Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Genoveva Kinast zur Verfügung.
Im »Schlempental« stellen sich die Narrengruppen mit ihren Wagen für den Umzug am »Fasnet Mändig« auf. Diese Gruppe, die vermutlich als steinzeitliche Jäger und Sammler kostümiert ist, lässt sich vor dem Haus Bader (Obere Hauptstr. 17) fotografieren. Ihr Wagen wird von zwei Pferden gezogen.
Die Narren und Närrinnen gehören vermutlich dem Turnerbund an. Zu sehen sind u.a. Rosa Adrion, Erna Bader (geb. Mutterer, 1908-1969), Albert Benitz und Rosa Henzler.
Das Motto der Fasnacht 1939 ist »die Heimat in grauer Vorzeit«, thematisiert werden »Sitten und Gebräuche, Leben und Treiben der Vorfahren aus der Stein-, Bronze- und Eisenzeit bis zur Besiedlung des Landes durch die Kelten«.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Genoveva Kinast zur Verfügung.
Eine Gruppe »Bauern« hat sich an Fasnacht vor dem Eingang zum Rathaus versammelt. Sie führen einen Ochsen aus Pappmaché bei sich, der vor einen Pflug gespannt ist. Weitere landwirtschaftliche Geräte werden präsentiert.
Das Foto ist vermutlich in den 1930er Jahren entstanden, möglicherweise an der Fasnacht 1939: Das Motto lautet: »Im Schatten der Vorzeit – Bilder aus der Frühzeit unserer Heimat«.
Wer erkennt die Narren? Der Mann im schwarzen Anzug und mit Zylinder, der ganz offensichtlich keinen »Bauer« darstellt, sondern sich mich auf das Bild mogelt, ist Friseurmeister Julius Limb.
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Elke Moser und Alexandra Scholl zur Verfügung.
Die Sonne ist das Erkennungszeichen dieser Narrengruppe. Sie strahlt hoch oben auf dem – von Kühen – gezogenen Umzugswagen. Die Gruppe selbst ist in lange wallende Gewänder gekleidet, die strahlend weiß sind. Offenbar verehren sie das Sonnenlicht. Und tatsächlich hat sich die Sonne an diesem Rosenmontag hinter den Wolken hervorgewagt und scheint. Der Schnee in der Oberen Hauptstraße ist fast vollkommen weggeschmolzen. Im Hintergrund sind die Häuser von Ida Jordan (Obere Hauptstr. 21) und Karl Wölfle (Obere Hauptstr. 23/25) zu sehen.
Das Foto ist vermutlich an Fasnacht 1939 entstanden. Aus Anlass des 50-jährigen Jubiläums der »Laternenbrüder« geht es thematisch um »die Heimat in grauer Vorzeit«, um »Sitten und Gebräuche, Leben und Treiben der Vorfahren aus der Stein-, Bronze- und Eisenzeit bis zur Besiedlung des Landes durch die Kelten«. Auch in der Religion der Germanen gelten die Sonnenfeste wie Mittsommerfest und Mittwinterfest als hohe Feiertage. In der nordischen Mythologie wird die Sonne als Sonnengöttin Sol verehrt.
1.Reihe, v.l.n.r.: ???, Franz Bader (1901-1986) 2.Reihe, v.l.n.r.: 3.Reihe, v.l.n.r.:
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Ewald Hepting zur Verfügung.
Die Hitlerjugend marschiert in der Unteren Hauptstraße auf. Die Häuser sind mit Hakenkreuzfahnen geschmückt. Vorneweg zieht eine Musikkapelle, die den Aufmarsch musikalisch begleitet. Danach folgt ein Hitlerjunge mit einer Trommel. Die ursprünglich mittelalterliche Landsknechttrommel mit schwarz-weißer Flammenzeichnung ist zu einem Symbol der Hitlerjugend geworden.
Der Aufmarsch zieht gerade an der Bäckerei Straub (Untere Hauptstr. 6) vorbei, um in die Kirchstraße einzubiegen. Am rechten Bildrand ist das Haus von Uhrmachermeister Wilhelm Maier (Untere Hauptstr. 5) zu sehen, das gerade eingerüstet ist und renoviert wird.
Das Foto könnte anlässlich »Führers Geburtstag« am 20. April 1939 aufgenommen sein. Denn an diesem Tag ist alljährlich Beflaggung angeordnet und Hitlers 50. Geburtstag 1939 ist sogar ein staatlich verordneter Feiertag. Am Vorabend werden außerdem jährlich im ganzen Deutschen Reich Jugendliche feierlich in die Hitlerjugend aufgenommen. Das würde erklären, warum die Hitlerjugend so prominent durch das Städtchen marschiert.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Daniela Scherzinger zur Verfügung.
Die Hausnummer »72« hängt über dem Türsturz. In der geöffneten Haustür steht eine junge Frau. Es ist Emma Limb (1913-2015), die später den Postfacharbeiter Karl Binder heiratet. Sie steht vor ihrem Elternhaus. Ihr Vater, der Schreinermeister August Limb (1884-1976), und ihre Mutter, Anna Limb geb. Gebert (1890-1960), hatten das Haus in der Rötenbacher Straße nach dem Großbrand 1921 gebaut. Ihr altes Wohnhaus am Alenberg war bei dem Brand am 28. Juli 1921 zerstört worden. Anna Limb schaut aus dem Fenster im oberen Stock heraus, um ebenfalls mit auf dem Foto zu sein.
