2 Fotos: Schüler auf dem Rathausplatz, Fasnacht 1971

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Am »Schmutzigen Dunschdig« werden vormittags traditionell die Schüler befreit: Die Fasnachtsferien beginnen! Die kleinen Narren strömen von der Schule ins Städtchen. Hier stehen sie auf dem unteren Rathausplatz, wo am Nachmittag der Narrenbaum aufgestellt wird.

Im Hintergrund ist das Rathaus zu sehen, neben dem eine Telefonzelle steht. Daneben ist die »alte Sonne« (Rathausplatz 9-10), die zwei Jahre später abgerissen wird, und der kleine Gemüse- und Obstladen von Monika Wehrle zu erkennen.

Wer erkennt die Schüler*innen? Zu sehen sind in alphabetischer Reihenfolge u.a.: Jutta Bausch, Jutta Bölle, Karl Friedrich Geisinger, Winfried Hall, Jutta Hasenfratz, Hannelore Heiler, Regina Isele, Annette Japs, Kathi Knödler, Monika Kuster, ??? Mayer, Reinhold Merk, Susanne Müller, ??? Münzer, Inge Sibold (mit schwarzem Pullover), Renate Sibold (mit Chinesenhut), Petra Tibussek, Luzia Walz, Vera Walz, Veronika Zipfel

Oberes Bild: Lehrerin Hannelore Gobil-Cremer (1947-2019)

Unteres Bild: Ganz hinten mit Regenschirm steht Klara Zepf (geb. Assmuth, 1907-1999).

Standort des Fotografen: 47.883729, 8.344040

2 Fotos: Prozession der Kommunionkinder des Jahrgangs 1961/62, 1971

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Der Festgottesdienst ist zu Ende. Die Kommunionkinder ziehen durch das Hauptportal der katholischen Pfarrkirche St. Michael hinaus. Eltern und Familienangehörige warten draußen, um einen Blick auf ihr Kind zu erhaschen. Zunächst kommen die Jungs, in dunkle Anzüge gekleidet. Sie halten in einer Hand ihre Kerze und in der anderen das Gotteslob. Von hier zieht die Prozession in Richtung Kaplanei in der Seppenhofer Straße.

Zu sehen sind u.a. in alphabetischer Reihenfolge: Edgar Beck, Stephan Burger, Winfried Hall, Hans-Peter Hepting, Otmar von der Heyd (1962-2016), Jonny Köpfler, Jürgen Köpfler, Thomas Scherer, Eckkehard Wiek, Joachim Zürcher.

Standort des Fotografen: 47.882689, 8.343823

Werner Waßmer neben seinem Auto in der Hebelstraße, Sommer 1971

Sammlung Familie Waßmer

Der Kofferraum des kleinen »Renault 4« ist voll bepackt. Denn es geht in den Campingurlaub – und das gleich für vier Wochen! Das Ziel der Reise ist über 1.000 km entfernt, man fährt an die Costa Brava nach Spanien.

Der Mann ist der Lehrer Werner Waßmer, der zusammen mit seiner Ehefrau Maria Waßmer seit 1969 Lehrer in Löffingen ist, zunächst an der Grundschule und dann nach einem Zusatzstudium an der Realschule. Das frisch verheiratete Ehepaar wohnt im Mehrfamilienhaus Hebelstr. 8.

Standort des Fotografen: 47.881141, 8.341143

Klassentreffen des Jahrgangs 1930/31 vor dem »Pilgerhof«, 1971

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Priska Zemann zur Verfügung.

Die ehemaligen Schüler*innen des Geburtsjahrgangs 1930/31 haben sich zu einem Klassentreffen versammelt. Sie kehren zusammen im Gasthaus »Pilgerhof« ein. Für ein Gruppenfoto gehen sie vor die Tür und stellen sich vor dem Gasthaus auf. In der ersten Reihe sitzt ihre ehemalige Lehrerin.

