5 Fotos: »Althexen« beim Narrenumzug am »Scharfen Eck«, Fasnacht 1994

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

»Sagen und Geschichten aus dem Ösch« lautet das diesjährige Fasnachtsmotto. Da lassen sich die »Althexen« nicht lange lumpen, sondern bringen sich mit einem passenden Beitrag ein. In Szene gesetzt wird eine Hinrichtung im Gewann »Galgenbühl«, außerhalb des Städtchens, an der Straße nach Rötenbach gelegen. Wenn auch historisch belegt ist, dass der Ort als Hinrichtungsstätte diente, so gehört die Behauptung der »Althexen«, dass dort Hinrichtungen zwischen »1635 bis 1809« vollstreckt worden seien, wie es an den Umzusgwagen geschrieben steht, in den Bereich der Sagen und Märchen.

Hartnäckig hält sich bis heute auch die Vorstellung, dass auf dem »Galgenbühl« die »Hexenverbrennungen« stattgefunden hätten. Die über 30 Einwohner*innen Löffingens und der Umgebung, die man 1635/36 als Hexen verfolgte, wurden jedenfalls in Blumberg zur Richtstätte geführt und dort mit dem Schwert hingerichtet. Aber da das Fasnachtsmotto bewußt offen formuliert ist, gibt es genug Spielraum, um auch Sagenhaftes darzustellen. Sogar der Fürstenbergische Scharfrichter läuft bei den »Althexen« mit, flankiert von zwei Trommlern und gefolgt von einem Galgen. Der historisch belegte Wohnort des Scharfrichters war übrigens das »Henkerhaus« in der Hohlgasse.

Der Narrenumzug mit den »Althexen« und ihren Frauen zieht gerade am »Scharfen Eck« beim »Küferstüble« (Obere Hauptstr. 5) vorüber.

erstes Bild: Der Fahrer ist Franz Rosenstiel.

zweites Bild: Auf dem Schafott steht Oskar Baader.

drittes Bild: Albert Jonner und Karl Götz

viertes Bild: v.l.n.r. 1 Beate Hofmeier, 2 Marianne Egle, 3 Astrid Koch, 4 Melitta Fehrenbach, 5 Hedwig Jonner, 6 Anni Vogelbacher

fünftes Bild: Die Trommler sind v.l.n.r. Fritz Egle und Oswald Laufer. Dahinter geht, leicht verdeckt, Hans Kaufmann. Es folgt unterm Galgen auf einem fahrbaren Gestell Josefa Geisinger (geb. Gebert).

Bei den Zuschauer*innen am Straßenrand sind u.a. zu erkennen: Lina Binder (Göschweiler) und Heidi Oster.

Standort des Fotografen: 47.884507, 8.345794

Sanierung des Demetriusbrunnens, Mai 1994

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

40 Jahre ist der Demetriusbrunnen alt. Seit einiger Zeit ist der Brunnen undicht, sodass Wasser austritt. Eine Waldshuter Firma ist deshalb gerade damit beschäftigt, den Brunnen zu sanieren und das Brunnenbecken abzudichten. Die Zeltplane, die über dem Brunnen angebracht ist, schützt die Arbeiter vor Regen und die Anwohner*innen vor der starken Staubentwicklung.

Schon 1912 war an dieser Stelle ein Brunnen eingeweiht worden, auf dessen Säule bereits die Figur des Demetrius stand. 1945 wurde der Brunnen bei einem Luftangriff zerstört, die Figur blieb aber unversehrt und schmückt seit 1954 auch wieder den neuen Demetriusbrunnen.

Standort des Fotografen: 47.883815, 8.343776

2 Fotos: »Löffel-Guggis« auf dem unteren Rathausplatz, Fasnacht 1994

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Eine vergleichsweise junge Narrengruppe mischt sich hier bei der Straßenfasnacht unter das närrische Volk – jung verglichen mit den »Hansele« oder den Hexen, die seit mehr als einem halben Jahrhundert zum festen Bestandteil der Löffinger Fasnacht gehören. Denn erst 1987 wurden die »Löffel-Guggis« gegründet. Mit ihrer »Guggenmusik« bereichern sie seitdem jede Fasnacht.

Die beiden unmaskierten Musiker*innen sind v.l.n.r. Ute Braun und Gudrun Koch.

Im Hintergrund ist die »Sparkasse« (Demetriusstr. 13) zu sehen, die gerade umgebaut und modernisiert wird.

