Haus Schweizer in der Seppenhofer Straße, ca. 1970-1980

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.

Der Blick geht vom Pfarrweg in Richtung katholische Pfarrkirche St. Michael, vorbei an einem hölzernen Gartenzaun und am Marienbrunnen, der an der Einmündung zur Seppenhofer Straße steht. In der Bildmitte steht das 1847 neu erbaute Haus Schweizer (Seppenhofer Str. 1). Es gehört dem Gipser Otto Schweizer (1906-1992) und seiner Ehefrau Maria Schweizer geb. Ganter (1909-?), die es von ihren Eltern geerbt hat.

Standort des Fotografen: 47.881902, 8.344318

Narrengruppe auf dem unteren Rathausplatz, Fasnacht 1970

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Neben dem Rathaus lassen sich diese drei Fasnachtsnarren fotografieren. Alle drei tragen Masken, sodass man kaum erahnen kann, wer sich dahinter verbirgt. Zwei Erwachsene stehen hinter einem Kinderwagen, in dem ein Kind mit einem riesigen Pappmachékopf sitzt.

Das Kind ist Rudolf Nägele, die beiden Frauen sind Anna Vierlinger geb. Nägele (1912-2004) und Frieda Klatt (1911-2003).

Standort des Fotografen: 47.883719, 8.344245

Blick vom Reichberg auf das Städtchen, ca. 1970

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.

Löffingen wächst – und zwar in alle Himmelsrichtungen. Vor zwei Jahrzehnten noch standen nur ganz vereinzelt Häuser jenseits der Bahnlinie. »D’Usländers« nannte man beispielsweise die Familie Wehrle (Am Reichberg 6a), die weit entfernt von der Altstadt wohnte und quasi aus dem Ausland nach Löffingen kam, um einzukaufen oder die Schule zu besuchen. Doch die Zeiten sind vorbei. Vor allem ab den 1950er Jahren setzte eine rege Bautätigkeit ein und Neubaugebiete wurden erschlossen. Auf dem Foto fällt der Blick über die Neubauten in den Straßen Am Reichberg, Scheffelstraße und Gartenstraße in Richtung Städtchen.

Standort des Fotografen: 47.878950, 8.342515

Schulweg zur Festhalle und Schule, ca. 1970

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.

Das Foto muss an einem Sonntag oder in den Ferien aufgenommen worden sein! Denn anders ist es kaum erklärlich, dass darauf so gar keine Kindergartenkinder oder Schüler*innen zu sehen sind. An Werktagen ist der Schulweg, zumindest zu den Stoßzeiten morgens und mittags, von Kindern bevölkert. Seit 1965 befindet sich hier der neu gebaute Kindergarten. Und außerdem führt der Schulweg schnurgerade zur Schule an der »Hasle«. Am rechten Bildrand ist die 1953 erbaute evangelische Kirche zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.883240, 8.346408

Waldbad, ca. 1970

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.

Kurze Zeit nach der Renovierung des Waldbades 1969/70 wird dieses Foto aufgenommen. Alles ist noch neu und die Sträucher frisch gepflanzt. Idyllisch am Waldrand liegt das Schwimmbecken da. Es ist bereits Herbst und der Andrang der Besucher hält sich demnach in Grenzen.

Standort des Fotografen: 47.899858, 8.332838

Waldbad mit Kinderrutsche, ca. 1975-1980

Sammlung Familie Waßmer

Beim Betrachten des Fotos kann man das Toben und Lärmen im Kinderbecken förmlich hören. Es wird gelacht, gekreischt, mit Wasser gespritzt. Bis 1986, als die neue Riesenrutsche installiert wird, müssen die jungen Waldbad-Besucher*innen mit dieser Kinderrutsche Vorlieb nehmen.

Im Hintergrund ist das moderne Gebäude mit Umkleide und Duschen zu sehen, das bei der Renovierung 1969/70 an der Nordseite errichtet wurde.

Standort des Fotografen: 47.899728, 8.331713

Zwei Kinder mit Fahrrad in der Demetriusstraße, ca. 1970

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Gudrun Wörner zur Verfügung.

Zwei Kinder stehen in der Demetriusstraße. Der Junge, der stolz sein Fahrrad präsentiert, ist Diethelm Fuß, der gleich nebenan im Haus der Bäckerei Fuß (Rathausplatz 5) aufwächst. Der Junge links ist Guido Ganter.

Beim Haus der Metzgerei Rohrer (Rathausplatz 4) ist rückseitig ein Flachbau angebaut, der noch nicht verputzt ist. Auch auf der anderen Straßenseite wird gerade gebaut: Beim Haus Scholz (Demetriusstr. 7) ist die Fassade eingerüstet und wird renoviert. Dahinter ist die Molkerei (Demetriusstr. 6) zu sehen. Auf der Verladerampe stehen Milchkannen bereit. Am Ende der Straße ist das Haus Götz (Demetriusstr. 4) zu erkennen. Bereits von weitem ist der Schriftzug »Elektro-Götz« über dem Schaufenster zu lesen.

Standort des Fotografen: 47.884124, 8.344100

Seitengiebel vom Gasthaus »Adler«, ca. 1976

Stadtarchiv

Von der Metzgerei Butsch aus fällt der Blick auf den Seitengiebel des Gasthauses »zum Adler« (Untere Hauptstr. 2). Jahrzehntelang wurde es vom Metzgermeister Fritz Seilnacht (1901-?) und seiner Ehefrau Mathilde Seilnacht geb. Faller (1904-?) betrieben. Doch die Zeiten sind vorbei. Die Seilnachts sind im Ruhestand. Zwar hängt das schmiedeeiserne Wirtshausschild noch wie eh und je, doch es ist unklar, wie und ob es mit dem Gastbetrieb weitergeht. Zur Zeit nutzt das Brillenunternehmen Axel S. Räumlichkeiten im »Adler«.  

