Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elisabeth Kriegisch zur Verfügung.
Keineswegs nur »Kaffee« gibt es im Café Schönblick an der »Hasle«. Auf der Säule neben dem Eingang wird durstigen Einkehrern auch »Bier«, »Wein« und »Likör« angepriesen. Vor dem Haus stehen Elisabeth Kriegisch (1910-1997) und ihre Tochter Maria (geb. 1947), die in der Nahe gelegenen Haslachstraße wohnen.
Dass auch dieses Haus nach dem Großbrand 1921 erbaut wurde, ist deutlich an seiner architektonischen Formsprache zu erkennen. Wie alle Häuser des Wiederaufbauplans verfügt es über Bogengewände am Eingang. Außerdem ist der rechte Giebel ein Staffelgiebel. Das Haus gehörte viele Jahre dem Apotheker Erwin Himmelseher (1875-1949) und seiner Ehefrau Sofie Himmelseher (geb. Jordan, 1881-?). In der linken Gebäudehälfte befand sich ursprünglich die Ökonomie mit einem großen Scheunentor.
1977 kaufte es der Maschinenführer Otto Schwanz (geb. 1932) und seine Ehefrau Irene Schwanz (geb. Neumann), die als Sekretärin in der Grund- und Hauptschule arbeitete.
Nach dem Großbrand 1921 wurde das zweistöckige Wohnhaus mit Ökonomiegebäude in der Alenbergstraße neu erbaut. Es gehörte dem Landwirt Johann Nepomuk Maier (1885-1972) und seiner Ehefrau Karolina Maier (geb. Beha, 1875-1952). 1961 übernahm Hermann Beha (geb. 1937) das Anwesen und modernisierte es. Rechts neben dem Haus führt eine Treppe zum Kurpark empor.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Fritz Adrion zur Verfügung.
Im Haus Adrion auf dem Alenberg treffen sich zehn Jugendliche zur Tanzstunde: fünf junge Männer und fünf junge Frauen haben sich ordentlich herausgeputzt und lassen sich fotografieren. Die Männer tragen Anzug und Krawatte, die Frauen schlichte, aber sorgfältig gewählte Kleider – ganz dem Anlass entsprechend. Tanzstunden gehören für viele Jugendliche zum Erwachsenwerden dazu. Hier werden nicht nur Walzer und Foxtrott geübt, sondern auch Umgangsformen und gesellschaftliches Auftreten.
Das Gruppenfoto wirkt zwar ein wenig streng und förmlich, lässt aber erahnen, dass neben aller Disziplin auch Freude und vielleicht ein wenig Aufregung eine Rolle spielen
1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 Fritz Adrion jr. (1920-2004), 2 ???, 3 Lina Heizmann (verh. Kuster, 1921-2012), 4 Alfred Egle (1920-2001), 5 ???, 6 Eugen Höcklin (1920-1975) 2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 Hildegard Heizmann (verh. Pfeifer, 1922-?), 4 Hans Benz
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Else Egle und Hermann Egle sowie Inge Mayer zur Verfügung.
Eine Großmutter lässt sich mit ihren Enkeln fotografieren. Agathe Hepting (geb. Bader, 1865-1939), die Ehefrau des Landwirts und Drehers Rupert Hepting (1866-1932), sitzt in ihrem Wohnzimmer im Haus Dittishauser Str. 7. Drei Enkel sind bei ihr. An der Wand hängt eine Gitarre. Auf der Couch liegt die Zeitschrift »Die Lesestunde«, die von der Deutschen Buch-Gemeinschaft vertrieben wird.
Bei den Enkelkindern handelt es sich um Else Ganter (verh. Egle), Lore Ganter und Eugen Hepting.
Von der erhöhten Vorstadtstraße fällt der Blick hinunter auf das Haus Kirner in der Alenbergstraße. Nach dem Großbrand 1907 waren die beiden Brandplätze der Häuser 82 und 83 zusammengelegt und darauf ein Neubau errichtet worden. Das Haus gehörte dem Landwirt Severin Kirner (1875-1958), der in Seppenhofen geboren war. Gemeinsam mit seiner aus Friedenweiler stammenden Frau Maria Kirner (geb. Trescher, 1884-1961) führte er das Anwesen. Das Ehepaar Kirner übergab das Haus 1953 an den Sohn Johann Kirner (geb. 1920), der die Landwirtschaft weiter betrieb.