Standort des Fotografen: 47.883832, 8.343871

Telefonhäuschen am Rathaus, September 1994

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Die Telekom hat neue Telefonhäuschen im Städtchen aufgestellt, wie hier am Rathaus. Weitere Standorte der neuen Häuschen befinden sich am Bahnhof, beim Postamt (Bittengasse) und bei der »Scheffel-Apotheke« (Untere Hauptstr. 8). Neu ist nicht nur das Aussehen, sondern vor allem eine Kleinigkeit: Es handelt sich um Kartentelefone.

Bislang konnte man mit 30 Pfennig ein Telefonat führen, jetzt braucht man dafür eine Telefonkarte, die man auf dem Postamt und im Schreibwarengeschäft kaufen kann. Das gefällt nicht allen, auch Urlaubsgäste sind davon betroffen, wenn sie mal eben kurz zu Hause anrufen wollen und verwundert feststellen müssen, dass sie dafür plötzlich eine Karte benötigen. Oder sie weichen in die Wartenbergstraße oder in die Wachtbuckstraße aus, denn dort stehen auch weiterhin die beiden letzten verbliebenen Münzapparate.

Standort des Fotografen: 47.883837, 8.344727

Neuer Anbau der Sparkasse in der Maienlandstraße, Juni 1994

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Direkt hinter dem Mailänder Tor stand früher das Haus Schultheiß (Maienlandstr. 1), bis es im Oktober 1969 abbrannte. Danach klaffte hier eine Lücke. Der Platz diente als Parkplatz und auch ein Misthaufen befand sich hier. Doch die Zeiten sind vorbei. Denn 1993/94 errichtet die Sparkasse Hochschwarzwald einen Anbau (Demetriusstr. 13a), um ihre Geschäftsräume zu erweitern. Am Sonntag, den 5. Juni 1994 werden die neuen Räumlichkeiten offiziell eingeweiht.

Von 1961 bis 1992 leitete Erich Zepf (1929-2003) die Bankfiliale. Sein Nachfolger ist Geschäftsstellenleiter Peter Wehrle.

Standort des Fotografen: 47.884187, 8.343645

3 Fotos: Hexenpyramide beim Narrenumzug, Fasnacht 1994

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Berühmt ist die Pyramide, die die Hexen bei der schaurig-schönen Walpurgisnacht am Abend des »Fasnet Mändig« bilden. Doch in der Dunkelheit, nur vom Schein des prasselnden Feuers und des krachenden Feuerwerks erleuchtet, sind die selbstgeschnitzten Masken der Hexen dann nur schemenhaft zu erkennen.

Ganz anders bei diesen drei Gruppenfotos, die während des Narrenumzuges am »Fasnet Mändig« bei schönstem Sonnenschein aufgenommen werden. Offenbar proben die Hexen schon mal ihre Pyramide für den großen Auftritt am Abend… Na?! Schafft es der Teufel, ganz nach oben zu klettern? Und wie lange wird die Pyramide halten, bevor sie in sich zusammenfällt?

Standort des Fotografen: 47.884125, 8.345123

Narrengruppe auf dem unteren Rathausplatz, Fasnacht 1994

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

»Leffinger Schmu-Du Nudla« steht auf die Papiersäcke geschrieben, mit denen die sechs Frauen kostümiert sind. Und die Nudeln, um die es geht, tragen sie im Haar: Jede Menge Fusilli sind kunstvoll zu Perücken zusammengefügt. »Sagen und Geschichten aus dem Ösch« lautet das Motto der diesjährigen Fasnacht und diese Närrinnen scheinen eine neue sagenhafte Pasta erfunden zu haben.

Sie stehen auf dem unteren Rathausplatz, vor dem Geschäft »Mode-Egle« und der Metzgerei Butsch. Zusammen mit anderen Schaulustigen blicken sie in Richtung Café Fuß, wo die 20-Jährigen gleich den Narrenbaum aufstellen und der verhaftete Bürgermeister vorgeführt wird.

1.Reihe, v.l.n.r.: Sisa Grieshaber (geb. Sibold), Gretel Kaltenbach (geb. Bader), Tina Kaltenbach (verh. Werner)
2.Reihe, v.l.n.r.: Sylvia Benz (geb. Keller), Conny Grieshaber (geb. Kessler, aus Göschweiler), Sandra Benz

Standort des Fotografen: 47.883806, 8.343720

2 Fotos: Narrengruppe »Ratz und Rübe«, Fasnacht 1994

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Man braucht schon ein bisschen Fantasie, um zu erkennen, als was sich diese Narrengruppe kostümiert hat. Nur gut, dass auf den bunten Klamotten mal »Ratz« und mal »Rübe« draufsteht. Damit ist sofort alles klar: Vor dem Mailänder Tor stehen am »Schmutzigen Dunschdig« die berühmten Puppen aus der Kinderfernsehserie »Rappelkiste«. Die Sendung wurde von 1973 bis 1984 sonntags um 14 Uhr im ZDF ausgestrahlt und erreichte ein Millionenpublikum. Ihre Zielgruppe waren Kinder im Vorschulalter.

