Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Am 8. Mai 1957 heiraten Willi Burger (1928-2021) und Elisabeth Benitz (1930-2019) in der katholischen Pfarrkirche St. Michael. Sie werden von Stadtpfarrer Karl Weickhardt (1905-1977) getraut.
Hinter dem Paar haben sich Verwandte, Freunde und Gemeindemitglieder versammelt. Die Kirche ist festlich geschmückt, Pflanzen rahmen den Altarraum, alles ist auf diesen Moment ausgerichtet.
Da Braut und Bräutigam dem Kirchenchor angehören, er als Baß, sie als Sopran, wirkt der Chor bei der Gestaltung der kirchlichen Trauung mit. Gesungen wird »Der Herr ist groß« aus der »Schöpfung« von Joseph Haydn sowie die Kreuz-Messe von Dietrich.
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Klemens Rebholz und Cäcilia Runge zur Verfügung.
Die Treppenstufen vor dem Mitteltrakt zwischen Festhalle und Volksschule werden zur Bühne für einen besonderen Moment. Sorgfältig haben sich die Hochzeitsgäste aufgestellt, Reihe für Reihe, damit alle Platz finden und gut zu sehen sind. Vorne, genau in der Mitte, steht das Brautpaar. Die Braut im hellen Kleid mit Schleier, der Bräutigam an ihrer Seite – ernst und zugleich ein wenig stolz blickend in die Kamera. Der Bräutigam ist Konrad Kuster (1921-2011) und die Braut ist Margarete Wehinger (1930-2018), die aus Döggingen stammt.
Ein kleiner Junge im Matrosenanzug hält aufmerksam die Schleppe der Braut. Um das Paar herum gruppieren sich Eltern, Geschwister, Verwandte und Freund*innen.
1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Mathilde Gut (verh. Hutzler, 1910-2000), 2 Rose Haase (geb. Schmidt), 3 Amalie Wehinger (1925-2017), 4 Klaus Schmidt, 5 Braut Margarete Kuster (geb. Wehinger, 1930-2018), 6 Bräutigam Konrad Kuster (1921-2011), 7 Bräutigammutter Maria Kuster (geb. Erath, 1883-1961), 8 Theresia Wehinger (1932-2023, später Schwester Theodorika), 9 Anna Jonner (verh. Ratke), 10 ??? 2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Monika Wehinger (verh. Fesenmeyer, 1933-2021), 2 Theodor Wehinger (1921-2002), 3 Brautvater Theodor Wehinger (1891-1969), 4 Brautmutter Maria Wehinger (geb. Gut, 1897-1969), 5 Anna Schelling (geb. Kuster, 1919-2010), 6 Anna Wehinger (verh. Vogelbacher, geb. 1937) 3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Elisabeth Wehinger (verh. Grieshaber, 1921-1995), 2 Rosa Kuster (1916-1976, ledig), 3 Leo Gut (1869-1955), 4 Theresia Gut (geb. Keller, 1892-1968), 5 Maria Gut (geb. Föhrenbacher, 1897-?), 6 Rainer Erath (1904-1996) 4.Reihe, v.l.n.r.: 1 Agathe Schmidt (geb. Kuster, 1911-1986) , 2 Mathilde Frey (geb. Kuster), 3 Maria Kuster (1907-1980, ledig), 4 Hermann Schelling (1914-1998) 5.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 August Kuster (1883-1972), 3 ???
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Christoph Müller und Marlies Müller sowie Rita Bölle zur Verfügung.
Die Kinder stehen im Gasthaus »Linde« dicht beieinander. Einer scheint gerade einen Witz gemacht zu haben, denn mehrere Gesichter sind mitten im Lachen eingefroren. Die Gruppe setzt sich aus Mädchen und Jungen der Jahrgänge 1947 bis 1952 zusammen. Ordentlich gekleidet stehen sie zwischen Tischen und Stühlen, die für Erwachsene gemacht sind. Die Großen stehen hinten, die Kleinen vorne.
Was genau der Anlass dieses Zusammenseins ist, bleibt offen. Wird hier ein Kindergeburtstag gefeiert? Vielleicht von einem der Kaltenbrunner-Kinder? Und wenn ja – welches Kind steht heute im Mittelpunkt? Sicher ist nur: Es ist ein besonderer Moment.
Fotograf: Atelier Johann Nepomuk Heinemann, Hüfingen | Dieses Foto stellten dankenswerterweise Christa Egle und Hans-Peter Hepting zur Verfügung.
Der Mann sitzt fest auf dem Stuhl, die Hände ruhig auf den Knien, den Blick direkt nach vorn gerichtet. Neben ihm stehen ein Junge und ein Mädchen, dicht bei ihm, als suchten sie Halt. Der Moment ist sorgfältig inszeniert – so, wie es sich für ein Familienporträt gehört. Aufgenommen wird das Bild im Atelier von Johann Nepomuk Heinemann in Hüfingen.