Zu den Schüler*innen zählen in alphabetischer Reihenfolge u.a.: Alfons Beha, Adolf Benz, Elisabeth Burger (geb. Benitz), Hilde Fehrenbach, Johann Glunk, Willi Göpper, Brunhilde Heiler, Elisabeth Isele, Franz Isele, Maria Kaltenbrunn (geb. Ritter, genannt »Schranken-Marie«), Hans Kaufmann, Heinrich Kopp, Hedwig Maier, Ursula Nobs (geb. Fürst), Olga Streit, Lotte Ratzer, Ruth Straetker (geb. Siefert), Egon Studer, Hanni Thoma, Arthur Waibel, Maria Wetzel (geb. Maier), Luise Winkler, Elisabeth Zepf.

Standort des Fotografen: 47.886933, 8.341614

20-Jährige mit Narrenbaum im Maienland, Fasnacht 1971

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Wie jedes Jahr am »Schmutzigen Dunschdig« versammeln sich die 20-Jährigen, um zunächst im Stadtwald ihren Narrenbaum zu schlagen und ihn später dann geschmückt vom Maienland ins Städtchen zu tragen. Hier setzt sich der Zug gerade in Höhe des Gasthauses »Pilgerhof« in Bewegung.

Verglichen mit Fotos der Vorjahre hat sich die Ansicht insofern geändert, als dass 1970 das Haus Benz (Maienlandstr. 27) abgebrannt ist. Die Brandruine wurde abgetragen und ein Parkplatz für die Gäste des »Pilgerhofs« angelegt. Dahinter lassen die Wirtsleute Josef und Anita Hoitz, zurückversetzt von der Straße, einen Neubau mit Mietswohnungen errichten, dessen Rohbau bereits steht.

Standort des Fotografen: 47.886581, 8.341848

Umzugswagen beim Narrenumzug in der Oberen Hauptstraße, Fasnacht 1971

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Eine Giraffe in der Oberen Hauptstraße? Eben kommt sie am Gasthaus »Gebert« (Obere Hauptstr. 9) vorbei. Ihr ausgestreckter Hals überragt das Dach um Längen. Ein Schild ist um ihren Hals gehängt. Darauf heißt es: »Alles gugged und gaffed«. Wohl wahr, da ein solches Tier im Baarstädtchen kein alltäglicher Anblick ist, auch nicht an Fasnacht!

Hinter der Giraffe ist der Umzugswagen mit der Olympischen Fahne und den fünf Ringen geschmückt. Eine Anspielung darauf, dass 1972 die Olympischen Spiele in Deutschland stattfinden?

Standort des Fotografen: 47.884466, 8.346173

Narrenumzug mit Clowngruppe, Fasnacht 1971

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

An den geparkten Autos im Hintergrund lässt sich gleich auf den ersten Blick erkennen, dass dieses Foto in den früheren 1970er Jahren aufgenommen sein muss. Gleich drei VW Käfer stehen auf dem Parkplatz zwischen der Stadtapotheke (Obere Hauptstr. 7) und dem Gasthaus »Gebert« (Obere Hauptstr. 9). Deutlich sind einige Nummernschilder zu erkennen, die noch nicht mit »FR« für »Freiburg«, sondern noch mit »NEU« für »Neustadt« beginnen. Bis zur Kreisreform am 1. Januar 1973 waren diese KFZ-Kennzeichen mit der Abkürzung des Landkreises Hochschwarzwald gültig.

Im Vordergrund ziehen Clowns mit zwei Leiterwagen durch das Bild. Sie haben sich in den Narrenumzug eingereiht. Die aufgespannten Regenschirme schützen gegen das Sauwetter und verhindern, dass die Schminke verläuft. Im Hintergrund sind zwei Häuser der Vorstadtstraße zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.884466, 8.346173

2 Fotos: Laternenbrüder beim Narrenumzug, Fasnacht 1971

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Am Gasthaus »Gebert« (Obere Hauptstr. 9) fährt der »Fässlewagen« der Laternenbrüder vorbei. Traditionell gehören dem Narrenrat maximal elf Männer an. Mehr Platz ist auch auf dem »Fässlewagen« nicht. Hoch oben thronen die Laternenbrüder, die in einen hüftlangen Umhang in den Farben dunkelrot/gelb gekleidet sind und als Kopfbedeckung ein Barett tragen.