Verlag A. Rebholz, Löffingen | Dieses Foto stellten dankenswerterweise Sigrid und Eugen Fehrenbach, Hedwig Kienzler, Christoph und Marlies Müller sowie Rita Bölle zur Verfügung.
Die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 1924/25 werden aus der Volksschule entlassen. In der Festhalle versammeln sie sich mit ihren Lehrern zu einem Gruppenfoto. Sie sitzen und stehen auf der Bühne, im Hintergrund ist, leicht verdeckt, der Reichsadler zu sehen, der in seinen Klauen einen Eichenkranz mit Hakenkreuz hält. Es ist das Jahr 1939 und die Symbole der NS-Diktatur sind omnipräsent.
1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Maria Egle, 2 Frieda Heckle, 3 Else Greuther, 4 Hertha Kaltenbrunner, 5 Paula Hasenfratz, 6 Elisabeth Kaltenbrunner, 7 Johanna Rombach 2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Anneliese Wehrle (verh. Scholz), 2 Elvira Egle (verh. Fischer), 3 Lotte Bösch, 4 Hedwig Ritter, 5 Anna Kuster, 6 Hedwig Nägele, 7 Franziska Fritsche, 8 Hedwig Schmid (verh. Bayer, 1924-1996), 9 Johanna Egle 3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Hauptlehrer Friedrich Mühlhaupt, 2 August Kuster, 3 Ernst Kopp, 4 Helmut Köpfler, 5 Julius Selb (1924-1943), 6 Rudolf Laufer, 7 Hugo Schropp, 8 Erwin Bader, 9 Walter Zepf, 10 Franz Egle, 11 Karl Brugger, 12 Oberlehrer Eugen Katzenmayer 4.Reihe, v.l.n.r.: 1 Gewerbehauptlehrer Karl Ehret, 2 Hauptlehrer Emil Willig, 3 Hauptlehrer Josef Manogg
Die Entlassfeier findet am 24. März 1939 in der Festhalle statt. Rund 450 Personen nehmen daran teil. Die Feier endet mit einem nationalsozialistischen »Bekenntnis zum Führer« und dem gemeinsamen Singen der Nationalhymne.
Oberlehrer Eugen Katzenmayer wurde 1899 in Freiburg geboren und unterrichtet seit 1936 an der Volksschule Löffingen. Hauptlehrer Emil Willig (1900-?) stammt gebürtig aus Freiburg und ist seit 1935 Lehrer in Löffingen. Hauptlehrer Josef Manogg, 1901 in Raithaslach bei Stockach geboren, unterrichtet seit 1936. Hauptlehrer Friedrich Mühlhaupt (1907-?) stammt aus Dangstetten (Klettgau) und ist in Löffingen seit 1936 tätig. Lehrer Karl Ehret wurde 1897 in Ehrenstetten geboren und unterrichtet hier bereits seit 1924.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Lore Fehrenbach zur Verfügung.
Anlässlich der Inbetriebnahme des neuen signalabhängigen Stellwerks versammeln sich die Bahnbedienste zu einem Gruppenfoto. Das Stellwerk ist noch nicht in einem Innenraum untergebracht, sondern befindet sich draußen auf dem Bahnsteig.
Für 1936 sind im Adressbuch folgende Personen aufgeführt, die als Bahnbedienstete arbeiteten: Franz Frey (Bahnarbeiter), Anton Hermann (Schrankenwärter), Alfred Hörtner (Weichenwärter), Mathias Kaspar (Bahnangestellter), Adolf Kopp (Bahnwärter), Friedrich Müller (Bahnangestellter), Leo Ritter (Bahnarbeiter), Ludwig Schäfer (Bahnvorsteher), Heinrich Stern (Reichsbahnhilfe), Ferdinand Trenkle (Bahnarbeiter) und Hermann Wagner (Lokführer).
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Anni Zumstein zur Verfügung.
Die Angehörigen der Familie Fehrenbach, die in der Demetriusstraße 18 zu Hause sind, lassen sich vor dem benachbarten Garten der Bäckerei Straub fotografieren. Alle tragen schwarze Kleidung und blicken ernst in die Kamera. Der Anlass ist kein fröhlicher, sondern die Beerdigung von Anna Fehrenbach (geb. Schropp), der Ehefrau und zehnfachen Mutter. Geboren 1872 in Löffingen, ist sie am 6. November 1939 im Alter von 67 Jahren verstorben. Drei Tage später wird sie beerdigt. Im Totenbuch der Pfarrgemeinde notiert Stadtpfarrer Robert Winkel, dass sie »sehr fromm und betend« gewesen sei.
1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Marie Federer (geb. Fehrenbach), 2 Witwer Johann Fehrenbach I, 3 Rosa Schwan (geb. Fehrenbach) 2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Emma Stricker (geb. Fehrenbach), 2 Ernst Fehrenbach (1902-?), 3 Anna Schropp (geb. Fehrenbach), 4 August Fehrenbach, 5 Johanna Bernauer (geb. Fehrenbach, 1912-?), 6 Josef Fehrenbach (1900-1945), 7 Frieda Müller (geb. Fehrenbach, 1907-?)
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Gertrud Geisinger zur Verfügung.
Ob der Mann mit dem Motorrad soeben den Friseursalon von Julius Limb (Untere Hauptstr. 4) besucht oder Limbs Tankstelle genutzt hat, die sich neben dem kleinen Vorgärtchen befindet, ist ungewiss.
In der Tür steht Limbs Tochter Gertrud Limb (verh. Geisinger, 1923-2011). Sie wird später mit ihrem Ehemann Hermann Geisinger den Friseursalon in zweiter Generation weiterführen.