Haus Willman in der Unteren Hauptstraße, ca. 1976

Dieses Foto befindet sich im Stadtarchiv.

Am Seitengiebel vom Haus Willmann (Untere Hauptstr. 6) ist eine Garage angebaut. Daran sind Werbeschilder angebracht, auf denen für Backwaren der Bäckerei und Konditorei Willmann geworben wird: »Bienenstich«, »Apfeltaschen« und »Birnweck« ist darauf zu lesen.

In der Garage verkauft samstags der Lebensmittelhändler Manfred Hannes (1939-2020) frisches Obst und Gemüse.

Standort des Fotografen: 47.883162, 8.343611

Rückseite vom Haus Hasenfratz in der Ringstraße, ca. 1976

Dieses Foto befindet sich im Stadtarchiv.

Seit dem Großbrand 1921 und dem anschließenden Wiederaufbau ist mehr als ein halbes Jahrhundert vergangen. Aber das Haus Hasenfratz (Demetriusstr. 9) hat sich, zumindest was seine Rückseite zur Ringstraße hin betrifft, nicht verändert.

Vergleicht man die Fassade, wie sie sich 1976 darbietet, mit dem Plan, den der Freiburger Architekt Carl Anton Meckel im Zuge des Wiederaufbaus anfertigte, dann sticht nur die Dachgaube ins Auge, die auf dem Plan fehlt. Ansonsten wurde der Plan aber 1:1 umgesetzt. Die Anordnung der Sprossenfenster mit den Fensterläden stimmt genauso überein wie die Position und Gestaltung der Hintertür mit den beiden Luken daneben.

Im Nachbarhaus von Familie Scholz (Demetriusstr. 8) wurden hingegen die alten Sprossenfenster bereits durch moderne Fenster ersetzt.

Standort des Fotografen: 47.884317, 8.343893

Haus Götz in der Demetriusstraße, ca. 1976

Dieses Foto befindet sich im Stadtarchiv.

»Elektro Götz« steht in geschwungener Schrift an der Fassade. Die Leuchtreklame ist über dem Schaufenster angebracht, in dem die Elektrogeräte präsentiert werden. Davor parken zwei Autos.

Das Haus Götz wurde nach dem Großbrand 1907 erbaut. Ursprünglich war der Stadtring an dieser Stelle geschlossen, beim Wiederaufbau wurde links neben dem Haus aber ein Durchbruch geschaffen, der zur Ringstraße führt. Seit 1931 ist das Haus im Familienbesitz: Der aus Göschweiler stammende Elektromeister Karl Götz (1892-1954) und seine Ehefrau Johanna geb. Mühlich (1897-?) erwarben es 1931.

1958 übernahmen das Geschäft Karl Götz jun. (1934-2018) und seine Ehefrau Rosa (geb 1933). An das Geschäft ist eine Reparatur-Werkstatt für Radio- und Fernsehgeräte angeschlossen. Bis 2009 führt »d’Götze Karle« den Handwerksbetrieb. Er wird mit dem diamantenen Meisterbrief ausgezeichnet.

Standort des Fotografen: 47.884301, 8.344616

Klassentreffen des Jahrgangs 1905/06, ca. 1970

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.

Alle paar Jahr treffen sich die Angehörigen des Jahrgangs 1905/06 zum Klassentreffen. 18 Personen nehmen in diesem Jahr daran teil! Natürlich darf das obligatorische Gruppenfoto nicht fehlen.

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 Mathilde Schmitt, 2 Josefine Waibel, 3 Paul Straub, 4 Rupert Hepting (1905-1990), 5 ??? Thoma
2.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 Albert Benitz (1905-1996), 2 ???, 3 Luise Urban (geb. Beha), 4 Otto Schweizer (1906-1992), 5 Elise Göpper, 6 ???
3.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Franz Zepf, 3 Maria Frei (geb. Schreiber), 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 Franz Vogelbacher

Standort des Fotografen: ???

Haus Willmann in der Unteren Hauptstraße, ca. 1976

Dieses Foto befindet sich im Stadtarchiv.

Vom »Uhren-Maier« (Untere Hauptstr. 3) aus fällt der Blick auf das gegenüberliegende Haus Willmann (Untere Hauptstr. 6). Am oberen Bildrand ist die Markise vom Uhrengeschäft zu erkennen, die mit Glühbirnen dekoriert ist. Schon in zweiter Generation wird im Haus Willmann eine Bäckerei betrieben: »Bäckerei Conditorei Willmann« steht in Großbuchstaben über dem Schaufenster. Bäckermeister Wilhelm Willmann (1910-1999) betreibt sie zusammen mit seiner Ehefrau Maria Willmann (geb. Straub, 1911-2001), die sie von ihren Eltern übernommen hatte.

