Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Dieter Vierlinger zur Verfügung.
Vor seinem Haus (Untere Hauptstr. 6) steht Bäckermeister Straub mit weißer Arbeitsschürze und beobachtet den Fotografen, der seine Kamera in die rechte Position rückt. Daneben ist das von einer Kletterpflanze bewachsene Haus Limb (Untere Hauptstr. 4) zu erkennen, vor dem ein kleines Gärtchen angelegt ist. Am Ende der Straße fällt der Blick auf das 1922 neu erbaute Mailänder Tor mit dem Demetriusbrunnen davor.
Im Vordergrund rechts oben ragt ein Schild ins Bild mit der Inschrift: »C.B. Stein Warenhaus Kasten«, benannt nach dem früheren Besitzer Karl Bernhard Stein. Zu dieser Zeit hat aber bereits der Kaufmann Alfred Zimmermann das Warenhaus (Untere Hauptstr. 7) übernommen. Er heiratete Ottilie Stein, eine Tochter von Karl Bernhard Stein.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Gottlieb Mayer zur Verfügung.
Hinter dem Gasthaus »Adler« fährt Gottlieb Mayer den Schnee mit einem von Pferden gezogenen Schlitten ab, um Platz in der engen Gasse zu schaffen. Der Übergang zur ehemaligen Tanzlaube des Gasthauses »Adler« ist beseitigt. Nur ein herausragender Gebäudestumpf erinnert an sie. Im Hintergrund ist die Fassade der Metzgerei von Johann Werne (Demetriusstraße 14) zu sehen.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Georg Willmann zur Verfügung.
Die Demetriusstraße verengt sich hinter dem Gasthaus »Adler« (Untere Hauptstr. 2). Vom Gasthaus führt ein Übergang hinüber zu der ehemaligen Tanzlaube und zu den Stallungen, links im Bild.
Im rechten Teil des Bildes sieht man die Rückansicht der Bäckerei Straub (Untere Hauptstr. 6). In der Enge der Altstadt muß auch der kleinste Platz als Lagermöglichkeit genutzt werden. Auch ein Misthaufen hat seinen Platz zu finden.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Hans-Martin Konhäuser zur Verfügung.
Rosalie Egle und Willi Konhäuser heiraten! Nach der Trauung in der katholischen Pfarrkirche am 2. Mai 1953 zog das frischgebackene Ehepaar mit seinen Gästen durch die Straßen des Städtchens. Kinder hefteten sich dem Hochzeitszug an die Fersen. In dem Augenblick, als der Fotograf auf den Auslöser drückte, jagten die Kinder geworfenen Münzen nach, um sie aufzusammeln und sich Kaugummis oder eine Kugel Eis kaufen zu können.
Schön zu erkennen sind die Häuser auf der linken Seite der Unteren Hauptstraße: Das Warengeschäft von Franz X. Geiger, die Metzgerei von Friedrich Seilnacht, das Uhrengeschäft von Wilhelm Maier und schließlich das Kaufhaus von A. Zimmermann. Am Ende der Straße an der Einmündung zur Kirchstraße ist das Gasthaus »Sonne« zu sehen. Vor dem Friseurgeschäft Limb (Untere Hauptstr. 4) ist die »Esso«-Tankstelle zu erkennen.
Gebr. Ebner, Oberkirch i.B. / Verlag Johann Schmutz, Löffingen Sammlung Familie Waßmer
Diese Mehrbild-Postkarte kommt kurz nach der Jahrhundertwende auf den Markt. Unter der Überschrift »Gruß aus Löffingen« zeigt sie drei Ansichten und Sehenswürdigkeiten des Städtchens.
Oben ist die 1898 geweihte neue Wallfahrtskirche »Witterschnee« zu sehen, sicherlich eine Hauptattraktion für Besucher*innen, die anlässlich ihrer Wallfahrt eine Postkarte nach Hause an Verwandte und Freunde versenden, aber auch der ganze Stolz der Einwohner*innen.
In der Mitte ist der Straßenzug der Unteren »Hauptstraße« zu sehen. In dieser Durchgangsstraße liegen mit dem »Adler« und dem »Lamm« gleich zwei renommierte Wirtschaften, in die nicht nur die Einheimischen, sondern auch auswärtige Gäste gerne einkehrten. Zu erkennen ist außerdem der alte Laufbrunnen, der 1912 durch den Demetriusbrunnen ersetzt wird.
