Blick vom Kurpark auf das Städtchen, 17. September 1957

Willy Pragher / Landesarchiv Baden-Württemberg, Staatsarchiv Freiburg (Bestand W 134)

Zwei junge Frauen sitzen im Pavillon am Kurpark. Sie sind Statistinnen, damit der Freiburger Fotograf Willy Pragher (1908-1992) ein stimmungsvolles Bild aufnehmen kann. Aus dem schattigen Plätzchen im Pavillon heraus fotografiert er diesen Blick auf das Städtchen. Zu sehen sind die Dächer der Altstadt, aus denen der Rathausturm und der Turm der katholischen Pfarrkirche heraus ragen. Am Horizont ersteckt sich die sanfte Hügelkette der Baar, mit Wiesen, Feldern und Wäldern.

Die Ansicht des Städtchens wirkt wie von einem Bilderrahmen eingefasst, denn das Bild wird durch die Mauern des Pavillons begrenzt. Dadurch entsteht eine große Tiefenwirkung.

Standort des Fotografen: 47.885700, 8.344730

Spaziergänger im Kurpark, 6. Oktober 1957

Willy Pragher / Landesarchiv Baden-Württemberg, Staatsarchiv Freiburg (Bestand W 134)

Für dieses Bild stieg der Freiburger Fotograf Willy Pragher (1908-1992) auf die Feuerwehrleiter. Aus luftiger Höhe fotografiert er den Kurpark auf dem Alenberg. Die Fotografie ist gestellt: Auffallend viele Menschen flanieren durch die Grünanlage, darunter auch Mitglieder der Trachtengruppe. Mit ihnen wird Pragher im Anschluss noch ein Fotoshooting haben und mehrere Gruppenfotos aufnehmen.

Standort des Fotografen: 47.885164, 8.346860

2 Fotos: Kurpark, 6. Oktober 1957

Willy Pragher / Landesarchiv Baden-Württemberg, Staatsarchiv Freiburg (Bestand W 134)

Für diese beiden Bilder stieg der Freiburger Fotograf Willy Pragher (1908-1992) auf die Feuerwehrleiter. Aus luftiger Höhe fotografiert er den Kurpark auf dem Alenberg. Die Fotografie ist gestellt: Auffallend viele Menschen flanieren durch die Grünanlage, darunter auch Mitglieder der Trachtengruppe. Mit ihnen wird Pragher im Anschluss noch ein Fotoshooting haben und mehrere Gruppenfotos aufnehmen.

Die beiden Ansichten vom Kurpark sind Teil des Nachlasses Praghers im Staatsarchiv Freiburg, genauso wie die Gruppenfotos der Trachtengruppe.

Standort des Fotografen: 47.885164, 8.346860

2 Fotos: Blick zum Mailänder Tor und in die Demetriusstraße, Juli 1957

Willy Pragher / Landesarchiv Baden-Württemberg, Staatsarchiv Freiburg (Bestand W 134)

Der umfangreiche Nachlass des Freiburger Fotografen Willy Pragher (1908-1992) mit einer Million Fotografien befindet sich im Staatsarchiv Freiburg. Er besteht aus Glasplattennegativen, Diapositiven, Papierpositiven und Filmnegativen. Unter den Fotografien befinden sich auch diese beiden Ansichten des unteren Rathausplatzes vom Juli 1957.

Zu sehen sind links das Mailänder Tor und rechts der Staffelgiebel vom Café Fuss. Dazwischen fällt der Blick in die Häuserzeile der Demetriusstraße mit ihren charakteristischen Giebeln. Im Vordergrund ist der 1954 neu errichtete Demetriusbrunnen zu sehen. Schon damals dient der Platz bereits zunehmend als Parkplatz für Autos und Fahrzeuge.