Ein schmiedeeisernes Schild mit einer goldenen Brezel hängt links neben der Schaufensterfront. Darunter ist ein Kaugummiautomat angebracht, das Highlight für die Kinder, wenn sie durch die Untere Hauptstraße gehen und ihr Taschengeld investieren wollen. Dort wo früher das Scheunentor war, befindet sich heute ein zweites kleines Schaufenster und davor eine Sitzbank, die zum Verweilen einlädt.

Standort des Fotografen: 47.883403, 8.343896

Ehrungen bei der Feuerwehr, ca. 1972-1978

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Sabine Hornstein zur Verfügung.

Die Freiwillige Feuerwehr ehrt Mitglieder für ihren langjährigen aktiven und pflichttreuen Dienst. Stolz tragen die Männer auf ihrer linken Brustseite das Ehrenzeichen, mit dem sie soeben ausgezeichnet wurden: Das 1956 gestiftete Feuerwehr-Ehrenzeichen. Es hat die Form eines Templerkreuzes und weist je vier Flammen auf den Kreuzbalken auf. In der Mitte des Flammenkreuzes befindet sich das Landeswappen von Baden-Württemberg. Wappen und Kreuz werden eingefasst von einem Ring mit der Umschrift »Für Verdienste im Feuerschutz«.

Kommandant Josef Heiler III, der von 1971 bis 1981 amtiert, zeichnet die Feuerwehrmänner in Gegenwart von Kreisbrandmeister Siegfried Waldvogel aus. Die Ehrung findet im Gasthaus »Linde« statt.

V.l.n.r.: Kreisbrandmeister Siegfried Waldvogel, Walter Selb, Klaus Allinger, Oswald Laufer, Fritz Strobel (1906-1997), Heinrich Kopp (1930-2015), Anton Geisinger (1911-1978), Kommandant Josef Heiler III

Standort des Fotografen: 47.884289, 8.346566

2 Fotos: Schaufenster des Kaufhauses Henzler in der Kirchstraße, ca. 1970-1975

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Klaus-Peter Wörner zur Verfügung.

Das Kaufhaus Henzler in der Kirchstraße existiert schon seit Jahrzehnten. Bereits 1948 hatte es Rosa Henzler geb. Winterhalder (1900-?) von Anton Schirmer übernommen. Doch neu ist die durchgehende Schaufensterfront. Die beiden rundbogigen Schaufenster wurden ersetzt.

Die letzten hartnäckigen Schneereste schmelzen dahin und im Schaufenster hängt schon die Frühjahrs- und Sommer-Mode. Neben der Eingangstür, über der der Schriftzug »Edeka« prangt, werden Gemüse und Obst dargeboten.

Standort des Fotografen: 47.882894, 8.344228

Rückseite der Häuser Sibold und Laufer in der Bittengasse, ca. 1976

Stadtarchiv

Der Fotograf ist auf das Mäuerchen bei der katholischen Pfarrkirche St. Michael geklettert und fotografiert in die Bittengasse hinein. Im Vordergrund rechts ragt das Dach des »Farrenstalles« ins Bild.

Das Interesse des Fotografen gilt den beiden Häusern auf der linken Straßenseite, die nach dem Großbrand 1929 errichtet wurden, aber seit altersher die äußere Begrenzung des Stadtrings bilden: links das Haus von Landwirt Adolf Sibold (Kirchstr. 19) und rechts das Haus von Alt-Bürgermeister Edmund Laufer (Kirchstr. 17). Letzteres ist kaum mehr als Begrenzung des Altstadtrings zu erkennen, da diverse einstöckige Anbauten mit der Zeit ergänzt wurden. Da der Fotograf vermutlich von der Denkmalschutzbehörde beauftragt wurde, das Städtchen fotografisch zu dokumentieren, mag ihn genau dies zu dem Foto veranlasst haben.

Wenige Jahre später wird sich die Ansicht weiter verändern. Das Haus Sibold wird bei einem Brand 1982 zerstört. Damit verschwindet eines der letzten landwirtschaftlichen Anwesen aus dem Städtchen.

Standort des Fotografen: 47.882723, 8.344873

Supermarkt »Gottlieb« in der Demetriusstraße, ca. 1976

Stadtarchiv

Noch kann man das Gebäude getrost als Neubau bezeichnen, denn es ist gerade einmal vier Jahre alt. Das Haus Fehrenbach wurde 1972 abgerissen und machte dem neuen »Gottlieb Markt« Platz. Die von dem Supermarkt zuvor genutzten Räumlichkeiten am oberen Rathausplatz waren zu eng geworden. Jetzt steht eine große Verkaufsfläche im Erdgeschoss zur Verfügung. Am Schaufenster und links und rechts der Automatiktür ist »Unser Wochenangebot« angeklebt. Die Preise bewegen sich zwischen 0,88 und 8,98 DM. Im ersten Obergeschoss und im Dachgeschoss des Neubaus befinden sich Mietwohnungen. Vor dem Supermarkt ist ein Parkplatz für die Kunden angelegt. Ein Fahrradständer steht ebenfalls bereit.