Der Wagen wird noch von zwei Pferden gezogen. Sie heißen Max und Fritz und gehören Karl Oschwald, der neben ihnen herläuft.

V.l.n.r.: 1 Hermann Geisinger, 2 Jupp Hoitz, 3 Heiner Wider, 4 ???, 5 ???, 6 Franz Schweizer, 7 Bruno Laule, 8 Hermann Zahn, 9 Rolf Meßmer, 10 Josef Guth, 11 ???

Die wegschauenden Laternenbrüder sind Dieter Butsch, Karl Sibold und Hugo Schropp.

Standort des Fotografen: 47.884412, 8.346064

Stadtmusik beim Narrenumzug vor dem Gasthaus »Linde«, Fasnacht 1971

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Ob die Stadtmusik wohl gerade den Löffinger Narrenmarsch spielt? Ihr Dirigent Arthur Grübel (1919-1993), der ihr seit 1964 den Takt vorgibt, marschiert vorneweg. »Alt und jung gon uff d’Stroß, z’Leffinge isch jetzt d’Fasnet do!«

Es ist »Fasnet Mändig« und der Narrenumzug bewegt sich, vom »Schlempental« kommend, ins Städtchen. Soeben kommt er am Gasthaus »Linde« (Obere Hauptstr. 10) vorbei. Noch ist das Gebäude nicht umgebaut, der einstige Ökonomiebereich mit Scheunentor, Stalltür und (modernisierter) Garage ist noch zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.884486, 8.346324

Hexenwagen auf dem unteren Rathausplatz, Fasnacht 1971

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Die große Hexe fährt beim Umzug am »Fasnet Mändig« durch das Stätdchen. Es raucht und qualmt kräftig aus dem Hexenkessel. Närrisches Volk steht am Rande der Umzugsstrecke und schaut sich das Spektakel an. Im Hintergrund sind die Häuser der Demetriusstraße zu sehen. Ganz rechts am Bildrand ist der Narrenbaum zu erkennen, den die 20-Jährigen am »Schmutzigen Dunschdig« vor dem Café Fuß aufgestellt haben.

Standort des Fotografen: 47.883803, 8.343943

Narrengruppe in der Maienlandstraße, Fasnacht 1971

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Vor dem Haus Glunk (Maienlandstr. 22) sind sechs Soldaten zum Appell angetreten. Sie tragen eine Uniformjacke und Pickelhaube, ihr Gewehr ist bei Fuß. Beinahe könnte man meinen, es handele sich um die männliche Narrenpolizei, die in Reih und Glied angetreten ist. Tatsächlich handelt es sich aber um Angehörige des Geburtsjahrgang 1948/49:

V. l. n. r: Kommandant Norbert Brugger (Rückenansicht), Bernhard Heizmann, Werner Adrion, Willi Geisinger, Wolfgang Straub, Peter Reinhardt.

Im Hintergrund ist das Gästehaus vom »Pilgerhof« (Maienlandstr. 24) zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.886571, 8.341819

»Reichburgmali« in der Maienlandstraße, Fasnacht 1971

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Nach einer alten Überlieferung soll auf dem Gewann Reichburg, dem heutigen Reichberg, ein altes Männlein gehaust haben, das »Reichburgmali«. Mit dieser unheimlichen Gestalt drohte man unartigen Kindern. Gewerbelehrer Karl Ehret etablierte die Sagengestalt als Fasnachtsfigur 1936. Auf dem Foto ist das »Reichburgmali« am »Fasnet Mändig« in der Maienlandstraße zu sehen, es steht auf Höhe des Gästehauses vom »Pilgerhof«.

Das grüne Leinengewand ist mit Tier- und Waldmotiven versehen, wie Tannen und Fichtenzweigen, Beeren und Waldfrüchten, Silberdisteln und Eichhörnchen. Die erste Maske schnitzte Hans Moser aus Unadingen.

Standort des Fotografen: 47.886600, 8.341835