Kochschülerinnen vor dem Schuleingang, ca. 1940-1942

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Bölle zur Verfügung.

Zwölf Schülerinnen der Kochschule stehen zusammen mit ihrer Kochlehrerin Gisela Vogelmann auf den Treppenstufen vor dem Eingangsportal der Schule. Die Mädchen erlernen das Kochen in der Regel nach ihrer Entlassung aus der Volksschule.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Lisa Wehrle (verh. Baader, 1925-2007), 3 ???, 4 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 Lehrerin Gisela Vogelmann, 4 ???, 5 ???, 6 ???

Standort des Fotografen: 47.882340, 8.347842

Lina Egle vor ihrer Verkaufsbude am Witterschneekreuz, 1942

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Pia Durst zur Verfügung.

»Gustav Egle« steht auf einem kleinen Zettel an dem Verkaufsstand neben der Wallfahrtskirche Witterschnee, um den Eigentümer auszuweisen. Daneben steht die Ehefrau Lina Egle geb. Mäder (1887-1966), ihre linke Hand in die Hüfte gestemmt, ihr Warensortiment präsentierend. Gustav Egle (1880-1954) war gelernter Müller von Beruf.  Er und seine Ehefrau Lina (eigentlich Pauline) wohnten in der Ringstraße 1 und betrieben auch dort einen kleinen Laden. Im Adressbuch wird es als »Gemischtes Warengeschäft« bezeichnet. Der Verdienst durch den Verkaufsstand am Witterschnee diente wohl als Zubrot.

Standort des Fotografen: 47.892724, 8.336733

Wehrmachtssoldaten in der Bonndorfer Straße, ca. 1940-1942

Sammlung Familie Waßmer

Eine lange Kolonne von Wehrmachtssoldaten zieht durch die Bonndorfer Straße an der Bahnlinie entlang. Die Männer sitzen auf Pferden, hinter ihnen folgen mit Pferden bespannte hölzerne Wagen. Ziel ist offenbar der Bahnhof, wo Soldaten, Tiere und Fahrzeuge für den Weitertransport mit der Eisenbahn verladen werden.

Die Aufnahme macht zugleich deutlich, wie stark die Wehrmacht trotz aller Bilder von Panzern und Lastwagen noch auf Pferde angewiesen ist. Sie dienen nicht nur der Kavallerie, sondern vor allem dem Transport von Material, Munition und Versorgungsgütern. Auch die Wagen der Kolonne werden von Pferden gezogen – ein vertrautes Bild im militärischen Alltag des Zweiten Weltkriegs.

Im Hintergrund stehen die Häuser der Seppenhofer Straße. Für einen Moment wird die Bonndorfer Straße zur militärischen Marschroute. Wohin die Einheit vom Löffinger Bahnhof aus weitertransportiert wird und zu welchem Truppenteil die Soldaten gehören, ist bislang nicht bekannt.

Standort des Fotografen: 47.880705, 8.344562

Karl Schmid und Edmund Jordan, ca. 1945

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Zwei Männer mit Vollbart blicken sich an, zwei Löffinger Originale: Links steht Malermeister Karl Schmid (1878-1955), der in einer Mietswohnung im früheren Gasthaus »Sonne« (Rathausplatz 9-10) wohnt. Rechts steht Kraftfahrer Edmund Jordan (»Bartli«, 1907-1970), der in der Oberen Hauptstraße 21 wohnt. Warum die beiden Männer gemeinsam abgelichtet werden, ist unbekannt. Vielleicht locken den Fotografen schlichtweg die beiden Vollbärte.

Edmund Jordan arbeitet viele Jahre lang bei der Firma Benz als Langholzfahrer. Er wirkt in verschiedenen Vereinen auch bei der Musikkapelle. In der Fastnachtzeit stellt er seinen Humor unter Beweis. Weil er aus dem Zweiten Weltkrieg mit einem Vollbart zurückkehrt, nennt man ihn »Bartli«.

Standort des Fotografen: ???

Personengruppe in der Gaststube der »Linde« in der Oberen Hauptstraße, 1944

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rolf Meßmer zur Verfügung.

Es ist das fünfte Kriegsjahr. Im Gasthaus »Linde« (Obere Hauptstr. 10) sitzt eine Personengruppe gemütlich zusammen. Der Mann ganz links ist Soldat, wie an seiner Uniform zu erkennen ist: Er scheint auf Heimaturlaub zu sein.

Wer erkennt die Personen?
V.l.n.r.: ???, ???, ???, ???, Ernst Egy, ???

Rechts ist ein Buffetschrank zu sehen, auf dem sich die Teller stapeln. Daneben steht ein Kachelofen. Das Türchen zu seinem Wäremfach steht offen und Teller werden darin vorgewärmt.

Standort des Fotografen: 47.884188, 8.346453

Großmutter mit Enkelin im Maienland, ca. 1935-1945

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Anton Heizmann zur Verfügung.

Luise Heizmann geb. Schreiber (1885-1981) sitzt hinter ihrem Haus in der Maienlandstraße und lässt sich mit ihrer Enkeltochter fotografieren. Es ist Winter und alles ist verschneit. Das zweistöckige Haus im Hintergrund mit Wohnbereich, Scheuer und Stallung gehört dem Schmiedemeister Josef Reichhart (1874-1942). Bei einem Fliegerangriff am 19. Februar 1945 wird es durch einen Volltreffer komplett zerstört. 