Und unten ist eine Ansicht des oberen Rathausplatzes zu sehen, der hier noch als »Marktplatz« bezeichnet wird. Der Markt ist bereits im Niedergang begriffen, er verliert rapide an Bedeutung und ist kaum mehr existent. Das Rathaus und das Gasthaus »Sonne« rahmen den Platz ein.
Verlag Gebrüder Ebner, Oberkirch in Baden | Verlag Johann Schmutz, Löffingen | Sammlung Familie Waßmer
Mitten auf dem unteren Rathausplatz steht der alte Trogbrunnen. Seit jeher versorgt der Laufbrunnen an dieser Stelle die Einwohner*innen mit Wasser und dient zugleich als Viehtränke. Als Zeichen des technischen Fortschritts trägt die steinerne Brunnensäule eine Gaslaterne. Der Brunnen steht deutlich weiter links als der heutige Demetriusbrunnen, der ihn 1912 ersetzen wird, und ragt in die Untere Hauptstraße hinein.
Rechts erhebt sich das mächtige Gebäude des Gasthauses »Adler« (Untere Hauptstr. 2). Das schmiedeeiserne Wirtshausschild spannt sich an der Hausecke über die Straße. 1907 erwarb der Friseurmeister Julius Limb die linke Hälfte des Hauses, um dort seinen Friseursalon (Untere Hauptstr. 4) einzurichten. Die Umbauarbeiten sind auf der Aufnahme offenbar noch im Gange. Damit lässt sich auch die Entstehungszeit des Fotos recht eng eingrenzen.
Am linken Bildrand steht das Haus Schmutz (Rathausplatz 6). Auch ihm bleibt nicht mehr viel Zeit: Am 11. Dezember 1909 brennt es ab und wird anschließend durch einen Neubau im Jugendstil ersetzt. Hoch über die Häuserzeile links ragt der »Kasten« (Untere Hauptstr. 7), der ehemalige fürstenbergische Kornspeicher, mit seiner zur Straße gerichteten Giebelfront und dem markanten Dach.
Der Blick folgt der leicht gekrümmten Hauptstraße bis zum Gasthaus »Lamm« (Kirchstr. 29), dessen Giebel den Straßenraum im Hintergrund abschließt. Noch gibt es kaum Verkehr, und die Straße gehört Fußgängern, Handwerkern, Fuhrwerken und dem Vieh. Zugleich kündigen Gaslaterne und Geschäftsumbauten bereits an, dass auch im alten Löffingen die moderne Zeit Einzug hält.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise ??? zur Verfügung.
Links im Bild ist die Bäckerei Straub (Untere Hauptstr. 6) zu sehen. Maria Straub, die Tochter von Ernst Straub, heiratete den Bäckermeister Wilhelm Willmann. Die beiden führen die Bäckerei des Vaters weiter. Die Scheunentoreinfahrt ist im Erdgeschoss durch ein Fenster und im ersten Stockwerk durch zwei Fenster ersetzt. Statt der zwei Einzelgauben erstreckt sich über das ganze Dach eine Schleppgaube. Vor dem Haus steht ein Opel Olympia 51.
Daneben ist der Friseursalon von Julius Limb (Untere Hauptstr. 4) mit seiner Tankstelle und das Gasthaus »Adler« (Untere Hauptstr. 2) zu erkennen. Auf dem unteren Rathauspatz, der sich im Hintergrund anschließt, fehlt der Demetriusbrunnen, der im Zweiten Weltkrieg zerstört und erst 1954 neu erbaut wurde. Auch auf dem Dach des Mailänder Tores sind die Kriegszerstörungen noch deutlich zu erkennen.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Franz Hofmeier zur Verfügung.
Als Friseurmeister Julius Limb in den Ruhestand geht, wird das Friseurgeschäft von seiner Tochter Gertrud und ihrem Ehemann Hermann Geisinger modernisiert. Noch besteht die »Esso«-Tankstelle. Gerade fährt ein BMW 700 davon. Das Vorgärtchen vor dem Haus Limb ist verschwunden. Die neue Schaufensterfront, die sich über die gesamte Fassade hinweg erstreckt, zeigt, dass man mit der Zeit gehen will.
Links daneben ist die Bäckerei Straub (Untere Hauptstr. 6) und rechts das Gasthaus »Adler« (Untere Hauptstr. 2) zu erkennen. Über die Tür gelangt man zur Wirtsstube im 1. Obergeschoss. Im Erdgeschoss unterhält die Sparkasse Neustadt eine kleine Filiale.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Franz Hofmeier zur Verfügung.