Zehn Jahre sind seit dem Einstellen der Serie vergangen und die Kinder von damals sind (fast) schon erwachsen. Mit etwas Nostalgie erinnern sie sich an die Kultfiguren ihrer Kindheit, die jede*r – zumindest – durch den Abzählreim »Ene mene miste, es rappelt in der Kiste« kennt.

1.Reihe, liegend: Thomas Sawetzki
2.Reihe, hockend, v.l.n.r.: Michaela Willmann (verh. Fricker), Anja Hofmeier (verh. Götz), Birthe Laufer, Irene Finkbeiner (verh. Ganter)
3.Reihe, stehend, v.l.n.r.: Tanja Riedlinger, Sabine Fischer, Kirsten Wiedensohler (verh. Ketterer), Karin Meder (verh. Streit), Vroni Kaltenbrunner (verh. Höcklin), Michaela Kech (verh. Willmann), Bianca Duttlinger (verh. Egle), Michaela Schweizer (verh. Rogg), Karsten Kessler

Im Hintergrund sind das Mailänder Tor und die Sparkasse (Demetriusstr. 13) zu sehen. Das Bankhaus wird gerade umgebaut und modernisiert. Denn ein Vierteljahrhundert nach dem Bau des Gebäudes sind die Räumlichkeiten und die Fassadengestaltung nicht mehr zeitgemäß.

Bei den Närrinnen und Narren im Hintergrund sind u.a. Karl-Egon Honold (1955-2008) und Gerda Isele geb. Honold zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.883820, 8.343811

6 Fotos: Hexengruppe beim Narrenumzug, Fasnacht 1994

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

60 Jahre sind sie mittlerweile alt – und immer noch für jede Dummheit zu haben. Beim Narrenumzug am »Fasnet Mändig« bewegen sich die Hexen nicht zu Fuß durch das Städtchen. Nach sechs Jahrzehnten sind sie wohl etwas fußlahm geworden. Also bewegen sie sich auf alle erdenkliche Weise fort. Leiterwagen, Seifenkisten und selbstgebastelte Skateboards verwandeln sich in null Komma nichts in kleine Hexenwagen. Rasant geht es darauf vom »scharfen Eck« hinunter zum Rathausplatz. Eine Hexe »fliegt« sogar auf ihrem Besen – allerdings mit Rädern darunter…

Und weil das so viel Spaß macht, lassen sich die Hexen gleich nochmal nach oben ziehen, um ein zweites Mal ins Städtchen sausen zu können.

Standort des Fotografen: 47.884413, 8.345388

6 Fotos: Einweihung des neuen Zelebrationsaltars in der katholischen Pfarrkiche St. Michael, 1994

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Bei der Innenrenovierung der katholischen Pfarrkirche St. Michael in den Jahren 1993 bis 1996 wurde durch den Freiburger Künstler Bernard Jensch auch ein neuer Zelebrationsaltar geschaffen. Er gestaltete den Altar in rotem Granit und Keramik. Der Altar symbolisiert, wie Gott Moses im brennenden Dornbusch erscheint. Auf der Vorderseite ist der hebräische Schriftzug »Jahwe« (der Name Gottes aus dem Alten Testament) angebracht und auf der Rückseite die lateinische Insignie »IHS« (das Christusmonogramm aus dem Neuen Testament). Im Fußboden um den Altar herum findet sich der Schriftzug »ICH BIN DA« – »FÜR UNS« – »FÜR ALLE« – »IN UNSERER MITTE«.

In einem feierlichen Gottesdienst wird der neue Zelebrationsaltar durch Weihbischof Paul Wehrle (geb. 1940) im Beisein von Stadtpfarrer Hermann Litterst (1929-2013) und weiterer Geistlicher eingeweiht. Die Ministranten, die während des Gottesdienstes ministrieren und auf den Fotos zu sehen sind, sind u.a. Stefan Fritsche, Konrad Isele, Christoph Käfer und Philipp Krämer. Im Hintergrund ist Josef Beha (1936-2018) zu sehen, der langjährige Vorsitzende des katholischen Pfarrgemeinderates.