Standort des Fotografen: 47.883743, 8.343671

Unterer Rathausplatz mit dem Mailänder Tor, September 1957

Willy Pragher / Landesarchiv Baden-Württemberg, Staatsarchiv Freiburg (Bestand W 134)

Löffingen wird in den 1950er Jahren farbig! Die ersten Farbaufnahmen des Städtchens entstehen. Diese beiden Ansichten des unteren Rathausplatzes werden von dem Freiburger Fotografen Willy Pragher (1908-1992) aufgenommen, dessen Nachlass sich im Staatsarchiv Freiburg befindet.

Zu sehen sind das Mailänder Tor mit der Häuserzeile der Demetriusstraße und das Café von Viktor Fuss. Am linken Bildrand ist der 1954 neu errichtete Demetriusbrunnen zu sehen. Darüber ragt das schmiedeeiserne Wirtshausschild des Gasthauses »zum Adler« ins Bild. Ein weiteres Schild weist darauf hin, dass sich im »Adler« auch eine Filiale der »Bezirkssparkasse« Neustadt befindet.

Standort des Fotografen: 47.883570, 8.343751

Motel-Raststätte an der Bundesstraße, ca. 1965

Verlag Flugbild GmbH, Bonn / Sammlung Familie Waßmer

Auf den ersten Blick könnte man meinen, dieses Luftbild sei an einem »autofreien Sonntag« 1973 entstanden, so leer ist die Bundesstraße 31. Doch die Fahrzeuge, die auf dem Parkplatz stehen, zeigen, dass dem nicht so ist. Tatsächlich ist die Umgehungsstraße einfach neu gebaut. Verglichen mit heute herrscht noch wenig Verkehr auf der zweispurigen Straße. 

Neu ist auch die 1963/64 erbaute Motel-Raststätte »Hochschwarzwald« von Willi Scherer (Fürstenbergstr. 27), die an der B31 steht. Sie bietet ihren Gästen »gutbürgerliche Küche«, »Fremdenzimmer mit Duschen« und Garagen. Daneben befindet sich eine bereits 1961 errichtete Tankstelle, die dem Mineralölunternehmen BP gehört. Erster Pächter der BP ist bis 1964 Willi Scherer. Es folgen als Pächter Familie Waldman, Herr Veigle und dann ab ca. 1973 Paul Vögtle. Selbst aus luftiger Höhe ist das Werbeschild von BP zu erkennen.

Motel-Raststätte an der Bundesstraße, ca. 1965

Sammlung Familie Waßmer

Mit dieser farbigen Mehrbildkarte wirbt die Motel-Raststätte »Hochschwarzwald« an der Bundesstraße 31 für Gäste. Die Umgehungsstraße ist neu gebaut. Der Durchgangsverkehr von Freiburg nach Donaueschingen quält sich nicht mehr durch das Städtchen. Noch steht der Neubau einsam an der B31, denn andere Häuser gibt es in der Fürstenbergstraße noch nicht. Das Motel verfügt über »gutbürgerliche Küche«, »Fremdenzimmer mit Duschen« und Garagen. Der Inhaber ist Willi Scherer.

In den Räumlichkeiten des Motel wird 1970 der Automobilclub Löffingen (ACL) gegründet. Die Idee dazu hatten Scherer und Werner Adrion. 25 Motorsportfreunde schließen sich in dem Verein zusammen.

Standort des Fotografen: 47.887955, 8.348343

Fabrikgebäude der Firma Studer in der Talstraße, ca. 1966-1970

Sammlung von Richard Zepf

Am 3. Oktober 1964 gründete der Schweizer Unternehmer Willi Studer (1912-1996) in Löffingen seine erste Betriebsstätte in Deutschland. Im November 1964 nahmen Studer und der Neustädter Landrat Alfred Mallebrein den ersten Spatenstich für den Fabrikneubau in der Talstraße vor. Nach zwei Jahren Bauzeit konnte das Werk im August 1966 eingeweiht und der Betrieb aufgenommen werden.

Zunächst wird auch hier das Tonbandgerät G36 gefertigt. Nach insgesamt über 80.000 gebauten Tonbandgeräten dieser Serie läuft 1967 das letzte G36 in Löffingen vom Band. Es folgt die A-Serie mit dem Tonbandgerät A77. Das Werk wird in den kommenden Jahren mehrfach erweitert.

