Maienlandstraße mit viel Schnee, 1968

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Susanne Obergfell zur Verfügung.

Die Perspektive ist bewusst gewählt: Rechts ragt ein mächtiger Schneeberg ins Bild und macht sofort deutlich, worum es dem Fotografen geht. Die weiße Pracht soll festgehalten werden. Entlang der Maienlandstraße türmen sich hohe Schneewälle, während die Straße selbst bereits freigeräumt ist.

Der Blick fällt auf das Haus Lehmann (Maienlandstr. 12). Der Seitengiebel ist mit Holzschindeln verkleidet, zwei große Scheunentore markieren den früheren Ökonomiebereich des Gebäudes. Die Landwirtschaft ist bereits aufgegeben. Auch die alte »Miste« hat ausgedient: Wo früher der Mist lagerte, türmt sich nun ebenfalls Schnee. Davor steht eine kleine Personengruppe und unterhält sich. Am Wohnbereich sind die Fensterläden verschwunden – ein kleines Zeichen dafür, dass sich auch an den alten Bauernhäusern nach und nach Veränderungen und Modernisierungen durchsetzen.

Weiter unten, vor dem Haus Egle (Maienlandstr. 8), parkt ein Auto.

Standort des Fotografen: 47.885718, 8.342305

Umzugswagen »Esel-Zucht« in der Bahnhofstraße, Fasnacht 1968

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Brigitte Mayer zur Verfügung.

Vermutlich an Fasnacht 1968 entsteht dieses Foto. Schließlich lautet das Motto der Fasnacht in diesem Jahr: »Wildpark-Viecherei« Dazu passt, dass auf dem Banner an der Seite des Umzugswagens von »Esel-Zucht« die Rede ist. Leider ist nicht der gesamte Schriftzug zu lesen. Auf dem Wagen sind jedenfalls mehrere »Esel« zu sehen – auch wenn es sich wohl eher um prächtige Pferde handelt. Darauf reiten u.a. Marianne Fehrenbach (verh Brugger, geb. 1950) und [Gisela Sibold (geb. 1940)].

Der Traktor, der den Umzugswagen zieht, wird von Erwin Mayer gelenkt. Rechts von ihm sitzt sein Bruder Manfred Mayer und links Wolfgang Schmitt (1948-2018).

Standort des Fotografen: 47.882450, 8.343193

Kind auf dem Festhallenplatz, 1968

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Das kleine Mädchen mit den geflochtenen Zöpfen hält ein Körbchen in der Hand. Darin liegt allerlei Obst und Gemüse. Offenbar ist Erntedank und das Mädchen, Doris Bader (geb. 1962), trägt den Korb zur Kirche. Da es nicht mehr sommerlich warm ist, hat sie ein Strickjäckchen an.

Im Hintergrund ist die – von einer Hecke eingerahmte – »Linden«-Wiese zu sehen. Sie ist noch unbebaut, aber wenige Jahre später wird auf ihr das Realschulgebäude errichtet. Dahinter steht das Haus Selb (Obere Hauptstr. 12). Auch der Feuerwehrturm ist zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.883350, 8.347816

Haus Adrion in der Feldbergstraße, 1968

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Bernhard Adrion zur Verfügung.

In den späten 1950er Jahren wächst das Städtchen immer weiter über seine historischen Grenzen hinaus. Auf dem hinteren Alenberg entsteht ein Neubaugebiet mit Einfamilienhäusern. Neue Straßen werden angelegt, wie z. B. die Feldbergstraße. Das Haus Nr. 2 gehört dem Schuhmachermeister Arno Adrion (1924-1993) und seiner Ehefrau Irma Adrion geb. Schmid (1927-2019). 1948 hatten die beiden geheiratet. Als die drei Kinder Werner (geb. 1948), Bernhard (geb. 1951) und Renate (geb. 1952) heranwachsen, bauen die Adrions ihr neues Heim.

Wer weiß, wann das Haus genau gebaut wurde?

Standort des Fotografen: 47.887069, 8.343050

Umzugswagen in der Bahnhofstraße, Fasnacht 1968

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Hermann Egle zur Verfügung.

»Gammler besuchen den Wildpark«, steht in großen Buchstaben auf dem Schild. Es ist ganz vorne am Umzugswagen angebracht, der gerade die Bahnhofstraße entlang fährt und in die Rötengasse einbiegt. Es ist »Fasnet Mändig«, das Motto der diesjährigen Fasnacht lautet: »Wildpark-Viecherei«. Schließlich hat in der Nähe des Waldbads seit Kurzem der Wildpark eröffnet. Er eignet sich hervorragend als Motto für die fünfte Jahreszeit, um die Kreativität der Närrinnen und Narren zu wecken.

Aber anstatt in tierische Kostüme zu schlüpfen, verkleidet sich diese Narrengruppe als »Gammler«, sprich: als »Hippies«, schließlich schreiben wir das Jahr 1968! Erkennbar an ihrem Kleidungsstil, an den langen Haaren, den Bärten, an ihren Gitarren – und nicht zuletzt an der Stoffbahn, die den Umzugswagen umspannt und ein bisschen »Flower Power« ins Baarstädtchen bringt.

Der Traktorfahrer ist Otto Geisinger (1921-2010), hinter ihm stehen links Maurermeister Alfred Egle (1920-2001) und rechts Sattlermeister Ernst Krauß.

Die Gruppe hat ein Lied einstudiert, das sie zur Melodie von »Puppet on a String« (1967) zum Besten gibt: »Ja wir Gammler sind lustige Leut, leben so in den Tag. / Wissen wir auch nicht, was kommen mag, / komme was da mag. / Wir ziehn in den Wildpark ein, / leben dort billig und fein…«

Standort des Fotografen: 47.885128, 8.341273

Konfirmanden vor der evangelischen Kirche, März 1968

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Ursula Weißenfels zur Verfügung.

