Laternenbrüder beim Kinderumzug, Fasnacht 1964

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Der Kinderumzug am Fasnachtsdienstag schlängelt sich durch die Bahnhofstraße. Er biegt soeben in die Untere Hauptstraße ein. Vorneweg marschieren die Laternenbrüder. Narrenvater Arno Adrion (ganz rechts) hält ein Megaphon in der Hand. Hinter ihm marschieren die Laternenbrüder Ernst Krauß, Hugo Schropp, Josef Heiler und Hans Schwarz.

Dahinter folgt eine Nonne in ihrer Ordenstracht. Es ist Schwester Edeltrudis (1914-?), die seit 1954 am Kindergarten in Löffingen wirkt. Im Hintergrund ist das Benz-Kamin der Holzindustriewerke Josef Benz AG zu sehen, das in den Himmel ragt.

Standort des Fotografen: 47.882557, 8.343285

Drei Ansichten vom Sägewerk Benz, ca. 1925-1928

Stadtarchiv

Für Werbezwecke verbreiten die Holzindustriewerke Josef Benz AG diese drei Ansichten der Fabrik. Die Bildunterschrift lautet: »Josef Benz, Holzgroßhandlung, Dampfsäge- und Hobelwerke, Kistenfabriken, Kyanisier- und Imprägnieranstalten, Löffingen i[n] B[aden]«.

Die obere Ansicht zeigt das Sägewerk vom Alenberg aus gesehen. Der Blick wandert über die Bahnhofstraße und die Bahnlinie hinweg zum Werksgelände mit seinen beiden Schornsteinen.

Das Foto darunter links zeigt die Ansicht vom Gewann »Breiten« aus: Über Wiesen und Felder lässt der Betrachter den Blick in Richtung Rötenbacher Straße und Firmengelände schweifen. Das Foto unten rechts ist auf dem Werksgelände aufgenommen. Im Vordergrund ist der Holzlagerplatz zu erkennen. Die gesamte Anlage wird bei zwei Bränden 1928 zerstört und das Werk danach vollkommen neu aufgebaut.

Brandruinen im Sägewerk Benz nach dem Großfeuer, 8. Juli 1928

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Am Tag nach dem verheerenden Großfeuer im Sägewerk Benz berichtet die Presse: »Die Brandstätte bietet heute ein Bild schlimmster Verwüstung. Überall raucht es noch, überall stürzen noch glühende und glimmernde Holzhaufen in sich zusammen. Überall sieht man noch die Feuerwehrmänner in eifriger Tätigkeit.«

Auf dem Foto sind zwei Feuerwehrmänner zu sehen, die im ausgebrannten Maschinenhaus stehen. Aus den Ruinen ragt im Hintergrund das Kamin in den verqualmten Himmel. Als Konsequenz aus dem Sägebrand wird 1930 eine Betriebsfeuerwehr ins Leben gerufen.

Standort des Fotografen: 47.883409, 8.339484

Benz-Kamin kurz vor der Sprengung, 1984

Sammlung Familie Waßmer

Rauch steigt schon lange keiner mehr auf aus dem Benz-Kamin, denn bereits 1972 stellten die Holzindustrie-Werke Josef Benz AG den Betrieb ein. Seitdem hat der Kamin seine Funktion verloren. Der Zahn der Zeit nagt an dem Industriebau. Wie baufällig der Schornstein geworden ist, zeigt das Foto. Zahlreiche Backsteine sind herausgefallen. Wie ein Emmentaler Käse steht der Kamin da. In wenigen Wochen wird er gesprengt.

Standort des Fotografen: 47.883399, 8.339485

Benz-Kamin kurz vor der Sprengung, 1984

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Karl Hauger zur Verfügung.

Die Sprenglöcher sind schon vorbereitet. In wenigen Tagen wird der 48 Meter hohe Schornstein, der seit 56 Jahren das so genannte »Benz-Gelände« überragt, gesprengt. Der Konrektor der Realschule, Karl Hauger, dokumentiert den Kamin, bevor er unwiederbringlich verschwindet.

Vor dem Kaminsockel stehen Stefanie Hauger und Emil Schlenker (1907-1999).

Standort des Fotografen: 47.883362, 8.339496

Werksgelände des Sägewerk Benz mit Transporteur, ca. 1930

Stadtarchiv

Nach dem Wiederaufbau des Sägewerkes Benz erscheint 1930 in der Zeitschrift »Holz-Zentralblatt« ein Artikel, in dem unter der Überschrift »Ein mechanisiertes Sägewerk!« die »neuzeitliche Anlage« der Holzindustriewerke Josef Benz AG gerühmt wird. Der Artikel ist mit einer Serie von Fotos illustriert, darunter diese Ansicht.

Zu sehen ist das Werksgelände, mit den beiden Kaminen und dem Späneturm im Hintergrund. Das Foto zeigt laut Bildunterschrift »ganz rechts am Ende des Transporteurs teilweise noch die Abwurfeinrichtung mit den schraubenförmigen Rollen, die den Stamm seitwärts schieben zum Abrollen « in Richtung des Transporteurs, »dessen Anstieg kurz davon entfernt sich im Bilde zeigt«.

Standort des Fotografen: 47.883399, 8.339448

Brandruinen im Sägewerk Benz nach dem Großfeuer, 8. Juli 1928

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Die handschriftliche Notiz in Sütterlin am oberen Bildrand ist nicht ganz korrekt: »Juni 1928 abends 1/4 10 Uhr«. Zu sehen sind Ruinen des völlig abgebrannten Sägewerk Benz, im Hintergrund sind die beiden Benz-Kamine zu erkennen.