Der Mann trägt Vollbart und dunklen Rock, die Kinder sind ordentlich gekleidet und blicken ernst. Lächeln ist hier nicht gefragt. Ein Foto ist kein flüchtiger Schnappschuss, sondern ein Ereignis, das Bestand haben soll.
Wer diese Familie ist, lässt sich heute nicht mehr mit Sicherheit sagen. Vermutlich ist es Johann Baptist Klotz. Geboren wurde er am 2. Mai 1835 in Zoznegg bei Stockach. Er ist Bäcker und Bierbrauer von Beruf, in anderen Dokumenten wird er als Feldhüter und als Küfer bezeichnet. 1873 heiratete er Wilhelmine Klotz (geb. Wider, 1846-1878), die aus Löffingen stammt. Die Familie wohnt in der Alenbergstraße. Der Mann posiert mit seinen beiden Kindern, mit Sohn und Tochter. Die Tochter könnte Emma Klotz (geb. 1873) sein, der Sohn Emil Klotz (geb. 1875). Nach dem Tod seiner Ehefrau heiratet der Witwer in zweiter Ehe Anna Klotz (geb. Riedlinger), die aus Göschweiler stammt. Johann Baptist Klotz stirbt am 6. Januar 1901 im Alter von 62 Jahren.
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Klemens Rebholz und Cäcilia Runge zur Verfügung.
Fünf junge Frauen schieben ihre Fahrräder nebeneinander her, lachen, halten kurz inne. Vom Stadtwald kommend passieren sie die Ziegelhütte und die Jungviehweide. Ihr Ausflug nach Oberbränd liegt hinter ihnen, nun geht es zurück in Richtung Städtchen.
Die Freundinnen tragen Röcke und Jacken. Die Räder sind schwer, die Strecke zieht noch einmal an. Bis hinauf zur Anhöhe am Witterschneekreuz heißt es schieben oder kräftig in die Pedale treten. Danach wird es leicht, dann rollt der Weg fast von selbst bergab. Zeit zum Durchatmen, für Gespräche und gemeinsames Lachen. Das Foto hält einen unbeschwerten Moment ihrer Freundschaft fest. Ein Ausflug wie dieser bedeutet auch Abwechslung vom Alltag und ein Stück Freiheit.
Diese Fotos stellte dankenswerterweise Beate Lubrich zur Verfügung.
Ein Sommerabend im Jahr 1984. Das Feuer knistert leise, Holzscheite liegen im Kreis, und der Geruch von Rauch hängt in der Luft. Auf Bierbänken sitzen die Stadtbediensteten beisammen, das Bierglas oder die -flasche in der Hand, den Blick ins Feuer oder zu den Kolleg*innen gerichtet. Im Stadtwald, vor der »Stierhütte«, kommt man – jenseits von Dienstplänen – bei einem gemeinsamen Grillabend zusammen. Im Hintergrund stehen Bierkästen bereit.
Oberes Bild V.l.n.r.: 1 Veronika Riesterer (Dittishausen), 2 Rita Bölle (geb. Schmid), 3 Gertrud Heitzmann (geb. Brugger, 1921-2005), 4 Ratschreiber Fritz Adrion (1920-2004), 5 Bernhard Wolf (Unadingen), 6 Gerhard Bader
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.
Warme Jacken, dicke Mützen und rote Wangen bestimmen das Bild. Die kalten Füße und klammen Finger muss man sich dazudenken. Auf der Eisbahn unterhalb der Grundschule haben sich zwei Schulklassen versammelt. Der Winter zeigt sich von seiner kalten, aber einladenden Seite. Die Eisfläche garantiert jede Menge Spaß. Die Kinder tragen zwar keine Schlittschuhe, doch das hält sie nicht davon ab, über das Eis zu rutschen, zu schlittern und das Gleichgewicht zu verlieren – und wiederzufinden.
Mitten unter den Kindern stehen die beiden Klassenlehrerinnen Inari Boehm und Elfriede Krämer (geb. Ghiraldin, 1952-2024). Sie haben den Ausflug begleitet und posieren nun mit ihren Schüler*innen für ein Gruppenfoto. Hinter ihnen erhebt sich das Schulgebäude, vertrauter Rahmen des Alltags, während hier unten für einen Moment der Unterricht pausiert.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Konrad Kuster zur Verfügung.
Das Lachen ist ansteckend. Vor einer hölzernen Schutzhütte im Stadtwald haben sich die »Tännlewieber« zusammengefunden, dicht gedrängt, vertraut miteinander, einige in Arbeitskitteln und Schürzen, andere mit Kopftuch oder Strickjacke. In der Mitte vorne sitzt ein Junge, rechts steht Förster Werner Lubrich (1927-2010) – ein seltenes Gruppenfoto aus dem Arbeitsalltag, aufgenommen um 1960.
