Narrenbaum vor dem Café Fuß, Fasnacht ca. 1961

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Regina und Rudi van den Heuvel zur Verfügung.

Vor der Bäckerei und dem Café von Viktor Fuss (Rathausplatz 5) wird am Schmutigen Dunschdig der Narrenbaum aufgestellt. Seit 1914 ist es das Vorrecht der Zwanzigjährigen, den über 20 Meter hohen Baum aufzustellen. Anschließend werden sie auf die Laterne der Laternenbrüder vereidigt und schwören ihre Treue zur Löffinger Fasnacht.

Das Haus Fuss ist nicht nur alljährliche Kulisse dieser Zeremonie, sondern es kommt auch in einem der bekannteren Fasnachtssprüche vor: »’S isch en Beck am Rothuus-Eck, / ma sait im nu de Fuessebeck. / Er streckt de A… zum Fenster us und sait es isch ein Weck. / ‚S isch kon Weck , ’s isch kon Weck, / ’s isch de A… vom Fuessebeck.«

Standort des Fotografen: 47.883910, 8.343825

Narrentreiben in der Kirchstraße, Fasnacht ca. 1960-1963

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Regina und Rudi van den Heuvel zur Verfügung.

»Alt und jung gon uff d’Stroß, z’Leffinge isch jetzt d’Fasnet do!« So lautet der Anfang des Narrenmarsches von 1961 – und wie sehr die Worte stimmen, ist auf dem Foto zu sehen. Dicht gedrängt stehen Jung und Alt in der Kirchstraße. Der Text des Narrenmarsches stammt von Josef Bayer (1930-2005), komponiert wurde die Melodie von Dr. Hermann Regner. 

In der Kirchstraße ist die Fasnachtsbühne aufgebaut. Die Stadtmusik spielt auf, vielleicht wird gerade der Narrenmarsch uraufgeführt? Dahinter ist der Hexenwagen zu erkennen mit der großen Hexe. Neben dem Haus von Maschinenarbeiter Erich Freund (Kirchstr. 12) ist am linken Bildrand der Ökonomieteil vom Haus Kuster (Kirchstr. 14) zu sehen, der 1963 abgerissen wird. Schön zu erkennen sind auch die Häuser Funk und Heiler, die ebenfalls später abgerissen werden und einem Neubau des Arztes Dr. Gebhard Hecht (1920-2008) weichen.

Standort des Fotografen: 47.882954, 8.344283

Kindergruppe in der Haslachstraße, Fasnacht ca. 1969

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Sonja Schwörer geb. Vogt zur Verfügung.

Fünf kleine Fasnachtsnarren stehen in der Haslachstraße und sind für die Kinderfasnacht bereit. In diesem Jahr werden sie ordentlich zu tun haben, um den Winter zu vertreiben, denn noch liegt alles tief verschneit. 

V.l.n.r.: Karin Vogt, Barbara Vogt, Dietmar Vogt, Rainer Vogt und dahinter: Wolfgang Vogt (geb. 1955).

Standort des Fotografen: 47.884304, 8.349677

Hemdglunkerumzug in der Oberen Hauptstraße, ca. 1980

Aus der Festschrift »100 Jahre Laternenbrüder Löffingen 1889-1989«

In der Oberen Hauptstraße versammeln sich alljährlich am »Schmutzigen Dunschdig« Närrinnen und Narren, in Nachthemden gekleidet, mit weißen Zipfelmützen und weiß gepudertem Gesicht zum »Hemdglunkerumzug« durch das Städtchen. 1930 wurden riesige »Hemdglunki«-Figuren mit Pappmaché-Köpfen gefertigt, die seitdem durch die Straßen getragen werden. Irgendwann wurden sie durch neuere Figuren ersetzt. Das Foto zeigt die beiden »Hemdglunki«, die heute noch zum Einsatz kommen.  

Standort des Fotografen: 47.884382, 8.347132

2 Fotos: Narrengruppe am Rathausbrunnen, Fasnacht ca. 1935-1940

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Petra Nobs und Gaby Vogt zur Verfügung.