Tatsächlich ereignete sich der Großbrand aber nicht im Juni, sondern in der Nacht vom 7./8. Juli 1928. Laut Zeitungsartikel brach das Feuer gegen »3/4 10 Uhr abends« im Späneturm aus und verbreitete sich mit rasender Geschwindigkeit auf dem gesamten Werksgelände. Innerhalb kürzester Zeit standen drei Maschinenhäuser, die Sägerei, das Hobelwerk, mehrere Schuppen mit zugeschnittenem Holz, die Kantine, die Schlosserei, die Kistenmacherei und andere Gebäude lichterloh in Flammen. »Sägewerk Benz eingeäschert«, titelten die Lokal- und Regionalzeitungen am nächsten Tag.

Standort des Fotografen: 47.883381, 8.339471

Rundholzlager auf dem Werksgelände des Sägewerk Benz, ca. 1950-1960

Stadtarchiv

Unter einem von dunklen Wolken verhangenen Himmel lagert das Rundholz auf dem Werksgelände des Sägewerk Benz. Im Kontrast dazu stehen die Gebäude im hellen Licht: der Schornstein, die Sägehalle und der Späneturm, mit der Villa Benz (Rötenbacher Str. 12) rechts daneben.

1972 muss die Firma Holzindustrie Werke Josef Benz AG ihren Betrieb einstellen. Verantwortlich dafür sind zum einen die allgemeinen Schwierigkeiten der mittelständischen Holzindustrie, zum anderen der Großbrand im Werk zwei Jahre zuvor.

Standort des Fotografen: 47.884227, 8.335832

Blick vom »Ochsenberg« auf das Städtchen, ca. 1930-1935

Verlag A. Rebholz

Wenige Jahre nach der kompletten Zerstörung des Sägewerk Benz und seines Wiederaufbaus entsteht diese Gesamtansicht des Städtchens. Der Blick fällt vom Ochsenberg hinunter, über das Gewann »Breiten« und die Rötenbacher Straße hinweg, zu den Holzindustriewerken Josef Benz AG. Nicht nur von seinen Ausmaßen her ist das Werk bedeutsam, sondern auch als Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber, nur wenige Jahre nach der Weltwirtschaftskrise.

Die Häuser des Städtchens sind kaum zu erkennen, die Altstadt schmiegt sich in eine Talmulde und ist von den Firmengebäuden fast vollständig verdeckt. Hervor ragen nur die Häuser des Alenbergs, die Festhalle und die noch nicht fertig gestellte Schule an der »Hasle « sowie die katholische Pfarrkirche St. Michael. Das Foto wird am rechten Bildrand von einem Nadelbaum eingerahmt, um neben dem Industriestandort Löffingen den hohen Freizeitwert des Ortes abzubilden.

Standort des Fotografen: 47.883119, 8.331975

Blick von der Festhalle in Richtung Städtchen, ca. 1955-1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Von der Galerie beim Heimatmuseum (Festhallenstr. 5) fällt der Blick über die verschneite »Bittenwiese« in Richtung Städtchen. Zu sehen ist der neu erbaute Bauhof und dahinter der Farrenstall. Beide Gebäude werden 2015 und 2019 abgerissen. Links daneben ist das kleine Schlachthaus am Bittenbach zu sehen, das bereits 1968 aus dem Stadtbild verschwindet.

Im Hintergrund ist der Stadtring im Bereich der Kirchstraße und die katholische Pfarrkirche St. Michael zu erkennen. Aus dem Kamin des Sägewerk Benz steigt weißer Rauch auf.

Standort des Fotografen: 47.882593, 8.347696

2 Fotos: Blick von der Festhalle auf das verschneite Städtchen, ca. 1953/54

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Noch steht kein Bauhof in der Bittengasse und kein Kindergarten im Schulweg. Der Blick fällt ungehindert über die »Bittenwiesen« mit ihren Obstbäumen in Richtung Städtchen. Alles ist tief verschneit. Vor der Pfarrkirche St. Michael stehen der Farrenstall und das kleine Schlachthaus.

Dahinter sind die Häuser des Altstadtrings zu sehen. Aus der verschneiten Dächerlandschaft mit ihren Staffelgiebeln ragen der Rathausturm und weiter in der Ferne das Kamin des Sägewerk Benz empor.

Standort des Fotografen: 47.883459, 8.348473

Luftbild von Osten, ca. 1957

Stadtarchiv

Das Flugzeug, von dem dieses Luftbild aufgenommen wird, dreht seine Runde über der »Hasle«. Über die »Bittenwiese« und die »Linden«-Wiese hinweg fällt der Blick in Richtung Städtchen. Schön zu erkennen ist der Altstadtring mit dem Rathaus in der Mitte und der katholischen Pfarrkirche St. Michael am Rande. Jenseits der Bahnlinie erstreckt sich das Firmengelände der Holzindustriewerke Josef Benz AG.

Aufgenommen wird die Luftaufnahme Ende der 1950er Jahre:  Der 1957 eingeweihte Erweiterungsbau des städtischen Krankenhauses (Seppenhofer Str. 7) steht bereits. Neben dem Farrenstall ist in der Bittengasse bereits der Bauhof zu sehen. Doch der 1965 eröffnete Kindergarten (Schulweg 3) existiert noch nicht. Auch die Aussiedlerhöfe in »Stettholz« sind noch nicht gebaut.