Links im Hintergrund sind die alten Garagen des Sägewerk Benz (Ringstr. 9) zu erkennen. Ihre Zukunft ist auch ungewiss, nachdem das Sägewerk bereits im Herbst 1972 seine Produktion eingestellt hat.

Standort des Fotografen: 47.883234, 8.343727

»Pilgerstüble« im Gasthaus »Pilgerhof«, ca. 1970

Druckerei J. Steinhart, Neustadt / Sammlung Familie Waßmer

»Café«, »Gasthof«, »Pension«: Der »Pilgerhof« (Maienlandstr. 24) vereint alles drei in sich. Betreiber sind seit 1960 Josef Hoitz und seine Ehefrau Anita geb. Gaede. Die junge Küchenmeisterin hatte das Traditionshaus von ihrer Tante Rosa Müller geb. Vogel (1896-?) übernommen. Gemeinsam mit ihrem Ehemann »Jupp«, einem Bäcker- und Konditormeister aus dem Rheinland, führt sie den »Pilgerhof« 26 Jahre lang.

In dieser Zeit wird das Gebäude durch Umbaumaßnahmen mehrfach außen und innen verändert. Die Postkarte zeigt das »Pilgerstüble«. Am linken Bildrand ist ein offener Kamin zu sehen, die Fensterfront auf der rechten Seite führt zur Gartenterrasse.

Standort des Fotografen: 47.886966, 8.341802

Schwarzwaldverein bei einer Wanderung, ca. 1975

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Gaby Vogt zur Verfügung.

Bereits 1864 wurde in Freiburg der Schwarzwaldverein gegründet. Wanderern sollte der Schwarzwald erschlossen und der Tourismus insgesamt gefördert werden. 90 Jahre später, am 15. Mai 1954 wurde auch in Löffingen ein eigener Ortsverein gegründet. Seinen Mitgliedern wird die Teilnahme an geführten Wanderungen geboten, man pflegt zusammen Wanderwege und kommt zu geselligen Stunden zusammen. 

Auf dem Foto sind acht Mitglieder des Ortsvereins bei einer Wanderung zu sehen. Die Freude, sich in der Natur zu bewegen, aber auch die Erschöpfung ist ihnen anzusehen. In den 1970er Jahren ist Wandern eher als »Seniorensport« verpönt und noch kein Modetrend. Mit Begriffen wie »Hiking«, »Walking« oder »Trecking« können vermutlich die wenigsten Wanderer auf dem Foto etwas anfangen. Noch überwiegen bei ihnen braune Wanderstiefel, graue Wanderhosen und beige Funktionsshirts. Ein neuer Markt für »Outdoor«-Ausrüstung und Kleidung wird erst später erschlossen.

1.Reihe, v.l.n.r.: Wanderwart Hugo Dörflinger, Wilhelm Vogt
2.Reihe, v.l.n.r.: ???, Metzgermeister Willy Butsch (1913-1991), Justina Sauter (geb. Brett, 1900-1994), Walter Ganter, Engelbert Straetker (1923-2017), Egon Studer

Standort des Fotografen: ???

Klassentreffen des Jahrgangs 1936/37 beim Demetriusbrunnen, ca. 1976

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Erika Fritsche zur Verfügung.

Offenbar haben sich die ehemaligen Schüler*innen des Jahrgangs 1936/37 etwas Besonderes für ihr Klassentreffen einfallen lassen: ein Ausflug mit dem »Scherer«-Reisebus, der hinter ihnen parkt. Bevor sie auf Reisen gehen, wird noch schnell am Demetriusbrunnen ein Gruppenfoto aufgenommen. Die Schulzeit verbrachte dieser Jahrgang bereits in der Volksschule an der »Hasle«, die im Geburtsjahr 1936 eingeweiht wurde.

1.Reihe, hockend, v.l.n.r.: 1 Bruno Schwanz (1936-2018), 2 Ferdinand Hasenfratz (1937-2018), 3 Gottfried Dorer, 4 Friedegard Sibold (geb. Faller), 5 Anneliese Scholl (geb. Heizmann), 6 Helga Fuß, 7 Hermann Beha (1937-2021)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Emil Benz, 2 Bernd Schmid (1937-2021), 3 Hermann Zahn, 4 Ernst Fritsche (1937-2005), 5 Veronika Klose (geb. Krauß), 6 Manuela Allinger (geb. Werne), 7 Irmgard Zepf (geb. Guth, 1937-2021), 8 Eugen Fehrenbach (1937-2026)
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ??? Grabert, 2 Bruno Nägele (1937-2010), 3 Waldemar Zepf, 4 Karl Sibold (1937-2016), 5 Irma Hasenfratz (geb. Zepf), 6 Alban Keller, 7 Inge Benitz (geb. Sauter), 8 Lotte Smith (geb. Seilnacht), 9 Berthold Fehrenbach, 10 Alfons Schlenker (1937-1998)

Standort des Fotografen: 47.883731, 8.343759