Standort des Fotografen: 47.884158, 8.351932

Skipiste in der Haslachstraße, ca. 1955-1965

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Paul Heizmann zur Verfügung.

Es liegt Schnee. Die abschüssige Haslachstraße verwandelt sich in eine wunderbare Skipiste. Mit vollem Karacho geht es den Abhang hinunter bis zur Einmündung in die Festhallenstraße.

Im Hintergrund sind die Häuser der »Neuen Heimat« in der Haslachstraße und ganz oben auf dem Berg das Café »Schönblick« zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.884001, 8.348218

2 Fotos: Familie Heizmann vor ihrem Haus in der Festhallenstraße, ca. 1939

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Karl Heizmann zur Verfügung.

Ein Foto der gesamten Familie soll aufgenommen werden. Vor die Haustür wird ein Stuhl gestellt. Darauf setzt sich Notburga Heizmann geb. Schwanz (1912-2001). Sie hält ihren jüngsten Sohn Karl (geb. 1939) auf dem Arm. Hinter ihr steht ihr Mann,  der Landwirt Karl Heizmann (1911-1947), und legt seine Hand auf die Stuhllehne. Rechts und links stehen die beiden älteren Kinder Anna (geb. 1937) und Anton (geb. 1938). Die Kinder werden früh zu Halbwaisen, denn Karl Heizmann stirbt bereits 1947 im Alter von nur 35 Jahren.

Für das zweite Foto werden die beiden großen Kinder Anna und Anton noch einmal gesondert fotografiert: Sie stehen vor der Haustür, mit der Hausnummer »281«. Der Stuhl, auf dem die Mutter eben noch saß, ist bei Seite gerückt und am rechten Bildrand zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.884066, 8.348202

Haus Heizmann in der Festhallenstraße, 1913

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Karl Heizmann zur Verfügung.

Für das Foto hat sich Familie Heizmann vor ihrem holzverschindelten Wohnhaus aufgestellt. Drei Generationen sind zu erkennen. Der Landwirt Leopold Heizmann (1844-1920) kaufte 1868 das Anwesen »An der Haslach« in der heutigen Festhallenstraße. 1910 übergab er es an seinen Sohn Anton Heizmann (1879-1929), der ebenfalls Landwirt war und im selben Jahr seine Frau Anna geb. Faller (1884-1960) heiratete. Ein Jahr später wurde ihr erstgeborener Sohn Karl Heizmann (1911-1947) geboren, der auf dem Foto auf dem Arm seiner Mutter zu sehen ist.

Standort des Fotografen: 47.884063, 8.348065

Gasthaus »Pilgerhof« mit Pensionsgebäude in der Maienlandstraße, ca. 1921-1925

Sammlung Familie Waßmer

»Kaffee & Gasthaus zum Pilgerhof« steht in großen Buchstaben auf dem Emailleschild, das unübersehbar an der Fassade angebracht ist. Über der Eingangstür hängt ein weiteres, viel kleineres Schild. Darauf steht der Name des Besitzers: Otto Vogel.

Der Gast- und Landwirt Otto Vogel (1871-1940), in Freiburg geboren, hatte 1895 nach Löffingen eingeheiratet. Seine Frau Rosa geb. Faller (1870-1934) war die Tochter der Wirtsleute Faller. Das Ehepaar Vogel brach die angrenzende Scheune ab und errichtete etwa 1921 an ihrer Stelle ein Pensionsgebäude mit Fremdenzimmern, das rechts im Bild zu sehen ist. Auf dem Foto sind am rechten Bildrand außerdem Stromkabel zu erkennen, die über die Maienlandstraße gespannt sind. Insofern ist das Foto nach der Elektrifizierung 1916 und nach dem Bau des Pensionsgebäudes Anfang der 1920er Jahre entstanden.

Standort des Fotografen: 47.887093, 8.341458