Völlig durch Kletterpflanzen zugewuchert zeigt sich hier das Haus Limb (Untere Hauptstr. 4). Nur durch am Gartenzaun angebrachten Reklameschilder erfährt man, welche Waren Julius Limb verkauft. Auf diesem Bild wird das Ausmaß des idyllischen Vorgärtchens deutlich. Es nimmt fast die Hälfte des gepflasterten Gehwegs ein. Hinter dem Zaun plätschert sogar ein kleiner Springbrunnen.
Das Foto entsteht an einem Festtag, wie der Flaggenschmuck zeigt, vermutlich anlässlich des Gausängerfestes. Am 31. Juli 1927 findet ein Festumzug statt. Julius Limb gehört dem Festausschuss des Sängerfestes an. Rechts angrenzend ist das Gasthaus »Adler« (Untere Hauptstr. 2) zu erkennen.
Bevor die Bezirkssparkasse in der heutigen Demetriusstraße einen Neubau errichtet, befindet sich ihre Filiale ab den 1950er Jahren im Erdgeschoss des Gasthauses »Adler« (Untere Hauptstr. 2). Während der Eingang zur Sparkasse ganz rechts ist, befindet sich der Eingang zur Gaststube im 1. Obergeschoss links daneben. Dazwischen steht eine Sitzbank, die zum Verweilen einlädt.
Es folgt zur Linken das Friseurgeschäft von Julius Limb (Untere Hauptstr. 4), mit Drogerie und auch Tankstelle vor dem Haus. Bis kurz nach der Jahrhundertwende gehörten beide Gebäudehälften zusammen. 1904 wurde das Gebäude geteilt: Julius Limb (1883-1968) kaufte die linke Hälfte und baute sie um.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Franz Hofmeier zur Verfügung.
Zwei Geschäfte teilen sich ein stattliches Gebäude in der Unteren Hauptstraße. Erst 1907 wird das ursprünglich einheitliche Haus in zwei Hälften geteilt. Links richtet Friseurmeister Julius Limb (1883-1968) sein Geschäft ein. Große Schaufenster nehmen fast die gesamte Breite des Erdgeschosses ein. Über ihnen wirbt ein Schild mit »Anfertigung moderner Haararbeiten« sowie mit »Drogen Parfümerien Cigarren«. Vor dem Eingang stehen Julius Limb im weißen Friseurkittel und weitere Personen für den Fotografen bereit.
In der rechten Gebäudehälfte betreiben der Gastwirt Heinrich Faller (1872-1927) und seine Ehefrau Mathilde Faller (geb. Bausch, 1875-1952), den Gasthof »Adler«. Das schmiedeeiserne Wirtshausschild hängt weithin sichtbar an der Hausecke. Im Erdgeschoss gibt es hier lediglich den Eingang; von dort führt eine Treppe hinauf zur Gaststube im ersten Stock.
Noch ist gut zu erkennen, dass beide Haushälften ursprünglich zusammengehören. Im Laufe der Jahrzehnte werden sie jedoch mehrfach umgebaut und unterschiedlich gestaltet. Fassaden, Fenster und Eingangsbereiche entwickeln sich immer stärker auseinander, sodass heute kaum noch auffällt, dass hier einst ein einziges Gebäude stand.
Weiter links setzt sich die Häuserzeile fort. Zu erkennen sind die Bäckerei des Bäckermeisters Ernst Straub (Untere Hauptstr. 6) und die Restauration Benz (Untere Hauptstr. 8).
Verlag Theodor Mayer, Löffingen | Verlag Gebr. Metz, Tübingen| Dieses Foto befindet sich im Stadtarchiv. Sammlung Familie Waßmer
Durch den niederen Torbogen des alten Mailänder Tores fällt der Blick auf die »Partie am Rathaus«. Das schräg gegenüber stehende Eckhaus von Kaufmann Cölestin Schmutz ist noch ein typisches Ackerbürgerhaus mit kleinem Laden. Es brennt am 11. Dezember 1909 bis auf die Grundmauern ab.
In der Platzmitte steht noch ein alter Laufbrunnen, der 1912 durch den Demetriusbrunnen ersetzt wird. Menschen flanieren über den unteren Rathausplatz, eine Pferdekutsche fährt in Richtung der heutigen Unteren Hauptstraße.
Die Darstellung der Menschen und der Kutsche ist keine realistische Wiedergabe. Der Postkartenverlag Gebrüder Metz, der diese Ansichtskarte herstellte, machte von der Möglichkeit der Retusche und Collage intensiven Gebrauch. Die Ansichten wurden zumeist künstlerisch bearbeitet, verfremdet und ästhetisiert.
Das Bild ist ein Ausschnitt aus einer Mehrbildkarte.