf die Häuser der Kirchstraße und auf die Metzgerei Bank (Untere Hauptstr. 3) verhindern.

Die abgebrannten Häuser werden nicht wieder aufgebaut. Stattdessen legt man auf der Freifläche einen Parkplatz an, sodass das bis dahin eng verwinkelte »Eckeret« sein typisches Gepräge verliert.

Standort des Fotografen: 47.883562, 8.344323

Brandplatz in der Demetriusstraße, März 1907

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Helene Krauß zur Verfügung.

Immer wieder brannten im Laufe der Geschichte einzelne Gebäude oder ganze Straßenzüge ab. Dieses Foto ist die älteste Aufnahme, die einen Brand im Städtchen dokumentiert. Es zeigt die Gebäude in der heutigen Demetriusstraße, die dem Großbrand am 23. März 1907 zum Opfer fielen. Insgesamt wurden 15 Häuser eingeäschert und 22 Familien obdachlos.

Das Haus im Vordergrund, das an den oberen Rathausplatz grenzte, gehörte dem Viehhändler Heinrich Wertheimer. Nach der Brandkatastrophe zog die jüdische Familie Wertheimer von Löffingen weg und ließ sich in Freiburg nieder.

Standort des Fotografen: 47.884150, 8.345205

Haus Fürst beim Großbrand, 28. Juli 1921

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Emilie Albrecht, Inge Benitz, Maria Göpper und Franz Scholz zur Verfügung.

Das Haus des Schmiedemeisters Emil Fürst (1857-1936) am unteren Rathausplatz wird beim Großbrand 1921 ein Raub der Flammen. Aus der Ruine ragt nur noch der Verteilermast der Stromleitung hervor. Der Spalierbaum an der Giebelseite ist verkohlt. Auch das angrenzende Anwesen des Landwirts Anton Brunner (1846-1929) und die Häuser in der Demetriusstraße sind eingeäschert. Der Brandplatz ist in dunklen Rauch gehüllt. Im Vordergrund ist der Demetriusbrunnen zu sehen, aus dem ein Feuerwehrschlauch hängt. Rechts unten am Bildrand steht der leere Schlauchwagen der Feuerwehr.

Beim Wiederaufbau errichtet Emil Fürst seinen Neubau nicht am Brandplatz, sondern gleich nebenan in der Demetriusstraße. An Stelle seiner Brandruine erbaut Bäckermeister Ernst Ritter seinen Neubau mit markantem Staffelgiebel. Er wird mehrere Meter zurückgesetzt, sodass die Engstelle beseitigt wird und der Rathausplatz fortan breiter ist.

Standort des Fotografen: 47.883699, 8.343523