Nach dem Großbrand 1907 wurden die Brandplätze von den Häusern 252 und 253 zusammengelegt und darauf ein Neubau errichtet. Viele Jahrzehnte wohnte hier der Schneidermeister Johannes Schmitt (1878-1967), der aus dem Württembergischen stammte und in zweiter Ehe mit Mathilde geb. Ruf aus Rötenbach verheiratet war. Er betrieb in dem Haus in den Alenbergstraße sein Schneidergeschäft. 1959 kauften der Bergmann Robert Hörner und seine Frau Lina geb. Kirner (geb. 1927) das Anwesen. Als dieses Foto aufgenommen wurde, befand sich in den früheren Ladenräumlichkeiten im Erdgeschoss die Fahrschule Mogel.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Werner Lubrich zur Verfügung.
Das Rathaus wird renoviert. Während die Fassade am oberen Rathausplatz eingerüstet ist, ist vom unteren Rathausplatz aus auf den ersten Blick nicht viel von den Renovierungsarbeiten zu erkennen. Der Weihnachtsbaum steht auf dem Platz. Die Straße ist abgesperrt und ein Kran blockiert die Durchfahrt.
Das Rathaustürmchen fehlt auf dem Bild, es wird gerade grundlegend saniert. Die Kupferarbeiten führt Blechnermeister Josef Heiler durch. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten werden in die Kugel unter dem Kreuz die Namen von Bürgermeister Dr. Dieter Mellert, der Handwerker und der Bediensteten des Rathauses eingelassen.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Werner Lubrich zur Verfügung.
Das Rathaus ist eingerüstet, weil seine Fassade gerade renoviert wird. Der Rathausplatz ist von Autos zugeparkt. Dass hier früher Märkte abgehalten wurden, ist kaum mehr vorstellbar. Nur die Brunnenfigur der »Schnitterin«, die aus dem Autoblech herausragt, erinnert noch daran. Die Zeiten, dass sich im Erdgeschoss des Rathauses die Markthalle befand, sind lange vorbei. Heute befinden sich dort die Kurverwaltung und die Stadtbücherei, wie auf den Fensterscheiben zu lesen ist.
Fotograf: Leo Molitor, Neustadt | Dieses Foto stellte dankenswerterweise Margarethe Senn zur Verfügung.
1929 heiratet Klara Fehrenbach (1902-?) den Landwirt August Zepf (1900-?). Anlässlich der Eheschließung entsteht diese Atelieraufnahme der jungen Frau.
Fotograf: Leo Molitor, Neustadt | Dieses Foto stellte dankenswerterweise Margarethe Senn zur Verfügung.
Als junger Mann lässt sich der Landwirt August Zepf (1900-?) im Fotostudio aufnehmen. Er kam am 22. Juli 1900 als drittjüngstes von zehn Geschwistern zur Welt. Seine Eltern sind der Landwirt Jakob Zepf (1859-1931) und Georgina Zepf (geb. Hilpert, 1861-1953). Er wuchs in der Unteren Hauptstraße auf. Im Ersten Weltkrieg war August Zepf noch kurz vor Kriegsende Soldat geworden.
Er heiratet 1929 Klara Fehrenbach (1902-?), mit der er vier Kinder, ein Sohn und drei Töchter bekommt. Nach dem Tod seines Vaters 1931 übernimmt er das Elternhaus und führt den landwirtschaftlichen Betrieb weiter. Er gehört zu denjenigen mutigen Männern, die 1934 gegen die Vertreibung des katholischen Stadtpfarrers durch die Nationalsozialisten protestieren und deshalb für einige Tage verhaftet werden. Im Zweiten Weltkrieg wird er zunächst einberufen, dann aber freigestellt. Er muss aber 1944 zum »Volkssturm« einrücken. Bei einem Fliegerangriff im Frühjahr 1945 wird sein Haus in der Unteren Hauptstraße komplett zerstört und August Zepf erbaut 1949 ein neues Anwesen in der Dittishauser Straße.
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Elisabeth und Franz Isele zur Verfügung.
Das Haus von Familie Zepf in der Unteren Hauptstraße wurde bei einem Fliegerangriff am 25. Februar 1945 komplett zerstört. Mehrere Jahre musste sie in Behelfsunterkünften wohnen. 1949 errichtete August Zepf (1900-?) an der Dittishauser Straße ein neues landwirtschaftliches Anwesen.
Am Giebel des Nachbarhauses ist eine Rundfunkantenne zu sehen. Fernsehantennen sind in der Mitte der 1950er Jahre noch eine Seltenheit.