Neben der evangelischen Johannes-Kirche stellen sich fünf Konfirmand*innen zu einem Gruppenfoto auf. Mit auf dem Bild ist Vikar Andreas Kautzsch, der 1967/68 in Löffingen tätig ist. 

V.l.n.r.: 1 Ursula Mayer (verh. Weißenfels), 2 ???, 3 ???, 4 Hansjörg Benz, 5 ??? Zimmerhansel, 6 Vikar Andreas Kautzsch

Standort des Fotografen: 47.881587, 8.348659

Konfirmanden vor der evangelischen Kirche, März 1968

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Ursula Weißenfels zur Verfügung.

Vor dem Eingangsportal der evangelischen Johannes-Kirche stellen sich fünf Konfirmand*innen zu einem Gruppenfoto auf. In ihrer Mitte steht Vikar Andreas Kautzsch, der 1967/68 in Löffinen tätig ist. 

V.l.n.r.: 1 ???, 2 Ursula Mayer (verh. Weißenfels), 3 Vikar Andreas Kautzsch, 4 ??? Zimmerhansel, 5 ???, 6 Hansjörg Benz

Standort des Fotografen: 47.881587, 8.348659

2 Fotos: Mitglieder des Roten Kreuzes vor der Festhalle, Juli 1968

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Manfred Lauble (DRK-Ortsverein Löffingen) und Priska Zemann zur Verfügung.

Fünf Jahre ist es her, dass die DRK-Ortsgruppe Löffingen ihr 50. Gründungsjubiläum feiern konnte. Jetzt sind es schon 55. Jahre. Gefeiert wird diesmal nicht, aber Anlass für ein Erinnerungsfoto ist der 55. Jahrtag doch. Am 21. Juli 1968 versammelt man sich vor der Festhalle für ein Gruppenfoto. Mit dabei ist Bürgermeister Edmund Laufer.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Bereitschaftsführer Emil Schmid, 2 Rosa Heizmann (verh. Gauger), 3 Bereitschaftsführerin Maria Münzer (geb. Ernst, 1921-2021), 4 Walburga Kuttruff (verh. Gauger), 5 Inge Rosenstiel (verh. Knöpfle), 6 Bürgermeister Edmund Laufer (1922-1990)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Josef Senn (1932-2013), 2 Helmut Pacher, 3 ???, 4 Ferdinand Hasenfratz, 5 Wolfgang Walz
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Erich Frank, 2 Rolf Echtle, 3 Anton Schmid
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 Richard Lehmann (1935-2013), 2 Paul Schondorf, 3 Franz Isele, 4 Hans Schwarz

Standort des Fotografen: 47.882983, 8.347719

Blick über die Bittenwiesen in Richtung Städtchen, Winter 1968

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rene Egle zur Verfügung.

Die Bittenwiesen sind zugeschneit. Ein paar Skispuren schlängeln sich durch die weiße Pracht. Es ist ein kalter Wintertag, die Sonne scheint an einem wolkenlosen blauen Himmel. Der Blick wandert über die Wiesen und den Bittenbach hinüber zum Städtchen. Drei »Türme« ragen in den Himmel: der Schornstein vom Sägewerk Benz, der Kirchturm der Pfarrkirche St. Michael und der Rathausturm.

Die beiden Mietshäuser »Bei der Kirche« 1 und 2 stehen noch nicht, ebenso ist die DRK-Rettungswache noch nicht gebaut. Deutlich zu erkennen ist hingegen der 1957 eingeweihte Erweiterungsbau des Krankenhauses sowie der Farrenstall und der Bauhof. Weiter oben in der Bittengasse steht noch nicht das Postamt. An seiner Stelle steht noch ein Trafohäuschen.

Standort des Fotografen: 47.879939, 8.349066

Narrenumzug mit den Dittishauser Geißen, Fasnacht 1968

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rene Egle zur Verfügung.

Kleine und große Fasnachtsnarren säumen den Weg des Narrenumzuges. Die Geißenzunft Dittishausen, 1968 gegründet, marschiert gerade die Untere Hauptstraße entlang. Hinter den Geißen ist die Einzelfigur des »Geißentöter« zu erkennen, der den kalten Ostwind symbolisiert.

Im Hintergrund ist neben dem Mailänder Tor das Haus von Mechanikermeister Karl Müller (Demetriusstr. 13) zu sehen. Die alte hölzerne Gaube ist durch eine moderne Schleppgaube ersetzt. Kurze Zeit später brennt das Haus am 17. Oktober 1969 ab. An seiner Stelle wird 1970 ein Neubau der Bezirkssparkasse Neustadt erbaut.

Standort des Fotografen: 47.883742, 8.343976

Umbau des Gasthauses »Ochsen«, 1968

Badische Zeitung (Fotograf: Maurer) / Sammlung Familie Waßmer

Das altehrwürdige Gasthaus »zum Ochsen« wird teilweise abgerissen und anschließend modernisiert wieder aufgebaut. Das Dach war schadhaft und das Gebälk in den beiden oberen Stockwerken vermodert. Im Zuge des Umbaus wird der Zwerchgiebel beseitigt und das Gebäude um eine Etage aufgestockt. Nach der Erweiterung wird mehr Platz für Übernachtungsgäste zur Verfügung stehen. Während der Zeit des Umbaus bleibt die Gastwirtschaft im Erdgeschoss geöffnet. Den Umbau leitet Helmut Köpfler. Seine Mutter, die »Ochsen«-Wirtin Anna Köpfler geb. Gromann, ist verreist, weil sie es vorzieht, den Teilabbruch nicht mitanschauen zu müssen.

Standort des Fotografen: 47.884154, 8.345263