Standort des Fotografen: 47.882526, 8.344520

2 Fotos: Primiz von Heinz Burger, 29. Mai 1994

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Am Sonntag, den 29. Mai 1994, ist es soweit: Heinz Burger (geb. 1965) feiert in seiner Heimatstadt als Pater Tutilo seine Heimatprimiz. Er zelebriert in Löffingen seine erste heilige Messe als Priester. Am 8. Mai hatte er bereits im Kloster Beuron seine Klosterprimiz gefeiert.

Geboren wurde er am 8. September 1965 als Sohn von Willy Burger (1928-2021) und Elisabeth geb. Benitz (1930-2019). Er wuchs an der Seite seines Bruders Stephan Burger (geb. 1962), der vier Jahre früher seine Primiz feierte, seiner Schwester Pia Durst und seines Bruders Udo Burger auf. Nach dem Besuch der Grundschule und Realschule in Löffingen wechselte Heinz Burger auf das Aufbaugymnasium St. Josef Hersberg nach Immenstaad an den Bodensee, wo er sein Abitur ablegte. Von 1988 bis 1993 studierte er Theologie in Salzburg und Rom. Im Anschluss erfolgte bis Mai 1994 die Pastoralausbildung im Priesterseminar der Erzdiözese Freiburg in St. Peter. Bereits 1986 war Heinz Burger in die Benedektinerabtei in Beuron eingetreten. Am 6. Januar 1991 hatte er dort die feierliche Mönchprofeß, das ewig Gelübde, abgelegt. 1993 zum Diakon geweiht, erfolgte am 7. Mai 1994 die Priesterweihe durch den Freiburger Weihbischof Paul Wehrle in Beuron.

Am Sonntag Vormittag wird der Primiziant um 9.15 Uhr vor seinem Elternhaus (Alenbergstr. 7) von der Stadtmusik, der Feuerwehr, dem Kirchenchor, dem Pfarrgemeinderat und dem Stadtrat, von den Geistlichen und den Ministranten abgeholt. Gemeinsam geht es durch die festlich geschmückten Straßen zur katholischen Pfarrkirche St. Michael, wo Pater Tutilo zusammen mit 12 Geistlichen den Festgottesdienst zelebrieren wird.

Das Foto wird vor dem Elternhaus aufgenommen. Heinz Burger steht neben seinem Patenonkel Heinz Körner (1920-2001), der vor 60 Jahren ebenfalls seine Primiz in Löffingen feierte. Hinter ihnen stehen sein Schwager Alfons Durst und sein Bruder Udo Burger, die Regenschirme halten.

Standort des Fotografen: 47.885222, 8.344250

Lehrerkollegium der Grund- und Hauptschule, 1994

Sammlung Familie Waßmer

Es ist ein besonderer Tag für das Lehrerkollegium der Grund- und Hauptschule. Der langjährige Rektor Otto Rosenfelder wird nach 40 Dienstjahren in seinen wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Otto Rosenfelder kam 1972 von Rötenbach, wo er seit 1965 als Schulleiter tätig gewesen war, an die Grund- und Hauptschule nach Löffingen. Zunächst war er Konrektor, 1978 wurde er kommissarischer Schulleiter und seit 1980 amtierte er als Rektor. Nach 14 Jahren ist damit Schluss.

Man findet sich im Saal des Kultur- und Fremdenverkehrszentrum (Kirchstr. 3) zu einer Feierstunde zusammen. Oberschulrat Heiner Ramminger (1929-2012) dankt dem scheidenden Schulleiter. Und das Kollegium lässt es sich nicht nehmen, dem ehemaligen Chef ein Ständchen darzubringen. Im Anschluss wird noch ein Gruppenfoto zur Erinnerung geschossen.

1.Reihe, v.l.n.r.: Andrea Meutner, Agnes Willmann, Gudrun Ewert, Rektor Otto Rosenfelder, Antje Bachmann, Bertold Müller
2.Reihe, v.l.n.r.: Sekretärin Irene Schwanz, Werner Hannig, Wolfram Bachmann, Elfi Krämer, Inari Boehm, Willibald Petelka, Konrektor Kurt Maurath, Hubert Güttel
3.Reihe, v.l.n.r.: Edith Denkel, Joachim Walz, Maria Waßmer, Peter Schlegelberger, Manfred Schönau, Fridolin Becher, Bruno Krämer

Standort des Fotografen: 47.884017, 8.345620