Auf der Fasnachtsbühne am Rathausbrunnen gruppieren sich diese kostümierten Narren für Gruppenfotos. Die Brunnenfigur der »Schnitterin« ragt aus dem bunten Haufen hervor. Im Hintergrund ist am Rathaus links und rechts vom Eingangsportal der Schriftzug »Vorschußbank« und »Sparkasse« zu entziffern. Die Bank eröffnete 1935 in der früheren Markthalle im Erdgeschoss ihre Geschäftsräume. Insofern kann das Foto frühestens in der Mitte der 1930er Jahre entstanden sein.

Oberes Foto, v.l.n.r.:

Unteres Foto, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 Otto Schweizer (1906-1992), 4 Otto Fürst, 5 Albert Benitz, 6 ???, 7 ???, 8 ???

Standort des Fotografen: 47.883915, 8.344730

»Laternenbrüder« vor Limbs Laden in der Unteren Hauptstraße, ca. 1930-1940

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Gaby Vogt zur Verfügung.

Vor dem Friseursalon von Julius Limb (Untere Hauptstr. 4) stehen vier Laternenbrüder. Sie sind nicht nur an der Laterne zu erkennen, die sie bei sich führen, sondern auch an ihrem Kittel und ihrem schwarzen Rundhut. Alle vier nuckeln an Tabakpfeifen.

Im Hintergrund ist der Eingang zum Friseusalon und das Schaufenster zu erkennen, das mit Fasnachtsmasken dekoriert ist. Die Ölsäule links mit dem Schritzug »Das Vollschutz Motor-Öl« verweist darauf, dass Julius Limb auch eine »Esso«-Tankstelle betreibt.

V.l.n.r.: 1 Walter Ratzer, 2 Willy Vogt, 3 Josef Heiler, 4 Julius Limb (1883-1968)

Standort des Fotografen: 47.883467, 8.343782

2 Fotos: Narrengruppe neben der Festhalle, ca. 1950-1960

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Luzia Bader zur Verfügung.

Acht Männer haben sich an Fasnacht als Frauen verkleidet. Der Tausch von Geschlechterrollen zählt zu den beliebtesten Verkleidungen überhaupt. Für die Gruppe ist es ein Riesengaudi. Was an anderen Tagen als »pervers« gelten würde, ist an Fasnacht plötzlich erlaubt: Sich als Mann weiblich zu kleiden, oder sich so zu verhalten, ohne deshalb geächtet zu werden.

Die Männergruppe hat sich, vermutlich von ihren Ehefrauen, einheitliche Kostüme nähen lassen.  Die Narren trägen Perücken mit langen Zöpfen. Vermutlich haben sie Make-up in ihr Gesicht geschmiert und ein bisschen Lippenstift aufgetragen. Sie stehen neben der Festhalle, hinter ihnen ist das Wäldchen der »Hasle« zu sehen.

Bei den Narren handelt es sich um Mitglieder des Männergesangvereins »Eintracht«. Zu sehen sind u.a. August Kienzler, Otto Schmitt, Karl Bader, Otto Schweizer (1906-1992), Ernst Krauß (im schwarzen Mantel, 1897-1978)) und Ewald Sibold.

Standort des Fotografen: 47.883185, 8.347864

Narrengruppe auf dem unteren Rathausplatz, Fasnacht ca. 1966

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rene Egle zur Verfügung.

Verkleidete Kinder tümmeln sich auf dem unteren Rathausplatz. Es ist Fasnacht, vor dem Café Fuß ragt der Narrenbaum der 20-Jährigen in die Höhe. Eine Hexe beugt sich gerade runter zu einem kleinen Fasnachtsnarren. Vielleicht sagt er gerade eines der Fasnachtssprüchle auf, wie z. B.: »’S isch en Beck am Rothuus-Eck, / ma sait im nu de Fueßebeck. / Er streckt de A… zum Fenster us / und sait es isch ein Weck. / ‚S isch kon Weck , ’s isch kon Weck, / ’s isch de A… vom Fueßebeck. / Narro! «

Standort des Fotografen: 47.883951, 8.343921

Ferienkinder des Kindererholungsheims in der Kirchstraße, Fasnacht ca. 1955-1958

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Maria Baumann zur Verfügung.