Bis 1970 hatte die Bezirkssparkasse Neustadt ihre Filiale im Erdgeschoss, aber mitterweile ist sie in moderne Räumlichkeiten in dem schräg gegenüberliegenden Neubau neben dem Mailänder Tor gezogen. Am rechten Bildrand ist die Scheune von Gottlieb Mayer (Demetriusstr. 17) zu erkennen, die im Frühjahr 1980 abgerissen wird. Am linken Bildrand sind die Häuser der Unteren Hauptstraße zu erkennen, darunter die Metzgerei Bank (Untere Hauptstr. 3).

Standort des Fotografen: 47.883746, 8.343647

Eichhäusle in der Oberen Hauptstraße, ca. 1976

Stadtarchiv

Jahrzehntelang diente das kleine Häuschen (Obere Hauptstr. 1) am »Scharfen Eck« als Eichanstalt der Stadtgemeinde. Seit den 1930er Jahren ist es im Besitz der Familie Jordan: Küfermeister Karl Jordan (1908-1996) lagert darin Getränke ein. An der Fassade erinnert eine Darstellung des heiligen Christophorus, des Schutzpatrons der Reisenden, an die vielen Marktbesucher und Wallfahrer, die das Baarstädtchen in der Vergangenheit besuchten.

Im Hintergrund links sind die Häuser der Vorstadtstraße zu erkennen. Rechts steht das Haus Waibel (Obere Hauptstr. 3), das das kleine Eichhäusle deutlich überragt.

Standort des Fotografen: 47.884458, 8.345519

Haus Vergut in der Alenbergstraße, ca. 1976

Stadtarchiv

Schmiedemeister Leonhard Vergut (1902-?) hatte in seinem Haus (Alenbergstr. 1) seit 1932 eine Schmiedewerkstatt betrieben. Er bot Hufschlag sowie Wagen- und Anhängerbau an. Nachdem er in den Ruhestand gegangen war, eröffnete Dieter Frei in der früheren Schmiede eine Tankstelle, die verkehrstechnisch günstig an der Bundesstraße lag, die noch mitten durch das Städtchen führte. Als Dieter Frei die Tankstelle schließlich aufgab und in Seppenhofen seine eigene Autowerkstatt eröffnete, übernahm sie 1973 der KFZ-Mechaniker Peter Sibold (geb. 1946), der von der Öle stammte. Geschlossen wurde die Shell-Tankstelle 1985.

An die ursprüngliche Tradition des Hauses als Schmiede erinnert das Wandgemälde am Seitengiebel: In der Mitte sind wichtige Werkzeuge des Schmiedes dargestellt, der Amboß, der Hammer und die Zange sowie ein gefertigtes Hufeisen. Drei Jahreszahlen und drei Initialen früherer Hausbesitzer ergänzen das Wandgemälde: »1547« für das Erbauungsjahr, »K.R.« für den Schmied Konrad Reichhardt, »1908« für das Jahr, als das Gebäude nach dem Brand vom Vorjahr wieder aufgebaut wurde, »J.R.« für den Schmiedemeister Josef Reichhardt,  »L.V.« für Schmiedemeister Leonhard Vergut und »1932« für das Jahr, als Vergut das Gebäude erwarb.

Standort des Fotografen: 47.884399, 8.345464

Rückseite vom Haus Schlenker in der Eggertenstraße, ca. 1970-1975

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Helene Schlenker zur Verfügung.

Es liegt Schnee. Hinter dem Haus Schlenker (Kirchstr. 6) ist eine Holzbiege fein säuberlich aufgeschichtet. Für die Heizperiode ist also vorgesorgt. Das Haus gehört seit Mitte der 1950er Jahre dem Landwirt Fritz Schlenker (1912-?) und seiner Ehefrau Helene Schlenker geb. Rösch (1927-2019).

Das Foto entsteht, bevor auf der rechten Seite das Nachbarhaus von Familie Hauser (Kirchstr. 8) abgerissen wird und einem Neubau des Arztes Dr. med. Gebhard Hecht weicht.

Standort des Fotografen: 47.883491, 8.344585

Haus Keller in der Oberen Hauptstraße, ca. 1976

Stadtarchiv

Kaum verändert hat sich die Fassade des Hauses Keller in den zurückliegenden Jahrzehnten, nur die Schleppgaube im Dachgeschoss kam im Verlauf der 1960er oder 70er Jahre hinzu. Das Haus, eingeklemmt zwischen dem Gasthaus »Ganterbräu« (Obere Hauptstr. 4) und dem Haus Vogt (Rathausplatz 13), gehörte viele Jahre der ledigen Taglöhnerin Mathilde Reichhart (1878-1959). Nach ihrem Tod ging es dann an ihre Nichte Elisabeth Keller geb. Reichhart (1915-2004) und ihren Mann Oskar Keller (1903-1978). 

Neben dem Haus steht rechts auf dem Gehweg ein Aufsteller, der Werbung für die gegenüberliegende »Shell«-Tankstelle macht. Weihnachtsdekoration mit elektrischen Lichtern ist quer über die Straße gespannt.

Standort des Fotografen: 47.884378, 8.345272