Der Wiederaufbau nach dem Krieg ist weitgehend abgeschlossen, der Wald, der von der französischen Besatzungsmacht in der Nachkriegszeit ziemlich abgeholzt wurde, wird neu aufgebaut und gezielt gepflegt. Die Frauen leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Forstarbeit. Sie pflanzen junge Bäume, pflegen Kulturen, räumen Schlagabraum. Die Arbeit ist körperlich fordernd. Doch für einen Augenblick ruht die Arbeit, es wird gelacht und gescherzt. Die Atmosphäre ist gelöst, beinahe familiär. Die Kleidung ist moderner, die Farben bringen Leben ins Bild.
Bunte Pullover, weite Schnitte, kräftige Farben und Muster, Sweatshirts und Jeans bestimmen das Bild. Die Klasse 8b hat sich im Schulhof aufgestellt, manche sitzen, andere stehen dahinter, alle dicht beieinander. Für einen kurzen Moment hält dieses Klassenfoto den Alltag an der Realschule fest. Man kennt sich gut, verbringt täglich Stunden miteinander, und doch ist spürbar, dass sich hier jede und jeder langsam seinen eigenen Weg sucht. Schule ist nicht nur Unterricht, sondern auch sozialer Raum: Freundschaften entstehen, Konflikte werden ausgetragen, erste Zukunftspläne geschmiedet. Noch scheint alles offen. Mitten unter den Schüler*innen steht Klassenlehrerin Ulrike Heiler, die seit 1979 an der Realschule unterrichtet.
1.Reihe, kniend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Goran Koren, 3 ??? 2.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 Silvia Brunner, 4 Sarah Schmitt, 5 Benjamin Schelb, 6 Thomas Morent, 7 ??? 3.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 Patrick Nikolaus, 2 Simon Fechti, 3 Mirijam Knöbel, 4 ???, 5 ???, 6 N. Köhler, 7 Lehrerin Ulrike Heiler 4.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 ??? Volk, 2 Stefan Müller, 3 Tobias Oschwald, 4 N. Köhler, 5 Simon Huber, 6 ???, 7 Matthias Burger
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Inge Mayer zur Verfügung.
Felle hängen schwer über Schultern und Hüften, Speere werden fest umklammert. In der Dittishauser Straße hat sich eine Narrengruppe im Schnee aufgestellt, bereit für ein gemeinsames Foto. Die Kostüme wirken archaisch. Tierfelle, pelzige Mützen und improvisierte Waffen lassen an eine ferne Vorzeit denken. Vielleicht sind es Germanen? Schließlich lautet das Fasnachtsmotto 1952 »Als die Römer frech geworden«.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.
Der Demetriusbrunnen ist ein beliebter Ort für Erinnerungsfotos – auch beim Klassentreffen des Jahrgangs 1943. Im Sommer 1983 kommen die ehemaligen Schulkamerad*innen hier zusammen, um sich ablichten zu lassen. Jahrzehnte sind vergangen, seit sie die Schulbank gedrückt haben.
Nicht alle wohnen weiterhin in Löffingen, sodass man sich nur selten begegnet. Manche Gesichter sind sofort vertraut, andere müssen erst wieder eingeordnet werden. Zwischen Lachen, kurzen Gesprächen und dem Austausch alter Geschichten entsteht ein Moment des Wiedersehens, festgehalten vor dem Mailänder Tor und dem Demetriusbrunnen.
Diese Fotos stellte dankenswerterweise Beate Lubrich zur Verfügung.
Ein kalter Wintertag im Jahr 1974 am »Ochsenberg«. Der Schnee liegt flächendeckend auf der Anhöhe, die Luft ist klar, die Schritte knirschen unter den Stiefeln. Die Treibjagd ist beendet, und die Jäger haben sich um die Strecke versammelt. In der Mitte liegen die erlegten Tiere, sorgfältig ausgelegt und mit Fichtenzweigen eingerahmt – ein stiller Moment, auch des Respekts vor den getöteten Tieren, nach der Anspannung des Jagdtages.
Ringsum stehen die Männer dicht beisammen, in schweren Mänteln, mit Hüten und Gewehren. Viele sind mit ihren Autos vorgefahren, wie der Fuhrpark im Hintergrund zeigt. Die Treibjagd dient der Bestandsregulierung und dem Schutz von Wald und Flur. Gleichzeitig ist sie eingebettet in feste Regeln und Bräuche – und auch ein gesellschaftliches Ereignis.
Zur Jagdgesellschaft gehören u.a. Ludwig Storz (1902-1987), Heinz Hauger (Treiber), Ernst Rudigier (1922-1981, Göschweiler), Karl Sibold (1937-2016), Gerhard Raufer (Göschweiler), Klaus Allinger, Rudolf Heer (Treiber, Göschweiler), Hermann Reichert und Rudolf Jordan (1942-2024).