Umbau vom Haus Fehrenbach in der Maienlandstraße, 1987

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Inge Mayer zur Verfügung.

Staub liegt in der Luft, ein Kran ragt über das Dach hinaus. In der Maienlandstraße wird gerade ein Stück vertrauter Bausubstanz abgerissen: Der Ökonomieteil des Hauses Fehrenbach (Maienlandstr. 33) verschwindet Stein für Stein. Die Fehrenbachs betreiben schon länger keine Landwirtschaft mehr. Der Strukturwandel macht sich auch hier bemerkbar und verändert nach und nach Häuser und Straßenzüge. Was früher Stall, Scheune oder Lagerraum war, entspricht den Anforderungen der Zeit nicht mehr. An die Stelle des Ökonomiebereichs tritt neuer Wohnraum.

Das Haus gehört dem Landwirt Johann Fehrenbach (1922-2020), genannt »Bappile«. Es ist sein Elternhaus. Seine Eltern waren Johann Fehrenbach III (»Bläsius«, 1883-1938) und Karolina Fehrenbach (geb. Müller, 1894-1948). Schon früh musste Johann Fehrenbach Verantwortung übernehmen. Sein Vater kam1938 bei einem Motorradunfall am Mailänder Tor ums Leben, gerade einmal 54 Jahre alt. Mit 19 Jahren wurde Johann Fehrenbach zur Wehrmacht eingezogen und kehrte 1945 aus französischer Kriegsgefangenschaft zurück. 1947 heiratete er Frieda Fehrenbach (geb. Heckle, 1925-2013). Johann Fehrenbach ist in Löffingen bekannt und präsent: Von 1969 bis 1988 leitet er den landwirtschaftlichen Absatzverein mit Laden und Lager in der Kirchstraße. Außerdem ist er für die Breisgau-Milch auf den Höfen unterwegs, um Milchproben zu ziehen, und arbeitet als Strom- und Wasserableser für die Stadt Löffingen. Auch als Feuerwehrmann und Gemeinderat engagierte er sich.

Standort des Fotografen: 47.887567, 8.341262

Haus Sprich in der Maienlandstraße, 2000

Sammlung Familie Waßmer

Das landwirtschaftliche Anwesen in der Maienlandstraße gehörte seit 1938 dem Landwirt Anton Sprich (1902-?) und dessen Ehefrau Luise (geb. Jordan, 1903-?), die es von ihren Eltern geerbt hatte. Erbaut wurde er (vermutlich) in den frühen 1840er Jahren. Das Ehepaar Sprich bauten das Gebäude 1938 um und versetzten die Haustür nach rechts, um mehr Platz für den Wohnbereich zu schaffen.

Seit Jahrzehnten wurde das Gebäude nicht mehr renoviert. Mittlerweile steht es seit Jahren leer, was der Bausubstanz auch geschadet hat, sodass der Abbruch des Anwesens immer wahrscheinlicher wird.

Standort des Fotografen: 47.887056, 8.341528

Narrengruppe »Matrosen« in der Maienlandstraße, Fasnacht 1993

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Am »Schmutzigen Dunschdig« posiert eine Gruppe Matrosen vor dem Gasthaus »Pilgerhof« mitten auf der Maienlandstraße. Zwei Delphine springen gerade in die Höhe. Die Matrosen haben eine Gitarre und ein Akkordeon bei sich und singen ein Lied. Textsicher scheinen nicht alle von ihnen zu sein: Der Matrose, der im Vordergrund liegt, hält einen Liedtext in Händen und nicht wenige schauen konzentriert in Richtung Blatt, um den Text zu entziffern. Welches Seemannslied sie wohl gerade singen? Es handelt sich um die Mitglieder des »Wodan-Club«, die seit 1982 die Straßenfasnacht mit ihren Beiträgen bereichern.

1.Reihe, liegend: 1 Achim Gauger
2.Reihe, hockend, v.l.n.r.: 1 Hans Satler, 2 Uli Selb, 3 Daniel Grießer, 4 Albert Vögt
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Ralf Bednarz, 2 Uwe Heizmann, 3 Rudolf Lasson, 4 Walter Flößer (mit Gitarre), 5 Dietmar Buchmeier, 6 Gerd Burger
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 Thomas Frei, 2 Christoph Engesser, 3 Michael Zipfel, 4 Harald Burger

Standort des Fotografen: 47.887013, 8.341597

Luftbild auf das Städtchen, ca. 1960

Foto: Cramer, Kunstanstalt K.G., Dortmund / Stadtarchiv

Aus ungewohnter Perspektive zeigt dieses Luftbild das Städtchen. Das Flugzeug, aus dem das Foto aufgenommen wird, kreist über dem Maienland. Der Blick fällt aus westlicher Richtung auf die Häuser am Alenberg, in der Maienland- und in der Bahnhofstraße. Der 1957 fertiggestellte neue Bahnhof steht bereits. Aber das Anfang der 1960er Jahre im Pfarrweg neu erbaute katholische Pfarrhaus ist noch nicht gebaut, wodurch sich das Foto recht genau datieren lässt. Auch der Kirchturm ist noch nicht verputzt.

Im Hintergrund ist der Altstadtring zu erkennen. Vor der »Hasle« stechen die Festhalle und Schule sowie die 1954 geweihte evangelische Kirche ins Auge.

Haus Fehrenbach in der Maienlandstraße, ca. 1959

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rudolf Lasson zur Verfügung.

Gemächlich trottelt die Kuh die Maienlandstraße entlang. Am Strick führt sie eine Frau – Berta Fehrenbach (1909-?), die fast hinter dem kräftigen Tier verschwindet. Noch ist die Straße nicht asphaltiert – nur die beiden gepflasterten Rinnen für das Regenwasser ziehen sich entlang. In der Maienlandstraße gibt es zahlreiche Landwirtschaften, Vieh wird auf den Feldern gehalten und zur Arbeit eingespannt. Es wird aber auch durch die Straße geführt, wenn es zum Begatten zum Farrenstall im Städtchen gebracht wird.

Im Hintergrund steht das Haus Fehrenbach (Maienlandstr. 33). An der Fassade des Ökonomiebereichs lehnen Gerätschaften, eine aufgestapelte Holzbiege an der Giebelseite wartet auf den nächsten Winter.

Standort des Fotografen: 47.887649, 8.341283