Standort des Fotografen: 47.886112, 8.341901

Bombenschaden am Haus Benz in der Maienlandstraße, Februar 1945

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Anni Zumstein zur Verfügung.

Vier Männer stehen in der Maienlandstraße und starren vor sich hin. Nach dem Fliegerangriff vom 19. Februar 1945 ist vorerst wieder Ruhe eingekehrt, aber von Normalität kann keine Rede sein. Die Zerstörungen sind unübersehbar: Beim Haus Benz ist das Dach abgedeckt und die Fenster sind beschädigt. Dabei hatte der Landwirt Johann Benz noch Glück im Unglück. Das Nachbarhaus von Familie Reichhart wurde durch einen Volltreffer komplett zerstört. Zwei Kinder, Lothar Heinz Maier (1942-1945) und Siegfried Schiehle (1936-1945), wurden verschüttet und konnten nur tot geborgen werden.

Standort des Fotografen: 47.886653, 8.341696

Zerbombtes Haus Reichhart in der Maienlandstraße, Februar 1945

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Lotte Ratzer zur Verfügung.

Am 19. Februar 1945 heulen gegen 15.20 Uhr die Sirenen. Alliierte Jagdflieger werfen Fliegerbomben auf Löffingen ab. Das Haus Reichhart in der Maienlandstraße wird durch einen Volltreffer komplett zerstört. Zwei Todesopfer sind hier zu beklagen. Verschüttet und nur tot geborgen werden Lothar Heinz Maier (1942-1945), der nur 2 Jahre und 4 Monate alt wurde, und Siegfried Schiehle (1936-1945), der im Alter von 8 Jahren und 4 Monaten zu Tode kommt.

Standort des Fotografen: 47.886653, 8.341696

Zerbombtes Haus Reichhart in der Maienlandstraße, Februar 1945

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Lotte Ratzer zur Verfügung.

Nur ein Trümmerhaufen ist von dem zweistöckigen Wohnhaus mit Scheuer und Stallung in der Maienlandstraße geblieben. Bei einem Fliegerangriff am 19. Februar 1945 wurde das Haus von Schmiedemeister Josef Reichhart (1874-1942) durch einen Volltreffer komplett zerstört. Seit seinem Tod drei Jahre zuvor hatte das Anwesen seiner Tochter Josefa Reichhart gehört. Das Haus wurde in der Nachkriegszeit nicht wieder aufgebaut. Im Hintergrund sind die Häuser der Bahnhofstraße und Hohlgasse zu erkennen. Beim Haus Willmann (Bahnhofstr. 11) ist das Dach weitgehend abgedeckt. Daneben steht der Kindergarten (Bahnhofstr. 9).

Standort des Fotografen: 47.886348, 8.341911

Frau vor dem Haus Hall in der Maienlandstraße, ca. 1940-1950

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Maria Hall zur Verfügung.

Der Verputz und die Farbe bröckeln, aber noch ist die Inschrift auf der Hausfassade deutlich zu lesen: »Grabsteingeschäft Adolf Hall«. Der Steinhauer Adolf Hall (1874-1926) betrieb in seinem Haus in der Maienlandstr. 20 bis zu seinem Tod 1926 eine Steinhauerwerkstatt. Jetzt wohnt darin seine Witwe Josefine Hall (geb. Winterhalder, 1875-1961), die aus Schwärzenbach stammt.

Wer weiß, wer die junge Frau im Mantel ist, die vor dem Haus steht?

Standort des Fotografen: 47.886086, 8.342132

Bombenschaden am Haus Hall in der Maienlandstraße, Februar 1945

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Ursula Glunk sowie Lotte und Walter Ratzer zu Verfügung.

Während das schräg gegenüberliegende Haus Reichhart (Maienlandstr. 25) beim Fliegerangriff am 19. Februar 1945 durch einen Bombenvolltreffer komplett zerstört wurde und zwei Kinder den Tod fanden, kommt die Witwe Josefine Hall (geb. Winterhalder, 1875-1961) mit dem Schrecken davon. Zwar ist auch ihr Haus (Maienlandstr. 20) stark beschädigt, doch der materielle Schaden wird sich letztlich reparieren lassen. Das Dachgeschoss bietet zwar einen verheerenden Anblick. Die anderen Stockwerke sind aber weitgehend heil geblieben. Deutlich zu lesen ist der Schriftzug »Grabsteingeschäft v. Adolf Hall« über der Haustür.

Standort des Fotografen: 47.886225, 8.342062

Zwei Frauen am Brunnen in der Maienlandstraße, ca. 1940-1945

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Gertrud Heizmann zur Verfügung.

Vor dem Gärtchen von Familie Heizmann in der Maienlandstraße haben sich zwei junge Frauen am Brunnen für ein Foto hingesetzt. In ihrer Mitte haben sie ein kleines Mädchen.

Bei den Frauen, beide in Sommerkleidern, handelt es sich um die Schwestern Gertrud Brugger (verh. Heizmann, 1921-2005) und Martha Brugger (verh. Trenkle, 1919-?), deren Elternhaus in der Nachbarschaft steht.

Standort es Fotografen: 47.885983, 8.342152