

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Klemens Rebholz und Cäcilie Runge zur Verfügung.
Sommer 1971 im »Stettholz«. Die Sonne steht hoch, das Gras ist trocken, hinter der Hecke blitzt ein weiß verputztes Wohnhaus mit braunen Fensterläden hervor. Eigentlich prägen Kühe, Stallgeruch und landwirtschaftliche Maschinen den Alltag auf den Aussiedlerhöfen – doch an diesem Tag sorgt ein ganz anderes Tier für Aufregung.
Mitten im Gras steht ein kleines Rehkitz. Sein geflecktes Fell leuchtet im Sonnenlicht, die dünnen Beine wirken noch etwas wackelig. Und doch scheint es keine Angst zu haben. Neugierig streckt es den Kopf nach oben, während eine junge Frau ihm vorsichtig ein Fläschchen hinhält. Offenbar wird es mit der Hand aufgezogen.
Vier Kinder haben sich um das Tier geschart. Ein Junge mit Brille und karierten Kniestrümpfen beobachtet das Geschehen aufmerksam. Zwei Mädchen im Sommerkleid streicheln behutsam über das weiche Fell. Ein weiterer Junge schaut halb verborgen hinter ihnen hervor. Ein Rehkitz auf einem Bauernhof ist keine Alltäglichkeit – deswegen ist auch schnell ein Fotoapparat zur Hand, um den besonderen Moment festzuhalten.
Vielleicht wurde das Tier im Wald gefunden – verlassen oder verletzt – und von der Familie aufgenommen? Wer erkennt die Kinder? Und bei welchem Aussiedlerhof im »Stettholz« ist dieses Foto entstanden?
V.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 Cäcilia Rebholz (verh. Runge)
Standort des Fotografen: ???