Eine Schar von Kindern, die als kleine Teufel verkleidet sind, ziehen durch die Hafnergasse. Vornweg läuft die Kinderschwester Maria Frey, die im Kindererholungsheim Gugelberger im Maienland arbeitet. Die Kinder verbringen dort Erholungsferien. Sie ziehen gerade am Haus Sibold (Kirchstr. 19) vorbei. Im Vordergrund ist der alte Laufbrunnen zu sehen.

Der Brunnen existiert noch heute. Als im Jahr 1958 Adolf Benz (geb. 1930), die Witwe Antonie Laufer (1900-?) mit ihrem Sohn Helmut (geb. 1933), Oswald Laufer (geb. 1930), Josef Heiler II (1910-?) und Franz Zepf (1905-?) aus dem Städtchen in ihre neu erbauten Höfe im Stettholz aussiedelten, wurde der Brunnen dorthin verlegt. 

Standort des Fotografen: 47.883190, 8.344702

Narrengruppe vor dem Haus Vogt, Fasnacht ca. 1936-1938

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Hilda und Walter Köpfler sowie Lore Fehrenbach und Michael Fehrenbach zur Verfügung.

Vor dem Eingangsbereich vom »Zigarren-Vogt« mit seinen stilisierten Säulen lässt sich eine Gruppe Närrinnen und Narren zur Erinnerung fotografieren.

Rechts ist die Ladentür zu sehen. An ihren Glasscheiben hängt Reklame, die u. a. für Produkte der Firma »Maggi« und für Zigarren der schweizerischen Tabakfirma »Burger Söhne« werben.

Wer weiß, wer die Personen sind?

1.Reihe, v.l.n.r.: ???
2.Reihe, v.l.n.r.: Hedwig Leithold verh. Wölfle, ???, Mathilde Nägele, Maria Nägele, Fritz Nägele, Maria Fehrenbach geb. Mayer, Maria Faller (1919-1967)
3.Reihe, v.l.n.r.: ???, Anna Nägele verh. Vierlinger

Standort des Fotografen: 47.884111, 8.345361

Narrengruppe vor dem Haus Vogt, Fasnacht ca. 1934-1938

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Hilda und Walter Köpfler zur Verfügung.

Vor dem Schaufenster beim »Zigarren-Vogt« haben sich fünf Närrinnen und drei Narren zu einem Gruppenfoto versammelt.  Im Hintergrund ist das »Eichhäusle« (Obere Hauptstr. 1) und das Haus Roth (Vorstadtstr. 4) zu sehen.

1.Reihe, v.l.n.r.: vorn: Albert Schwörer, ??? Fritz Nägle
2.Reihe, v.l.n.r.: Mathilde Nägele, Hedwig Wölfle, Maria Nägele, Anna Nägele, Wilhelm Vogt, »Nudle-Vogt«

Standort des Fotografen: 47.884145, 8.345280

Hexengruppe mit Ferienkindern des Kindererholungsheims, ca. 1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Maria Baumann zur Verfügung.

Die Löffinger Hexen stellen sich mit einer Schar kleiner Teufel am Demetriusbrunnen zu einem Gruppenfoto auf. Die Hexen tragen ihr erstes einheiliches Häs. Anders als heute tragen sie aber noch keinen braunen, mit schwarzen Karos versehenen Rock und noch keine gelbe Schürze darüber. Zu ihrem Häs gehört auch noch kein dunkelgrüner Kittel mit rotem Halstuch. Die Kinder auf dem Foto sind nur für ein paar Wochen in Löffingen. Sie sind aus dem Bundesgebiet angereist, um sich im Kindererholunsgheim Gugelberger (Maienlandstr. 6) zu erholen.

Im Hintergrund ist das Haus Butsch (Demetriusstr. 15) zu sehen. Der Metzgermeister Willy Butsch aus Furtwangen hatte 1955 die Metzgerei Werne übernommen. An der Fassade ist bereits sein Name angebracht.

Standort des Fotografen: 47.883770, 8.343804